Bescheid: Kein vega­nes Schu­les­sen!

Liebe Eltern vega­ner Schul­kin­der,

der Bescheid vom Schul­amt ist end­lich da! Wie zu erwar­ten war, wird die Lie­fe­rung vega­nen Essens für mein Kind abge­lehnt.

Schulkinder dürfen nicht vegan sein??
Schul­kin­der dürfen nicht vegan sein??

In der Begrün­dung wurde nicht mal im Ansatz auf meine Argu­mente aus der Anhö­rung ein­ge­gan­gen.
(8 Gründe, warum es ille­gal ist, vega­nen Kin­dern das Schu­les­sen zu ver­wei­gern)
Man bezieht sich wei­ter­hin aus­schließ­lich auf die DGE, die vegane Ernäh­rung bei Kin­dern ‚nicht emp­fiehlt’. (« Man beachte die Dop­pel­deu­tig­keit dieser For­mu­lie­rung, die immer wieder so auf­taucht! Wird es nur nicht expli­zit emp­foh­len so zu leben, oder wird emp­foh­len es nicht zu tun??)

(Voll­stän­di­ger Bescheid: Seite 1, Seite 2)

Davon abge­se­hen wird wie­der­holt behaup­tet, es würde in der Schule ‚vege­ta­ri­sches’ Essen ange­bo­ten - was nicht der Fall ist. Gemeint ist hier wahr­schein­lich ‚ovo-lacto-vegetarisch’. Der Begriff ‚vege­ta­risch’ ist per Defi­ni­tion (siehe Duden) gleich­be­deu­tend mit ‚vegan’! So eine Ver­wechs­lung in einem rechts­ver­bind­li­chen Bescheid! Etwas mehr Kom­pe­tenz erwarte ich von den Men­schen, die dar­über ent­schei­den wollen, ob mein Kind vom gemein­sa­men Schu­les­sen aus­ge­grenzt werden soll!

Dem wird 'Genüge getan'?? Wer ist da noch anderer Meinung?!
Dem wird ‚Genüge getan’?? Wer ist da noch ande­rer Mei­nung?!

Inter­es­sant an dem Bescheid ist die Über­schrift: ‚Ihre Toch­ter / Ihren Sohn’ - es han­delt sich also offen­bar um eine Vor­lage. Der Text der Begrün­dung ist jeden­fall exakt iden­tisch mit ande­ren Beschei­den oder ableh­nen­den Emails, die uns von ande­ren Ämtern vor­lie­gen. Hier wird also nach zen­tra­len Vor­ga­ben gehan­delt.

Wessen Vor­ga­ben?

Durch dieses mut­maß­lich kranke Macht­spiel sei­tens dieser Person, die diese Vor­la­gen für die Schul­äm­ter schreibt, sollen vegane Kinder (bzw. deren Eltern) umer­zo­gen, ja zum Auf­ge­ben gezwun­gen werden. Bei eini­gen klappt das sogar, bei vielen aber zum Glück nicht.

Meine Toch­ter hat heute wieder einen Brief geschrie­ben ans Schul­amt… Unser Kampf geht jetzt lang­sam rich­tig los!

Wer macht mit?!

Teile diesen Post:
53

Kommentare und Meinungen

  1. Das ist wirk­lich ein­fach unglaub­lich. Und dann reden die davon, dass Kinder wegen des Essens nicht dis­kri­mi­niert werden sollen?! Wer dis­kri­mi­niert jetzt Deine Toch­ter, Du oder der Senat?!? So eine Unver­schämt­heit!

    Die heuch­le­ri­schen Zer­ti­fi­zie­run­gen der DGE sind ein­fach lächer­lich. Sie zer­ti­fi­zie­ren keinen Cate­rer, der vega­nes Essen anbie­tet, weil das ja angeb­lich nicht gesund ist, aber sie zer­ti­fi­zie­ren Cate­rer pro­blem­los, die die von der DGE als gerade noch „gesund­heit­lich unbe­denk­lich” bezeich­nete Höchst­menge an Fleisch um ein Viel­fa­ches über­schrei­ten!

