Gewis­sens­frei­heit an Ber­li­ner Schu­len

[Dieser Arti­kel ist ursprüng­lich auf danielboehme.com erschie­nen. Damit fing alles an. Darum ist auch alles in der Ich-Form…]

Die Kurz­fas­sung:

Meine Toch­ter ernährt sich aus ethi­schen Grün­den vegan. Seit einem Wech­sel des Essen-Anbieters wird ihr in der Schule die Lie­fe­rung eines vega­nen Essens vehe­ment ver­wei­gert. Bezah­len muss ich für das Essen aller­dings trotz­dem!

Warum das so ist, habe ich nach 2 Mona­ten und etli­chen Tele­fo­na­ten, Brie­fen und Emails (bei denen nie­mand ‚dafür zustän­dig’ war, mir der eine oder andere wirk­lich abar­tige Vor­schlag unter­brei­tet wurde, aber nie­mand mir wei­ter­hel­fen konnte oder wollte) end­lich her­aus­ge­fun­den.

Die Aus­gren­zung vega­ner Kinder ist von höchs­ter Stelle aus­drück­lich gewünscht!

Ich suche vegane Schul­kin­der (bzw. deren Eltern) aus Berlin, um Erfah­run­gen aus­zu­tau­schen und gemein­sam eine Lösung zu finden.

Ver­tei­ler:

Auf­grund der großen Nach­frage habe ich einen Email-Verteiler ein­ge­rich­tet. Tragt euch ein, um zu diesem Thema auf dem Lau­fen­den gehal­ten zu werden.

 

Eines Vorweg:

Dies ist KEINE Dis­kus­sion über Vega­nis­mus.

Ob eine vegane Ernäh­rung für Kinder gesund ist, dar­über wird zur Zeit heftig debat­tiert, ist aber hier an dieser Stelle irrele­vant. Denn vegane Kinder essen nun mal ein­fach keine Tier­pro­dukte, auch dann nicht, wenn man ihnen sagt, es sei unge­sund (wofür es noch dazu keine Belege gibt) oder man es ihnen gar anord­net.

Es geht hier allein um die Frage, ob Kinder das Recht auf eine freie Gewis­sens­ent­schei­dung nach Art. 4 GG haben, oder ob der Staat (oder irgend eine Behörde), oder die Eltern einem Kind diese ver­bie­ten, oder es des­we­gen aus­gren­zen dürfen.

Art. 4 GG Abs. 1

Die Frei­heit des Glau­bens, des Gewis­sens und die Frei­heit des reli­giö­sen und welt­an­schau­li­chen Bekennt­nis­ses sind unver­letz­lich.

Status quo:

Meine Toch­ter ernährt sich aus ethi­schen Grün­den vegan. Sie ist nach­weis­lich kern­ge­sund, hat keine Man­gel­er­schei­nun­gen, ist über­durch­schnitt­lich intel­li­gent, durch­schnitt­lich kör­per­lich fit und selten ernst­haft krank.
Im Zusam­men­hang mit der aktu­el­len Pro­ble­ma­tik der Ver­pfle­gung in der Schule von mir vor die Wahl gestellt, hat sie sich bewusst und ein­deu­tig dafür ent­schie­den, vegan zu sein und zu blei­ben. Ich habe ihr mehr­fach ange­bo­ten, das ‚nor­male’ Essen für sie zu bestel­len, was auch für sie viel ein­fa­cher wäre - habe sogar (test­weise) behaup­tet, ich würde das jetzt ein­fach für sie ent­schei­den. Sie lehnt dies aber strikt ab, und legt auch ihre Gründe aus­führ­lich dar - diese sind nahezu aus­schließ­lich ethi­scher Natur. Meine Toch­ter kann es mit ihrem Gewis­sen nicht ver­ein­ba­ren, Tier­pro­dukte zu kon­su­mie­ren.

Laut Art. 4 GG ist die Frei­heit dieser Gewis­sens­ent­schei­dung unver­letz­lich.

Dein (Schul-) Kind ist auch vegan?
Bitte melde dich bei mir zwecks Erfah­rungs­aus­tausch!

Was bisher geschah:

Seit ihrer Ein­schu­lung bekam meine Toch­ter vega­nes Mittag-Essen in der Schule als ‚Diät-Menü’, also eine Son­der­lie­fe­rung. Das hatte ich damals mit dem Essen­lie­fe­rant direkt aus­ge­han­delt. Ich hatte natür­lich ange­bo­ten, Mehr­kos­ten zu tragen, doch davon hat der Cate­rer abge­se­hen. Ich brauchte dafür KEIN ATTEST vom Arzt!

Seit Februar gab es eine Reform der Schul­ver­pfle­gung in Berlin und damit einen neuen Cate­rer für unsere Schule. Dieser wei­gert sich von Anfang an, vega­nes Essen zu lie­fern ohne medi­zi­ni­sche Indi­ka­tion, also ein Attest vom Arzt über eine Nah­rungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­keit. Auch mehr­ma­li­ges nettes Nach­fra­gen und mein Ange­bot, etwaige Mehr­kos­ten zu tragen, hat nicht zu einer Umstim­mung geführt. Mit Attest ist vega­nes Essen selbst­ver­ständ­lich kein Pro­blem, dazu ist der Cate­rer ja laut Ver­trag ver­pflich­tet. Die Ent­schei­dung ist also reine Will­kür. Oder? Vom Cate­rer kommt nicht mehr als ein bloßes ‚vega­nes Essen ist nicht mög­lich’. Ohne Begrün­dung.

Lösung in Sicht

Nun bin ich kein Mensch, der die Kon­fron­ta­tion sucht, son­dern bevor­zuge intel­li­gente, fried­li­che Win-Win-Lösungen. Ich habe mir also gedacht, viel­leicht finde ich ein­fach einen ande­ren Cate­rer, der meiner Toch­ter vega­nes Essen lie­fern kann. Gesagt, getan. Der Cate­rer heißt Löwen­zahn.

Das war ein­fach. Aber so eine ein­fa­che Lösung schon am Anfang der Geschichte? Macht die Sache sicher­lich nicht span­nend. Wir brau­chen ein

Erstes klei­nes Hin­der­nis

Ich habe mich natür­lich gefragt, wovon ich die €3,25 plus Trans­port täg­lich bezahle, die ein Schul-Essen in Berlin kostet. Als erstes bin ich auf die nahe­lie­gende Idee gekom­men, meinen ‚Ver­pfle­gungs­an­teil’ in Höhe von €37 monat­lich nicht mehr an das Bezirks­amt zu bezah­len. Also rufe ich in der Hort­kos­ten­stelle an.

Dort erfahre ich, dass die Ver­pfle­gung ja Teil des Hort­ver­trags ist und ich dafür bezah­len muss, ob das Kind mit isst oder nicht. Wie bitte? Ja, rich­tig ver­stan­den.
(Hätte man mir hier an dieser Stelle den Ver­pfle­gungs­an­teil ein­fach raus­ge­rech­net, wäre die Geschichte hier schon zu ende gege­we­sen. Ich hätte ohne Wider­rede den erheb­li­chen Mehr­auf­wand getra­gen, der mir dadurch ent­stan­den wäre, das Essen direkt bei einem ande­ren Cate­rer zu bestel­len! Dieser Zug ist aber nun abge­fah­ren, liebes Schul­amt!)
Man sieht sofort ein, dass es Unrecht ist, doch ändern kann man daran angeb­lich nichts. Ich solle mir doch einen Anwalt nehmen!
Man bringt mich auch zum ersten mal auf die Idee, mal zu fragen, was daran eigent­lich das Pro­blem ist, meinem Kind das Essen zu lie­fern. ‚Die sollen sich nicht so haben! Schließ­lich ging das bisher doch auch!?’ Ja, stimmt eigent­lich. Aber WEN soll ich denn danach fragen??

Nie­mand ist zustän­dig

Ich stelle noch schnell einen Antrag, die Ver­pfle­gungs­kos­ten im Rahmen einer Ein­zel­fall­ent­schei­dung aus meinem Hortkosten-Bescheid raus­rech­nen zu lassen. Bear­bei­ten kann man diesen Antrag jedoch nicht. Man braucht dazu ver­ständ­li­cher­weise einen Nach­weis, eine Stel­lung­nahme des Schul­amts, dass das Essen für dieses Kind tat­säch­lich nicht gelie­fert werden kann. Hmm. Das ist ein Pro­blem, denn es KANN ja gelie­fert werden! Es will nur nicht. Und bis dahin noch ohne jeg­li­che Begrün­dung…

Man ver­weist mich also ans Schul­amt. Dort spre­che ich mit ver­schie­de­nen Leuten. Auch erst mal alle sehr nett, man fragt nach, ver­sucht ‚was raus­zu­fin­den’, ich werde zurück­ge­ru­fen… doch bei den Vor­schlä­gen, die ich dort zu hören bekomme, bleibt mir dann die Spucke weg.

Fäl­schen sie bitte ein ärzt­li­ches Attest!

Man emp­fiehlt mir, doch den Arzt zu fragen, ob er mir ein­fach so ein Attest über eine Nah­rungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­keit (die gar nicht vor­liegt) aus­stellt. Das wäre doch am ein­fachs­ten. Wie bitte?! Rich­tig gehört. Am ein­fachs­ten wäre es, den unwil­li­gen Cate­rer mit einem gefälsch­ten Attest quasi zur Lie­fe­rung zu zwin­gen. Ich kann nicht glau­ben, was ich da höre.
Wieso hängt die Ver­pfle­gung meiner Toch­ter an einem Zettel mit fal­schen Infor­ma­tio­nen?

Schließ­lich wird mir gesagt, ‚laut der Aus­schrei­bung und den Ver­trä­gen’ ist der Cate­rer nicht ver­pflich­tet, vega­nes Essen zu lie­fern. Ich könne das nicht vom Cate­rer ver­lan­gen. (Es ist natür­lich ein Fehler, das ein­fach zu glau­ben und nicht selber nach­zu­le­sen. Doch dazu später mehr…)
Man findet außer­dem auch, ‚da könne ja jeder kommen’. Vegan ist ‚zu spe­zi­ell’. Man kann nicht auf alles Rück­sicht nehmen. Nun - der alte Cate­rer konnte es offen­sicht­lich. Und ich würde dafür bezah­len. Also warum genau KANN man keine Rück­sicht nehmen?? Es ist ja nicht so, dass ich das selbs­ver­ständ­lich erwarte, ich weiß wie spe­zi­ell vegan ist - aber ich würde dafür BEZAHLEN! Ich bin Kunde!

Ich frage mich, warum ein Unter­neh­men einem zah­lungs­wil­li­gen Kunden einen Auf­trag ver­wei­gert. Dafür gibt es noch immer keine Ant­wort.

Wurzel des Übels

So bin ich nach meh­re­ren Nach­fra­gen schließ­lich bei der Person gelan­det, die laut Schul­amt angeb­lich für die Aus­schrei­bun­gen ver­ant­wort­lich war: Hr. Medrow vom ‚Lan­des­pro­gramm für die gute gesunde Schule Berlin’ der Ber­li­ner Senats­ver­wal­tung.

Dieser sagt mir klipp und klar, eine vegane Ernäh­rung sei aus ‚fach­li­chen’ Grün­den für Kinder nicht zu emp­feh­len, und des­we­gen ‚bewusst nicht’ Bestand­teil der Schul-Verpflegungsreform. Und ja, bezah­len müsse ich natür­lich trotz­dem, weil ja mein Kind wäh­rend der Hort­zei­ten etwas essen muss, und zwar das, was die Senats­ver­wal­tung ‚emp­fiehlt’.

Der Vor­schlag von Herrn Medrow, doch den Hort­ver­trag zu kün­di­gen (!), wenn ich damit ein Pro­blem hätte, wider­spricht leider völlig meinem Ver­ständ­nis von moder­ner Fami­li­en­po­li­tik.

Aber eigent­lich sei ja nicht er, son­dern das Schul­amt für die Aus­schrei­bung ver­ant­wort­lich. Er hätte ja nur die Muster-Ausschreibung ent­wi­ckelt, und ob die Schul­äm­ter diese über­näh­men, sei ihnen frei­ge­stellt.

Erster Licht­blick

Die Fr. Guhl, die beim Schul­amt dann schließ­lich doch dafür zustän­dig ist, zeigt sich dann zunächst auch sehr nett und hilfs­be­reit. Ihr wäre es am liebs­ten, wenn der Anbie­ter sich nicht so quer­stel­len würde, sie wird da noch mal nach­fra­gen, weil auch sie keinen Grund dafür erkennt, mir nicht ein­fach das Essen zu lie­fern. Man sagt ihr dann, dass dieses Thema in einer ‚Caterer-Runde’ bera­ten werden wird, in spä­tes­tens einer Woche würde sie mir bescheid­ge­ben, schreibt sie.

Die 1. Mah­nung

Nach einem Monat kommt dann statt der Ant­wort vom Schul­amt die 1. Mah­nung von der Hort­kos­ten­stelle. Meine Toch­ter hat noch immer kein Essen in der Schule. Bisher noch immer ohne Angabe von Grün­den.

Zum Glück erwirke ich schnell einen Mahn­stopp. Geklärt ist das Pro­blem damit nicht. Das heißt, es kann sein, dass ich irgend­wann für viele Monate rück­wir­kend den Ver­pfle­gungs­an­teil von €37 pro Monat nach­zah­len muss! Unab­hän­gig davon, ob mein Kind über­haupt was zu Essen bekom­men hat!

Dieser Zustand ist natür­lich völlig inak­zep­ta­bel. Für meine Toch­ter ist die Situa­tion uner­träg­lich. Sie wird ohne erkenn­ba­ren Grund vom Schu­les­sen aus­ge­grenzt! Es pas­siert ein­fach nichts. Ich habe das Gefühl, nicht ernst­ge­nom­men zu werden.

Das ist nicht gut. Gar nicht gut.

Mir reicht’s!!

Ich beschließe, meine Rolle zu wech­seln von Bitt­stel­ler zu For­de­rer, von besorg­ter Vater zu Ver­trags­part­ner.

Wie sind die Fakten?

Als erstes checke ich die Fakten. Und schon mein erster Check ist ein Voll­tref­fer! Ich lese die Aus­schrei­bung, laut der angeb­lich die Cate­rer nicht ver­pflich­tet sind, vega­nes Essen zu lie­fern. Im Wort­laut heißt es dort:

Der Auf­trag­neh­mer hat ethi­sche und reli­giöse Aspekte, ins­be­son­dere bei der Ver­wen­dung von Fleisch, ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen.
Der Auf­trag­neh­mer hat Essens­teil­neh­mern mit All­er­gien, bzw. krank­heits­be­ding­ten Ein­schrän­kun­gen nach Attestein­rei­chung die Teil­nahme am Essen durch Bereit­stel­lung eines Diä­tes­sens zu ermög­li­chen.

Quelle: Muster-Ausschreibung

Daraus lese ich (und alle ande­ren, die lesen können) 2 kon­krete Tat­sa­chen:

  1. Ethi­sche Aspekte sind ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen. Zwar ins­be­son­dere, aber kei­nes­wegs exklu­siv bei der Ver­wen­dung von Fleisch.
  2. Der Cate­rer muss bei Bedarf dazu in der Lage sein, jedes erdenk­li­che Diä­tes­sen, also auch vegane Kost, zuzu­be­rei­ten.

Der Cate­rer muss also logis­tisch dazu in der Lage sein, vega­nes Essen zu lie­fern und muss ‚ange­mes­sen’ auf die ‚ethi­schen Aspekte’ meiner Toch­ter Rück­sicht nehmen. WO IST DAS PROBLEM??

Es gibt nur einen ein­zi­gen Punkt, der hier Aus­le­gungs­sa­che ist:

Was ist ange­mes­sen?

Da ich bereit bin, sämt­li­che Mehr­kos­ten zu tragen, können finan­zi­elle Aspekte defi­ni­tiv nicht her­an­ge­zo­gen werden, die Ange­mes­sen­heit hier zu bestrei­ten. Andere Hin­de­rungs­gründe sind mir bis dahin noch immer nicht genannt worden!

Ich schreibe also an Fr. Guhl vom Schul­amt. Ich bitte um Stel­lung­nahme, setze aber dies­mal eine Frist, was der Bitte zwei­fel­los und von mir beab­sich­tigt einen for­dern­den Cha­rak­ter gibt. Außer­dem setze ich eine ange­mes­sene Frist ab der spä­tes­tens die Ver­pfle­gung meiner Toch­ter ver­trags­ge­mäß zu gewähr­leis­ten ist. Und ich behalte mir vor, für den Zeit­raum der Nicht­er­fül­lung Scha­den­er­satz vom Schul­amt zu for­dern.

Die Ant­wort kommt prompt. Ich hätte ja erwar­tet, dass man aus der ‚Ange­mes­sen­heit’ irgend­wie ein Argu­ment strickt. Aber wee­eiiit gefehlt:

Vega­nis­mus ist kein ethi­scher Aspekt

Ja, rich­tig gele­sen. Im Wort­laut ant­wor­tet mir Fr. Guhl vom Schul­amt: ‚ich muss Ihnen leider mit­tei­len, dass eine vega­ni­sche Ernäh­rung nicht zu den ethi­schen und reli­giö­sen Aspek­ten gehört’.

Nun das mag mög­li­cher­weise nicht die Inten­tion hinter der For­mu­lie­rung in der Aus­schrei­bung gewe­sen sein, die For­mu­lie­rung schließt hier aber ganz klar NICHT ein­zelne Aspekte aus. Es gibt auch keine Liste mit zuläs­si­gen Aspek­ten, auf die sich diese For­mu­lie­rung beschränkt. Also ist vegane Ernäh­rung laut Aus­schrei­bung zu berück­sich­ti­gen. Das habe ich ihr dann geant­wor­tet.

Jetzt kommt’s raus!

Wieder kam eine prompte Ant­wort, aber von einer Seite, von der ich das nicht mehr erwar­tet hätte: der Ver­triebs­lei­ter des Cate­rers ruft mich an. Es war ein langes Gespräch, der Mann ist sehr nett. Er hat mir dann erklärt, was tat­säch­lich hinter der ganzen Wei­ge­rung steckt.

Der Grund, warum viele Cate­rer zögern vega­nes Essen für Kinder zu lie­fern ist ganz ein­fach: die Senats­ver­wal­tung, in der Caterer-Runde durch Hr. Medrow ver­tre­ten, mit dem wir schon tele­fo­niert haben, und der ja eigent­lich über­haupt nicht dafür ver­ant­wort­lich ist.
Hr. Medrow spricht sich gegen eine vegane Ernäh­rung von Kin­dern aus und folgt damit der Emp­feh­lung der DGE, der Deut­schen Gesell­schaft für Ernäh­rung.

Unser Cate­rer sagt nun, er hätte tat­säch­lich ‚Angst, vega­nes Essen zu lie­fern und damit gegen die Emp­feh­lun­gen zu han­deln’. Wie viel Druck die Senats­ver­wal­tung, die nach eige­nen Anga­ben nicht dafür ver­ant­wort­lich ist, auf die Cate­rer ausübt, ist mir nicht bekannt.

Update 10. April 14:

Ich habe Emails von Eltern wei­ter­ge­lei­tet bekom­men, die bele­gen, dass einige Essen-Anbieter tat­säch­lich bei Herrn Medrow nach­fra­gen, ob sie vega­nes Essen lie­fern müssen / dürfen, wenn Eltern bei ihnen anfra­gen.

Herr Medrow glaubt auch nicht, dass es noch wei­tere vegane Kinder in Berlin gibt. Dazu habe ich eine kleine Aktion vor­be­rei­tet…

Die Idee ist gut

Die Idee hinter der Reform des Schu­les­sens ist natür­lich eigent­lich löb­lich. Man möchte die Schul­kin­der dazu anre­gen, zumin­dest in der Schule gesund zu essen. Weni­ger Zucker, viel Gemüse, Voll­korn, Bio, alles aus­ge­wo­gen… Eigent­lich ein guter Ansatz. Viele Kinder kennen gesunde Ernäh­rung nicht von zu Hause. Ernäh­rung ist häufig eine wich­tige Ursa­che moder­ner Erkran­kun­gen, von denen schon Kinder über­mä­ßig häufig betrof­fen sind. Und rich­tige Ernäh­rung kann sogar die Kur sein für eben diese. Auf jeden fall ist die Ernäh­rung grund­lie­gend wich­tig für die Kon­zen­tra­tion und das Lernen in der Schule!

