Dies ist KEINE Dis­kus­sion über Vega­nis­mus

Ob eine vegane Ernäh­rung für Kinder gesund ist, dar­über wird zur Zeit heftig debat­tiert, ist aber hier an dieser Stelle irrele­vant. Denn vegane Kinder essen nun mal ein­fach keine Tier­pro­dukte, auch dann nicht, wenn man ihnen sagt, es sei unge­sund (wofür es noch dazu keine Belege gibt) oder man es ihnen gar anord­net.

Noch ein mal ganz deut­lich, denn es gibt sehr viele Men­schen, denen es offen­bar schwer­fällt, diesen Sach­ver­halt zu akzep­tie­ren: Kinder, die aus ethi­schen Grün­den keine Tiere essen wollen, können und dürfen NICHT DAZU GEZWUNGEN werden. Das wäre in etwa ver­gleich­bar damit, wenn man ‚normal’-essende Kinder zwin­gen würde, ihre Haus­tiere zu essen.
Es gibt keine legale oder gar ethisch kor­rekte Methode, diese Kinder dazu zu brin­gen, nicht mehr vegan zu sein.

Es geht hier allein um die Frage, ob Kinder das Recht auf eine freie Gewis­sens­ent­schei­dung nach Art. 4 GG haben, oder ob der Staat (oder irgend eine Behörde), oder die Eltern einem Kind diese ver­bie­ten, oder es des­we­gen aus­gren­zen dürfen.

Art. 4 GG Abs. 1

Die Frei­heit des Glau­bens, des Gewis­sens und die Frei­heit des reli­giö­sen und welt­an­schau­li­chen Bekennt­nis­ses sind unver­letz­lich.

Kommentare und Meinungen

  1. Liebe admins und Erstel­ler dieser Seite,

    Sie schei­nen dem Irr­glau­ben anheim gefal­len zu sein, dass ein Kind unter 14 Jahren in der Lage ist, sich selbst­stän­dig und ohne Beein­flus­sung durch die Eltern, eine Mei­nung über ein solch wich­ti­ges und auch kom­pli­zier­tes Thema zu bilden. Ich lebe nun seit 5 Jahren selbst vegan, hätte es meinen Eltern jedoch nie ver­zie­hen diese Ent­schei­dung für mich zu tref­fen. Ich glaube Sie unter­schät­zen den Ein­fluss den allein das vegane Leben der Eltern auf ein Kind haben kann.

    Für mich ist zumin­dest im frühen Ent­wick­lungs­sta­dium des Kindes der vegane Lebens­wan­del gefähr­lich. Und hier­bei gehe ich nicht vom gesund­heit­li­chen son­dern vom Mei­nungs­bil­den­den Gesichts­punkt aus. Ich halte es bei meinem Kind beim essen wie mit der Rele­gion. Ich erziehe es athe­is­tisch und so nach der all­ge­mei­nen Ernäh­rungs­py­ra­mide des Men­schen. Nur so, finde ich kann sich meiner Mei­nung nach ein Kind zu einem unab­hän­gi­gen, selbst­stän­di­gen und intel­li­gen­ten Kind ent­wi­ckeln. […]

    • Der Kom­men­tar ist leider völlig unlo­gisch. Was genau soll ich als Vater eines vega­nen Kindes tun? Es zwin­gen, unve­ga­nes Essen zu sich zu nehmen? Darf ich selber nicht mehr vegan leben, um nicht Gefahr zu laufen, das Kind zu beein­flus­sen? Wenn ich meinem Kind sage, es darf essen was es will - warum soll es noch mal gleich was genau mir nie ver­zei­hen?? Um das Bei­spiel Reli­gion auf­zu­grei­fen: damit ein Kind sich unab­hän­gig ent­wi­ckeln kann, soll es mit den ande­ren beten? Davon abge­se­hen: warum sollte sich irgend­je­mand, nicht nur Kinder, OHNE Beein­flus­sung durch andere eine Mei­nung bilden können und worauf sollte diese ‚Mei­nung’ dann basie­ren, wenn jeg­li­che Infor­ma­tion von außen abge­schot­tet werden soll?
      Aber ich erwarte keine ernst­zu­neh­mende Ant­wort von einer Person, die Mei­nungs­bil­dung (im Gegen­satz zu Oppor­tu­nis­mus) für gefähr­lich hält.

