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Aktions-Tagebuch

Hier findet ihr alle Infos und Updates über den Verlauf unserer Aktion - in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Der erste Beitrag steht also ganz unten oder direkt hier. Es gibt auch eine grobe Übersicht über den Zwischenstand unserer Aktion.

Verfassungs­beschwerde

Liebe vegane Kinder!

Das viele posi­tive Feed­back hat mich dazu ermu­tigt, die Kam­pa­gne wei­ter­zu­füh­ren. Um dieser Ermu­ti­gung Aus­druck zu ver­lei­hen, habe ich mich direkt an das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt gewandt. :P

Verfassungsbeschwerde
Ver­fas­sungs­be­schwerde [Bild: #was­vekiwo]

Beschwerde abge­lehnt - Kam­pa­gne geschei­tert

Liebe Eltern vega­ner Kinder, liebe vegane Kinder!

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hat meine Beschwerde abge­lehnt. An Ber­li­ner Grund­schu­len gibt es wei­ter­hin keinen Anspruch auf vega­nes Essen.

Schulkinder dürfen nicht vegan sein??
Vegane Schul­kin­der haben Pech!

Die Begrün­dung ist (im Gegen­satz zu der des Ver­wal­tungs­ge­richts zuvor) juris­ti­sch nach­voll­zieh­bar, auch wenn hier eine arg grenz­wer­tige Aus­le­gung des Geset­zes­tex­tes vor­ge­nom­men wurde. Es besteht kein Zwei­fel, dass die Klage tat­säch­lich keine Aus­sicht auf Erfolg hat. Im Grunde fußt die Ent­schei­dung auf zwei Punk­ten:

  • Das Kind ist nicht gezwun­gen, den Hort zu besu­chen, bzw. in der Schule Mit­tag­es­sen ein­zu­neh­men. Das Mit­tag­es­sen stellt also in ihrem Fall ein frei­wil­li­ges Ange­bot dar.
  • Da das Kind von den Kosten der Gemein­schafts­ver­pfle­gung befreit wurde, hat es gar keinen Anspruch auf Essen, also logi­scher­weise erst recht nicht auf vega­nes Essen.

Das Gericht hat meinen Antrag abge­lehnt

Liebe vegane Kinder, liebe Eltern,

viel­leicht habt Ihr es schon in der einen oder ande­ren Zei­tung gele­sen: das Ver­wal­tungs­ge­richt Berlin sagt, dass vegane Kinder in Berlin kein vega­nes Schu­les­sen bekom­men müssen. So inter­pre­tiert die Presse jeden­falls das ‚Urteil’.

Klage eingereicht
Antrag abge­lehnt

Arti­kel in der FAZ: Wir sind ‚trot­zige Vor­schü­ler’

Mein ganz kurzes State­ment zu einem Arti­kel in der FAZ, in dem unsere Kam­pa­gne auf recht pri­mi­tive Weise ent­stellt dar­ge­stellt wird:

Auf der Home­page einer Vegane-Eltern-Vertretung aus Berlin etwa steht sogar, dass diese dar­über nicht mehr dis­ku­tie­ren: „Dies ist keine Dis­kus­sion über Vega­nis­mus (bei Kin­dern)! Warum? Darum!“ – Reak­tio­nen wie von einem trot­zi­gen Vor­schü­ler. Das Ziel der Ber­li­ner Eltern­ver­tre­tung: Kinder sollen in der Schule vega­nes Essen ser­viert bekom­men, dafür klagen sie sogar. Der Ber­li­ner Senat hat das abge­lehnt, weil die Deut­sche Gesell­schaft für Ernäh­rung vegane Ernäh­rung bei Kin­dern nicht emp­fiehlt. Kein Argu­ment, das für die Eltern zählt. Um das Gegen­teil zu bewei­sen, bestü­cken sie ihre Home­page „www.vegane-schule.de“ mit selbst­ge­schrie­be­nen Zet­teln von Kin­dern, die sich nichts sehn­li­cher wün­schen, als vegan essen zu können. Ernäh­rungs­psy­cho­lo­gen sagen, ein sol­ches Anlie­gen sei klar aner­zo­gen. Kein Kind wolle von sich aus kein Flei­sch essen.