Nun hat diese Idee aber in Bezug auf vegane Ernäh­rung einen eigent­lich nicht über­seh­ba­ren Haken…

Die Sache hat einen Haken

Ich gehe jetzt absicht­lich nicht näher darauf ein, ob die offi­zi­elle Ein­schät­zung der DGE fach­lich rich­tig ist, vegane Ernäh­rung bei Kin­dern ‚vor­sichts­hal­ber’ nicht zu emp­feh­len. Das ist hier erst einmal irrele­vant, wie ich gleich aus­füh­ren werde.
(Nur soviel: Die DGE ver­tritt der­zeit im Ver­gleich zu den welt­weit füh­ren­den Fach­ver­bän­den eine Außen­sei­ter­po­si­tion. Und im per­sön­li­chen Gespräch wider­spricht sogar DGE-Pressesprecherin Antje Gahl der offi­zi­el­len Ver­sion und sagt, ‚dass es mög­lich sei, ein Kind gesund vegan zu ernäh­ren’. )

Die Senats­ver­wal­tung geht jetzt also (hof­fent­lich) davon aus, ‚wenn wir kein vega­nes Essen anbie­ten, dann essen die armen vega­nen Kinder halt das gesunde vege­ta­ri­sche Essen’. Rea­li­täts­fer­ner geht es natür­lich kaum.

In der realen Welt essen vegane Kinder natür­lich NICHT auto­ma­tisch das vege­ta­ri­sche Essen, son­dern nur tro­ckene Kar­tof­feln oder Salat.
Du kannst Zucker­jun­kies dazu brin­gen, Obst zu essen (leicht) oder Voll­korn­nu­deln (schon deut­lich schwe­rer und nur unter Pro­test). Aber vegane Kinder kannst du nicht ein­fach zwin­gen, gegen ihr Gewis­sen Tier­pro­dukte zu kon­su­mie­ren, indem du ein­fach nichts Vega­nes anbie­test:

Sie werden es nicht essen!

Oder sich nur durch großen Druck dazu zwin­gen lassen, um dann später unter mas­si­ven Gewis­sens­kon­flik­ten zu leiden.

(Das möchte ich bewei­sen! Darum suche ich Eltern vega­ner Kinder, die mir berich­ten, was ihre Kinder in der Schule essen. » Kon­takt)

Die Vor­gabe der Senats­ver­wal­tung, Ber­li­ner Schul­kin­dern gesun­des Essen zu gewähr­leis­ten, wird also für vegane Kinder fak­tisch - aber hof­fent­lich unab­sicht­lich! - ins GEGENTEIL ver­kehrt.

Zu deren Guns­ten unter­stelle ich den Ver­tre­tern der Senats­ver­wal­tung dieses man­gelnde Ver­ständ­nis für die The­ma­tik ein­fach mal. Denn hinter deren Hal­tung könnte auch die Absicht ste­cken, vega­nen Kin­dern ein Leben nach ihrem Gewis­sen von offi­zi­el­ler Seite her schwer­zu­ma­chen - mit dem Ziel der Abkehr vom Vega­nis­mus, oder auch zur ‚Abschre­ckung’ für andere Kinder!

Das wäre ein­deu­tig eine Ver­let­zung von Art. 4 GG Abs. 1.

Was sagt mein Kind?

Als ich meiner Toch­ter gesagt habe, dass ‚die sich wei­gern ihr vega­nes Essen zu kochen’, hatte sie die spon­tane Idee ‚denen’ einen Brief zu schrei­ben. Das ist er:

'Bitte veganes Essen!'
‚Bitte vega­nes Essen!’

Schön, dass sie es auch erst mal mit Bitten ver­sucht. Sie weiß noch nicht, dass das bei diesen Men­schen kei­ner­lei Wir­kung zeigt…


 

Was ich errei­chen möchte:

Die Frist, bis zu der ich mich damit zufrie­den gege­ben hätte, wenn man meinem Kind halt jetzt doch ihr vega­nes Essen lie­fert, IST ABGELAUFEN.
Nun werde ich alles dafür tun, zumin­dest erst mal in Berlin eine ein­heit­li­che Lösung für ALLE Schul­kin­der zu finden. Im Zwei­fels­fall möchte ich gegen Schul­amt, bzw. Senats­ver­wal­tung klagen.

Eine kurz­fris­tige Lösung wäre, einen ande­ren Anbie­ter mit der Lie­fe­rung vega­nen Essens zu beauf­tra­gen. Auf Kosten des Schul­amts.

Mit­tel­fris­tig möchte ich aber errei­chen, dass ein vega­nes Menü (statt des bisher veger­a­ri­schen Menüs) Einzug hält in die Spei­se­pläne. Denn vega­nes Essen ist auch für andere Kinder nicht giftig, und ich bin sicher, dass einige Kinder oder Eltern zumin­dest an man­chen Tagen dieses Menü wählen werden.

Allein in der Schule meiner Toch­ter weiß ich bereits von 4 vega­nen Kin­dern. Und ich habe noch nicht einmal ange­fan­gen, mich aktiv umzu­hö­ren!

 

Ihr könnt eure Erfah­run­gen unten kom­men­tie­ren, oder mich direkt kon­tak­tie­ren.

UPDATE:

Weil einige Leute tat­säch­lich nicht glau­ben, dass Kinder in dem Alter schon eine eigene Mei­nung (zu dem Thema) haben können:

Update 2:

Liebe Freunde! 
Ich möchte euch jetzt mal unbe­dingt danken für die vielen moti­vie­ren­den Kom­men­tare! Ich erhalte auch sehr sehr viele Emails von ande­ren Eltern, deren Kinder das glei­che Pro­blem haben. Es ist viel größer als ich erwar­tet hätte! Gemein­sam können wir etwas bewe­gen! 
Das viele Teilen und Wei­ter­sa­gen bringt also was. Macht bitte weiter so!

VIELEN DANK!! :)

PS: Bisher habe ich noch keinen ein­zi­gen Kom­men­tar gelöscht. Es geht weit­ge­hend sach­lich zu, was mich wir­lich über­rascht.

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Kommentare und Meinungen

    • Rasslerreplied:

      Wir leben auf einem sehr natur­na­hen bau­ern­hof ohne mas­sen­tier­hal­tung. Unsere toch­ter ist 7. Wir schlach­ten ein zwei mal pro monat eines unse­rer hühner. Sie hilft frei­wil­lig beim schlach­ten und will auch von dem fleisch essen. Was man vor­lebt, das nimmt das kind auf. Ich hab über­haupt nix gegen vega­ner aber ich glaube sehr dass es DEINE wert­vor­stel­lung ist die dein kind ver­in­ner­licht hat. Wäre deine toch­ter bei uns und unsere toch­ter bei dir auf­e­wach­sen, so würde jetzt wohl deine hühner essen und unsere vega­nes essen erbit­ten.

    • Der Denk­feh­ler besteht in der Annahme, dass Kinder von Natur aus weder das eine noch das andere tun würden. Für Men­schen ist es aber nicht natür­lich, Tiere zu essen. Es gibt sehr viele Belege dafür, es fängt schon damit an, dass Men­schen Tiere nicht auf natür­li­che Weise - mit ihren bloßen Zähnen und roh - ver­spei­sen, son­dern Werk­zeuge benö­ti­gen und das Fleisch garen müssen.
      Als ich meinem 7 Monate alten Kind neu­lich zum ersten Mal einen Apfel gege­ben habe, hat es ganz von alleine daran geknab­bert. Bei seinem ersten Kon­takt zu einem Meer­schwein­chen hat das Kind aber nicht rein­ge­bis­sen oder ver­sucht es zu jagen, wie natür­li­che Fleisch­fres­ser ( = Jäger) das tun. Nun ist ein Baby in dem Alter noch weit davon ent­fernt, MEINE ‚Wert­vor­stel­lung’ ver­in­ner­licht zu haben. Es ist also davon aus­zu­ge­hen, dass Kinder von Natur aus keine Tiere essen möch­ten. […]

    • Rasslerreplied:

      @ #578
      Deine Ant­wort hat über­haupt keinen bezug zu meinem text. Ob es für men­schen natür­lich ist tiere zu essen war in keiner hin­sicht inhalt meines posts und dar­über will ich mit dir auch nicht dis­ku­tie­ren. Jeder soll sich so ernäh­ren dürfen wie er es für gut befin­det. Ich wollte nur zum aus­druck brin­gen das die lebens­weise und das welt­bild der eltern sehr gros­sen ein­fluss auf die kinder hat.

    • Der Bezug liegt doch aber klar auf der Hand, auch wenn du ihn nicht sehen möch­test. Du hast behaup­tet, ‚dass es DEINE wert­vor­stel­lung ist die dein kind ver­in­ner­licht hat’. Damit impli­zierst du, dass das Kind OHNE meine Wert­vor­stel­lung Tiere essen würde. Das ist jedoch nicht rich­tig. Kein Kind würde von sich aus auf die Idee kommen, in ein Tier zu beißen, zu jagen, etc. Es ist sehr wohl rele­vant, ob es natür­lich ist, denn du behaup­test, dass beide Kinder jeweils nur unse­rer ‚Wert­vor­stel­lung’ folgen. Kinder essen aber nicht von sich aus Fleisch, auch dann nicht, wenn sie noch viel zu klein sind, meine ‚Wert­vor­stel­lung’ zu ‚ver­in­ner­li­chen’ oder über­haupt nur im Ansatz zu ver­ste­hen. Ich muss also nichts dafür tun, damit mein Kind vegan ist, du aller­dings musst dem Kind das Töten vor­le­ben. Das ist der Unter­schied und des­halb ist es rele­vant.

    • Ritter Kunibertreplied:

      „Für Men­schen ist es aber nicht natür­lich, Tiere zu essen.”

      Doch, dass ist es ein­deu­tig, auch wenn unser Autor sich der Rea­li­tät hier ver­schließt. Oder ist er welt­weit aner­kann­ter Anthro­po­soph oder Bio­loge? Das ist genau die­selbe Behaup­tung, Homo­se­xua­li­tät sei nicht natür­lich. Es ist alles natür­lich, was die Evo­lu­tion hervor gebracht und exis­tiert. Der Homo Sapi­ens hat schon damals flei­ßig gejagt und als er sess­haft wurde, hat er die uns heute bekann­ten Nutz­tiere hervor gebracht und gezüch­tet. Sind des­we­gen Hunde, Katzen oder Kanin­chen auch nicht natür­lich, weil sie der Mensch gezüch­tet? Der Mensch hätte ohne Fleisch nie in gewis­sen Regio­nen über­le­ben können. Und das kann man heute noch bei vielen Noma­den­völ­kern bewun­dern. Selbst­ver­ständ­lich spielt dort auch die pflanz­li­che Ernäh­rung eine Rolle. Aber als Ener­gie­lie­fe­rant war Fleisch lange sehr wich­tig für die Ent­wick­lung des Men­schen. Das ist aner­kannte Wis­sen­schaft. Heute können wir indus­tri­ell alles her­stel­len und dazu zählen leider auch die viel geprie­se­nen vega­nen Ernäh­rungs­mit­tel, die häufig mehr Chemie ent­hal­ten, als so man­cher Pen­dant auf der her­kömm­li­chen Ernäh­rungs­ba­sis. Frisch ist natür­lich bei Allem das Beste. […]

      „es fängt schon damit an, dass Men­schen Tiere nicht auf natür­li­che Weise - mit ihren bloßen Zähnen und roh - ver­spei­sen, son­dern Werk­zeuge benö­ti­gen und das Fleisch garen müssen.”

      Die Schim­pan­sen, Gorilla und wei­tere Men­schen­af­fen­ar­ten ver­wen­den ebenso Werk­zeuge. Selbst Krä­hen­vö­gel ver­wen­den Werk­zeuge. Alles nicht natür­lich? Die Argu­men­ta­tion werter Admin ver­fängt da nicht. Die gerade die Nut­zung von Werk­zeu­gen ist evo­lu­tio­när im hohen Maße wich­tig, weil sie zwi­schen Hohen und nicht Hohen Arten unter­schei­det.

      Und Sushi mit­samt Thun­fisch, Lachs isst man roh, auch den bekann­ten Hering isst man roh. Man kann Fisch und Fleisch roh essen. Das Rin­der­fi­let braten wir kaum oder Medium an, die Briten mögen es fast blutig. Der Mensch ver­daut Fleisch in der Regel mit am Längs­ten, der Auf­wand ist groß. Den­noch kann der Mensch auch rohes Fleisch dank seiner Enzyme gut ver­dauen. Nun kommt der Geschmack hinzu, die Röst­aro­men. Gegar­tes Fleisch schmeckt oft­mals ein­fach besser. Nicht unna­tür­lich, genauso wie es nicht unna­tür­lich ist, dass der Mensch das Feuer machen erfun­den und sich ein­ge­klei­det hat. Wir laufen ja nicht mehr nackt herum, nur weil es angeb­lich so unna­tür­lich sei. 

      „Mal einen Apfel gege­ben habe, hat es ganz von alleine daran geknab­bert. Bei seinem ersten Kon­takt zu einem Meer­schwein­chen hat das Kind aber nicht rein­ge­bis­sen”

      Der Ver­gleich hinkt. Der Apfel ist ein Obst­ge­wächs und kein Säu­ge­tier. Ihr Kind hätte das Meer­schwein­chen gegrillt am Spieß, wie in Peru und den Anden­staa­ten eine Deli­ka­tesse, zum Ver­gleich haben sollen. Nun steht Ihr Kind aber nicht für alle ver­gan­ge­nen, der­zei­ti­gen und zukünf­ti­gen Kinder. Machen Sie doch mal eine wis­sen­schaft­lich beglei­tete Ver­suchs­reihe mit 100 Kin­dern. Dann wäre eine erste Basis vor­han­den.

      „Damit impli­zierst du, dass das Kind OHNE meine Wert­vor­stel­lung Tiere essen würde. ”

      Warum auch nicht? Die Bezugs­per­son ist ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gisch am Wich­tigs­ten. Das können die leib­li­chen Eltern sein, die Pfle­ge­el­tern oder die Ver­wandt­schaft sein. 

      „Kein Kind würde von sich aus auf die Idee kommen, in ein Tier zu beißen, zu jagen”

      Woher wollen Sie das wissen? Wie viele Kinder jagten Frö­sche und andere Insek­ten? Auch ich habe Heu­schre­cken gefan­gen, sie dann wieder befreit. Jagen gehört wei­ter­hin zu unse­rem Urinstinkt. Nur eben durch Sozia­li­sie­rung, etc. weit zurück gedrängt. Wie viele machen gerade wieder einen Waf­fen­schein? Wie viele haben einen Jagd­schein? Wer ging früher nicht gerne angeln?

    • Rasslerreplied:

      Deine Argu­men­ta­tion ist etwas eigen­ar­tig. Es kommt auch kein Kind von sich aus auf die Idee, sich Hosen anzu­zie­hen oder sich die Haare zu kämmen, wenn man es ihm nicht vor­lebt. Ein Kind wird zu einem gros­sen Teil geformt und geprägt vom Umfeld, in dem es auf­wächst. Bei uns wird nun halt hin und wieder etwas Fleisch geges­sen. Bei dir nicht. Das passt auch so und kann so blei­ben. Nun aber zu behaup­ten, solche Ver­hal­tens­wei­sen kämen vom Kind selbst ist schon etwas gar weit her­ge­holt. Das hat es sich abge­guckt, wie so vieles ande­res auch, das es seit der Geburt erlernt hat. Kein Kind kommt mit einer vega­nen oder sons­ti­gen Lebens­ein­stel­lung auf die Welt

    • Nun aber zu behaup­ten, solche Ver­hal­tens­wei­sen kämen vom Kind selbst ist schon etwas gar weit her­ge­holt. Das hat es sich abge­guckt, wie so vieles ande­res auch, das es seit der Geburt erlernt hat.

      Genau das ist doch der Punkt: wie soll sich ein Kind etwas ‚abge­guckt’ haben, das ihm NICHT vor­ge­lebt wird? Das Bei­spiel mit den Hosen ist gut. Es gilt für alles, das wir dem Kind vor­ma­chen. Aber zu behaup­ten, das Kind ver­mei­det alles, das wir ihm nicht vor­ma­chen allein dadurch, dass wir es ihm nicht vor­ma­chen, ist in dem Zusam­men­hang eine Ver­dre­hung der Kau­sa­li­tä­ten. Es ist ein­fach ein unzu­läs­si­ger Umkehr­schluss. Kinder lernen durch nach­ah­men, was wir ihnen vor­ma­chen. Das heißt im Umkehr­schluss NICHT, dass sie alles, was sie nicht tun, unse­rem Nicht-tun nach­ah­men. […]

      Mein Kind isst auch kein Holz. Ich habe dem Kind nicht vor­ge­lebt, Holz zu essen. Ich habe dem Kind aber auch nicht vor­ge­lebt, KEIN Holz zu essen. Das war ein­fach nie Thema. Tat­säch­lich ist es so, dass mein Kind jeder­zeit Holz essen kann, wenn es danach ver­langt. Tut es aber nicht, weil es von sich aus nicht darauf kommt. Das heißt aber nicht, dass das Kind nur MEINE ‚Lebens­ein­stel­lung’ adap­tiert hat. 

      Deine Argu­men­ta­tion ist etwas eigen­ar­tig.

      Einen Kom­men­tar mit einer Pro­vo­ka­tion zu begin­nen, macht die nach­fol­gen­den Erwi­de­run­gen nicht wahrer.

    • Ritter Kunibertreplied:

      „Mein Kind isst auch kein Holz. Ich habe dem Kind nicht vor­ge­lebt, Holz zu essen. Ich habe dem Kind aber auch nicht vor­ge­lebt, KEIN Holz zu essen. Das war ein­fach nie Thema. Tat­säch­lich ist es so, dass mein Kind jeder­zeit Holz essen kann, wenn es danach ver­langt. Tut es aber nicht, weil es von sich aus nicht darauf kommt. Das heißt aber nicht, dass das Kind nur MEINE ‚Lebens­ein­stel­lung’ adap­tiert hat.”

      Das Kind hat in der oralen Phase bereits gelernt, was essbar ist und was nicht. Außer­dem ist dies bereits gene­tisch vor­ge­ge­ben. Holz ist schlicht­weg viel zu hart und hat keinen ent­spre­chen­den Geschmack, womög­lich sehr bitter, wenn wir von Zimt aus­ge­hen, das ja die Rinde vom Zimt­baum ist. […]

      Jedes Säu­ge­tier ist gene­tisch darauf pro­gram­miert, zu über­le­ben. Der Homo Sapi­ens ist aller­dings eine der weni­gen Säu­ge­tier­ar­ten, wo der Nach­wuchs lange Zeit völlig unselbst­stän­dig und auf die Eltern ange­wie­sen ist. Hier sieht man schon, wie wich­tig die Sozia­li­sa­tion bei der Art Homo Sapi­ens ist. Das Kind schaut sich als Bezugs­punkt sehr viel von diesem ab, von Anfang an bewusst und unbe­wusst. Es imi­tiert Mimi­ken oder Ges­ti­ken.

      Also zum Anfang und des Zitier­tem: Das Kind ist bereits längst darauf gekom­men, Holz nicht zu essen, weil es längst erkannt hat, dass Holz nicht essbar. Ansons­ten steckte es alles in den Mund, was es in die Finger bekam, um es so zu ergrün­den.

      Das sind alles grund­le­gende Dinge der Ver­hal­tens­for­schung und kennt auch jede gut aus­ge­bil­dete Erzie­he­rin, denn das ist Teil der Aus­bil­dung. Die Ent­wick­lungs­schritte eines Men­schen.

  1. In allen Ehren, aber in dem Alter wußte ich ehr­lich gesagt gar nicht was „ethisch” ist, ich hab geges­sen, was meine Eltern mir gekocht haben. Wenn ist das ja eher „Dein” Kampf um „ethi­sches” Essen. Nun will Dir da jetzt auch nicht rein­re­den. Mußt selbst wissen.

    • Svenjareplied:

      Mein Bruder (inzwi­schen 20) hat damals auch schon mit 6 ent­schie­den sich vege­ta­risch zu ernäh­ren (aus ethi­schen Grün­den (er hatte dazu was im Tv) gese­hen). Weder meine Mutter noch jemand aus der Fami­lie war bis dato Vege­ta­rier. Er ist es bis heute ohne Aus­nahme geblie­ben. Gerade im jungen Alter können Kinder sehr empa­thisch sein. Meine Mutter hat damals dann ent­schie­den solange wie er es möchte mit ihm Vege­ta­rier zu sein, sie ist es seit dem auch bis heute, ich bin inzwi­schen vegan. Aber alles fing an mit meinem damals 6 Jahre alten Bruder der das Wort ethisch zwar noch nicht kannte, aber das schließt ethi­sches Han­deln doch nicht aus. :) Liebe Grüße

  2. Toll, mutig, rich­tig!! Ich drücke alle Daumen!!!

  3. Ich würde aber das auch so deut­lich machen, daß das „Dein” per­sön­li­cher Kampf ums Essen ist. Ich dachte erst, Deine Toch­ter wäre 15 oder so. Ich habe zB unga­ri­sche Wur­zeln, in Ungarn habe ich ohne Wim­pern­zu­cken Hüh­ner­füsse geges­sen, weil es die Fami­lie machte, in Deutsch­land bei meinen deut­schen Groß­el­tern, bay­risch deftig, bei den vega­nen Urlaubs­el­tern vegan, weil die es taten und es gut fanden. Nur mal als Anmer­kung.