    An unse­rer Schule gibt es ja jetzt vega­nes Essen. Und siehe da, alle sind glück­lich. Immer mehr Kinder pro­bie­ren es, alle finden es lecker, und wer wer weiß, ob nicht irgend­wann noch mehr Kinder auf den Geschmack kommen. Einige haben sich jett schon für vege­ta­risch ange­mel­det, oft gegen den anfäng­li­chen Wider­stand der Eltern. Zumin­dest ein Anfang! […]

    Die Kinder sind da näm­lich viel offe­ner als manche Eltern und andere Erwach­sene. Viel­leicht ist es ja genau das, wovor der Senat und die Fleisch­lobby Angst hat -? So etwa: wehret den Anfän­gen, wir müssen die Kinder an Fleisch und andere tie­ri­sche Pro­dukte so fest gewöh­nen, bevor sie als Jugend­li­che oder Erwach­sene merken, dass man vegan viel besser lebt und groß gewor­den ist -?

  2. Das macht einen echt wütend! S.…Behörden mit ihren fal­schen Argu­men­ten! Kack DGE!! -sorry- aber das muss jetzt so raus!! Wenn mans genau nimmt ist das doch Betrug und Ver­bre­chen an der gesam­ten Gesell­schaft. Wie ich ja schon­mal ange­schnit­ten hatte machen sich alle in diesem Kom­plott mit­mi­schen­den schul­dig.- Vieh­züch­ter, Schlach­ter, „Ernäh­rungs­ex­per­ten” Ärzte, Phar­ma­in­dus­trie, Poli­ti­ker, usw. Hier werden durch Knöpf­chen drehen Richt­li­nien fest­ge­legt die dann bestim­men was gut und was schlecht ist. Der eine ver­dient mit und durch den andern und es werden sich die (schmutzigen,blutigen) Hände gereicht!! Jeder pro­vi­tiert und darum gehts bei den Lobbys! Wehe das Volk erfährt die Wahr­heit, […]

    wenn doch raus­käme wie schäd­lich der Konsum tie­ri­scher Pro­dukte tat­säch­lich ist, in vie­ler­lei Hin­sicht (gesund­heit­lich, see­lisch, mora­lisch, usw) na dann gäbs wohl nen riesen Auf­stand und einige Massen Arbeits­lose!! Wenn ihr in den Kampf ziehen wollt müsste man Beweise sam­meln. Viell. kann man z.B. von Pro Vegan hilf­rei­che Stu­dien und Men­schen an die Seite bekom­men, um so die fal­schen Aus­sa­gen vom Bezirk zu wider­le­gen, also müsste man unab­hän­gige, qua­li­fi­zierte Leute mit ins Boot holen, bzw deren Erkennt­nisse zu den infrag­stel­len­den Themen. Ange­fan­gen von der Defi­ni­tion im Duden, über Filme u Bilder, Unter­schrif­ten Unter­su­chungs­be­richte, etc. Von vielen Seiten argumentieren..Der Gegner hier ist eine breite Front. Wem klagt man da an? Es ist ja nicht nur Kör­per­ver­let­zung, Betrug, Irre­füh­rung, Ein­griff in die Reli­gi­ons­frei­heit und Ver­let­zung der Würde des Men­schen, da käm bestimmt noch eini­ges mehr zusam­men und einige die sich der Ver­ge­hen schul­dig machen würden.. Also Beweise und viele Stim­men.. Ich fühl mich da auch betrof­fen , ich bin auf­je­den­fall dabei!! Revo­lu­tion!!!
  3. In Ita­lien gab es auch vieler sol­cher Fällen. Die Erfah­rung hat gezeigt, dass obwohl alles auf eine Dis­kri­mi­nie­rung zurück­zu­füh­ren scheint es im Grunde nur um die Faul­heit der Büro­kra­ten ging. Wenn man sie nicht in Ruhe lässt bis sie end­lich das machen was rich­tig ist, dann wird es ihnen zu mühsam daran fest zu halten und sie werden es dann doch geneh­mi­gen. Man muss sich nur an bestimm­ten Regeln halten. Dar­über hat man sogar ein klei­nes pdf Hand­buch mit Rezepte-Vorschläge für Schu­len geschrie­ben (leider nur auf Ita­lie­nisch: http://ow.ly/MQk3J ) Das hat immer funk­tio­niert. Ich wette es wird in Deutsch­land auch nicht anders sein.… ;)

  4. Du schreibst in Deinem Text: „Man bezieht sich wei­ter­hin aus­schließ­lich auf die DGE, die vegane Ernäh­rung bei Kin­dern ‚nicht emp­fiehlt’. (« Man beachte die Dop­pel­deu­tig­keit dieser For­mu­lie­rung, die immer wieder so auf­taucht! Wird es nur nicht expli­zit emp­foh­len so zu leben, oder wird emp­foh­len es nicht zu tun??)”