  2. Ganz ein­fach: Die Dame hat keine Kinder.

  3. Guenther Kalassik

    Also mir tun eure armen Kinder Leid. Warum lasst ihr sie nicht erst erwach­sen werden und dann können sie ent­schei­den, wel­chen Ernäh­rungs­stil sie wählen wollen. Kenne viele vege­ta­ri­sche Kinder, denen es sehr gut geht. Aber vegan in der Kind­heit geht zu oft mit Man­gel­er­schei­nun­gen anheim, das ist schwie­rig zu wie­der­le­gen. Kinder können dass eben auch noch nicht rich­tig ein­schät­zen und schnap­pen ja über­all viel auf (die erste Ziga­rette, Alko­hol, Drogen, schlech­ter EIn­fluss). Davor beschützt ihr als Eltern eure Kinder doch auch. Werdet euch als Erwach­sene doch mal eurer Ver­ant­wor­tung bewusst! Ich finde jedes Kind sollte sowas mit 16 oder der Voll­jäh­rig­keit ent­schei­den dürfen!

    • Lies doch Deine eige­nen Worte noch­mals durch und fang an zu denken. Wenn man ein Kind erst 16 Jahre alt werden lassen sollte, damit es dann ent­schei­den kann, wel­chen Ernäh­rungs­stil es will, dann würde es keine 16 Jahre alt werden, denn es wäre bereits mit 3 oder 4 Tagen ver­hun­gert. Wieso, weil auch das Brust geben oder nicht geben der Mutter, vor allem das nicht geben, eine Ent­schei­dung der Mutter ist und nicht die des Kindes. Ich kenne auch kein Kind das von sich aus, ganz von sich aus, in den Dis­coun­ter geht und die Scho­ko­lade als Scho­ko­lade erkennt. Wie kommst Du also darauf das ein Kind, wenn es omni­vor Ernährt wird, dies aus freien Stü­cken tut? Das ist zu kurz gedacht… […]

      Und gerade den Satz: „Werdet euch als Erwach­sene doch mal eurer Ver­ant­wor­tung bewusst!” lustig… Das tun sie ja gerade, sie helfen den Kin­dern gesund zu essen. Ich gehe davon aus, dass dieser Vater und die ande­ren Eltern die für ein vega­nes Essen in der Schule für ihre Kinder kämp­fen sich mehr und inten­si­ver mit den gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen von Ernäh­rung beschäf­tigt haben, als all die mehr­zahl der ande­ren Eltern.
      Eine per­sön­li­che Frage: Woher wissen Sie, sie ganz per­sön­lich, dass ein omni­vore Ernäh­rung (und hier meine ich nicht die omni­vore Ernäh­rung der Jäger und Samm­ler son­dern die onmi­vore Ernäh­rung, auch Zube­rei­tung der Nah­rung, im 21.Jahrhundert in der BRD) die für den Men­schen zur Erhal­tung seiner Gesund­heit die beste Ernäh­rung ist?
    • Aber vegan in der Kind­heit geht zu oft mit Man­gel­er­schei­nun­gen anheim, das ist schwie­rig zu wie­der­le­gen.

      Im Gegen­teil, das ist schwie­rig zu *BE*legen. Es gibt ein­fach bisher keine ein­zige Studie zu dem Thema ‚vegane Kinder in Indus­trie­na­tio­nen’.

      Ich finde jedes Kind sollte sowas mit 16 oder der Voll­jäh­rig­keit ent­schei­den dürfen!

      Das heißt, bis dahin sollen Kinder gezwun­gen werden, oder wie? Es gibt viele vegane Kinder aus unve­ga­nen Fami­lien hier… wie genau sollen die Eltern die Kinder dazu brin­gen, Milch zu trin­ken?

  4. Was soll man zu dieser Seite bloß sagen? Eigent­lich kann man so viel Igno­ranz nicht mehr unter einen Hut brin­gen. Bis zur end­gül­ti­gen Ent­wick­lung des Gehirns, des Ner­ven­sys­tems und des Kno­chen­ge­rüsts ist der Körper auf das ange­wie­sen, was in seiner Evo­lu­tion an Nah­rungs­an­ge­bot vor­han­den war. Fakt ist: erst der Konsum von Fleich brachte den Men­schen in die heu­tige Ent­wick­lungs­stufe (ich ver­zichte mal auf Lite­ra­tur­nach­weise, heir­von könnte ich etwa 200 aus der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur brin­gen). Damit haben wir aber das Pro­blem schon erkannt. Kinder sind exakt in der Ent­wick­lung dieser kör­per­li­chen Struk­tu­ren.