  4. Wenn ein Kind in dem Alter nicht weiß, was ‚ethisch’ ist, warum muss man in Kin­der­bü­chern die Wahr­heit über Bau­ern­höfe so krass ver­leug­nen und schön­ma­len?
    Ich hab ihr keine Schlachthof-Bilder gezeigt oder so kranke Sachen. Aber ich habe ihr gesagt, dass aus Eiern Küken wach­sen und Milch die Mut­ter­milch für Kälb­chen ist.
    Der Rest ist IHRE Ent­schei­dung. Und für diese Ent­schei­dung kämpfe ich, ja.

    • Barbara Benzreplied:

      Ich zeige meinen kin­dern diese bilder und videos soweit sie hin­se­hen möch­ten und begründe die enste­hung der bilder allein mit dem ver­hal­ten der vege­ta­rier und fleisch­esser. Es ist ver­ant­wor­tungs­los und ver­lo­gen, kinder aktiv zu fleisch­essern u vege­ta­ri­ern zu erzie­hen, ohne ihnen die wahr­heit zu erzäh­len und zu zeigen. Ich sehe regel­mä­ßig in stau­nende kul­ler­au­gen, wenn ich befreun­de­ten kin­dern ihre fragen zu unse­rer vega­nen ernäh­rung ehr­lich beant­worte.

  5. Die vega­nen Urlaubs­el­tern kamen in Deutsch­land auch mit sol­chen Bild­chen (waren die 80er Jahre), in Ungarn war es ein Fami­li­en­fest, wenn das Schwein geschlach­tet wurde, da kam das gesamte Dorf zusam­men (in der Regel auch alle ver­wandt mit­ein­an­der) und Du als Kind bist dabei. In dem Alter ist das eine Frage der Rol­len­vor­bil­der, nicht der eige­nen Ent­schei­dung. Klar wird Deine Toch­ter das nach­ma­chen, was Papa vor­macht. Sie liebt Dich ja.

  6. Ab wel­chem Alter hat ein Kind dann die Fähig­keit zu einer eige­nen Ent­schei­dung?

  7. In der Antike wurde einem Kind die Wahl zwi­schen einer Münze und einem Apfel gelas­sen um zu sehen, wie seine Ent­schei­dungs­kraft aus­fällt. Nun leben wir heut­zu­tage in fort­schritt­li­che­ren Zeiten (zumin­dest reden wir uns das ein), aber es ist nicht zu ver­leug­nen, daß Kinder in dem Alter doch noch sehr klein sind und die Wil­lens­bil­dung von den Eltern beein­flusst ist. Sonst könnte sie ja schon von daheim aus­zie­hen und ein eige­nes Leben führen.

  8. Weiter so! Ich habs geteilt und hoffe, du bekommst genü­gend Feed­back und Infos um wei­ter­kämp­fen zu können!

    Alles Gute für Dich und die kleine Hannah!

  9. Wie auch immer: Ich bin nicht gegen vega­nes Essen. Ist lecker. Aber Du soll­test doch offen dazu stehen, daß es doch vor­ran­gig DEIN WILLE ist, daß sich das Kind so ernäh­ren soll und nicht seines. Das kommt näm­lich so rüber, als ob Du Dich hinter einer Sechs­jäh­ri­gen ver­steckst und sie vor­schiebst um Deinen Willen recht­zu­fer­ti­gen und DAS fände ich nun gar nicht in Ord­nung.

  10. Das Bei­spiel mit der Münze gefällt mir sehr! :)
    Wenn das Kind voll­stän­dig über Funk­tion und Wert der Münze auf­ge­klärt ist und dies auch auf Nach­frage frei erläu­tern kann, können wir dann davon aus­ge­heh, dass die Ent­schei­dung eine eigene ist?

  11. Wenn das Kind in neu­tra­ler Umge­bung wäre, ohne Beein­flus­sung von Bezugs­per­so­nen die es liebt und von deren Liebe es abhän­gig ist, ja. Ansons­ten nein.

  12. Bico La liked this on Face­book.

  13. Ahh, ich ver­stehe, was du meinst! Ich habe sehr lange dar­über nach­ge­dacht, wie ich das angehe… und ich letzt­lich so ent­schie­den, obwohl eini­ges dage­gen sprach. Aller­dings spricht auch eini­ges dafür. So zum Bei­spiel gibt es Kinder, die ein­deu­tig GEGEN den Willen ihrer Eltern vegan werden. Meine Toch­ter macht auch viele Dinge gegen meinen aus­drück­li­chen Willen. Ich unter­stütze das. Darum gehe ich davon aus, dass sie wei­ter­hin vegan blei­ben würde, wenn ich es auf­ge­ben würde.

  14. Meine Toch­ter würde die Münze wählen, weil sie Äpfel nicht so mag und sie weiß, dass sie sich etwas ande­res dafür kaufen kann. Unab­hän­gig davon, was ich lieber hätte. Sie macht das stän­dig und ich finde das gut.

  15. Der Apfel ist ein Syn­onym für etwas süsses Ess­ba­res. Zu Deinem Bei­trag eins drüber: Der Zeit­raum der Kind­heit ist doch recht weit­ge­spannt und es ist ein Unter­schied, ob ein 13jähriges Kind plötz­lich vegan essen möchte oder ein 6jähriges.

    • Ich bin mir sicher, dass seine Toch­ter alleine beschlos­sen hat was sie isst und was nicht und ich finde es super, dass sie wenigs­tens Zuhause Rück­halt bekommt. Viel­leicht hat sie nicht gesagt, dass es ethi­sche Gründe sind, aber er erkennt ihre Gründe als solche an und wenn ein Kind beschreibt warum es keine Tier­pro­dukte essen will, dann merkt man ob es um Gewis­sens­fra­gen geht. 

      (Ich per­sön­lich habe mich gewei­gert Fleisch zu essen als ich 4 Jahre alt war. Eben­falls aus mora­li­schen Erwä­gun­gen. Meine Eltern fielen aus allen Wolken. Der Schritt zum Vega­nis­mus ist nicht weit, es kommt haupt­säch­lich darauf an wie gut man infor­miert ist und manch­mal bin ich sauer, dass meine Mutter mir dabei Steine in den Weg gelegt hat. Das ging in die Rich­tung von: aber Fisch kannst du essen, das ist kein Fleisch über die Ver­harm­lo­sung der Mas­sen­tier­hal­tung was Milch­kühe und Lege­hen­nen betrifft bis hin zu diver­sen Kom­men­ta­ren um meine Ent­schei­dung umzu­sto­ßen. Im Sinne von: wenn du vegan leben willst, kannst du nie wieder Kuchen essen… Bin mir bis heute nicht sicher ob sie selbst schlecht infor­miert war oder ob sie mich bewusst ange­lo­gen hat. Ich schweife vom Thema ab) […]

      Auch wenn du dich nicht erin­nern kannst dich dafür inter­es­siert zu haben, ist das kein Zei­chen, dass es für andere Kinder kein Thema sein kann. Ein­deu­tig ist doch, dass seine Toch­ter das vege­ta­ri­sche Essen nicht isst, wenn man es ihr anbie­tet. Sie hat Gründe dafür. Sie hat viel dar­über nach­ge­dacht. Sie ist eine Vega­ne­rin.
      Mir hat als Kind mal jemand Fleisch unter­ge­ju­belt - Effekt war, dass mir schlecht wurde und ich (nach­dem ich wegen des komi­schen Geschmacks nach­fragte und mein Ver­dacht bestä­tigt wurde) heu­lend und wür­gend über der nächs­ten Klo­schüs­sel hing - min­des­tens eine halbe Stunde. Schlecht war mir meh­rere Stun­den.

  16. Ok. Wo genau liegt der Unter­schied?

  17. Das muß ich Dir jetzt doch nicht erklä­ren oder? ^^ Ein 13jähriges Kind ist prin­zi­pi­ell schon in der Lage, ohne Erwach­sene zu über­le­ben, ein 6jähriges nicht.

  18. Das wollte ich ja nur hören.
    Also hat erst ein selbst­stän­di­ges Kind ein Recht auf die Aner­ken­nung einer eige­nen Mei­nung, weil diese sonst durch ein Abhän­gigleits­ver­hält­nis beein­flusst sein könnte? Was ist mit Kin­dern, die dazu ermu­tigt werden, gegen die Mei­nung der Bezugs­per­so­nen zu wider­spre­chen, indem ihre Abhän­gig­keit nicht als Druck­mit­tel benutzt wird, son­dern die Hil­fe­stel­lung bedin­gungs­los gewährt wird? Quasi das Gegen­teil von ‚solange deine Füße unter meinem Tisch’…

  19. In der Schule meiner Toch­ter ist ein 10jähriges Kind gerade vegan gewor­den als ein­zige in der Fami­lie. Ist das eine eigene Ent­schei­dung??

  20. Eine „neu­trale” Umge­bung gibt es nicht. In *jeder* Umge­bung wird *jeder* Mensch stets sofort auf irgend­et­was und irgend­je­mand seine Affekte pro­ji­zie­ren, es mit beson­de­ren Gefüh­len bele­gen, es beson­ders schüt­zen, bewah­ren, ehren wollen, sehr oft auch unab­hän­gig davon, von wem es selbst - aus „erwach­se­ner” Sicht - „abhän­gig” ist.
    „Neu­tral”, „objek­tiv” usw. sind Dinge, die es in mensch­li­chen Bezie­hun­gen und Zusam­men­hän­gen nicht gibt.
    Aller­dings gibt es z.B. „Wis­sen­schaft”, die in nach­voll­zieh­ba­ren, begründ­ba­ren, geprüf­ten, fal­si­fi­zier­ba­ren, stich­hal­ti­gen Zusam­men­hän­gen - was dann „objek­tiv” genannt wird - Sach­ver­halte unter­sucht und Schlüsse daraus zieht.
    Aus „wis­sen­schaft­li­cher” Sicht gibt es keine Anhalts­punkte dafür, dass der Mensch Fleisch­fres­ser oder Alles­fres­ser sein soll. […]

    Er hat weder das Immun­sys­tem noch das Ver­dau­ungs­sys­tem noch das Gebiß oder Mord­werk­zeuge wie Kral­len usw. dazu, die es ihm ermög­lich­ten, rohes Fleisch zu erbeu­ten und zu ver­spei­sen.
    Er ist unab­weis­bar von der „Natur” nicht als Fleisch- oder Alles­fres­ser desi­gniert.
    Daher kann es keine Recht­fer­ti­gung dafür geben, dass der Mensch andere füh­lende Lebe­we­sen ohne jeg­li­che NOT „hält”, „züch­tet”, fol­tert, quält, schlach­tet, ver­speist.

    Es ist daher voll­kom­men uner­find­lich, wes­halb „Erwach­sene”, die diese logi­sche Schluß­fol­ge­rung gezo­gen haben, dies auch noch „begrün­den” müssen wenn sie fol­ge­rich­tig Kin­dern diese wider­sin­nige, unlo­gi­sche bis ver­bre­che­ri­sche Ver­hal­tens­wei­sen erst gar nicht zueig­nen möch­ten, wes­halb sie sich sagen lassen sollen, sie „beein­fluß­ten” Kinder, wäh­rend die KRASSE „MEHRHEIT” der sich unlo­gisch, nicht nach­voll­zieh­bar, ver­bre­che­risch ver­hal­ten­den „Erwach­se­nen” ihr Ver­hal­ten NICHT begrün­den müssen, son­dern es als selbst­ver­ständ­lich auf­fas­sen, dass unnö­ti­ges Leid, unnö­ti­ger und durch nichts zu recht­fer­ti­gen­der Mord die Welt beherr­schen ?

    Kinder sollen also in einer Weise beein­flußt werden, dass sie diese Ver­bre­chen, diesen Schwach­sinn, diese Unlo­gik als selbst­ver­ständ­lich anneh­men - und wenn nicht, besteht der „Ver­dacht”, dass ihre Eltern sie „beein­flußt” haben.
    DAS also sind die „Sorgen” von „Erwach­se­nen” - und des­halb ver­wun­dert es nicht, wenn auch alle künf­ti­gen Kinder als „Erwach­sene” wieder so werden, dass die so genannte „demo­kra­ti­sche” Mehr­heit dem Schwach­sinn und Ver­bre­cher­tum folgt, und alles andere als „Beein­flus­sung” und „nicht eigene Ent­schei­dung” im „Ver­dacht” steht.
    „Aber nicht, dass Du mich falsch ver­stehst, ich finde vega­nes Essen lecker”.
    MEINE GÜTE, hast Du wirk­lich nur sol­ches geschmäck­le­ri­sche GeQUAT­SCHe auf­zu­bie­ten, „Julica”-„Dem-Kind-seine-Entscheidung-Selbst-Überlasserin” ?

  21. Das ist jetzt alles sehr theo­re­tisch. ;) Meine Faust­re­gel ist sehr prag­ma­tisch: Wenn das Kind selbst­stän­dig in der Lage ist, in den Super­markt zu gehen, sich die Sachen raus­zu­su­chen und selbst das Essen das es mag zuzu­be­rei­ten, auch wenn die Eltern meckern, dann ist ihre Ent­schei­dungs­fin­dung klar defi­niert. Bei allem ande­ren bleibe ich doch skep­tisch.

    • Meine Nichte ist gerade etwas über ein Jahr alt, sie kann zwar noch nicht rich­tig reden, trotz­dem kann sie zeigen was ihr schmeckt und was nicht.
      Viele Leute hatten ein Pro­blem damit meinen Eltern zu glau­ben, dass ich eigen­stän­dig die Ent­schei­dung getrof­fen habe auf tie­ri­sche Pro­dukte zu ver­zich­ten. Ich war oft in der Situa­tion das es hieß: Bei uns isst du das was gekocht ist oder nichts - erschüt­tern­der­weise habe ich dann lieber nichts geges­sen, sogar wenn ich dort über­nach­ten sollte, also nicht darauf zählen konnte später was zu Essen zu krie­gen. In sel­te­nen Fällen kam das ein zwei­tes Mal vor. Aber nach­ge­ge­ben habe ich nicht.

  22. Meine Faust­re­gel ist da sehr prag­ma­tisch: Wenn das Kind selb­stän­dig in der Lage ist, bei „Kriegs­spie­len” allen in die Fresse zu schla­gen, Ränke zu schmie­den, alle hinter sich zu ver­sam­meln und alle zu ver­klop­pen, die ihm nicht „folgen”, ist es „seine Ent­schei­dung”, „auch wenn die Eltern meckern”.
    Dann ist die Ent­schei­dungs­fin­dung der Kinder klar defi­niert.
    Bei allem ande­ren bleibe ich doch skep­tisch.

  23. Naja wir soll­ten schon beim Thema blei­ben. ;)

  24. Du bist ein­fach ein dummes Plap­per­t­ant­chen, Du hast es nicht so mit dem Denken. Das ist Dir „zu theo­re­tisch”. Ich kann nur hoffen, dass Du mög­lichst wenig Kinder mit Deiner Dumm­heit beein­flußt. Schö­nen Tag noch.

    • Karinreplied:

      Danke ‚AMA D’ORO
      für diesen Schlag­ab­tausch.
      Ich frage mich wer,wenn nicht wir die Eltern, müssen doch unsere Kinder anleiten,wenn sie gesund aufwa
      chsen sollen.
      Zumal sich heute Jeder kundig machen kann.Was ja früher so nicht mög­lich war.Wer es wissen will,weiß das
      tie­ri­sche Pro­dukte krank machen.Deshalb gilt für mich
      auch: „Eltern legen den Grund­stock für kranke Kinder!”
      Ich weiß aus Erfah­rung wovon ich rede.Leider sind viele
      Men­schen so ignorant,dass sie glau­ben für alles gibt es Pillen und Ersatz­teile. Auf­klä­rung null,was von Pharma,
      Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie u. Poli­tik auch nicht gewollt ist.
      Das Volk mög­lichst dumm halten,damit die „Geschäfte
      gut flo­rie­ren.

  25. LX Eger liked this on Face­book.

  26. Auch mit ein Grund, warum wir unse­ren Jungen(neben diver­ser ande­rer Gründe) auf eine freie Schule haben wech­seln lassen. Dort ist Löwen­zahn der Cate­rer und es werden so gut wie sämt­li­che Belange und Essens­wün­sche berück­sich­tigt.
    Es ist leider so, dass die Nah­rungs­mit­tel Lobby zu stark Druck auf die Poli­tik macht. Dabei ist es heute nach­weis­lich so, dass die gesün­deste Ernäh­rung nun mal die vegane und öko­lo­gisch erzeugte ist, dar­über soll an dieser Stelle aber nicht dis­ku­tiert werden. Letzt­lich muss jeder die freie Wahl haben. Aber die Eltern werden leider immer mehr ent­mün­digt um immer gleich­ge­schal­te­te­res Per­so­nal her­an­zu­zie­hen. Leider!

    Dein Enga­ge­ment finde ich aller­dings super und ich ver­breite es auch weiter!

  27. Es gibt einige Punkte, die hier Erwäh­nung ver­die­nen. Ers­tens ist der Auf­hän­ger, dass Hannah hier ihre ethi­sche Ent­schei­dung ver­tritt, die nie­mand hin­ter­fra­gen darf. Ich bezweifle das - ethi­sche Ein­schät­zun­gen ver­lan­gen von jedem Men­schen ein gewis­ses Maß an Reife. Man „weiß” nicht ein­fach, was rich­tig und falsch ist; die meis­ten Men­schen glau­ben bis an ihr Lebens­ende das, was andere ihnen erzählt haben.

    Ich bezweifle, dass Hannah diese Ent­schei­dung ein­fach für sich getrof­fen hat, und diese Ent­schei­dung mit der Gewis­sens­frei­heit eines erwach­se­nen Men­schen gleich­zu­set­zen ist. Ich finde es bezeich­nend, dass Hannah nicht weiß, wie man „Bitte” schreibt, nicht weiß wie man „Essen” schreibt, aber „vegan” feh­ler­frei buch­sta­bie­ren kann. Dass sie das alles ohne zutun selbst erar­bei­tet hat, und jetzt hier ihre gereif­ten Ein­sich­ten prä­sen­tiert, halte ich für frag­lich. […]

    Zudem finde ich es nicht „irrele­vant”, ob es mög­lich ist, Kinder vegan gesund zu ernäh­ren. Der nächste kommt, und for­dert, dass sein Kind mit Son­nen­licht ernährt wird - Ihrer Argu­men­ta­tion könnte er sich voll­stän­dig anschlie­ßen, und das legt schon nahe, dass das nicht alles gewe­sen sein kann. Im Gegen­teil: Wenn Sie for­dern, dass Kinder das Recht haben, sich unter Auf­sicht von Erwach­se­nen (das sind auch Sie!) unge­sund zu ernäh­ren, bloß weil sie es wollen, ist das - wie ich finde - eine bedenk­li­che Mei­nung.

    Viel­mehr ist es doch so, dass Kinder vor allem eins sind - näm­lich Kinder. Sie haben Erzie­hungs­be­rech­tigte, und das hat seinen Grund. Eltern sind nicht nur darin gefragt, alles zu unter­stüt­zen, was ihre Kinder tun, und zu sagen „mein Kind will es nun mal so, und das Grund­ge­setz sagt, ich muss das respek­tie­ren”. Unsinn. Andere Kinder wollen kein Gemüse essen. Soll das auch ihre ethi­sche Ent­schei­dung sein? Behan­deln Sie nicht Ihre kleine Toch­ter, als wäre sie erwach­sen. Sie kann nicht alles alleine ent­schei­den, weil sie noch nicht weiß, wie die Welt funk­tio­niert. Nicht mal ansatz­weise. Schie­ben Sie ihr nicht Ihre Stand­punkte unter.

    Das alles lässt unbe­nom­men, ob vegane Ernäh­rung gut oder schlecht ist. Ich bin aber mit Ihrer Argu­men­ta­tion nicht ein­ver­stan­den. Und wenn es Sie inter­es­siert, auch wenn der Ver­gleich hinkt: Der Sozi­al­staat lebt auch davon, dass ich aus den Steu­ern nicht her­aus­rechne, dass ich keine Bür­ger­steige benutze, dass ich kein Arbeits­lo­sen­geld beziehe, dass ich keine Erasmus-Zuwendungen bekom­men habe, meine Stu­di­en­ge­büh­ren selbst bezahlt habe und nicht ins Thea­ter gehe. Es ist durch­aus denk­bar, dass das Cate­ring nicht ein­fach her­aus­ge­rech­net werden kann; genauer gesagt - nicht alle Anteile ein­fach für die­je­ni­gen her­aus­ge­rech­net werden können, die sie nicht benut­zen. Der nächste geht nicht im Hort zur Toi­lette son­dern nur zuhause, sitzt lieber im Dunk­len statt mit so viel Licht, mag Betreue­rin Sarah eh nicht und würde lie­bend gerne auf ihre Anwe­sen­heit ver­zich­ten, hasst Bas­teln und braucht dem­zu­folge kein Bas­tel­ma­te­rial, … manch­mal ist das Leben eben kein Han­dy­ver­trag, in den sich jeder rein­bucht, was er braucht.