    Hast Du den Bescheid nicht rich­tig gele­sen? Da steht doch klar drin: „Eine vegane Ernäh­rung hält die […] DGE im gesam­ten Kin­des­al­ter für unge­eig­net.” Das ist doch kein biss­chen zwei­deu­tig, son­dern ganz unmiss­ver­ständ­lich.

    Genau das selbe mit dem Duden-Link: „Vegan” ist über­haupt nicht bedeu­tungs­gleich mit „vege­ta­risch”. Das ist weder kor­rekt, noch behaup­tet es der Duden. „Vege­ta­risch” ist syn­onym zu „fleisch­los” (siehe Duden!); das gilt dann eben auch für Milch, Eier, Honig etc. […]

    Also: Nicht munter rumin­ter­pre­tie­ren, was einem gerade so in dem Kram passt, son­dern ein­fach nur lesen. Dann ist das auch ganz ein­fach zu ver­ste­hen!

    Mit so einem Her­um­ge­eiere (!!!) hilfst Du dem Vega­nis­mus nicht, son­dern machst das alles nur unglaub­wür­dig. Kein Wunder, dass bei dem Thema viele Men­schen sofort an eine hys­te­ri­sche Glucken-Mutti denken…

    • 1. Ich habe den Bescheid natür­lich gele­sen. Ebenso die Publi­ka­tio­nen der DGE zum Thema. Letz­tere ent­hal­ten an keiner Stelle so restrik­tive For­mu­lie­run­gen, son­dern eben die von mir zitier­ten.

      2. Also wenn ich den Link auf­rufe, steht da unter Bedeu­tungs­über­sicht: ‚(in Bezug auf die Ernäh­rungs­weise) pflanz­lich, Pflan­zen…; dem Vege­ta­ris­mus ent­spre­chend, auf ihm beru­hend’ - ‚fleisch­los’ ist nur als Syn­onym auf­ge­lis­tet. Laut Duden sind Syn­onyme ‚bedeu­tungs­glei­che oder -ähn­li­che Wörter oder Wort­grup­pen’ (http://www.duden.de/hilfe/synonyme).
      Die Her­kunft des Wortes und der Wis­sen­schaft­li­che Sprach­ge­brauch geht von 4 Formen des Vege­ta­ris­mus aus: 

      1. Die ovo-lacto-vegetarische Kost[9] bezieht zusätz­lich Vogel-Eier, Eipro­dukte, Milch und Milch­pro­dukte von Säu­ge­tie­ren ein. […]

      2. Die lacto-vegetarische Kost schließt zusätz­lich nur Milch und Milch­pro­dukte von Säu­ge­tie­ren ein.
      3. Die ovo-vegetarische Kost wird ledig­lich durch den Konsum von Vogel-Eiern und Ei-Produkten ergänzt.
      4. Die streng vege­ta­ri­sche bzw. vegane Kost meidet alle Lebens­mit­tel tie­ri­schen Ursprungs, außer der mensch­li­chen Mut­ter­milch.
      (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vegetarismus)

      3. ‚ein­fach nur lesen’ - ditto. Es ist wirk­lich ganz ein­fach, sich vorher schlau­zu­ma­chen und dann sach­lich zu argu­men­tie­ren.

    • Kaireplied:

      Ich ver­stehe nicht, wie man eine so ein­deu­tige For­mu­lie­rung der DGE dahin­ge­hend umin­ter­pre­tie­ren möchte, es könnte sich auch nur um das Fehlen einer expli­zi­ten Emp­feh­lung han­deln. Und das, obwohl die DGE in ihren FAQ sogar die genauen Gründe auf­zeigt: „Warum wird eine vegane Ernäh­rung in Schwan­ger­schaft, Still­zeit sowie im Säuglings-, Kindes- und Jugend­al­ter nicht emp­foh­len?” Bei diesem Ver­such han­delt es sich doch ein­deu­tig um Rabu­lis­tik, sonst nichts. Sehr leicht zu durch­schauen - das Inter­net ist voll von sol­cher Argu­men­ta­tion.