    Da ist aber noch ein wei­te­res Pro­blem, wel­ches erheb­lich schwie­ri­ger bewertbar ist: wenn man Kinder indok­tri­niert, kommt das dabei heraus. […]

    Bitte beden­ken Sie: eine funk­tio­nie­rende Land­wirt­schaft ohne Tier­hal­tung kann es - in Erman­ge­lung von Wirt­schafts­dün­gern - nicht in der Form geben, dass jeder satt wird.

    Selbst­ver­ständ­lich werden die meis­ten in ihrem voll­kom­me­nen Ego­is­mus sagen: „Was geht mich das an”. ‚Ähn­lich wie das provokant-pubertär anmu­tende „Darum” stelle ich anheim: genau das. Näm­lich die Ver­mehrte Aus­brin­gung von ent­spre­chen­dem Kunst­dün­ger, extre­mem Che­mi­ka­li­en­ein­satz etc. Aber das sollte hier nicht zum Argu­ment anmu­ten.

    Wenn sich Ihr Kind ent­schei­det, vegan zu essen, dann sicher­lich des­halb, weil Sie selbst vegan essen und dem Kind regel­mä­ßig vor­ge­be­tet wurde, dass Fleisch essen immer Tiere quälen ist und nur vega­nes Essen das durch­bre­chen kann.

    Ver­ges­sen Sie aber nicht, dass - wie ich oben erwähnte - eine vegane Land­wirt­schaft nicht mög­lich ist. Oder was glau­ben Sie, womit der Soja, Mais, das Gemüse etc. gedüngt werden? Die Gemüse, die Sie essen, sind nicht ohne Mas­sen­tier­hal­tung auf­ge­kom­men. Das ist nicht nur inkon­se­quent, ich halte das auch für eine unehr­li­che Form des vega­nen Lagers.

    Treten Sie doch auch hier für eine ent­spre­chende Kenn­zeich­nung ein: ohne tie­ri­sche Exkre­mente erzeugte Pro­dukte.

    • Was soll man zu dieser Seite bloß sagen? Eigent­lich kann man so viel Igno­ranz nicht mehr unter einen Hut brin­gen.

      Warum so aggres­siv? Kommt man­gelnde Selbst­kon­trolle auch vom Fleisch­kon­sum?

      Wenn sich Ihr Kind ent­schei­det, vegan zu essen, dann sicher­lich des­halb…

      Wir haben einige vegane Kinder (bzw. deren Eltern) in unse­rem Netz­werk, die in kom­plett unve­ga­nen Fami­lien leben.

      Ver­ges­sen Sie aber nicht, dass - wie ich oben erwähnte - eine vegane Land­wirt­schaft nicht mög­lich ist.

      Zum Thema Igno­ranz: machen Sie sich bitte erst schlau und kom­men­tie­ren DANACH! Bio-veganer Land­bau: https://www.albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/bio-veganer-landbau

  5. Ich finde es unglaub­lich schwie­rig, bei dem Thema sach­lich zu blei­ben, werde es aber mal ver­su­chen. ich bin Fleisch­esser, aus Über­zeu­gung. ich mag den Geschmack, das kau­ge­fühl und der Nach­ge­schmack eines Steaks ist für mich kaum zu toppen. müsste ich mein Fleisch selbst erle­gen würde und könnte ich das tun (habe dauch bereits beim schlach­ten gehol­fen ). und ja, Tiere haben auch Gefühle (ich höre schon den Auf­schrei der massen). meine Kinder sind, wie ich, als aas­fres­ser groß gewor­den oder werden gerade groß. und eins von ihnen hat immer wieder vege­ta­ri­sche Phasen. darf er, soll er. Fleisch ist nicht not­wen­dig […]