    Und, der zen­trale Punkt - wenn meine Toch­ter „vegan” schrei­ben könnte, aber nicht „essen”, würde ich das nicht zum Anlass nehmen, zu fol­gern, dass ihr Tier­schutz wich­ti­ger ist als Ernäh­rung, und das zur Maxime meines Han­delns erklä­ren. Ob Sie es glau­ben oder nicht, Sie können als Erwach­se­ner das Welt­bild Ihrer Toch­ter mit­ge­stal­ten, Sie sind einem Kind und seinem Welt­bild nicht wehr­los aus­ge­lie­fert. Und Sie sind nicht ver­pflich­tet, sich als Erwach­se­ner in dieses Welt­bild hin­ein­zu­stei­gern. Im Gegen­teil.

    • Nun, da auf nahezu jeder Ver­pa­ckung vega­ner Nah­rungs­mit­tel heut­zu­tage das Wort ‚vegan’ drauf­steht, aber eher selten bis gar nicht das wort ‚essen’, dürfte Ihre Argu­men­ta­ti­ons­kette bereits hin­rei­chend ent­kräf­tet sein. Dazu kommt, dass Hannah mich beim Schrei­ben des Brie­fes gefragt hat, wie man vegan schreibt. Man kann natür­lich ohne dieses Hin­ter­grund­wis­sen zu erfra­gen, alles erdenk­li­che in den Brief rein­in­ter­pre­tie­ren, das der eige­nen Argu­men­ta­tion helfen soll. 

      Han­nahs Stand­punkt ist übri­gens sehr ein­fach. Dazu muss man nicht wissen, wie die Welt funk­tio­niert. Sie möchte Tiere nicht essen, weil sie sie mag. Und ich denke, die wenigs­ten Kinder würden sich dar­über freuen, wenn sie erfüh­ren, dass da ein gelieb­tes Tier vor ihnen auf dem Teller liegt.

  28. Abge­se­hen davon, ob das Kind das allein ent­schei­den kann in dem Alter oder nicht… ist es eben auch das Vor­le­ben der Fami­lie und die Ent­schei­dung der Eltern was das Kind isst und was nicht. Und das ent­schei­den die Eltern und nie­mand ande­res.
    Mein Sohn ist 10, ich habe ihn vom Essen abge­mel­det im Hort. Er nimmt jeden Tag von zu Hause alles mit. Bald steht der Schul­wech­sel an, soweit ich weiß gibt es dort in der Mensa höchs­tens ein vege­ta­ri­sches Gericht… vegan bestimmt nicht. Wir kommen aller­dings nicht aus Berlin… Ich drücke die Daumen, dass deine Toch­ter bald vegan essen darf (was selbst­ver­ständ­lich sein sollte).

  29. bis Ama D’oro sich ein­mischte war ich inter­es­siert am mit­le­sen und posi­tiv über­rascht über die freund­li­che umgangs­weise, trotz unter­schied­li­cher ansich­ten. auf einmal platzt die mili­tante front (so fühlt es sich an) „ins zimmer” und „ruft zu den waffen”.
    ganz ohne urteil gespro­chen, auch ohne dar­über zu werten, wie deine toch­ter sich ernahrt, hin­ter­lässt deine schil­de­rung auch bei mir den ein­druck, als wür­dest du deiner klei­nen ein wenig zuviel „freien willen” zutrauen. ich sehe es selbst täg­lich in wel­chem ausmaß kinder nach­ah­men. kinder erfah­ren durch spiel, vor­bil­der und nach­ah­men ihre welt in ganz vielen aspek­ten. unter­schätze ein­fach mal deine rolle in ihrer ent­schei­dungs­fin­dung bitte nicht ! mehr will ich dazu gar nicht sagen.
    lg

    • Maikereplied:

      Na ja, du hast ja offen­sicht­lich doch noch wei­ter­ge­le­sen… ;-) Ama D’oro sagt ja inhalt­lich nichts ande­res als die Wahr­heit, aber natür­lich bringt es gar nichts, die Leute per­sön­lich anzu­ge­hen. Es ist aber auch kaum aus­zu­hal­ten, wenn Leute so tun, als hätte die Ent­schei­dung dar­über, was sie essen keine Kon­se­quen­zen. Es ist ja über­haupt nicht zu begrün­den, warum ein (unge­sun­der) Gau­men­kit­zel über dem Über­le­bens­wil­len eines ande­ren Lebe­we­sens stehen sollte. Das IST ein­fach völlig absurd, es ist nichts normal daran und es ist kaum aus­zu­hal­ten, dass wegen dieser Unein­sich­tig­keit und Bor­niert­heit tag­täg­lich weiter gequält und gemor­det wird und die Leute das […]

      kom­plett aus­blen­den. Da kann man schon mal emo­tio­nal ent­glei­sen, bzw. ist es auch ange­mes­sen, ein biss­chen durch­zu­dre­hen… ange­sichts dieses Wahn­sinns, den Mil­li­ar­den Men­schen durch ihr Kon­sum­ver­hal­ten auf­recht­erhal­ten. In ihrer Empa­thiefä­hig­keit ernst genom­mene und auf­ge­klärte Kinder werden im Super­markt wahr­schein­lich später keine Tier­qual­pro­dukte kaufen. Zu warten, bis die Kinder jugend­lich und damit „kaputt­so­zia­li­siert” sind, im dem Sinne, dass sie erfolg­reich infil­tiert wurden (ja, diese Tiere hier kann man essen, das ist ganz normal, das tun doch alle, das ist auch gesund *lüg* *blend aus* *ver­dreh die wahr­heit*) führt dazu, dass das mör­de­ri­sche System auf­recht erhal­ten wird.
    • Maikereplied:

      PS: Und übri­gens: MILITANT sind die Leute, die Tiere und Tier­pro­dukte essen und denen es fürch­ter­lich egal ist, wie­viel Angst, Schre­cken, Pein und Tod sie damit anrich­ten. Vega­nis­mus ist das Gegen­teil von mili­tant: es ist das kon­se­quente Leben einer Frie­dens­bot­schaft.
      Nach­den­ken hilft!

    • Fotobatteriereplied:

      Schade, dass User wie du bestim­men möch­ten und für sich dekla­rie­ren wollen, was normal ist und was nicht.

      Ich möchte dabei noch kurz zum inhalt­li­chen Wider­spruch ihrer Aus­sage ein­gehe und zurück fragen, wie etwas keinen Sinn erge­ben kann, unge­sund, absurd sein soll, Wenn ein Groß­teil der Mensch­heit sich ent­spre­chend in Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart ent­ge­gen ihrer Vor­würfe ver­hal­ten hat?

    • Kurze Ant­wort: Umwelt­ver­schmut­zung, Krieg, Ter­ro­ris­mus, Aus­beu­tung, Kin­der­ar­mut… die Liste wäre lang - und absurd und unge­sund.

    • Fotobatteriereplied:

      Sind sie das wirk­lich oder weil Sie der per­sön­li­chen Mei­nung sind? Und auf was fußt diese?

      Ich halte Tauben und Kaker­la­ken ja auch für unge­sund und absurd. Aber Es gibt so vieles im Dasein und Leben.

  30. Ist doch egal ob das Kind vegan isst, weil die Eltern das tun.
    Fakt ist: Das Kind möchte vegan essen, dann lasst es auch gefäl­ligst das tun. Vegan essen scha­det nie­man­dem.
    Ich selbst bin „Vege­ta­rier” und finde das Mäd­chen toll.
    Davon mal gaaanz ab, dass man mit 6 schon in der Lage ist, sich ein Bild von der Welt zu machen.
    Ich bin jetzt 22, und hatte vor Jahren eine beste Freun­din.. das muss wohl zwi­schen 6 und 8 Jahren gewe­sen sein.
    Diese ernährte sich aus ethi­schen Grün­den vegan!
    Dazu sage ich: Der Rest der Fami­lie aß Fleisch.
    Also mit 6 hat man schon ein gewis­ses Ver­ständ­nis..

  31. Kinder sind nicht (immer) doof.

    Mit ca. 7 oder 8 Jahren schaute sich meine Mum den Film „Gigan­ten” mit James Dean an. In diesem Film kam der Trut­hahn Pedro vor. Im Film wurde Pedro von klei­nen Kids lie­be­voll gross­ge­zo­gen und zu Thanks­gi­ving lag Pedro dann auf dem Tisch. Die Kids im Film - die sehr klein waren - mach­ten gemäss Dreh­buch die „Con­nec­tion” und plärr­ten los. Ich auch…

    Der Sonn­tags­bra­ten wollte mir ab dem Zeit­punkt nicht mehr rich­tig schme­cken, Salami und Schin­ken fand ich nicht mehr son­der­lich toll, ein paar wei­tere Hap­pe­nings mit Tieren pas­sier­ten.… Mit 10 Jahren wurde ich Vege­ta­rie­rin - in den frühen 80er Jahren war das eine Revo­lu­tion. Seit nun­mehr 30 Jahren und einer bewuss­ten Ent­schei­dung, die ich mit 10 getrof­fen habe, lebe ich vege­ta­risch, respek­tive vegan (Und glaubt mir, Unter­stüt­zung bekam ich damals nicht. Viel eher wurde ich als Kind und Teenie noch blöde ange­macht und selbst Erwach­sene haben vor Dif­fa­mie­run­gen nicht halt gemacht. Und trotz der vielen bösen Worte konnte ich kein Fleisch mehr essen - ich sah immer das Tier, nicht das Fleisch.…). […]

    Ich bin sehr wohl der Mei­nung, dass ein Kind schon sehr, sehr früh seine Mei­nung kund tun kann. Sie können es nicht als Ethik defi­nie­ren, weil sie das Wort nicht kennen, aber sie können sagen, dass sie Tieren keinen Scha­den zufü­gen wollen.

    Und noch so eine Anre­gung, die in mir brennt: Wenn ein 3Jähriger sagt, dass es Salami mag, stört sich keine Seele daran und nie­mand wirft den Eltern vor, sie würden ihr Kind beein­flus­sen. Will ein Kind mit 6 Jahren aber keine Pro­dukte aus tie­ri­schen Erzeug­nis­sen kon­su­mie­ren, ist das „der Kampf der Eltern die das so wollen”… Ich finde das ein bit­zeli schi­zo­phren!

    Und Papi von der Klei­nen, gib Guzzi!!! Ich drücke für dein Vor­ha­ben fest die Daumen!!!

    Greezli aus der Schweiz
    :-)

    • Ganz rich­tig! Aber da werden halt will­kür­lich Dinge / Mei­nun­gen zuge­stan­den oder aberkannt.
      Dir alles Liebe

  32. Zu diesem Thema finde ich das Video vom klei­nen Luiz Anto­nio pas­send, der sich wei­gert, seine Octo­pus Gnoc­chi zu essen. Und der ist noch nicht einmal 6 Jahre alt!

    http://youtu.be/pOv0i0EdXkc

    Danke für dein Enga­ge­ment, Daniel!

  33. Wow, das ist echt heftig. Ich hoffe sehr für deine Toch­ter, dass sich da bald was ändert.

    Zu der Dis­kus­sion hier fällt mir echt nix ein. Da schlep­pen andere Eltern ihre Kinder mehr­mals wöchent­lich zu McDäm­lich, kaufen nur Fer­tig­pro­dukte und die Kinder wisse teil­weise nicht einmal was eine Banane ist (alles in der Kita erlebt) geschwei­ge­denn wo die Sachen über­haupt her­kom­men. „Milch kommt von den Kühen, ja wie jetzt?” usw. Es ist abso­lut löb­lich und meiner Mei­nung nach (als Mutter von zwei klei­nen Kin­dern) not­wen­dig seinen Kin­dern sowas zu erklä­ren. Und wenn sie sich dann gegen gewisse Lebens­mit­tel ent­schei­den, ist das eben so. Auch 6-Jährige haben ein Recht auf ethisch begrün­dete Ent­schei­dun­gen, gerade in Bezug auf das, was sie täg­lich zu sich nehmen. […]

    Die Aktion, gesun­des Essen in die Schu­len zu brin­gen ist natür­lich erst­mal löb­lich, wie du ja auch sagst. Aber wenn man dann einem vega­nen Kind sein Essen ver­bie­ten will weil es ja angeb­lich unge­sund ist, sollte man doch auch bitte sämt­li­che Fastfood-Fillialen schlie­ßen und Fer­tig­ge­richte ver­bie­ten. Aber so ist das doch ein­fach nur Will­kür und abso­lut unfair für das Kind!

    Also, ich drücke euch ganz feste die Daumen und werde die Sache auf jeden Fall teilen! Liebe Grüße :)

    PS; Meine Kinder sind noch sehr klein, ich kann also noch nichts per­sön­li­ches zum Schul­thema bei­tra­gen.

  34. Hast du dich schon an die Poli­tik gewen­det?
    Als pas­sen­der Ansprech­part­ner würde mir zum Bei­spiel Simon Kowa­lew­ski von der Pira­ten­par­tei Berlin ein­fal­len. Er ist selbst Vega­ner und u.a. in dem Aus­schuss Gesund­heit und Sozia­les. Ich denke das würde ganz gut passen.

  35. Ent­schei­dungs­frei­heit hin oder her, es geht hier doch darum, dass das Kind eine Ent­schei­dung getrof­fen hat und diese laut Art 4 GG in Berlin im Hort nicht zuge­stan­den wird. Obwohl, das sagt der Senat ja nicht, sehr geschickt von denen. 

    Die Frage ist doch viel­mehr, darf ein Kind Art 4 GG in Anspruch nehmen oder nicht?
    Die Gründe für die Ent­schei­dung des Kindes spie­len zunächst (und auch später) keine Rolle, denn als Erwach­se­ner kann ich unein­ge­schränkt Art 4 GG in Anspruch nehmen, egal wie „frei” meine Ent­schei­dung ist. Da fragt ja mich keiner nach, ob meine Freunde mich beein­flus­sen, die Medien oder mein Hohe­pries­ter des „Flying Spa­ghetti Mons­ter”. […]

    Ich meine mich erin­nern zu können, dass es eine ähn­li­che Debatte mal gab, die zu beson­de­ren Kin­der­schutz­ge­set­zen führen sollte, dann wurde aber Kin­dern zuge­stan­den, dass sie Men­schen im Sinne des Grund­ge­set­zes sind. Also keine extra Kin­der­schutz­ge­setze. Dem­entspre­chend gilt Art 4 GG auch für Deine Toch­ter, naja, zumin­dest nach meiner Mei­nung.
    Ich wün­sche Dir viel Erfolg!

    • Ja, es gab die Dis­kus­sion im Zusam­men­hang mit ‚Recht auf kör­peli­che Unver­sehrt­heit’ vs ‚Reli­gi­ons­frei­heit der Eltern’. (Beschneidungs-Debatte…)

  36. Lass dich nicht von eini­gen blöden Kom­men­ta­ren hier ver­un­si­chern. Ich finde es super, was du da machst und wie du für eure Über­zeu­gung kämpfst.
    Du ver­langst nichts unmög­li­ches und wür­dest auch ange­mes­sen dafür bezah­len. Das man eure Bitte trotz­dem so abschmet­tert, eigent­lich auf Kosten deiner Toch­ter, ist meiner Mei­nung nach das Aller­letzte!
    Ich wün­sche dir viel Erfolg für die Zukunft!

  37. bin gerade via face­book über deinen arti­kel gesto­ßen. schön, dass du das the­ma­ti­sierst. ich rate dir, dich an das VEBU-projekt „GV-nachhaltig” zu wenden, das seit jahren die kan­ti­nen und mensen zahl­rei­cher gas­troni­mi­scher ein­rich­tun­gen, schu­len und unis in sachen vega­ner ernäh­rung schult. sowohl inhalt­lich als auch fach­lich. dadurch konnte ein rie­si­ges netz­werk mit den wich­tigs­ten cate­rern auf­ge­baut werden. das pro­jekt konnte und kann wirk­lich sehr viel errei­chen! ich drücke die daumen.

  38. AUch wenn Du es als irrele­vant bezei­chest: dass hinter der DGE Ver­tre­ter der „Fleisch”- und Milch­in­dus­trie ste­cken und daher die DGE anders als die ADA Vega­nis­mus zu dif­fa­mie­ren ver­sucht ist m.E. schon hier und da erwäh­nens­wert.
    Siehe http://veganekinder.de/adavegan und http://veganismus.de/vegan/faq-rechtfertigungsversuche.html#dge

    • Das stimmt. Danke für die Links!
      Aller­dings würde das nichts ändern, selbst wenn dem nicht so wäre. Vegane Kinder würden nicht ein­fach unve­ga­nes Essen essen, bloß weil es gesün­der ist.

  39. Ein Kind mit 6 Jahren kann sich noch nicht selbst ent­schei­den, ob es vegan essen möchte oder nicht? Was für ein Schwach­sinn! Klar, Daniel hat es ihr vor­ge­lebt, erklärt & viel­leicht wäre sie ohne seinen Ein­fluss nicht darauf gekom­men dar­über nach­zu­den­ken.
    Aber:
    Die Gesell­schaft akzep­tiert das Essen von Fleisch. Wenn Eltern ihren Kin­dern das vor­le­ben (ohne sie auf­zu­klä­ren was für Hin­ter­gründe das Essen auf dem Teller hat bezüg­lich den Qualen der Tiere etc) ist das ganz normal & nie­mand schwert sich drum. Das glei­che gilt für Milch­pro­dukte, Eier etc.
    Wo ist da der Sinn? […]

    Ich per­sön­lich bin seit ich 16 bin Vege­ta­ri­ern gewe­sen & seit Sommer letz­ten Jahres vegan. Und ich wäre rück­bli­ckend SO froh dar­über gewe­sen, hätte mich meine Fami­lie in dem Alter auf­ge­klärt. Oder über­haupt auf­ge­klärt. Musste ich alles erst selber raus­fin­den. Weil es ja „normal” ist. Als Grund­schü­ler ver­stehst du zwar, dass das auf deinem Teller „Schwei­ne­schnit­zel” oder „Puten­ge­schnet­zel­tes” etc ist - aber du kannst den Zusam­men­hang zwi­schen Essen und Tier noch nicht begrei­fen. Eben weil’s dir nie­mand erklärt & es ein­fach auf deinem Tisch landet.
    Bestes Bei­spiel; meine Cou­sine. Inzwi­schen 9 Jahre alt. Hat sehr viele Haus­tiere, vom Hund bis zum Kanin­chen, alles dabei. Sehr tier­lieb. Letz­tes Jahr wollte eine Freun­din eine Stech­mü­cke töten. Meine Cou­sine hat dies aber ver­hin­dert & die Mücke dann ganz behut­sam und vor­sich­tig nach drau­ßen gebracht - mit den Worten „Ich bin doch keine Mör­de­rin!” --- Fleisch essen tut sie trotz­dem. Ihr Vater ist Angler, mit dem tötet sie Fische & nimmt diese aus. Weil es ihr so vor­ge­lebt wurde. Obwohl es eigent­lich gegen ihre eigene Vor­stel­lung ent­spricht - näm­lich Leid zu ver­mei­den.
    Ich finde, daran sieht man am besten, dass Kinder eigent­lich (sogut wie) alle tier­lieb sind & ver­ste­hen, dass Leid ver­mie­den werden muss. Aber ihre omni­voren Eltern leben es ihnen vor, erklä­ren ihnen nicht, dass das auf dem Teller auch Tier­leid ist & die Kinder denken noch nicht so weit.
    Aber klärt einer seine Toch­ter auf & diese ent­schei­det nach freien Stü­cken, dass sie das nicht möchte, ist das natür­lich tota­ler Unfug und unmög­lich.
    Ich bin davon über­zeugt, dass jedes Kind so reagie­ren würde und die wenigs­ten trotz­dem trot­zig ihren Hähn­chen­schen­keln, Schin­ken­bröt­chen & Schnit­zeln hin­ter­her heulen würden.
    Aber die Gesell­schaft hat andere Vor­stel­lun­gen.
    Und diese -NUR diese- werden als rich­tig aner­kannt.

    Und der größte Witz über­haupt ist ja, dass eine vegane Lebens­weise NICHT als ethi­sche Ent­schei­dung ange­se­hen wird! WAS ist sonst bedeu­tet dann bitte ethisch, wenn nicht vegan?!
    Mus­li­mi­schen Kin­dern werden auch keine Schwei­ne­schnit­zel vor­ge­setzt. Weil es gegen den Glau­ben ver­stößt. Wieso werden dann vegane Kinder vor vege­ta­ri­sche Spei­sen Spei­sen gesetzt? Obwohl es gegen ihren per­sön­li­chen ‚Glau­ben’ ver­stößt.
    Muss vegan jetzt erst zur Reli­gion werden, damit man dafür Ver­ständ­nis hat?