      Da kannst Du mich noch so zutex­ten, das ändert aber nichts an der Tat­sa­che: Du schreibst, „vege­ta­risch” sei gleich­be­deu­tend mit „vegan”, und führst hier den Duden an. Das ist aber nur Deine Mei­nung - und meiner Mei­nung nach schlicht Unfug. Im Duden-Link wird „vegan” nicht einmal als Syn­onym für vege­ta­risch auf­ge­führt! Inso­fern ist auch diese Behaup­tung aus Deinem Arti­kel irre­füh­rend und der Duden-Link nur dazu da, einen Schein­be­weis zu führen. […]

    • In der Ant­wort der DGE auf unsere ‚5 Fragen’ heißt es schön klar: ‚Die DGE spricht sich grund­sätz­lich dage­gen aus, Kinder zum Ver­zehr von Mahl­zei­ten bzw. ein­zel­nen Lebens­mit­teln zu zwin­gen.’
      So ein­deu­tig for­mu­liert die DGE etwas, das ihrer Ansicht nach zu unter­las­sen ist. Die For­mu­lie­rung hin­ge­gen, etwas sei nicht emp­foh­len, ist ungleich schwä­cher, wenn nicht gar anders zu inter­pre­tie­ren. Die Ant­wor­ten der DGE auf unsere ‚5 Fragen’ ent­hal­ten auch Hin­weise dafür, warum die For­mu­lie­rung so unein­deu­tig ist: ‚Wenn auf eine aus­rei­chende Zufuhr aller (kri­ti­schen) Nähr­stoffe durch eine gezielte Lebens­mit­tel­aus­wahl, ange­rei­cherte Lebens­mit­tel und Nähr­stoff­prä­pa­rate geach­tet und der Ver­sor­gungs­zu­stand ärzt­lich kon­trol­liert wird, ist nicht mit Nähr­stoff­de­fi­zi­ten zu rech­nen.’ […]

      Damit ist die ganze Dis­kus­sion hin­fäl­lig.
      Das Inter­net ist auch voll von Leuten, die in Foren auf aggres­sive Art ihre Mei­nung ver­tre­ten, wenn sie aber eine Ant­wort erhal­ten, wollen sie nicht ‚zuge­tex­tet’ werden. Das ist kein sach­li­cher Dis­kurs, son­dern eine Ein­bahn­straße, es ist ver­ba­ler Durch­fall.
    • Kaireplied:

      Und wieder keine Ant­wort auf die ursprüng­li­che Kritik an dem ganz weit oben ste­hen­den For­mu­lie­run­gen, son­dern nur Gefa­sel. Ich fasse noch­mal zusam­men, weil ich von Deiner Zutex­te­rei genug habe:

      1. Zitat: „Der Begriff ‚vege­ta­risch’ ist per Defi­ni­tion (siehe Duden) gleich­be­deu­tend mit ‚vegan’!” Das ist völ­li­ger Unsinn - siehe Deinen eige­nen Duden-Link.

      2. Zitat: „(« Man beachte die Dop­pel­deu­tig­keit dieser For­mu­lie­rung, die immer wieder so auf­taucht! Wird es nur nicht expli­zit emp­foh­len so zu leben, oder wird emp­foh­len es nicht zu tun??)” Das ist völ­li­ger Unsinn, denn die For­mu­lie­rung der DGE ist abso­lut ein­deu­tig.

      Noch einmal: Was soll diese Rabu­lis­tik, was sollen diese Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen, was die Schein­be­weise? Alles reine Stim­mungs­ma­che, sonst ist nichts dahin­ter. Wer so argu­men­tiert, kann leider nicht ernst­ge­nom­men werden.

    • 1. DUDEN, ‚vege­ta­risch’, unter ‚Bedeu­tungs­über­sicht’: ‚(in Bezug auf die Ernäh­rungs­weise) pflanz­lich’. Was genau ist daran nun nicht zu ver­ste­hen?
      2. Habe ich weiter oben wirk­lich aus­führ­lich wider­legt.
      3. ‚Alles reine Stim­mungs­ma­che, sonst ist nichts dahin­ter.’ Wirk­lich nichts? Ich meine, das Blog ist voller Argu­mente. Selbst WENN du in diesen 2 Punk­ten Recht hät­test, gäbe es noch 70 andere. Warum gehts du darauf nicht ein, son­dern pickst dir 2 Punkte raus, die deiner Mei­nung nach völ­li­ger Unsinn sind. Ver­stehst du die ande­ren Argu­mente nur nicht? Es wäre nahe­lie­gend, da du ja auch den Unter­schied zwi­schen einer Nicht-Empfehlung und einer Ableh­nung nicht erfas­sen kannst. […]