Dazu muss man wissen, dass die Behaup­tung, wir würden ‚dar­über nicht mehr dis­ku­tie­ren’ natür­lich nicht wahr ist. Das ‚Darum!’ ist auf unse­rer Start­seite offen­sicht­lich mit einem Link hin­ter­legt. Man muss es ankli­cken, um das ‚Darum’ zu lesen! (« Kannst du hier üben, wenn du von der FAZ bist!)

Senat ver­höhnt Opfer seiner Anti-Vegan-Politik!

Im Falle einer beson­de­ren Ernäh­rungs­ein­stel­lung besteht die Mög­lich­keit, bei ande­ren Mit­schü­lern für die eigene Über­zeu­gun­gen zu werben und andere hier­für zu begeis­tern. Dies führt nicht zu einer Iso­la­tion, son­dern viel­mehr zu einer Stär­kung des Cha­rak­ters.

So begrün­det die Ber­li­ner Senats­ver­wal­tung, warum vegane Kinder, die sys­te­ma­ti­sch vom gemein­sa­men Mit­tag­es­sen aus­ge­grenzt werden, ‚kei­ner­lei erkenn­bare’ psy­chi­sche Belas­tun­gen erlei­den müssen. Die gesamte 10-seitige Erwi­de­rung auf meine Klage beim Ver­wal­tungs­ge­richt liest sich wie purer Hohn, doch dieser Schluss­satz setzt der geball­ten Igno­ranz die Krone einen Nar­ren­hut auf.

Meinst du das wirk­lich ernst, liebes Rechts­amt der Ber­li­ner Senats­ver­wal­tung?

Nicht nur wird vega­nen Kin­dern aus reiner Will­kür, sprich ohne trag­fä­hige Begrün­dung, das Mit­tag­es­sen ver­wehrt, obwohl genü­gend Gründe dage­gen spre­chen - sie werden dafür auch noch vom Senat ver­höhnt!

Senat verhöhnt Opfer seiner Anti-Vegan-Politik!
Senat ver­höhnt Opfer seiner Anti-Vegan-Politik!

5 Fragen an die DGE

Status Quo

Seit der Reform des Schu­les­sens bekom­men vegane Kinder in Berlin grund­sätz­lich (!) kein vega­nes Essen mehr in den staat­li­chen Schu­len. Die Senats­ver­wal­tung erklärt diesen Grund­satz mit den ‚DGE-Qualitätsstandards für die Schul­ver­pfle­gung’, einem Papier der ‚Deut­schen Gesell­schaft für Ernäh­rung’, dass bis ins Detail vor­schreibt, wie das Schu­les­sen beschaf­fen zu sein hat. Das sagt das neue Gesetz. Im Prin­zip stellt die Reform für die meis­ten Kinder tat­säch­lich auch eine Ver­bes­se­rung dar. So erlaubt die DGE z.B. nur noch an 4 Tagen im Monat Flei­sch, Zusatz­stoffe sind quasi ver­bo­ten, alles muss frisch zube­rei­tet werden… Aller­dings dürfen die Cate­rer auch kein vega­nes Essen mehr lie­fern, was vor der Reform noch mög­lich war. Die Cate­rer ris­kie­ren sogar Ver­trags­stra­fen oder die Kün­di­gung, wenn sie dem zuwi­der han­deln. Geschickt ein­ge­fä­delt!

Künst­li­che Vit­amine für vegane Kinder?

Häufig wird als Argu­ment gegen vegane Ernäh­rung die Tat­sa­che ins Feld geführt, dass wir Sup­ple­mente nehmen müssen, um unsere Körper mit bestimm­ten Nähr­stof­fen aus­rei­chend zu ver­sor­gen. Sup­ple­mente, oder Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel, sind unna­tür­lich, und des­halb sei vegane Ernäh­rung auch unna­tür­lich, weil nicht alle Nähr­stoffe die wir brau­chen darin ent­hal­ten sind.

'Flickr Pills' by Simone (CC BY-NC-ND 2.0)
‚Flickr Pills’ by Simone (CC BY-NC-ND 2.0)

Klage ein­ge­reicht!

Liebe vegane Kinder!

Wir haben jetzt die Klage ein­ge­reicht. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ihr end­lich vega­nes Essen in euren Schu­len bekommt. Viel Zeit mög­li­cher­weise, denn so ein Ver­fah­ren kann sich ganz schön in die Länge ziehen.

Klage eingereicht!
Klage ein­ge­reicht!
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