    Wofür gibt es diese Grund­rechte denn sonst?
    Das macht mich so wütend und trau­rig…

    Ich hoffe, dass deine kleine & alle ande­ren vega­nen Kinder end­lich ernst genom­men werden. Ganz schnell.
    Viel Glück! :)

    P.S. --- wieso star­test du denn nicht ein­fach eine Online-Petition? Bin sicher, dass da nicht nur Vega­ner mit Kin­dern unter­schrei­ben würden :)

    • Juergenreplied:

      Abso­lut zutref­fend! Sehr guter Gedanke mit den Grund­rech­ten und Reli­gion.
      Viel­leicht wird da ein Unter­schied gemacht, weil: vegane Lebens­weise ist Auf­klä­rung, Wissen, Infor­ma­tion und Erkennt­nis, bezüg­lich des Designs des Men­schen und unse­rer Wur­zeln.
      Reli­gion kon­stru­iert immer einen Glau­ben. Mit Infor­ma­tion, Wissen und Auf­klä­rung steht sie stets im Wider­spruch.

    • Nein, Vega­nis­mus braucht und soll keine Reli­gion werden. Vega­nis­mus ist eine ethi­sche Ent­schei­dung, die man als Athe­ist, Christ oder Bud­dhist etc, in glei­cher Weise tref­fen kann oder tref­fen können sollte.

      Aber anders als die Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten von Mus­li­men, Juden oder Hindus, die bestimmte Tiere nicht essen, oder von Aller­ge­ri­kern, die bestimmte Lebens­mit­tel ver­mei­den müssen, setzen Vega­ner durch ihre Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten ethi­sche Maß­stäbe - und die meis­ten „Nor­ma­les­ser” fühlen sich dadurch kri­ti­siert und in Frage gestellt.

      Und darum kommen sie nicht umhin, uns - anders als Mus­lime, Juden, Hindus oder Nah­rungs­mit­tel­all­er­gi­ker - zu bekämp­fen und mund­tot zu machen, um ihr eige­nes Gewis­sen zum Schwei­gen zu brin­gen. Das müssen sie bei reli­giös beding­ten Ernäh­rungs­wei­sen nicht, warum sie die kri­tik­los ste­hen­las­sen können, wäh­rend ethisch beding­ter Vega­nis­mus, der von allen Reli­gio­nen und Nicht­re­li­gio­nen glei­cher­mas­sen prak­ti­ziert werden kann, von Omni­voren ein­fach kri­ti­siert werden muss, weil die einzig andere Kon­se­quenz die wäre, auch vegan zu werden. […]

  40. Merkt ihr eigent­lich nicht wie ihr euch wie­der­holt? Ja klar ist der Vater Vor­bild­funk­tion und ja Sie liebt ihn auch aber das ist doch(hoffentlich) über­all so warum muss man sich da recht­fer­ti­gen? Und ja es ist halt per Gesetz so gere­gelt aber nicht immer sind Gesetze aktu­ell /richtig… Frauen waren früher den Män­nern nicht gleich­ge­stellt und vege­ta­ri­sche Menüs gibt’s bestimmt auch nicht schon immer zur Aus­wahl!

  41. Ent­schei­dend ist in diesem Fall, was die Erzie­hungs­be­rech­tig­ten für ihr Kind ent­schei­den. Die Eltern tref­fen die (ethi­sche) Ent­schei­dung für ihr Kind. Und die sollte auch durch­ge­setzt werden.

    Ich würde mein Kind aller­dings AUCH aus gesund­heit­li­chen Grün­den vegan ernäh­ren. Die Fakten sind ganz klar: http://www.provegan.info/de/infothek/detailseite-infothek/die-unserioesen-machenschaften-der-deutschen-gesellschaft-fuer-ernaehrung-dge-nachgewiesen-am/
    Wer sein Kind mit Tier­pro­duk­ten ernährt, schä­digt es.

    • Dem muss ich leider wider­spre­chen. Die Eltern haben zwar das Recht (laut GG), ‚ihr’ Kind nach ihren eige­nen ethi­schen Maß­stä­ben zu erzie­hen, können aber logi­scher­weise nicht die Ent­schei­dung für das Kind tref­fen.
      Eine Ent­schei­dung gegen die des Kindes KANN über­haupt nicht ‚durch­ge­setzt’ werden. Man könnte höchs­tens das Kind mit Gewalt zwin­gen, etwas bestimm­tes zu essen, aber nie­mals könnte man ein­fach ‚durch­set­zen’, was das Kind selbst für ethisch kor­rekt zu halten hat.

  42. Daniel, ich drück euch die Daumen. 

    Ich bin der Mei­nung, wür­de­man jedes Kind früh­zei­tig auf­klä­ren, wo Fleisch her kommt und was dafür alles gemacht wird, kein Kind würde mehr Fleisch essen. Kinder besit­zen nähm­lich noch etwas, was vielen Erwach­se­nen fehlt… Empa­thie!

  43. Toll, toll, toll und weiter so!!! Ich drücke dir fest die Daumen. Wenn es auf Basis von Kom­mu­ni­ka­tion, Tole­ranz und Akzep­tanz sowie einem fairen Aus­tausch von Gedan­ken nicht funk­tio­niert, dann eben so, 

    Ich schi­cke ganz viel Stirn, Mut und eine Stimme!

  44. Ein Kind ist sehr wohl in der Lage, mit 6 schön ethi­sche Ent­schei­dung zu tref­fen. Ich selber bim mit 6 Vege­ta­rier geworden- ohne irgend­ein Vege­ta­rier oder Vega­ner in meinem kom­plet­ten Umkreis. Mitt­ler­weile bin ich glück­li­cher Vega­ner.
    Ich glaube, dass gerade Kinder ganz genau wissen, das es falsch ist, Lebe­we­sen zu scha­den.

    • Stimme dir voll zu. Mir ging es ähn­lich.
      Kinder haben in dem Alter sehr ein­deu­tige Wer­te­vor­stel­lun­gen und sind kom­pro­miss­lo­ser als die meis­ten Erwach­se­nen.

  45. Danke für die aus­führ­li­che Schil­de­rung und für Deinen Ein­satz!
    In Deutsch­land ist leider das Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­rium gleich­zei­tig für Land­wirt­schaft zustän­dig und ori­en­tiert sich eher an Umsät­zen und Pro­fi­ten als an Gesund­heit. Das Glei­che gilt leider auch für die DGE, die weit davon ent­fernt ist frei von Lob­by­ein­flüs­sen der Bau­ern­ver­bände zu arbei­ten.
    Viel Erfolg für Dich und Deine Toch­ter! Ihr seid toll!

  46. Ich bin Erzie­he­rin und habe lang­jäh­rige Erfah­rung mit Kin­dern von 3-10 Jahren. Kinder mit einem guten Selbst­be­wusst­sein sind sehr wohl in der Lage in ethi­schen Fragen eine Posi­tion zu ver­tre­ten. Das gilt sicher nicht für alle Kinder. Die meis­ten machen ein­fach das was ihre Eltern ihnen vor­le­ben. Aber ich treffe immer wieder Kinder die ihre Ideale und Prin­zi­pien haben und auch durch­set­zen. Solche Men­schen sind wich­tig für unsere Gesell­schaft und ihnen den Frei­raum zu geben den sie für ihre gesunde Ent­wick­lung brau­chen ist eine gute Ent­schei­dung. Vielen Dank Daniel, daß du deine Toch­ter so gut unter­stützt.

  47. @ Daniel & Toch­ter:
    Meinen Respekt vor Eurer stand­haf­ten, ethi­schen, vega­nen Hal­tung! Ich hoffe, dass das Schul­amt in einem Ver­wal­tungs­ge­richts­streit die klare Ansage vom Rich­ter bekom­men würde, dass Vega­nis­mus sehr wohl eine vom Staat zu respek­tie­rende ethi­sche Hal­tung (übri­gens eine sehr fried­li­che) ist, er also für vegane Ernäh­rung in Kan­ti­nen sorgen muss. Oder sollte ihn sein eige­ner Spe­zie­sis­mus an dieser Erkennt­nis hin­dern?
    Habe seit eini­ger Zeit auf­ge­hört, in die Fir­men­kan­tine zu gehen. Die all­fäl­lige wie brä­sige Bereit­schaft dort, für ein wenig Gau­men­freude Tiere aus­zu­beu­ten und unsäg­lich leiden zu lassen, ist trotz des dor­ti­gen spo­ra­di­schen vega­nen Gerich­tes für mich nicht mehr zu ertra­gen. Peace! Toi­toi­toi!

  48. Auch von mir ein großes Lob für Deinen Ein­satz und deine Hart­nä­ckig­keit (welche grö­ßere Moti­va­tion könnte es auch geben, als sich für die Rechte seines Kindes ein­zu­set­zen)! Ich bin immer wieder fas­sungs­los, was sich für Abgründe auftun, wenn man nur mal näher hin­schaut. Und ich frage mich, wie konnte es nur so weit kommen, dass die Mehr­heit der Nor­mal­bür­ger Ent­schei­dun­gen unter­stützt, die durch und durch falsch sind und warum ist es so schwer diese zu ändern. Ich befasse mich nun seit erst rund 1 Jahr mit dem vega­nen Lebens­stil (für mich ist es die Ant­wort auf all meine Fragen, ins­be­son­dere […]

    auf die, die ich über die Jahre tief in mein Unter­be­wusst­sein ver­drängt habe). Du hast meinen tiefs­ten Respekt dafür, dass Du nicht auf­gibst und Du Dich nicht ein­fach abspei­sen lässt. Ich kann mir denken, dass für den Kampf um euer Recht viel Zeit, Ener­gie und Geduld drauf­geht, die Du ander­wei­tig auch gut gebrau­chen könn­test (ande­rer­seits was gibt es Wich­ti­ge­res als das ele­men­tare Recht der freien Ent­schei­dung). Ich finde es super, dass Du an die Öffent­lich­keit gehst und uns an Deinen Erfah­run­gen teil­ha­ben lässt! Nur am Rande: mir steht ein Kampf in eine ähn­li­che Rich­tung bevor. Meine Kleine kommt nächs­ten Monat in den KiGa. In unse­rem Auf­nah­me­ge­spräch rollte die Lei­te­rin bereits mit den Augen, als ich nach einem vega­nen Menü fragte. Sie meinte die Kinder bekä­men 1x die Woche Fleisch (hier könnte man dann eine vege­ta­ri­sche Vari­ante wählen) und in Bezug auf Ernäh­rung hätte es wohl immer mal wieder Pro­bleme mit den Eltern gege­ben. Ein paar Tage später traf ich sie im Super­markt an der Kasse und fragte sie „wie geht’s?”. Sie meinte „nicht so gut”. Der Eltern­bei­rat habe die Ernäh­rungs­grund­li­nien des KiGas gekippt. Die Kinder sollen jetzt jeden Tag Fleisch bekom­men. Ich war und bin eigent­lich auch immer noch sprach­los und sehr gespannt, was mich dort nun erwar­ten wird, freue mich aber auch schon darauf, bei Som­mer­fes­ten o.ä. meine vega­nen Köst­lich­kei­ten unters Volk zu brin­gen. :o) Ich baue schwer darauf, dass Du es in den nächs­ten 3 Jahren schaffst, Bewe­gung in die Ernäh­rungs­po­li­tik zu brin­gen, dann kommen wir auch nach Berlin (auch wenn es uns hier in Frank­furt eigent­lich sehr gut gefällt) - ich habe das Gefühl Ihr seid dem Rest Deutsch­lands mei­len­weit voraus! Bitte mach(t) weiter so!
  49. Ich bin es eigent­lich so über­drüs­sig stets auf die halb­in­tel­li­gen­ten Argu­mente der Fleisch­esser ein­zu­ge­hen, welche ihre Intel­li­genz stets in den Dienst ihrer Gesin­nung stel­len.
    Eine Gesin­nung, welche IMMER auf Spe­zie­zis­mus fusst. Fast alle Vega­ner haben einen langen Weg des Nach­den­kens und meist schmerz­vol­ler Erkennt­nisse hinter sich, weil bei vega­ner Erkennt­nis die eigene bis­he­rige Welt aus den Fugen gerät. Bei Fleisch­fres­sern geht es immer nur darum, auf Teufel komm raus die eigene heile Welt zu bewah­ren.
    Was soll diese Dis­kus­sion um Mün­dig­keit und Ent­schei­dungs­fin­dung?
    Es gibt ein paar grund­le­gende Tat­sa­chen, woraus sich alles andere ergibt. Sehr zu emp­feh­len der Film dazu: http://www.speciesismthemovie.com […]

    Nur kurz zu der über­flüs­si­gen Dis­kus­sion, ob Kinder ent­schei­den können oder nicht: Zitat Phil­lip Wollen: „sperre ein Klein­kind in einen Raum mit einem Kanin­chen und einen Apfel. Wenn das Kind nach ein paar Stun­den das Kanin­chen geges­sen hat und mit dem Apfel spielt, kaufe ich Dir ein neues Auto!”
    Men­schen, die argu­men­tie­ren, Kinder müssen älter werden, um zu ent­schei­den, sind auch die Art von Men­schen, die sich von Fach­leu­ten sagen lassen müssen, wie man gebärt, Babies stillt, isst und trinkt. Komisch, alle ande­ren Wesen der Erde wissen das auch ohne diese Fach­leute. Und fahren dabei bewährt bes­tens seit Mil­lio­nen von Jahren.
    Kinder haben noch den Zugang zu ihrer natür­li­chen Anlage. Müssen sie ja auch. Oder braucht es einen Fach­arzt, der dem Säug­ling erklärt, daß er an der Brust seiner Mutter zu saugen hat? Diese Fach­ärzte gab es ja schon, die in den 60ern das Stil­len als schlecht dekla­rier­ten. Übri­gens jetzt gerade in China der Fall!! (Nestle)
    Also, wenn es um URei­genste Ent­schei­dun­gen geht (Essen Trin­ken Schla­fen etc.) wissen Kinder sehr genau, bis sie durch Zivi­li­sa­ti­ons­an­reize meist davon abge­bracht oder sozia­li­siert werden und sich dem Gefüge der ent­spre­chen­den Umge­bung mehr oder weni­ger anpas­sen.

    Warum ist das so und das Ver­hal­ten der Fleisch­fres­ser so schizo?
    Es bedarf keiner kom­pli­zier­ten Erklä­rung. Der Homo Sapi­ens ist sowohl psy­chisch!! als auch phy­sisch ein rein vegan leben­des Wesen. Durch unsere Zivi­li­sa­tion wird dem Men­schen diese vegane Natur aberzo­gen. Mit allen Folgen.
    Zum phy­si­schen Aspekt:
    Wenn man Pflan­zen­es­sern tier­li­che Pro­dukte ver­ab­reicht, werden sie krank, aber sie werden des­halb, bio­lo­gisch gese­hen, nicht zu Fleisch­essern. Bei Men­schen sind die Folgen die bekann­ten Zivi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten, bei Tieren nennt man es anders, BSE, EHEC etc.
    Zum psy­chi­schen Aspekt: Das Schi­zo­phrene Ver­hal­ten der Fleisch­esser (z.B. mit eine Sala­mi­bröt­chen in der Hand mit Kin­dern im Stei­chel­zoo die Tiere kuscheln) erklärt sich weit­ge­hend damit, daß die vegane Prä­gung der Psyche nie ganz gelöscht werden kann. Des­halb müssen Fleisch­pro­dukte solange bis zur Unkennt­lich­keit, auch geschmack­lich, ver­ar­bei­tet werden, bis unser urei­ge­nes, vega­nes Emp­fin­den nicht mehr darauf anspricht. Oder anders gesagt: wenn der Mensch tat­säch­lich psy­chisch Fleisch­esser wäre, müsste er auch die emo­tio­na­len und psy­chi­schen Eigen­schaf­ten mit­brin­gen: ihm würde der Anblick über­fah­re­ner Tiere am Stras­sen­rand den Mund wäss­rig machen, beim Geruch von fri­schem Fleisch und Blut würden sie Appe­tit bekom­men und ver­rückt danach werden, so wie ein Pflan­zen­es­ser bei dem Duft von fri­schen Obst Appe­tit bekommt. Sie könn­ten kaum an sich halten, ein Stück rohes Fleisch zu naschen bevor es gegrillt wird. Sie bekom­men Appe­tit, wenn ein Tier auf­ge­schnit­ten wird und das Blut spritzt u.s.w..
    Ich könnte endlos fort­fah­ren.
    Aber wie Robert Schu­mann schon sagte: „es gibt nichts, was nicht vor Dir auch schon jemand gesagt oder gedacht hat.…”
    Wer will kann sich infor­mie­ren. Die Welt ist voll dieser Infor­ma­tion. Man muß nur ehr­lich zu sich selbst sein und Zugang zu sich selbst haben. I
    Gern gebe ich bei wirk­li­chem Inter­esse mehr Gedan­ken frei und Argu­mente b.z.w. Infor­ma­tio­nen an die Hand. Aber ich bin müde, auf die gebets­müh­len­ar­ti­gen Argu­mente der Fleisch­fres­ser ein­zu­ge­hen. (viel­leicht bin ich ja auch der Dumme. Zumin­dest merke ich es dann nicht.:))
    Ja, Eltern haben eine Vor­bild­funk­tion. Meist eine fatale: sie brin­gen den Kin­dern meist erfolg­reich bei, sich von ihrer vega­nen Natur zu ent­fer­nen und diese zu begra­ben. Ist ja dann auch alles „NORMAL”, weil es alle tun. (gross­teil der Kinder über­ge­wich­tig, 99% aller Kinder über 10 Jahren haben Ansätze von Arte­rio­skle­rose. „www.nutritionfacts.org”)
    Vor 70 Jahren war auch hier alles normal und alle taten es.
    Der ganz nor­male Wahn­sinn: 50 Mil­li­ar­den Tiere jedes Jahr ermor­det, etc., etc,…
    So war und ist!! auf der Welt das spe­zie­zis­ti­sche Ver­hal­ten in allen mög­li­chen, immer tra­gi­schen, Facet­ten flä­chen­de­ckend ganz normal.

  50. noch ein Nach­trag: ein Film, in dem die Schi­zo­phre­nie des Fleisch­fres­sers auf­bricht und die vegane Seite Ober­hand gewinnt und dieses Para­dox klar erkannt wird. In fast allen Men­schen steckt diese vegane Psyche des Mit­füh­lens und der Hilfs­be­reit­schaft. Es bedarf selt­sa­mer­weise nur der Per­so­na­li­sie­rung oder Indi­vi­dua­li­sie­rung und schon wird Hilfs­be­reit­schaft und Iden­ti­fi­ka­tion aus­ge­löst. Wenn Anony­mi­sie­rung ein­setzt, pas­siert das Gegen­teil: Gleich­gül­tig­keit!. So funk­tio­nie­ren Kriege, Ver­nich­tun­gen etc.etc.
    Maxine’s dash for free­dom
    http://www.youtube.com/watch?v=4S6imKY5QRY

  51. Ein schö­ner Traum von einer bes­se­ren Welt. Viel Glück auf Eurem Weg. Es wird nicht funk­tio­nie­ren. Hof­fent­lich habe ich unrecht.
    Ich hatte das glei­che Pro­blem. Wir haben es bereits anders gelöst.
    (ein Vega­ner in der Welt des Wahn­sinns)

  52. Ich kann nur immer wieder drüber stau­nen, wie viele Leute davon über­zeugt sind, dass Kinder keine Mei­nung haben. Ich habe im Kin­der­gar­ten­al­ter erfah­ren, dass Fleisch von Kühen, Schwei­nen etc. kommt, und wollte des­halb kein Fleisch mehr essen. Ich wollte ein­fach nicht, dass diese nied­li­chen Tiere umge­bracht werden. Ich kannte nie­man­den, der sich vege­ta­risch ernährt, ich habe mir das selbst über­legt (geklappt hat es leider nicht, weil meine Mutter nur Fleisch­ge­richte gekocht hat). Ich denke, dass die meis­ten Kinder nicht wollen, dass Tiere getö­tet werden. Nur können sich viele nicht mehr an ihre Zeit als Kin­der­gar­ten­kind erin­nern. Bei mir hat es letzt­lich erst als Erwach­sene geklappt, Vege­ta­rie­rin und später Vega­ne­rin zu werden. Aber warum soll man so lange warten, wenn man nette Eltern hat, die einem die Ernäh­rungs­weise schon früher ermög­li­chen?

    • Ich fühle mit dir. Es ist hart, wenn man keine Unter­stüt­zung kriegt. Ich weiß wie schwer es für mich war nichts zu essen, wenn es keine Alter­na­tive zum Fleisch­ge­richt gab und wenn die Eltern nicht hinter einem stehen, hat man kaum Mög­lich­kei­ten.