      4. Ich bin auf die ursprüng­li­che Kritik ‚Nicht munter rumin­ter­pre­tie­ren’ nun wirk­lich mehr als deut­lich ein­ge­gan­gen. Aber sach­li­che Argu­mente sind für dich nur Gefa­sel und Zutex­te­rei. Das tut mir leid, dass es auf dich so wirken muss, wenn du etwas nicht ver­stehst. Nimm dir ein­fach etwas mehr Zeit, meine Argu­mente wirk­lich zu erfas­sen.
    • Kaireplied:

      „1. DUDEN, ‚vege­ta­risch’, unter ‚Bedeu­tungs­über­sicht’: ‚(in Bezug auf die Ernäh­rungs­weise) pflanz­lich’. Was genau ist daran nun nicht zu ver­ste­hen?”
      Gaaaaaa­anz genau. Eigent­lich ist das nicht falsch zu ver­ste­hen. Du tust es den­noch und setzt das Wort mit „vegan” gleich. Das ist sach­lich falsch. Danke dafür, dass Du Dir selbst wider­sprichst.
      „Es wäre nahe­lie­gend, da du ja auch den Unter­schied zwi­schen einer Nicht-Empfehlung und einer Ableh­nung nicht erfas­sen kannst.”
      Ganz falsch und wieder völlig NEBEN der Sache. Du impli­zierst in der mehr­fach zitier­ten Stelle, die deut­li­che NICHT-EMPFEHLUNG könnte auch nur als schlicht „FEHLENDE Emp­feh­lung” gemeint sein: „Wird es nur nicht expli­zit emp­foh­len so zu leben, oder wird emp­foh­len es nicht zu tun??)” Und da kannst Du Dich noch so rum­win­den, das ist und bleibt eine unzu­läs­sige Inter­pre­ta­tion und der Ver­such, hier einen Zwei­fel zu säen, der unbe­grün­det ist. […]

      „Selbst WENN du in diesen 2 Punk­ten Recht hät­test, gäbe es noch 70 andere. Warum gehts du darauf nicht ein, son­dern pickst dir 2 Punkte raus, die deiner Mei­nung nach völ­li­ger Unsinn sind.”
      Was für ein netter Ver­such. Ich picke sie des­halb heraus, weil sie Unsinn SIND. Das darf ich. Wenn Du das nicht willst, dann schreib keinen Unsinn hin und nie­mand kann ihn „her­aus­pi­cken”.
      Die ande­ren angeb­li­chen 70 Argu­mente hab ich mir noch nicht ange­schaut. Eins nach dem ande­ren. Aber wenn die von ähn­lich guter Qua­li­tät sind, dann gute Nacht! Im Übri­gen hast Du Deine Serio­si­tät mit dem aller­ers­ten Unsinn bereits kom­plett ver­spielt. Oder gehst Du nach zwei Fehl­dia­gno­sen noch zu einem Arzt, weil die nächs­ten 70 Dia­gno­sen mög­li­cher­weise besser sein könn­ten?
    • Also das wird lang­sam wirk­lich pein­lich. ‚Pflanz­li­che’ Ernäh­rung steht unter ‚vege­ta­risch’ als Bedeu­tung im Duden. Nicht Ei, nicht Milch. Pflanz­lich. Wenn ein Cate­rer also sagt, das Essen ist pflanz­lich, dann darf es keine Milch und kein Ei ent­hal­ten. Noch mal ganz lang­sam: Milch und Eier kommen aus Tieren hinten raus, nicht aus Pflan­zen. Darum sind Milch und Eier NICHT pflanz­lich. Laut DUDEN gehö­ren Milch und Eier also NICHT zur vege­ta­ri­schen Ernäh­rung. Eigent­lich wirk­lich ganz ein­fach.