    um sich aus­ge­wo­gen zu ernäh­ren, das ist mir klar. Vegane Ernäh­rung bei Kin­dern finde ich schwer umsetz­bar im schul­sys­tem, denn es ist schlicht teurer als der sog. „mas­sen­fraß” und nicht alle Eltern sind bereit dafür mehr Geld zu bezah­len. des wei­te­ren halte ich es für schwie­rig im öffent­li­chen Raum auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse der ein­zel­nen Kinder ein­zu­ge­hen, soll heißen, jedem Tier­chen sein plai­sier­chen klappt eben nicht. ergalso, ihr wollt vega­nes essen für eure Kinder auch z.b. in der schul­kan­tine? dann gebt euren Kids ent­spre­chende Lunch­pa­kete mit und kocht abends, .ach ich auch. herz­lichst, eine allein­er­zie­hende, voll­zeit­be­rufs­tä­tige Mutter mit 2 söhnen.
    • Vegane Ernäh­rung bei Kin­dern finde ich schwer umsetz­bar im schul­sys­tem, denn es ist schlicht teurer als der sog. „mas­sen­fraß” und nicht alle Eltern sind bereit dafür mehr Geld zu bezah­len.

      1. Es liegt mir ein Ange­bot eines Cate­rers vor, der in Berlin bio-veganes Schu­les­sen lie­fern würde zu einem nied­ri­ge­ren Preis als den „mas­sen­fraß”. Warum genau sollte vega­nes Essen teurer sein?
      2. Ich bin bereit, mehr zu zahlen. Das Kosten-Argument ist somit zumin­dest in unse­rem Fall hin­fäl­lig.
      3. Viele Eltern müssen das unve­gane Essen trotz­dem bezah­len. Sie zahlen also sogar min­des­tens dop­pelt so viel wie die ande­ren.

  6. Vega­nis­mus ist Askese, bewuß­ter Ver­zicht auf das, was die aller­meis­ten Men­schen essen und noch mehr in der Geschichte über Jahr­tau­sende geges­sen haben. Dadurch nehmen die Kinder eine Son­der­stel­lung ein, die sie auto­ma­tisch zu Außen­sei­tern macht - noch dazu mit dem Gefühl, etwas Bes­se­res als andere zu sein. Diese Son­der­stel­lung ist ganz gut ver­gleich­bar mit Kin­dern ande­rer reli­giö­ser Grup­pie­run­gen (Zeugen J., Adven­tis­ten u.s.w.). Ich finde, man tut den Kin­dern damit etwas an.

    • Womit genau tut man Kin­dern ‚etwas an’? Wenn man ihnen erlaubt, vegan zu sein?? Soll man es ihnen ver­bie­ten, damit sie keine Außen­sei­ter sind? Und über­haupt, seit wann macht eine Son­der­stel­lung ‚auto­ma­tisch’ zu Außen­sei­tern?! Es sind immer die ande­ren, die ein Indi­vi­duum zum Außen­sei­ter machen. Das geht auch anders. Stich­wort Inklu­sion.

  7. Mich stört es nicht, wenn es Men­schen gibt, die sich anders ernäh­ren wollen! Wenn diese Geld dafür aus­ge­ben, „gefakte Fleisch­wa­ren” zu essen, obwohl sie ja aus Über­zeu­gung keine „tie­ri­schen Pro­dukte” essen!
    „Hackfleisch”-Ersatz oder „Gyros”-Ersatz aus Soja kämen mir nicht auf den Tisch! (http://vegetaria-food.de/produkte.html).
    Bei den Pro­duk­ten ist auch noch das „vegan”-Zeichen zu sehen.

    Witzig aller­dings ist, daß diese „Vegetar!a” laut Impres­sum von der „ARTLAND Con­ve­ni­ence GmbH” her­ge­stellt werden, die mit über 400 Mit­ar­bei­tern (laut Web­seite http://www.artland.de) pro Woche 1.200 Rinder schlach­tet und wie­derum eine „Marke” der Firma „Lutz” (www.lutz-fleischwaren.de) ist.

    • Was ist witzig daran, wenn sich Fleisch­her­stel­ler an die ver­än­derte Nach­frage anpas­sen? Was lernen wir daraus?

  8. „Stich­wort Inklu­sion.”
    Also sollte man vegane Kinder als (von den Eltern) Behin­derte anse­hen?
    „Wenn man ihnen erlaubt, vegan zu sein?”
    Man „erlaubt” Kin­dern eine Man­gel­er­näh­rung oder wenn nicht das, zumin­dest den Ver­zicht auf eine Viel­zahl von Nah­rungs­mit­teln?
    Erlaubt man ihnen denn auch tie­ri­sche Pro­dukte zu ver­zeh­ren?

    • „Stich­wort Inklu­sion.”