  53. Ich bin zutiefst berührt von deinem Enga­ge­ment und der Stärke deiner Toch­ter! Und ich bin zum unzäh­ligs­ten Mal erschüt­tert von der Abwehr und dem Wider­stand, die dem Vega­nis­mus auf allen Ebenen ent­ge­gen­schla­gen. Das ist selbst als Erwach­sene häufig kaum aus­zu­hal­ten - wie stark müssen Kinder sein, um den stän­di­gen Anfein­dun­gen stand­zu­hal­ten. An dieser Stelle also meine tiefste Wert­schät­zung auch für dich als soli­da­ri­schem Vater!
    Vega­nis­mus beruht auf der tiefen Über­zeu­gung, dass alle Lebe­we­sen das Recht auf ein gutes, freies und langes Leben haben. Die welt­weite Umset­zung des Vega­nis­mus würde außer­dem zu weni­ger hun­gern­den Men­schen, zu mehr Umwelt- und Kli­ma­schutz führen. […]

    Vega­nis­mus ist also DIE Frie­dens­bot­schaft schlecht­hin!
    Den­noch sind es immer wieder die Men­schen, die sich für diese Lebens­weise ent­schie­den haben, die sich recht­fer­ti­gen müssen, wäh­rend das per­ma­nente Quälen und Morden als „normal” gilt.
    Noch ein Satz zu der Frage, ob Kinder ethi­sche Ent­schei­dun­gen tref­fen können: Ethik beruht auf Empa­thie. Kinder SIND empa­thisch. Kin­dern wird die Empa­thie für bestimmte (je nach Kultur als ess- oder sonst­wie für mensch­li­che Zwecke ver­wert­bare) Tiere sys­te­ma­tisch ABERZOGEN. Das gelingt in der Regel früher oder später und aus diesen Kin­dern werden dann Erwach­sene, die ihren Kin­dern (und damit den Tieren) das glei­che antun. Darum braucht es so mutige und enga­gierte Eltern/Erwachsene, die es mit dem „Gegen­wind” auf­neh­men, wenn sie für ihre Kinder ein­ste­hen.
    Ich wurde mit 8 Jahren Vege­ta­rie­rin, was 1982 so „exo­tisch” war, wie heute vegan zu sein. Heute ist für mich Vega­nis­mus alter­na­tiv­los.
    Ich habe keine Kinder und wohne auch nicht in Berlin, aber ich habe deine home­page geteilt.
    Wei­ter­hin alles Gute und viel Erfolg!!!
  54. Aloha, der Vor­gang wurde jetzt auch auf Vega­nes Auge kom­men­tiert. Daniel, mich würde inter­es­sie­ren ob du ggf. finan­zi­elle Unter­stüt­zung willst für den Rechts­weg. Man könnte einen Spen­den­auf­ruf machen.

    Gruß, Ava

    • Vielen Dank! :)

      Im Moment suche ich noch nach einem geeig­ne­ten Anwalt. Es könnte sein, dass ich auf dich zurück­komme wegen dem Spen­den­auf­ruf…

  55. Hallo Daniel, mir ist noch etwas ein­ge­fal­len: die Albert-Schweitzer-Stiftung ist stän­dig bemüht, das all­ge­meine vegane Ange­bot aus­zu­bauen und kom­mu­ni­ziert in diesem Zusam­men­hang mit ver­schie­de­nen Unter­neh­men. Viel­leicht haben die auch noch eine Idee. Ansprech­part­ner ist dafür Robin Rader, auf der home­page fin­dest du bestimmt einen Kon­takt­link zur Stif­tung.
    Oder hin­ge­hen :-) :
    Albert Schweit­zer Stif­tung für unsere Mit­welt Haupt­stadt­büro
    Dirck­sen­straße 47
    D-10178 Berlin

  56. Hallo Daniel,

    ein großes Lob an Dich, dass Du Dich so für Deine Toch­ter und ihre Inter­es­sen ein­setzt.
    es ist doch letzt­lich egal wie wir das Kind nennen, ob ethisch moti­viert oder eben nur als „ich will kein Fleisch und keine ande­ren tie­ri­schen Pro­dukte essen” - Es ist und bleibt der Wille des Kindes und den sollte man respek­tie­ren, Und wenn hier von einer Ver­ant­wor­tung für die Gesund­heit des Kindes gespro­chen wird, auch von offi­zi­el­ler Seite, dann ist es doch wohl die Ver­ant­wor­tung dafür zu sorgen, dass auch bei einer vega­nen Ernäh­rung es dem Kind an nichts in der Ernäh­rung fehlt. Will sagen, dass diese abwechs­lungs­reich und gesund ist. DAS wäre wahr­ge­nom­mene Ver­ant­wor­tung (vor allem von off­zi­el­ler Seite) Die Schein­hei­lig­keit sieht man ja schon mal daran, dass Du „nur” ein Attest brin­gen müss­test und alles wäre in Butter. Keine Auf­re­gung für Dich vega­nes Essen für das Kind und Du hät­test nicht mal Son­der­kos­ten… wie krank ist das denn? […]

    Und ja, ich stimme einem vor­he­ri­gen Kom­men­tar sehr zu, der da sagte, dass alle Vega­ner, die erst später zu dieer Ernäh­rung über­ge­gan­gen sind, sich mehr Gedan­ken um die Ernäh­rung (in wel­cher Art auch immer ob gesund­heit­li­chen oder aus ethi­schen Grün­den) gemacht haben als es die Omni­voren tun. Das kann ich sowohl aus meiner eige­nen Erfah­rung, als auch aus der Erfah­rung mit meinen Pati­en­ten heraus bestä­ti­gen.
    Ich hoffe das die Welle groß genug wird, damit Dein Kind bald ein vega­nes Mittag bekom­men kann - und sich nicht doch irgend wann als Exot fühlen muss…
    Weiter so…. und Danke für Deinen Ein­satz.
  57. Liebe Freunde!

    Ich möchte euch jetzt mal unbe­dingt danken für die vielen moti­vie­ren­den Kom­men­tare! Ich erhalte auch sehr sehr viele Emails von ande­ren Eltern, deren Kinder das glei­che Pro­blem haben. Es ist viel größer als ich erwar­tet hätte!
    Das viele Teilen und Wei­ter­sa­gen bringt also was. Macht bitte weiter so!
    VIELEN DANK!! :)

  58. Wow, ich bin sooo beein­druckt von dir und deiner Toch­ter! Ich wünschte mein dama­li­ges Umfeld hätte es mir als Kind schon ermög­licht, die­selbe Ent­schei­dung wie deine Toch­ter zu tref­fen. Bitte mach weiter so!

    Liebe Grüße und viel Glück.

  59. Hi,
    leider habe ich keine guten Tipps, son­dern kann nur das Beste wün­schen. Also: viel Erfolg und Ver­ständ­nis!

  60. Liebe Eltern!

    Dem Herr Medrow, ‚Refe­rent für das Mit­tag­essen’, also dem Mann, der dafür ver­ant­wort­lich ist, dass unsere Kinder kein Essen bekom­men, sind leider keine wei­te­ren Fälle von vega­nen Kin­dern bekannt. Darum ist das Pro­blem für ihn natür­lich nicht rele­vant.

    Wollen wir ihm mal zeigen, wie viele wir WIRKLICH SIND? :D

    Wenn ihr ein vega­nes Kind habt oder selber ein seid, ruft ihn bitte an oder schreibt ihm eine Email, am besten beides! Sagt ihm, dass ihr vega­nes Essen haben möch­tet!

    Tele­fon: 030-90227 6514
    E-Mail: [email protected]

    Bitte auch wei­ter­sa­gen! :D

  61. Und, ich muss es wahr­schein­lich nicht erwäh­nen: FREUNDLICH BLEIBEN! ;)

  62. Nützt aber ver­mut­lich nur was, wenn das Kind in Berlin ist, oder? ;)

  63. Der Nutzen besteht hier erst mal nur darin, den Herrn davon in Kennt­nis zu setzen, dass es sich hier NICHT um einen EINZELFALL han­delt, den man getrost unter den Tisch fallen lassen kann.
    Also auch wenn das Kind nicht in Berlin ist, kann man ihn ja mal fragen, wieso Kinder kein vega­nes Essen bekom­men dürfen…

  64. Na Du machst mir ja Mut. Mein Absen­ker wird im Sep­tem­ber schul­pflich­tig. Und der Fakt, dass ich das Essen bezah­len werden muss, auch wenn es für meinen Sohn quasi nicht essbar ist, fühlt sich gerade mehr als unbe­quem an. Danke für Deinen Impuls, ich werde mich dem­entspre­chend jetzt doch schon mal an die Schule wenden.

  65. Hi,
    krasse Geschichte. Ich habe Deinen Blog­bei­trag zu Anlass genom­men, eine par­la­men­ta­ri­sche Anfrage an den Senat zu schi­cken. Sobald da (in ca. 3 Wochen) eine Ant­wort kommt, werde ich sie Dir natür­lich mit­tei­len.

  66. Absur­des Thea­ter der Ber­li­ner Behör­den, das einem ganz schlecht werden kann. Wenn es bei Kin­dern aus reli­giö­sen Haus­hal­ten keine Rolle spielt, woher die Abnei­gung gegen Schwei­ne­fleisch kommt, tut es das bei deiner Toch­ter eben­falls nicht. Wenn Diäten auf­grund reli­giö­ser Tabus hin­rei­chende ethi­sche Gründe sind, dann es ist Vega­nis­mus eben­falls.

    Auch wenn ich kon­se­quen­ten Vega­nis­mus nicht befür­worte (bitte keine Grund­satz­dis­kus­sion), ist es eine Frage des demo­kra­ti­schen Anstands andere (ethi­sche) Auf­fas­sun­gen zu tole­rie­ren. Gerade in Berlin, das sich mit Welt­of­fen­heit und Moder­ni­tät schmückt, sollte das eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein.

    Grüße aus auch der omni­voren Ecke

  67. Schade das du dein Kind für deine Idio­lo­gie Miss­brauchst. Das wider­spricht dem Vega­nen gedan­ken. Viel­leicht soll­test du auch mal die mas­sive kritik z.b. im Tages­spie­gel erwäh­nen, die ist näm­lich auch nicht ganz unbe­rech­tigt.

    Du stellst hier deine Toch­ter als Über­durch­schnit­tich intel­li­gent hin (wo ist der beleg?) und behaup­test sie tut das aus freien stü­cken…

    Ich sage: Sie tut das, was ihr vater ihr vorlebt/aufzwingt

    • Akulareplied:

      Danke, dem kann ich nur bei­pflich­ten.

      Ich kann den Schritt seiner Toch­ter sogar ver­ste­hen. Dieser ist kind­lich höchst naiv. Was Herr Boehme aller­dings daraus für Schlüsse zieht, das ist noch weit naiver und bedenk­li­cher. Ich denke, vegane Nah­rung hat in einer Grund­schule über­haupt nichts ver­lo­ren. Was kommt als nächs­tes? Fru­ta­rier? Angeb­lich ja noch gesün­der.

      Hat Herr Boehme schon seinem Kind erklärt, wie sehr die Pflan­zen leiden, wenn sie geges­sen haben? Wie sehr die Umwelt und die Land­wirt­schaft unter den Mono­kul­tu­ren auf Jahr­zehnte leidet und zer­stört wird, nur weil Vegan gerade hipp ist? Was Soja­an­bau bedeu­tet und das 98% des Sojas Gen­ver­än­dert ist und impor­tiert wird? Würde er es seiner Toch­ter erzäh­len, sie würde glatt zum Fru­ta­rier werden. Und dann? Esstö­rung schon mit 6 Jahren? […]

      Vege­ta­ris­mus und nor­ma­les Essen befür­worte ich in Schu­len. Das reicht auch. Alles Andere geht zu weit, wie ich finde.

    • Da eine sach­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­weise Ihre intel­lek­tu­el­len Fähig­kei­ten oder Ihre soziale Kom­pe­tenz offen­bar bei weitem über­steigt, habe ich die ande­ren 20, extrem aggressiv-beleidigenden Kom­men­tare von Ihnen gelöscht. 

      Auf diesen hier ant­worte ich, weil er so schön exem­pla­risch ist für Ihren man­geln­den Kennt­nis­stand.

      1. Pflan­zen ver­fü­gen nicht über ein Ner­ven­sys­tem und können sich nicht bewe­gen, und damit einer Schmerz­quelle nicht ent­zie­hen. Schmerz zu emp­fin­den, aber nicht reagie­ren zu können, wäre ein evo­lu­tio­nä­rer Nach­teil. Darum kann man mit Sicher­heit aus­schlie­ßen, dass Pflan­zen Schmerz emp­fin­den. Ins­be­son­dere für Früchte gilt zudem, dass sie als Teil des Fort­pflan­zungs­zy­klus zum Essen durch Tiere bestimmt sind.
      2. 95% des Sojas wird an Tiere ver­füt­tert. Damit ist dieses Argu­ment zwar teil­weise rich­tig, spricht aber viel mehr noch gegen den Konsum von Tier­pro­duk­ten.

    • Daniel Schneiderreplied:

      Wie kann Mit­ge­fühl gegen­über Tiere zu weit gehen. Wie kann Mit­ge­fühl gegen­über füh­len­den Lebe­we­sen bei Kin­dern zu früh anfan­gen?

      Was heisst denn hier nor­ma­les Essen? Ist Fleisch aus Mas­sen­tier­hal­tung (und das ist in JEDER Schul­kan­tine so - sicher kein Bio) das nor­male Essen?

      Sie befür­wor­ten nor­ma­les Essen. Das heisst dann im Schluss, dass sie Essen aus Mas­sen­tier­hal­tung mit jede Menge Anti­bio­tika befür­wor­ten oder hab ich da jetzt ein Fehler in der Logik?

    • 1. Bitte schla­gen Sie das Wort ‚Idio­lo­gie’ nach, bevor Sie es benut­zen, Herr Doctor. 

      2. Ich lebe meiner Toch­ter vieles vor. Sie macht aber nur die Dinge nach, die sie möchte. Das unter­stütze ich aus­drück­lich und bestärke sie darin. Warum sollte sie sich durch bloßes Vor­le­ben aus­ge­rech­net den Vega­nis­mus ‚auf­zwin­gen’ lassen, der ja mit so viel Ver­zicht und Aus­gren­zung zusam­men­hängt, wäh­rend sie in vielen ande­ren Berei­chen völlig kon­trär zu dem han­delt, was ich ihr vor­lebe?

    • Danireplied:

      Meine Kinder sind 5 und 3 1/2 Jahre alt. Beide wissen sehr wohl, dass für ein Stück Fleisch ein Lebe­we­sen ster­ben muss. Allein aus diesem Grund wollen sie es nicht essen. Ich habe meinen Kin­dern immer ehr­lich geant­wor­tet. Ihnen an der „Fleisch­theke” erklärt, was dort liegt… Sie sind sehr inter­es­sierte, ein­fühl­same kleine Men­schen und sie wollen nicht, dass Tiere für sie gequält und getö­tet werden.
      Und sie genie­ßen das vegane Leben und sehen es eher als „ziem­lich cool” an …

    • Jonasreplied:

      Ich selbst habe als Kind mit 6,5 Jahren ent­schie­den kein Fleisch mehr zu essen, als ich mit einer Demons­tra­tion gegen Tier­aus­beu­tung kon­fron­tiert wurde. Meine Eltern haben damals und essen noch heute Fleisch. Eine eigene Ent­schei­dung zu dem Thema ist mög­lich.

  68. Zu guter Letzt mein Haupt­bei­trag.

    Sie Herr Boehme behaup­ten, ihr Kind sei über­aus intel­li­gent. Ich behaupte, das stimmt nicht. Denn wer nicht pro­biert, sich aus­pro­biert und von vorn­her­ein Dinge aus­schließt, der kann nicht viel lernen. Ins­be­son­dere das Essen bedient gleich meh­rere mensch­li­che Sinne. Das Schme­cken, das Rie­chen als Haupt­sinn beim essen, das Fühlen und sogar auch das Hören. Auch das Tasten ist wich­tig.

    Der Beschluss, all darauf zu ver­zich­ten, ist kein intel­li­gen­ter Schritt eines Kindes. Es ist eher ein Mecha­nis­mus der Angst und weni­ger der Offen­heit. Sicher­lich aber auch eine soziale posi­tive Eigen­schaft - keinem Lebe­we­sen etwas zu Leide tun zu wollen. […]

    Ich hoffe es bleibt bei einer Phase des Kindes - eine Phase des beschränk­ten Aus­pro­bie­ren über den Ver­zicht vieler lecke­rer Dinge und bewuss­ter Sin­nes­ein­drü­cke.

    Um so älter ihre Toch­ter wird, um so bewuss­ter werden ihre Ent­schei­dun­gen für sie selbst. Sie reift. Ver­fes­ti­gen sich hier jedoch gewisse Nei­gun­gen, kann es „pro­ble­ma­tisch” werden. Des­halb, ent­schei­det sich jemand in guter Reife - mit viel­leicht 20 Jahren zum Vega­nis­mus - dann ist das weit­aus begrün­de­ter und erfah­re­ner - als mit 6 Jahren. Man sollte jedoch zumin­dest alles ein bis zwei­mal pro­biert und gekos­tet haben, um dann zu ent­schei­den, ob man es für sich ablehnt oder nicht. Denn was man nicht kennt, kann man auch nicht bewer­ten.

    • ‚Denn was man nicht kennt, kann man auch nicht bewer­ten.’

      Haha… Warum ver­su­chen Sie dann, die Intel­li­genz meiner Toch­ter zu bewer­ten??
      Ihrem Bei­trag kann ich nur ent­neh­men, dass Ihnen die Bedeu­tung des Wortes ‚Intel­li­genz’ ganz und gar nicht bekannt ist. Intel­li­genz basiert - per Defi­ni­tion - eben gerade NICHT auf Pro­bie­ren.

      ‚Man sollte jedoch zumin­dest alles ein bis zwei­mal pro­biert und gekos­tet haben, um dann zu ent­schei­den, ob man es für sich ablehnt oder nicht.’

      Wenn Sie das wirk­lich glau­ben, dann pro­bie­ren Sie doch bitte zuerst Hun­de­milch oder Affen­ho­den. DANN reden wir weiter.

    • Alexreplied:

      Ich hoffe, Sie bieten Ihren Kin­dern keine Drogen zum pro­bie­ren an.

    • Akulareplied:

      Tja Alex, hät­teste dich mal mit Lebens­mit­teln aus­ein­an­der gesetzt, so wüss­test du, dass in vielen Lebens­mit­teln wie Gemüse und Obst Drogen drin sind. Sie gehö­ren je nach Wirk­stoff also zum Leben mit dazu.

      Irgend­wann werden auch meine Kinder mal Drogen pro­bie­ren. Mit Kaffee z.B. Ich kläre Sie auf, berichte über meine Erfah­run­gen und über­lasse Es ihnen selbst. Natür­lich. Dass wohl kaum mit Acht in der Grund­schule pas­siert dürfte klar sein.Wie Sie darauf kommen, Ich nehme eine aktive Rolle ein, weiß wohl nur ihre Vor­ur­teils­re­gion da Oben.

    • Alexreplied:

      „Tja Alex, hät­teste dich mal mit Lebens­mit­teln aus­ein­an­der gesetzt, so wüss­test du, dass in vielen Lebens­mit­teln wie Gemüse und Obst Drogen drin sind. Sie gehö­ren je nach Wirk­stoff also zum Leben mit dazu.”

      Sie wissen ganz genau, welche Art von Drogen ich meine, wes­halb da diese Bes­ser­wis­se­rei? Fühlen Sie sich jetzt besser? Um es noch­mal deut­lich zu machen: ille­gale Drogen wie Kokain, Heroin, LSD etc.

      „Wie Sie darauf kommen, Ich nehme eine aktive Rolle ein, weiß wohl nur ihre Vor­ur­teils­re­gion da Oben.”

      Da Sie Ihren Kin­dern wohl auch aktiv Fleisch anbie­ten und Sie meinen, dass man alles ein- bis zwei­mal aus­pro­bie­ren sollte, sehe ich nichts, was dage­gen sprä­che. Und auch im Alter von 18 Jahren oder was auch immer Sie für geeig­net halten, würde ich das meinen Kin­dern nicht geben.

    • Akulareplied:

      „wes­halb da diese Bes­ser­wis­se­rei?”

      Weil ich deine Unter­stel­lung ein­fach nur urko­misch finde und derart am Leben vorbei.

      „Fühlen Sie sich jetzt besser?” 

      Naja etwas…

      „Um es noch­mal deut­lich zu machen: ille­gale Drogen wie Kokain, Heroin, LSD etc.”

      Ich weiß.

      „Da Sie Ihren Kin­dern wohl auch aktiv Fleisch anbie­ten und Sie meinen, dass man alles ein- bis zwei­mal aus­pro­bie­ren sollte, sehe ich nichts, was dage­gen sprä­che.”