  5. Wie schwer von Begriff bist Du eigent­lich???
    Sehr viele Lebens­mit­tel bestehen aus rein pflanz­li­chen Bestand­tei­len und sind den­noch nicht vegan, weil bei der Pro­duk­tion Hilfs­mit­tel tie­ri­schen Ursprungs benutzt werden! Zum Bei­spiel mit­hilfe von Schwei­ne­ge­la­tine geklär­ter Apfel­saft! Das End­pro­dukt ist rein pflanz­lich, aber über­haupt nicht vegan. Oder Honig. Oder oder oder… Dafür gibt es hun­derte Bei­spiele!
    Zum ALLERLETZTEN Mal: „pflanz­lich” ist NICHT IM GERINGSTEN gleich­be­deu­tend mit „vegan”! Weder im Duden noch im echten Leben. Höchs­tens noch in Deinem Kopf.

    • Also das wird jetzt immer lächer­li­cher. Honig ist also neu­er­dings rein pflanz­lich?
      Und weil bei der Pro­duk­tion von Apfel­saft Schwei­ne­ge­la­tine ein­ge­setzt werden kann, ist Apfel­saft zwar pflanz­lich (und somit vege­ta­risch, laut Duden), aber nicht vegan?
      Ok.
      Das erklärt jetzt aber nicht, warum in der Schule Eier und Milch als ‚vege­ta­risch’ dekla­riert werden. (Zur Erin­ne­rung: laut Duden pflanz­lich!) Sind Eier und Milch auch pflanz­lich, so wie Honig und Gela­tine?
      In dem Zusam­men­hang finde ich es wirk­lich beun­ru­hi­gend, dass du ernst­haft MICH fragst, wie schwer von Begriff ich bin.

  6. Und wieder ein netter Ver­such, vom eigent­li­chen Thema abzu­len­ken. Zur DGE-NICHTempfehlung sagst Du schon gar nichts mehr.
    Aber Du kapierst immer noch nicht, dass es mir NIE um mög­li­che Fehl­de­kla­ra­tio­nen in irgend­wel­chen Küchen ging, son­dern allein um Deine feh­ler­hafte, ten­den­ziöse, mani­pu­la­tive Argu­men­ta­ti­ons­weise. Du ziehst den Duden als Beweis heran für die völlig unhalt­bare Behaup­tung, „vegan” sei syn­onym für „pflanz­lich”. Dass das nicht so ist, habe ich Dir mit zwei von einer Mil­lion Bei­spie­len bewie­sen. Warum also weichst Du stän­dig aus und beharrst Du auf irgend­wel­chen Punk­ten, die völlig neben der Sache liegen, und ziehst nicht end­lich den urprüng­li­chen Quark aus dem Arti­kel zurück? Hat es denn der Vega­nis­mus nötig, so falsch zu argu­men­tie­ren? Musst Du Dir die Argu­mente erst zurecht­bie­gen, dass sie passen?

    • Kaireplied:

      „Sind Eier und Milch auch pflanz­lich, so wie Honig und Gela­tine?”
      Ich habe nie behaup­tet, Gela­tine sei pflanz­lich, son­dern im Gegen­teil! Aber dieses tie­ri­sche Pro­dukt ist nur am Her­stel­lungs­pro­zess betei­ligt; es befin­det sich anschlie­ßend NICHT im Apfel­saft. Daher ist der Saft immer noch rein pflanz­lich (genau wie unge­klär­ter Saft), aber eben nicht vegan. Der Saft fließt im Her­stel­lungs­pro­zess auch durch Stahl­rohre, aber er ist des­we­gen auch nicht metal­lisch.
      Das gilt für unzäh­lige pflanz­li­che, aber nicht-vegane Pro­dukte!
      Der Duden klärt übri­gens nur über Wörter auf. Dass „vege­ta­risch” von Vege­ta­tion, also Pflan­zen­wuchs kommt, ist eine rein SPRACHLICHE Nähe, keine wis­sen­schaft­li­che Defi­ni­tion der exak­ten Bedeu­tung. […]