      Also sollte man vegane Kinder als (von den Eltern) Behin­derte anse­hen?

      Was hat Inklu­sion mit Behin­de­rung zu tun? Bitte erst schlau­ma­chen, DANN Mei­nung bilden! https://de.wikipedia.org/wiki/Inklusion_%28Soziologie%29

      Man „erlaubt” Kin­dern eine Man­gel­er­näh­rung

      Vega­nis­mus wird auch dann immer noch nicht zur Man­gel­er­näh­rung, wenn beson­ders Hart­nä­ckige es stän­dig behaup­ten, ohne aber geeig­nete Nach­weise dafür vor­le­gen zu können…

      Erlaubt man ihnen denn auch tie­ri­sche Pro­dukte zu ver­zeh­ren?

      Äh… vegane Kinder wollen keine tie­ri­schen Pro­dukte essen, bekom­men in der Schule aber nix ande­res. Was ist daran so schwer zu ver­ste­hen?

  9. Ich ver­steh die ganze Dis­kus­sion und diese ganze Seite so gar nicht, denn das Schu­les­sen, was ich bisher gese­hen habe, wurde ent­we­der in Assi­et­ten (auch noch Alu) gelie­fert oder in großen Kübeln früh ange­lie­fert und bis zum Mittag warm gehal­ten. Einige wenige Schu­len haben eine Küche, wo sie „frisch” kochen, aber was dort in die Töpfe gelangt, ist abso­lut min­der­wer­tig. Sowas würde ich keinem Kind geben oder emp­feh­len, egal welche Form der Ernäh­rung es hat. Macht doch das Essen für die Kinder selbst und gebt es ihnen mit, dann habt ihr die allei­nige Ver­ant­wor­tung, dass es gesund ist. Es gibt […]

    tolle mehr­fach unter­teilte Boxen, die man so schön bunt und frisch befül­len kann, ist doch ganz ein­fach und am Ende sogar noch preis­wer­ter, als dieser Fraß in den Schul­kü­chen :) Auf die Kommis, dass man bei vega­ner Ernäh­rung irgend­ei­nen Mangel bekommt, kann ich nur sagen, dass dies nur geschieht, wenn man keine Ahnung von Ernäh­rung hat und das gilt auch für alle ande­ren Formen der Ernäh­rung, wo es viel mehr Man­gel­er­schei­nun­gen und vor­al­lem Gesund­heits­pro­bleme gibt. Aber um das zu begrei­fen, muss man sich eben auch mal etwas mehr infor­mie­ren und nicht auf alten Weisheiten/Gewohnheiten her­um­rei­ten :)
  10. My Son knows where the meat came from, he loves ani­mals and he don’t want to eat them. Tea­ching love and empa­thy and eating animal pro­ducts at the same time is not insane? The Aca­demy of Nut­ri­tion and Die­tetics states that “[w]ell-planned vegan … diets are appro­priate for all stages of the life cycle, inclu­ding during pregnancy, lac­ta­tion, infancy, child­hood, and ado­le­scence.” And is not the only one to say that, we no longer need to talk about that, going vegan is super healthy espe­ci­ally for child­ren.

  11. Ich bin nun zwar spät dran mit der Ant­wort, aber ich mag den­noch auch einen Kom­men­tar zu dieser Dis­kus­sion schrei­ben in der Hoff­nung, dass ihn jemand liest.

    Ich bin mit meiner klei­nen Fami­lie erst seit kurzem vegan und unsere 2-jährige Toch­ter isst in der Kita alles mit, nur zu Hause gibt es rein pflanz­li­ches Essen. Ich mache dies, um ihr das Leben nicht kom­pli­ziert zu machen. Wenn sie älter wird, wird sie auf­ge­klärt und ohne Wer­tung unse­rer­seits ent­schei­den dürfen, was sie aus­wärts isst. Für mich ist das Thema aber durch­aus etwas kom­pli­ziert, warum schreibe ich hier: […]