      Gibt Es das nicht oder haben schlicht­weg dar­über zu wenig nach­ge­dacht? Also wenn Ich mein Leben betrachte und ihren Vor­wurf und Satz, dann stelle Ich schon fest, dass Sie obiges nicht genü­gend getan haben. Im übri­gen geht Sie mein Leben auch nichts an. Man kann seine Kinder stets mit­ein­be­zie­hen, auch ohne Sie zu zwin­gen. Seien Sie doch mal krea­tiv. Bieten Sie zwei Gerichte an oder in Kom­bi­na­tion, eins vege­ta­risch das andere mit Fleisch. Vari­ie­ren sie. Mal so mal so. Das kann schon beim Ein­kauf anfan­gen. […]

      „Und auch im Alter von 18 Jahren oder was auch immer Sie für geeig­net halten, würde ich das meinen Kin­dern nicht geben.”

      Müssen sie ja auch nicht. Dann essen diese das eben womög­lich woan­ders - Wie bei den Drogen. Sie machen nichts weiter als den­sel­ben plat­ten Pfad zu gehen Wie ihn viele gehen. Errei­chen tun Sie damit nicht viel, ausser sich selbst zu schmei­cheln was für ein toller Ernäh­rungs­an­hän­ger Sie sind. Mein Vater ist auch Vege­ta­rier, aber eher prag­ma­ti­scher Natur, weil er seit­dem gewisse kör­per­li­che Beschwer­den nicht mehr hat. Meine Mutter hin­ge­gen isst seit­dem fast kaum noch Fleisch. Aber mein Vater erhebt keine Ver­bote, auch nicht wenn Ich zu Besuch komme. Da ist er krea­tiv. Und da auch Ich selten Fleisch esse, alles kein Pro­blem.

    • Alexreplied:

      „Weil ich deine Unter­stel­lung ein­fach nur urko­misch finde und derart am Leben vorbei.”

      Schön, dass ich Sie unter­hal­ten konnte, aber das Leben ist viel­sei­ti­ger, als Sie schein­bar anneh­men.

      „Gibt Es das nicht oder haben schlicht­weg dar­über zu wenig nach­ge­dacht? Also wenn Ich mein Leben betrachte und ihren Vor­wurf und Satz, dann stelle Ich schon fest, dass Sie obiges nicht genü­gend getan haben.”

      Wie sollte ich auf etwas ande­res kommen? Ich kenne Ihr Leben nicht und weiß nur die zwei genann­ten Tat­sa­chen von Ihnen.

      „Man kann seine Kinder stets mit­ein­be­zie­hen, auch ohne Sie zu zwin­gen. Seien Sie doch mal krea­tiv. Bieten Sie zwei Gerichte an oder in Kom­bi­na­tion, eins vege­ta­risch das andere mit Fleisch. Vari­ie­ren sie. Mal so mal so. Das kann schon beim Ein­kauf anfan­gen.” […]

      Wer redet hier von „Zwang”? Die Toch­ter von Herrn Boehme hat sich selbst aktiv gegen fleisch­hal­tige und auch gegen vege­ta­ri­sche Nah­rung ent­schie­den, weil sie auf­ge­klärt ist und Mit­ge­fühl besitzt. Wieso sollte man seinen Kin­dern unbe­dingt etwas vor­set­zen, was ande­ren scha­det? Sollte man nicht lieber die Werte vor­le­ben, die man für rich­tig hält? Apro­pos, ich hoffe auch, dass Sie Ihre Kinder dar­über auf­klä­ren, dass kon­ven­tio­nel­ler Kaffee mit Kin­der­ar­beit ver­bun­den ist und nur Fair­tra­de­kaf­fee kaufen (hatte ich beim letz­ten Mal ver­ges­sen zu schrei­ben). Emp­feh­lens­wert dazu: http://www.dailymotion.com/video/xtm2jq_kinderschinder-der-preis-fur-eine-tasse-kaffee_news

      „Müssen sie ja auch nicht. Dann essen diese das eben womög­lich woan­ders - Wie bei den Drogen. Sie machen nichts weiter als den­sel­ben plat­ten Pfad zu gehen Wie ihn viele gehen. Errei­chen tun Sie damit nicht viel, ausser sich selbst zu schmei­cheln was für ein toller Ernäh­rungs­an­hän­ger Sie sind.”

      Und alle, die ihren Kin­dern keine Drogen vor­set­zen, errei­chen auch nichts und schmei­cheln sich damit, was für tolle Dro­gen­ver­wei­ge­rer sie sind?

    • Akulareplied:

      „Schön, dass ich Sie unter­hal­ten konnte, aber das Leben ist viel­sei­ti­ger, als Sie schein­bar anneh­men.”

      Schön, dass sie das end­lich ein­se­hen. Würden sie sich doch mal selbst an der Viel­sei­tig­keit des Lebens ori­en­tie­ren.

      „Wie sollte ich auf etwas ande­res kommen? Ich kenne Ihr Leben nicht und weiß nur die zwei genann­ten Tat­sa­chen von Ihnen.”

      Indem sie nicht ihre Vor­ur­teile spre­chen lassen. Tat­sa­chen haben ich hier keine lesen sehen. Denn die weiß ich wohl am besten. Es sei denn, wir und sie kennen mich. Ist das der Fall?

      „Wer redet hier von „Zwang”?”

      Na sie! Indem sie impli­zie­ren, ich setze Kin­dern nur ein Gericht vor. Wenn sie Hunger haben, werden diese ja wohl kaum eine Wahl haben, als das zu essen, was auf den Tisch kommt. […]

      „Die Toch­ter von Herrn Boehme hat sich selbst aktiv gegen fleisch­hal­tige und auch gegen vege­ta­ri­sche Nah­rung ent­schie­den, weil sie auf­ge­klärt ist und Mit­ge­fühl besitzt.”

      Sie hat sich dem­entspre­chend ihres Alters von sechs Jahren (!) dazu ent­schie­den. Sechs Jahre. Ein Alter, wo die meis­ten Kinder noch nicht ein mal das 1x1 oder das ABC beherr­schen. Das sich ein Kind über­haupt voll­um­fäng­lich über sein Han­deln bewusst ist, kann kaum mit diesem Alter fest­ge­stellt werden. Aber ich lasse mich gerne eines Bes­se­ren beleh­ren in Form von wis­sen­schaft­li­chen Bele­gen eines Jahr­hun­dert­kin­des in Sachen IQ und EQ.

      Wenn sie behaup­ten, ein Kind von 6 Jahren sei voll auf­ge­klärt und besitze volles Mit­ge­fühl, ja was sei denn ein Mensch von 18 Jahren? Ein Super-Wesen? Die End­stufe des All­wis­sen­den? Hier wird mit Flos­keln argu­men­tiert, dass es nur so schep­pert. Klingt wun­der­bar, lieb­rei­zend und herz­ze­rei­ßend. Ob das der Rea­li­tät ent­spricht, das muss erst noch bewie­sen werden. Und das eben nicht ein­sei­tig durch den Vater selbst. 

      „Wieso sollte man seinen Kin­dern unbe­dingt etwas vor­set­zen, was ande­ren scha­det?”

      Diese Behaup­tung ist durch nichts belegt. Ja sie ist gegen­über Anhän­gern öko­lo­gi­scher und nach­hal­ti­ger Vieh­wirt­schaft gera­dezu infam. Scha­den gehört zum Lebens­zy­klus dazu. Wie z.B. (!) der natür­li­che Wald­brand, das Reißen des Rehs durch einen Wolf, das leben­dige Ver­schlu­cken eines Säu­ge­tiers durch eine Boa. Oder das Erle­gen einer Robbe durch den Eisbär. Der Mensch darin hat sich nur ver­viel­facht. Vieles zer­stört, Kreis­läufe zer­bro­chen und durch­bro­chen durch seine Gier, Popu­la­tion und Masse. Was ist ihre kon­krete Alter­na­tive? Auf Fleich ver­zich­ten? Und wohin mit all dem Vieh, das domes­ti­ziert wurde und in der Mas­sen­in­dus­trie dahin vege­tiert und die Umwelt ver­pes­tet? Wollen sie es des Lebens Willen erhal­ten lassen oder doch umbrin­gen? Natür­lich ster­ben lassen?
      Und was pas­siert mit den Men­schen, die doch Fleisch essen wollen - also der Mehr­heit? Haben sie sich eigent­lich schon jemals weiter als über den Tel­ler­rand mit Grund­rech­ten und dem deut­schen Grund­ge­setz aus­ein­an­der gesetzt? Utopie ist schön, aber eine schwie­rige Ange­le­gen­heit.

      „Sollte man nicht lieber die Werte vor­le­ben, die man für rich­tig hält?”

      Also ich tue das, wes­we­gen ich als Bei­spiel mit ihnen dis­ku­tiere. Und ich habe hierzu eine andere Ansicht als sie. 

      „Apro­pos, ich hoffe auch, dass Sie Ihre Kinder dar­über auf­klä­ren, dass kon­ven­tio­nel­ler Kaffee mit Kin­der­ar­beit ver­bun­den ist”

      Ich hoffe, in ihrem Haus­halt und ihr sämt­li­ches Haus ist alles Fair-Trade - und das sie auch das monat­li­che Grund­ein­kom­men dafür auf­brin­gen können?! Immer­hin nicht ein­fach wenn sie ein Ein­kom­men auf Sozi­al­hil­fe­ni­veau erhal­ten, wenig ver­die­nen oder die Lebens­hal­tungs­kos­ten gene­rell sehr hoch sind.

      „Und alle, die ihren Kin­dern keine Drogen vor­set­zen, errei­chen auch nichts und schmei­cheln sich damit, was für tolle Dro­gen­ver­wei­ge­rer sie sind?”

      Drogen schei­nen ihr Lieb­lings­thema zu sein? ;)

    • Alexreplied:

      „Schön, dass sie das end­lich ein­se­hen. Würden sie sich doch mal selbst an der Viel­sei­tig­keit des Lebens ori­en­tie­ren.”

      Nicht an den nega­ti­ven Dingen dessen.

      „Indem sie nicht ihre Vor­ur­teile spre­chen lassen. Tat­sa­chen haben ich hier keine lesen sehen. Denn die weiß ich wohl am besten. Es sei denn, wir und sie kennen mich. Ist das der Fall?”

      Die genann­ten Tat­sa­chen:
      -Sie wollen, dass jeder alles ein- bis zwei­mal aus­pro­biert
      -Sie sind für Fleisch­ver­zehr und nehmen eine aktive Rolle ein bei der Ver­gabe des­sel­ben an Ihre Kinder (da Sie das von ande­ren for­dern, kann ich anneh­men, dass das so ist). […]

      Die Nicht-Vergabe von Drogen durch Sie wäre nur mit dem Vor­ur­teil, dass Sie strik­ter Dro­gen­ver­wei­ge­rer sind, annehm­bar und da ich Sie bzw. Ihr Leben, wie gesagt, nicht kenne, kann ich mir da nicht sicher sein.

      „Na sie! Indem sie impli­zie­ren, ich setze Kin­dern nur ein Gericht vor. Wenn sie Hunger haben, werden diese ja wohl kaum eine Wahl haben, als das zu essen, was auf den Tisch kommt.”

      Jetzt zeigen Sie schein­bar Vor­ur­teile, denn womit habe ich das impli­ziert? Habe ich geschrie­ben, dass Sie Ihren Kin­dern NUR Fleisch vor­set­zen oder sowas? Das kann ich nicht sehen.

      „Wenn sie behaup­ten, ein Kind von 6 Jahren sei voll auf­ge­klärt und besitze volles Mit­ge­fühl,[…]”

      Habe ich „voll(es)” geschrie­ben? Mal eben nachsehen…ähm…nö. Ich meinte auf­ge­klärt dar­über, dass unve­ga­nes Essen Tieren scha­det und eigent­lich sollte das rei­chen. Warum sollte man da schon voll­um­fäng­lich über sein Han­deln bewusst sein? Die Logik ist doch ziem­lich ein­fach:
      Fleisch essen = totes Tier
      Milch trin­ken = totes (männ­li­ches) Kalb + früher Tod für Milch­kuh, weil: kostet sonst zu viel
      Eier essen = totes Hähn­chen + früher Tod für Lege­huhn, weil: kostet sonst zu viel
      Das kann man bestimmt schon 6jährigen erklä­ren, so dass sie es ver­ste­hen. Müssen Kinder denn auch erst alle kom­ple­xen ethi­schen Phi­lo­so­phien erler­nen, um zu ver­ste­hen, dass Schwer­be­hin­derte zu eutha­na­sie­ren, selbst wenn sie es nicht mit­be­kä­men, böse ist?

      „Diese Behaup­tung ist durch nichts belegt.”

      Siehe oben.

      „Scha­den gehört zum Lebens­zy­klus dazu. Wie z.B. (!) der natür­li­che Wald­brand, das Reißen des Rehs durch einen Wolf, das leben­dige Ver­schlu­cken eines Säu­ge­tiers durch eine Boa.”

      Wir leben nicht in der Natur. Wölfe, Boas u.a. Raub­tiere erzeu­gen ihre Beute nicht extra um sie zu töten. Mensch pro­du­ziert damit zusätz­li­ches unnö­ti­ges Leid bzw. zusätz­lich unnö­ti­ges Ster­ben.
      Wei­ter­füh­rend: http://www.keiner-fliege.de/es-ist-unmoeglich-zu-leben-ohne-anderen-zu-schaden-warum-also-erst-versuchen/
      Da stehen auch noch viel mehr Ant­wor­ten auf mög­li­che Fragen von Ihnen, falls es Sie inter­es­siert.

      „Und wohin mit all dem Vieh, das domes­ti­ziert wurde und in der Mas­sen­in­dus­trie dahin vege­tiert und die Umwelt ver­pes­tet? Wollen sie es des Lebens Willen erhal­ten lassen oder doch umbrin­gen? Natür­lich ster­ben lassen?”

      Falls der unglaub­lich unwahr­schein­li­che Fall ein­tre­ten sollte, dass ein plötz­li­ches kol­lek­ti­ves Ver­ste­hen der Sinn­lo­sig­keit, Mit­leid­lo­sig­keit etc. des ganzen ein­setzt und alle kein Fleisch mehr essen wollen, dann ist in dieser unglaub­li­chen Welt bestimmt auch soviel Net­tig­keit vor­han­den, allen Tieren ein Gna­den­brot zu geben. Wieso muss man als Vega­ner immer Ant­wor­ten für solche unrea­lis­ti­schen Sze­na­rien finden?

      „Und was pas­siert mit den Men­schen, die doch Fleisch essen wollen - also der Mehr­heit? Haben sie sich eigent­lich schon jemals weiter als über den Tel­ler­rand mit Grund­rech­ten und dem deut­schen Grund­ge­setz aus­ein­an­der gesetzt? Utopie ist schön, aber eine schwie­rige Ange­le­gen­heit.”

      Sie inter­pre­tie­ren ziem­lich viel in das rein, was ich schreibe. Wer sagt, dass wir Vega­nern allen ande­ren das Fleisch­essen ver­bie­ten wollen? Wir wollen, dass ihr selbst ver­steht und dann damit selber auf­hört. Aber irgend­wie scheint Fleisch extrem süch­tig zu machen - wie Drogen (~Lieb­lings­thema~) halt.

      „Also ich tue das, wes­we­gen ich als Bei­spiel mit ihnen dis­ku­tiere. Und ich habe hierzu eine andere Ansicht als sie.”

      Ich for­mu­liere die Frage anders:
      Ist es Ihnen wich­ti­ger, Ihren Kin­dern Ihre Werte mit­zu­ge­ben oder dass sie mög­lichst ALLES(!) aus­pro­bie­ren?

      „Ich hoffe, in ihrem Haus­halt und ihr sämt­li­ches Haus ist alles Fair-Trade”

      Schön wärs, aber es werden einem ziem­lich viele Steine in den Weg gelegt, wenn man das öko­lo­gisch, men­schen­recht­lich und tier­recht­lich beste Erzeug­nis finden will. Ist beson­ders schwie­rig, wenn man etwas schnell braucht. Ist bei Kaffee aber zum Glück nicht der Fall.

      „und das sie auch das monat­li­che Grund­ein­kom­men dafür auf­brin­gen können?! Immer­hin nicht ein­fach wenn sie ein Ein­kom­men auf Sozi­al­hil­fe­ni­veau erhal­ten, wenig ver­die­nen oder die Lebens­hal­tungs­kos­ten gene­rell sehr hoch sind.”

      Trifft etwas davon bei Ihnen zu? Ich bekomme nicht viel Geld für meine Arbeit, dafür ver­zichte ich auf so man­chen Luxus. Mein Handy z.B. ist 9 Jahre alt. Ich habe auch noch nie einen eige­nen Com­pu­ter gekauft (alles Alt­las­ten ande­rer, die das Neu­este woll­ten).

      „Drogen schei­nen ihr Lieb­lings­thema zu sein? ;)”

      Sie können in der Frage „Drogen” auch durch etwas ande­res erset­zen, was nega­tiv behaf­tet ist und man seinen Kin­dern gar nicht geben sollte (Süßig­kei­ten fallen m.M.n. des­halb weg). Wüsste den­noch gern Ihre Ant­wort darauf.

    • Akulareplied:

      „Nicht an den nega­ti­ven Dingen dessen.”

      Gerade auch das gehört zum Leben - zumal man aus nega­ti­ven Dingen und Erfah­run­gen am meis­ten lernt. Wo wir sicher­lich auch wieder beim Thema der per­ver­sen Aus­wüchse von indus­tria­li­sier­ter und kom­mer­zia­li­sier­ter Nah­rungs­pro­duk­tion haben. Natür­lich kannst du dir heraus grei­fen, was für dich genehm ist. Aber sorry, das hat nichts mit der Lebens­rea­li­tät zutun. 

      „Indem sie nicht ihre Vor­ur­teile spre­chen lassen. Tat­sa­chen haben ich hier keine lesen sehen. Denn die weiß ich wohl am besten. Es sei denn, wir und sie kennen mich. Ist das der Fall?”

      „Sie wollen, dass jeder alles ein- bis zwei­mal aus­pro­biert” […]

      Ich will schon gar nicht. Das „wollen” ist schlicht­weg falsch. Es impli­ziert, dass ich jeman­den aktiv drän­gen würde. Mir geht es um Päd­ago­gik und um das Auf­zei­gen von meh­re­ren Wegen, anstatt des einen - wie z.B. eines Ver­bo­tes. Ich bin ein sehr tole­ran­ter Mensch und schreibe auch nie­man­den vor, wie er zu leben hat. Du willst mir dies aber anschei­nend unter­stel­len, so fern ich das heraus lese. Nur weil ich Dinge hin­ter­frage gebe ich nicht meine aktive Hal­tung im Alltag auf. Ich weiß da sehr wohl zu unter­schei­den.

      „Sie sind für Fleisch­ver­zehr und nehmen eine aktive Rolle ein bei der Ver­gabe des­sel­ben an Ihre Kinder (da Sie das von ande­ren for­dern, kann ich anneh­men, dass das so ist).”

      Weißt was dein Pro­blem in diesem Falle ist? Du ver­suchst einen biologisch-natürlichen Pro­zess zu ideo­lo­gi­sie­ren. Du wech­selst die Ebenen, du ver­tauscht sie gerade. Und das tun Reli­giöse auch.
      Sie stel­len das Ideo­lo­gi­sche über dem Natür­li­chen, obwohl das Natür­li­che über dem Ideo­lo­gi­schen steht, denn das eine ist der IST-Zustand und das Andere ist ein KANN-Zustand. Die Natur ist wie sie ist. Sie ist da. Leib­haf­tig. Du kannst sie mit allen Sinne erle­ben. Nach­voll­zie­hen. Und das Andere? Das sind nur Worte, Ideen, Über­zeu­gun­gen, viel­leicht Lehren, Glau­ben und teil­weise fließt das eine in das andere über. Aber eben nur das eine in das Andere und nicht das Andere in das Eine. 

      Nein, ich bin nicht für den Fleisch­ver­zehr. Das würde impli­zie­ren, ich wäre gene­rell dafür und für alle. Mir schmeckt in gerin­gen Maßen Fleisch und ich genieße hin und wieder diverse Sorten davon - so wie ich auch diverse andere Nah­rungs­mit­tel hin und wieder genieße und esse. Erken­nen sie den seman­ti­schen (!) Unter­schied? Nur weil ihnen etwas nicht schmeckt, gehen sie davon aus, dass es allen nicht schmeckt. Viel­leicht blen­den sie auch noch aus, dass das Fleisch angeb­lich über­haupt nicht schme­cke? - Stich­wort: Umami. Der Mensch hat einen extra Geschmacks­sinn für Fleisch! Es gibt ja unter den über­zeug­ten noch immer welche, die ernst­haft behaup­ten, der Mensch sei rein pflanz­lich aus­ge­rich­tet. Was wei­ter­hin tota­ler … ist. Denn dann würde der Mensch nicht welt­weit seit zehn­tau­sen­den Jahren mehr­heit­lich Fleisch essen und wäre bereits aus­ge­stor­ben in der Eis­zeit, ver­ar­bei­ten können, er hätte nicht die Geschmacks­ner­ven für Flei­schi­ges (Katzen fehlt z.B. der Sinn für Süß) und das Gebiss ist auch klar auf Alles aus­ge­legt. Vor­dere Schnei­de­zähne, dane­ben Reiß­zähne und erst die hin­te­ren Backen­zähne sind für pflanz­li­che Nah­rung zum zer­mah­len dieser. 