      Viel­leicht merkst Du jetzt end­lich, dass der Duden als Beweis­mit­tel in einer sol­chen Dis­kus­sion völlig unge­eig­net ist? Denn steht „pflanz­lich” und „vege­ta­risch” auch als Syn­onym für „fleisch­los”. Womit wir wieder bei Deinen Eiern und Milch­pro­duk­ten sind. Jetzt end­lich kapiert?
      Noch einmal: Diese unsach­li­che und offen­sicht­lich mani­pu­lie­rende Art der Argu­men­ta­tion in Deinem Arti­kel lässt Dich hys­te­risch rüber­kom­men. Das dient Deiner Sache nicht. Oder hast Du Dir schon mal über­legt, warum Dir so viel SPONTANE Ableh­nung ent­ge­gen­kommt? Abge­se­hen natür­lich von Deinen Genos­sen hier, die aber zu allem Ja und Amen sagen würden, statt Dir eine ernst­hafte Rück­mel­dung zu geben.
    • Vege­ta­risch kommt natür­lich nicht von ‚Vege­ta­tion’, son­dern geht zurück auf das latei­ni­sche vege­tare („bele­ben“, „leben (als Pflanze)“), wel­ches sich wie­derum auf vege­tus („belebt, rüstig“) und vegere („munter sein“, „leben“) bezieht. Mach bitte deine Haus­auf­ga­ben, bevor du andere zu beleh­ren ver­suchst. Es han­delt sich also offen­sicht­lich nicht um eine ‚rein sprach­li­che Nähe’ (btw, was soll das sein?), son­dern um eine direkte Ablei­tung von der Bedeu­tung der latei­ni­schen Wörter.
      Wei­tere inhalt­lich ver­wandte Wörter: vege­tie­ren, Vege­ta­ti­ves Ner­ven­sys­tem. Auch hier geht die Bedeu­tung natür­lich nicht auf ‚Vege­ta­tion’ zurück.

      Wenn der Duden dir nicht reicht:

      ‚Die streng vege­ta­ri­sche bzw. vegane Kost meidet alle Lebens­mit­tel tie­ri­schen Ursprungs’ (https://de.wikipedia.org/wiki/Vegetarismus) […]

      Strenge Vege­ta­rier halten sich an die grund­sätz­li­chen Prin­zi­pien des Vege­ta­ris­mus und ver­zich­ten auf alle tie­ri­schen Pro­dukte. Als Syn­onym für strenge Vege­ta­rier wird häufig der Begriff Vega­ner ver­wen­det.’ (http://www.lebensmittellexikon.de)

      ‚1860 wird der Begriff des Vege­ta­ris­mus (damals „Vege­ta­ria­nis­mus“) erst­mals defi­niert als eine Sekte aus Eng­land, die dem Men­schen eine rein pflanz­li­che Kost auf­er­legte.’ (Ernäh­rungs­um­schau 3/2012)

      ‚Die vegane Ernäh­rung ist eine sehr strenge Form der vege­ta­ri­schen Ernäh­rung’ (DGE)

      Der Begriff ‚vege­ta­risch’ umfasst also meh­rere Ernäh­rungs­for­men und ist in seiner Grund­form gleich­be­deu­tend mit ‚vegan’. Zwar wird umgangs­sprach­lich mit vege­ta­risch meist nur die am meis­ten ver­brei­tete Vari­ante gemeint, in ernäh­rungs­wis­sen­schaft­li­chem Kon­text wird aber dann immer von ovo-lacto-vegetarisch gespro­chen (siehe DGE). Tat­sa­che ist, dass die Ver­wal­tung in diesem Ver­fah­ren die Begriffe abwech­selnd mal in der einen, mal in der ande­ren Bedeu­tung ver­wen­det hat. Alles ohne wei­te­res nach­zu­le­sen in den jewei­li­gen Schrift­sät­zen, die ich hier online gestellt habe.

    • Zur Nicht-Empfehlung der DGE zitiere ich die DGE selber:
      ‚Ernäh­ren sich Schwan­gere und Stil­lende vegan bzw. werden Kinder vegan ernährt und nehmen keine Nähr­stoff­prä­pa­rate ein bzw. ver­wen­den keine ange­rei­cher­ten Lebens­mit­tel, können die Ent­wick­lung und die Gesund­heit der Kinder Scha­den nehmen…’
      Bei vega­nen Kin­dern, die sup­ple­men­tie­ren und deren Ver­sor­gungs­zu­stand regel­mä­ßi­ger ärzt­li­cher Kon­trolle unter­liegt, ‚ist nicht mit Nähr­stoff­de­fi­zi­ten zu rech­nen’. Die Nicht-Empfehlung der DGE bezieht sich also auf eine bestimmte Form vega­ner Ernäh­rung, näm­lich dieser, die jede Sup­ple­men­tie­rung aus­schließt. Da meine Toch­ter sup­ple­men­tiert, gilt die DGE-Empfehlung - egal wie sie denn nun gemeint ist - offen­sicht­lich nicht.
      https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-veganer-ernaehrung/

Was sagst DU dazu?

*