    Wir haben unsere Ernäh­rung nicht aus rein ethi­schen Grün­den umge­stellt. Tat­säch­lich hätte ich uns alle schwe­ren Her­zens auch mit einem nöti­gen Maß an tie­ri­schen Lebens­mit­teln ernährt, wenn es denn die nötige/gesündere Ernäh­rung wäre. Ich habe nun mit Pro­mo­tion 8 Jahre Uni-Ausbildung in der Biomedizin/-chemie und Immu­no­lo­gie been­det und bin der Mei­nung Pri­mär­pu­bli­ka­tio­nen auf wis­sen­schaft­li­cher Basis ver­ste­hen zu können. Das habe ich mir zunutze gemacht, um die Wir­kun­gen einer voll­wer­ti­gen pflanz­li­chen Ernäh­rung zu ver­ste­hen. Und damit meine ich keine vega­nen Fer­tig­pro­dukte, son­dern frisch zube­rei­tete Spei­sen aus Obst, Gemüse, Hül­sen­früch­ten und Voll­korn­ge­treide. Mich hat scho­ckiert, dass es glas­klare Stu­dien gibt, welche unter­mau­ern wie Tier­pro­dukte mit dem Auf­tre­ten von Auto­im­mun­erkran­kun­gen (dar­un­ter Typ I Dia­be­tes, Mul­ti­ple Skle­rose, Morbus Crohn, Coli­tis Ulce­rosa, Lupus), Alz­hei­mer, vielen Krebs­ar­ten und Unverträglichkeiten/Allergien in Ver­bin­dung stehen. Kinder ent­wi­ckeln mit der Stan­dard­er­näh­rung der west­li­chen Welt bereits im Schul­al­ter Arte­rio­skle­rose, welche sich mit fort­schrei­ten­dem Alter in Herz­kreis­lauf­er­kran­kun­gen mani­fes­tie­ren wird, das zeigen Autopsie-basierte Stu­dien.
    Es gibt eine sehr seriöse pro­spek­tive Lang­zeit­stu­die, die zeigt, dass ein hoher Kuh­milch­kon­sum in jungem Alter (auch im Säug­lings­al­ter bereits) einen großen Risi­ko­fak­tor für die Ent­wick­lung der Auto­im­mun­erkran­kung Typ I Dia­be­tes dar­stellt. Das Risiko durch Milch Typ I Dia­be­tes zu ver­ur­sa­chen liegt dabei schein­bar höher als das Risiko durch das Rau­chen an Lun­gen­krebs zu erkran­ken. Jedes Eltern­teil würde seinem Kind eine Ziga­rette aus der Hand nehmen wollen, rich­tig?

    Gesund­heit­lich gese­hen macht mir gele­gent­li­ches Fleisch (und damit meine ich in etwa alle paar Wochen) keine Sorgen. Das wirk­lich Dra­ma­ti­sche für mich ist der hohe Konsum von Fleisch und Kuhmilch-Produkten. Ich weiß wie para­dox es klingt gerade auf Milch­pro­dukte zu ver­zich­ten. Das habe ich lange selbst so gese­hen bis ich mich infor­miert habe. Aber Fakt ist: Wir sind in der Säug­lings­phase auf Mut­ter­milch ange­wie­sen und dann erfolgt das Abstil­len - Punkt. Wenn wir denn im Erwach­se­nen­al­ter meinen noch Mut­ter­milch trin­ken zu wollen/müssen, warum eigent­lich nicht von unse­rer eige­nen Spe­zies? Ist es ekelig von einer stil­len­den Menschen-Mutter Milch zu trin­ken, aber bei der Kuh geht das schon klar? Ist euch bewusst, dass es gere­gelt werden musste, wie viel Eiter maxi­mal in der Kuhmut­ter­milch ent­hal­ten sein darf?
    Kuh-Muttermilch ist dafür gedacht, ein Kälb­chen binnen kür­zes­ter Zeit meh­rere Hun­dert Kilo schwer zu machen. Das geht nur über einen mas­si­ven Cock­tail an Gewebe-Wachstumshormonen (und über Cho­le­ste­rin, gesät­tigte Fett­säu­ren, Trans­fette - welche uns in den Mengen krank machen). Dar­über hinaus bekom­men wir Milch von bereits erneut geschwän­ger­ten Kühen, damit mög­lichst stets eine hohe Milch-Ausbeute aus einem Tier zustande kommt. Die Schwan­ger­schafts­hor­mone, dar­un­ter mas­sen­weise Östro­gen kommen in die Milch, genauso wie die Stress­hor­mone, die durch die häufig belas­tende Hal­tung und durch die fürch­ter­lich schmerz­li­che Tren­nung des Kälb­chens von der Mutter in wahn­sin­ni­gen Mengen aus­ge­schüt­tet werden. All diese Inhalte haben Kon­se­quen­zen auf unse­ren Körper, leider nega­tive.
    Das einzig gute an der Kuh­milch wäre das Cal­cium, wäre da nicht das Pro­blem, dass unser Körper bei der Ver­dau­ung der Schwefel-haltigen Tier-Proteine über­säu­ert. Um den pH im Blut abzu­puf­fern, ziehen wir Cal­cium aus den Kno­chen, binden es z.B. an Bicar­bo­nat und schei­den es durch den Urin aus (je höher der Konsum tie­ri­scher Pro­te­ine, desto mehr Cal­cium im Urin). Länder mit dem höchs­ten Milch- und Fleisch­kon­sum haben die höchs­ten Osteo­po­ro­se­ra­ten, sie schützt schlicht­weg nicht vor „schlech­ten” Kno­chen.
    Wir haben mit vielen gesund­heit­li­chen Pro­ble­men zu tun, die in ande­ren Teilen der Welt kaum ver­brei­tet sind. Die Japa­ner z.B. sind ein sich vollwertig-pflanzlich ernäh­ren­des Volk. Wenn sie durch Ein­wan­de­rung unse­ren Lebens­stil adap­tie­ren, ent­wi­ckeln sie die glei­chen Erkran­kun­gen wie wir.
    Auch Schwel­len­län­der, die gerade ver­west­li­chen, kämp­fen nun ver­mehrt mit den oben genann­ten Erkran­kun­gen. Zahl­lose junge Freunde von mir leiden bereits an schwe­ren Erkran­kun­gen wie Morbus Crohn, Coli­tis Ulce­rosa, rheu­ma­toi­der Arthri­tis, Blut­hoch­druck, … Das tut mir weh und ich wün­sche es keinem, erst recht nicht meiner Toch­ter.

    Ich ver­stehe, dass sich Alles-Esser nicht damit anfreun­den können, wenn Leute ihre Kinder auf­grund ethi­scher Gründe auf eine Man­gel­er­näh­rung setzen. Aber die pflanz­li­che Ernäh­rung ist KEINE Man­gel­er­näh­rung, sie ist gesund­heit­lich gese­hen das beste was wir unse­ren Kin­dern bieten könn­ten.
    Ist doch eigent­lich total schade, dass ich dies meinem Kind in der Kita nicht wirk­lich bieten kann ohne dass es Kon­flikte gibt, denn meine Toch­ter isst gerne ein­fach das was alle essen, so ist unsere Natur. Da komme ich als Mutter in einen inne­ren Kon­flikt.

    Zum Abschluss meines Romans:
    Kinder werden in ande­ren Teilen der Welt ohne tie­ri­sche Pro­dukte groß und stark. Alle großen und star­ken Tiere dieser Welt sind Pflan­zen­fres­ser. Drei­vier­tel der Welt­be­völ­ke­rung kann Milch nicht ver­dauen, wie kommt man darauf, dass sie unab­ding­bar für uns ist!? Es herrscht eine abso­lute Fehl­auf­klä­rung, das ist ein Pro­blem! Anders als gemein­hin ange­nom­men wird, haben die Stein­zeit­men­schen auch Pflan­zen, Pflan­zen, Pflan­zen und hier und da mal Fleisch geges­sen, das zeigen jüngste Befunde (publi­ziert in Nature und Sciene) aus dem Kot und den Zwi­schen­zahn­räu­men unse­rer stein­zeit­li­chen Vor­fah­ren.

    Die vegane Ernäh­rung räumt mit vielen Dingen auf, die uns von klein auf erzählt werden. Viele Gewohn­hei­ten, Tra­di­tio­nen und Gefühle sind mit Nah­rung asso­zi­iert. Ich ver­stehe daher schon ein Stück weit die Feind­se­lig­keit, die sich vegane Men­schen manch­mal anhö­ren müssen, aber wegen all der Fakten: Erlaubt euch ein Auf­ge­schlos­sen­sein gegen­über neuen Infor­ma­tio­nen, so sehr sie an euren Grund­fes­ten rüt­teln, sie könn­ten mal sehr ent­schei­dend für eure Lebens­qua­li­tät werden.

    Wenn übri­gens jemand inter­es­siert ist an wis­sen­schaft­li­chen Stu­dien zu dem Thema, sagt gern Bescheid!

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