      Das ergebe natür­lich keinen Sinn, weil wenn es keinen Geschmack gebe, würde der Mensch nicht in den Massen Tiere kon­su­mie­ren. Ich respek­tiere jeden, dem Fleisch nicht schmeckt, gene­rell tie­ri­sche Pro­dukte ablehnt oder glaubt er müsse Fru­ta­rier oder eine andere Form seiner Ernäh­rung sein oder finden, der es nicht ist, warum auch immer. Und ich finde es auch eine gute Sache. Ich finde es aber nicht mehr gut, wenn sich ein Mensch für sein Kon­sum­ver­hal­ten einer kom­plet­ten rie­si­gen Nah­rungs­gruppe recht­fer­ti­gen muss und ein Mis­sio­nie­rungs­ei­fer ent­steht - ganz egal für welche Seite. Ein­zelne Fleisch­sor­ten zu meiden, aktiv etwas zutun damit sich etwas besser - wie beim Fisch etc. - finde ich doch super. 

      Weißt du, meine These ist, dass du die mensch­li­chen Sinne viel zu wenig wahr nimmst - haha - wahr nehmen. Gerade ein klei­nes Kind hat noch so unglaub­lich viele Sinne, Nerven - die es im zuneh­men­den Alter immer mehr ver­liert, sei es die Geschmacks­ner­ven oder die Haar­zel­len in der Gehör­schne­cke. Essen ist für den Mensch nicht nur Essen, ist ein ein­zi­ges Fest für alle Sinne. Und isst man mal beson­ders bewusst und nimmt sich Zeit, so weiß man das erst wieder viel mehr zu schät­zen.

      Hier in der Dis­kus­sion geht es ja nicht nur um Vege­ta­ris­mus, son­dern Vega­nis­mus. Dafür muss quasi nicht mal ein Tier ster­ben. Aber der Vor­wurf an die Vege­ta­rier ist dann wieder da, sie unter­stüt­zen wei­te­res Leid auf­grund der Abgabe tie­ri­sche Pro­dukte für Milch­pro­dukte und so weiter. Kann das eine sechs­jäh­rige wirk­lich alles voll­um­fäng­lich wissen und über­bli­cken? Und ver­ste­hen? Ich denke nein. Ihr Gehirn ist ana­to­misch schlicht­weg noch gar nicht in der Lage dazu. Aber gerne lasse ich mich, wie gesagt, wis­sen­schaft­lich belegt vom Gegen­teil über­zeu­gen. Herr Boehme hat ja schließ­lich die Behaup­tung auf­ge­stellt und wer behaup­tet, der muss auch bele­gen. Sollte er stu­diert haben, weiß er ja wie wis­sen­schaft­li­ches Arbei­ten funk­tio­niert.

      Da ich ehr­lich bin, dürfte das Unter­fan­gen prak­tisch nicht mög­lich sein. Des­we­gen emp­fehle ich solche Behaup­tun­gen auch gar nicht erst auf­zu­stel­len. Er wird das, falls er vor Gericht geht, noch selbst fest­stel­len. Ins­be­son­dere wie teuer ent­spre­chende Gut­ach­ten werden, die er bezah­len und vor­le­gen werden wird müssen, um ent­spre­chend nach­wei­sen zu können, was er sich denn ein­kla­gen will. Das nur für eine Instanz. Dieser Blog hier ist das Eine, unser Rechts­sys­tem das Andere. Ins­be­son­dere als Vega­ner zu for­dern das Fleisch­essen zu ver­bie­ten, womit diese hoff­nungs­los in der Min­der­heit sind. Zu erst haben wir da die Vege­ta­rier und selbst die sind noch immer deut­lich in der Min­der­heit. Mehr­hei­ten bekommt man nicht dadurch, indem man vor geht, wie hier etli­che vor­ge­hen und sich als etwas Bes­se­res und Höhe­res dar­stel­len. Es wird bestimmt noch sehr lange dauern - gehe ich davon aus wie lange es jetzt allein Vege­ta­ris­mus und Vega­nis­mus über­haupt schon gibt als Bewe­gung z.B. seit den 69er - bis der Pro­zent­an­teil des Vege­ta­ris­mus weiter ange­wach­sen ist. Und doch schon heute sind die Bio-Märkte durch­setzt genau von dem, was auch die nor­ma­len Märkte aus­macht. Ins­be­son­dere die tollen hippen Bio­märkte zahlen Löhne fern von jeg­li­cher sozia­len Ader und der Kos­ten­druck sowie die Arbeits­be­las­tung für die MA ist teil­weise enorm. Da wird auch nur aus­ge­beu­tet. Sei es LPG oder all die ande­ren. Wie es bei Veganz ist, weiß ich nicht.

      Für mich als sehr sozial ein­ge­stell­ter Mensch ist das Heu­che­lei.

      „habe ich geschrie­ben, dass Sie Ihren Kin­dern NUR Fleisch vor­set­zen oder sowas? Das kann ich nicht sehen.”

      Nun ja, deine Rhe­to­rik ist schon zwie­späl­tig für mich. Aber ich finde wir drehen uns hier im Kreis. 

      „Habe ich „voll(es)” geschrie­ben?”

      Nein das haben sie nicht. Mein Fehler.

      „Warum sollte man da schon voll­um­fäng­lich über sein Han­deln bewusst sein?”

      Das wäre in etwa so, als wür­dest du ein Auto fahren, aber nicht wirk­lich wissen wohin oder warum du fährst. Oder ein Buch lesen, das du aber gar nicht ver­stehst und du auch keine Lust zu hast. Aber um kon­kret auf dein „Warum” zu ant­wor­ten - obwohl ich diese Frage längst beant­wor­tet habe: Weil das Leben mit seinen Sinnen noch so viele Facet­ten zu bieten hat - wozu selbst­ver­ständ­lich das Essen gehört. Eben weil das Essen sämt­li­cher Sinne bedarf und wenn man sich darauf kon­zen­triert ein wahres High­light sein kann. Und da ein Kind stetig wächst, wach­sen auch stetig die Ein­drü­cke und Erfah­run­gen. Doch noch viel, viel mehr als im spä­te­ren Erwach­se­nen­al­ter. Der Geschmack einer Banane kann sich stetig ver­än­dern. Es gibt so viele Bei­spiele für Lebens­mit­tel. Allein bei Käse. Es gibt so viel lecke­ren Käse und tau­sende von Sorten und Arten. Oder Wurst. Hier sind wir ja dann auch schon wieder bei regel­rech­tem Hand­werk und altem Hand­werk. In ande­ren Län­dern sehr geschätzt. Kinder wach­sen, sie ent­wi­ckeln sich, sie ver­än­dern sich, sie pro­bie­ren sich aus. Vega­nis­mus mit sechs Jahren kann für ein Kind erst ein mal Still­stand bedeu­ten, wenn es die frei­ge­wor­de­nen „Res­sour­cen” nicht nutzt. Erst ein mal. Aber wer weiß, ob das so bleibt. Wer hatte nicht in seiner Kind­heit die wil­des­ten Ideen und Phasen. Aber nicht alles muss man als Eltern­teil mit­ma­chen und sich selbst auf­op­fern. Das Kind muss auch lernen, selbst für etwas zu kämp­fen. Und auch die Erfah­rung machen, dass es gewisse Gren­zen gibt oder das es abwar­ten sollte, um die Gren­zen neu anzu­ge­hen und zu über­sprin­gen.

      Rea­lis­tisch betrach­tet wird das Pro­blem sowieso erst in ein paar Jahren geklärt sein. Da muss Herr Boehme wissen, ob er den Willen, den Mut, die Zeit und das Geld hat, sich dafür auf­zu­op­fern - zumal er all das für wich­ti­gere Dinge nutzen könnte. Für den Tier­schutz, für glo­ba­lere und weit­rei­chen­dere Ideen als für eine Sache, auf die er quasi erst mal nur direkt gesto­ßen ist, weil er selbst betrof­fen.

      „Eier essen = totes Hähn­chen + früher Tod für Lege­huhn, weil: kostet sonst zu viel”

      Warum schreibst du mir das? Nun gut, zwecks des Zusam­men­hangs im nächs­ten Zitats, aber den­noch bleibt die Frage irgend­wie schwir­rend in meinem Kopf. Weil ich das nicht wüsste? Den Hüh­nern vom Hof eines Freun­des gehts übri­gens gut. Sind auch tolle Eier. Sind auch nur 20 Hühner und glaube zwei Hähne. Neben ein paar Enten. Irgend­wann werden sie geschlach­tet. Wie die Kar­ni­ckel. Sind alle sehr tier­lieb. Aber letzt­lich sind es auch Tiere zum Essen. Ich kann das ver­ste­hen.

      „Das kann man bestimmt schon 6jährigen erklä­ren, so dass sie es ver­ste­hen.”

      Klar kann man das, aber du kannst ja nicht in das Gehirn schauen - du weißt letzt­lich nichts dar­über, was sie davon wie ver­stan­den hat. Wie ich schon schrieb. Sie nimmt das auf, wie es ein Kind in dem Alter eben auf­nimmt. Recht naiv, simpel und in Gut und Böse. Das tut jedes Kind in dem Alter. Mit der Sim­pli­fi­zie­rung können sie übri­gens Kin­dern alles als schlecht oder gut ver­kau­fen, sie müssen es nur rhe­to­risch gut ver­pa­cken - ein Kind durch­blickt das nicht - nicht unbe­dingt, gleich und sofort. Kinder sind mani­pu­la­tiv, auch wenn ich das jetzt in diesem Fall nicht so dar­stel­len möchte. Aber heraus stel­len, wie Kinder ticken und das sie eben doch nicht das sind, zu was sie von ihnen gemacht werden. Es sind ver­letz­li­che Wesen und stehen ja nicht umsonst unter beson­de­rem Schutz der Gemein­schaft. Erst mit ihrer Voll­jäh­rig­keit haben sie die Reife erlangt, voll­um­fäng­lich über sich selbst bestim­men zu dürfen.

      „Müssen Kinder denn auch erst alle kom­ple­xen ethi­schen Phi­lo­so­phien erler­nen, um zu ver­ste­hen, dass Schwer­be­hin­derte zu eutha­na­sie­ren, selbst wenn sie es nicht mit­be­kä­men, böse ist?”

      Ich schreibe davon, Kinder päd­ago­gisch offen, objek­tiv, auf­ge­klärt und posi­tiv die Dinge der Welt näher zu brin­gen - selbst­ver­ständ­lich auf ihrem indi­vi­du­el­lem Niveau. Den­noch gibt es Themen, die können Kin­dern in einem gewis­sen Alter nicht ver­ste­hen. Wie auch - sie ent­wi­ckeln sich noch. Das kann man dem Kind ja so kom­mu­ni­zie­ren oder es kurz ver­ein­facht ver­su­chen dar­zu­stel­len und zu meinen, dass die Erklä­rung in spä­te­ren Jahren folgt, sollte es noch Inter­esse zeigen. Wich­tig sind auch immer die vielen Seiten einer Medaille. 

      „Wir leben nicht in der Natur.”

      Bitte? Wir leben nicht in der Natur? Alles ist Natur! Wo lebst du bit­te­schön? In der ato­ma­ren Wüste ohne Leben? Selbst da würde es Kaker­la­ken und Mikro­or­ga­nis­men geben. Selbst hier in Berlin laufen die Wild­schweine, Füche, Wasch­bä­ren durch die Parks, viele, viele Vogel­ar­ten leben hier, Bienen, Insek­ten… der Mensch gehört zur Natur, wie die Natur zum Men­schen. Ohne Natur könnte der Mensch über­haupt nicht leben. Also du hast mit diesem Satz schon eine merk­wür­dige
      Auf­fas­sung, wie ich finde.

      „Wölfe, Boas u.a. Raub­tiere erzeu­gen ihre Beute nicht extra um sie zu töten. Mensch pro­du­ziert damit zusätz­li­ches unnö­ti­ges Leid bzw. zusätz­lich unnö­ti­ges Ster­ben.”

      Nein, aber sie erle­gen die Tiere auch ein­fach mal nur so zum Spaß um mit ihnen zu spie­len und ihren Jagd­in­stinkt zu trai­nie­ren. Und indem Sinne erzeu­gen wir die Tiere auch nicht, das machen noch die Tiere selbst. Da dürf­ten wir einer Mei­nung sein - zum Glück machen sie das noch eigen­stän­dig
      .
      Der Mensch ist eben das intel­li­gen­teste und hochentwickelt’ste Lebe­we­sen der Erde. Aber domes­ti­ziert hat er die Tiere schon seit tau­sen­den von Jahren - Man geht von gut 10000 Jahren aus mit Auer­ochse, Wild­schwein und Wolf. Neu ist das ja nicht. Ich weiß ja - der Mensch als Spe­zies wird sich oder sein Planet even­tu­ell zugrunde rich­ten und er lernt es nur schwer, sich aus seinem Stru­del zu befreien. 

      „Wieso muss man als Vega­ner immer Ant­wor­ten für solche unrea­lis­ti­schen Sze­na­rien finden?”

      Weil ich das Gefühl habe, Vega­ner haben immer die Ant­wor­ten auf die Erlö­sung. Aber das heißt nichts, weil mein Kreis nun wahr­lich nicht reprä­sen­ta­tiv ist und sein kann.

      „Sie inter­pre­tie­ren ziem­lich viel in das rein, was ich schreibe.”

      Meinst du? ;) Eigent­lich stelle ich nur ein­fa­che Fragen. 

      „Wer sagt, dass wir Vega­nern allen ande­ren das Fleisch­essen ver­bie­ten wollen?”

      Nun ja - hier gab es ja schon so einige Bei­träge. Wobei das Inter­net da schon viel zu bieten hat. Es ist manch­mal mein Ein­druck. Aber schön, wenn du das so selbst hin­ter­fragst. Damit kann ich gut leben. 

      „Aber irgend­wie scheint Fleisch extrem süch­tig zu machen - wie Drogen (~Lieb­lings­thema~) halt.”

      Ach komm, der war jetzt nun aber wirk­lich platt. Zumal es keine psy­chi­sche und phy­si­sche Abhän­gig­keit gibt, weil im Fleisch schlicht­weg kein Stoff drin ist, der das belegt. Anders als bei Scho­ko­lade. Oder Chips. 

      Ich lese übri­gens auch gerne Bücher oder schreibe auch gerne mit ihnen. Oder habe Hobbys. Also wenn wir nun anfan­gen, alles zu ver­süch­ti­gen, was Men­schen gerne tun, ihnen Freunde und Spaß berei­tet, dann wird es quer. Und es geht zu Lasten derer, die wirk­lich ein Sucht­pro­blem haben. 

      „Ist es Ihnen wich­ti­ger, Ihren Kin­dern Ihre Werte mit­zu­ge­ben oder dass sie mög­lichst ALLES(!) aus­pro­bie­ren?”

      Alles aus­zu­pro­bie­ren wäre auch zu testen mit dem Auto gegen den Baum zu fahren, von einem Hoch­haus zu sprin­gen oder eine Bank zu über­fal­len. Da ich dich bitten würde, im rea­lis­ti­schen Maß­stab zu blei­ben und darauf das „alles” zu bezie­hen, würde ich diese Frage mit „Beidem” beant­wor­ten. Ver­bote wären bei mir jeden­falls das letzte Mittel der Wahl. Am wich­tigs­ten ist der Dialog. 

      „Ist bei Kaffee aber zum Glück nicht der Fall.”

      Wie du sicher schon bemerkt hast, war das auch eher sar­kas­tisch gemeint. Ich trinke kaum Kaffee und wenn dann nur aus der geschenk­ten Senseo, von der ich aller­dings noch etli­che Pads habe. Wobei es bei Aldi glaube ich Fairtrade-Pads gibt.

      „Sie können in der Frage „Drogen” auch durch etwas ande­res erset­zen, was nega­tiv behaf­tet ist und man seinen Kin­dern gar nicht geben sollte (Süßig­kei­ten fallen m.M.n. des­halb weg). Wüsste den­noch gern Ihre Ant­wort darauf.”

      Ver­stand bewahre - ohne Scho­ko­lade, ich würde meine Eltern heute wohl nicht mehr über den Weg laufen wollen. Ich per­sön­lich halte von Ver­bo­ten dieser Art über­haupt nichts, beson­ders weil sie nur dazu ani­mie­ren, inter­es­san­ter und gebro­chen zu werden. Was natür­lich nicht auto­ma­tisch zu tref­fen muss, aber schon lange als Mittel bekannt, das für die Erzie­hung als inef­fek­tiv erkannt wurde. Selbst­ver­ständ­lich gilt die Unter­schei­dung zwi­schen Gren­zen, Grenz­über­schrei­tung und Ver­bo­ten in der Päd­ago­gik. Ein Anhän­ger des Laissez-faire Prin­zips bin ich nun wahr­lich nicht. Es geht ja hier im End­ef­fekt auch nicht um die beste Erzie­hung für mein oder das Kind, son­dern um „Kinder wollen auch mal vegan essen”. Ich habe das mal umfor­mu­liert. Denn „vegane Kinder wollen essen” klingt mir zu über­dreht und so als würden hier Kinder ver­hun­gern unter Auf­sicht des Staa­tes.

      Beim Wort Drogen kommen wir ja dann eben doch wieder auf unse­ren Anfang zurück. Das Amü­sante dabei, Anfangs wies ich darauf hin, dass Drogen auch ganz all­ge­meine Nah­rungs­mit­tel sein können. Du hin­ge­gen beschränk­test das extra auf die ent­spre­chen­den „rich­ti­gen” Drogen. Nun sind wir dahin ange­langt, dass du meinst schon all­ge­meine Nah­rungs­mit­tel nicht an Kinder zu geben auf­grund ihrer Inhalts­stoffe.

      „Als Droge werden im deut­schen Sprach­ge­brauch stark wirk­same psy­cho­trope Sub­stan­zen und Zube­rei­tun­gen aus sol­chen bezeich­net. All­ge­mein weisen Drogen eine bewusstseins- und wahr­neh­mungs­ver­än­dernde Wir­kung auf. Tra­di­tio­nell als Genuss­mit­tel ver­wen­dete oder als Medi­ka­ment ein­ge­stufte Drogen werden in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung oft nicht als solche betrach­tet, obwohl in geeig­ne­ter Dosie­rung und Ein­nah­me­form eben­falls Rausch- oder erheb­lich ver­än­derte Bewusst­seins­zu­stände auf­tre­ten können.

      […] Einige Drogen werden in Teilen der Welt tra­di­tio­nell als Genuss­mit­tel genutzt. Hierzu zählen unter ande­rem Kof­fein (Kaffee, Tee), Alko­hol (Bier, Wein, Schnaps), Niko­tin (Tabak), Can­na­bis (Mari­huana, Haschisch), Betel sowie Kath.” Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Droge 25.05.2014

    • Alexreplied:

      „Ich will schon gar nicht. Das „wollen” ist schlicht­weg falsch. Es impli­ziert, dass ich jeman­den aktiv drän­gen würde.“

      Mir impli­zierte das:
      „Man sollte jedoch zumin­dest alles ein bis zwei­mal pro­biert und gekos­tet haben, um dann zu ent­schei­den, ob man es für sich ablehnt oder nicht.“
      dass Sie das wollen. Was Sie inter­pre­tie­ren ist m.M.n. falsch, denn wenn man einen Willen hat, muss man ihn nicht auch unbe­dingt jeman­den auf­drän­gen. So will ich, dass kein Mensch Fleisch isst, den­noch zwinge ich nie­man­den, der meint das unbe­dingt tun zu müssen, dazu, son­dern ver­su­che es auf andere Weise ande­ren näher zubrin­gen. […]

      „Weißt was dein Pro­blem in diesem Falle ist? Du ver­suchst einen biologisch-natürlichen Pro­zess zu ideo­lo­gi­sie­ren. […]“
      Mir scheint es so, als woll­ten Sie die Natur idea­li­sie­ren. Aber da wir uns schein­bar gegen­sätz­lich nicht rich­tig ver­ste­hen, frage ich lieber noch mal nach. Ist es das oder was meinen Sie genau? Bitte in kurzen, genauen und ein­fa­chen Worten, so dass man es auch nach 10 Jahren vega­ner Ernäh­rung noch ver­ste­hen kann (Witz von der Heute-Show geklaut).

      „Nein, ich bin nicht für den Fleisch­ver­zehr. Das würde impli­zie­ren, ich wäre gene­rell dafür und für alle.“
      Meiner Mei­nung nach bedeu­tet „für Fleisch­ver­zehr sein“, dass man zustimmt, dass jeder Mensch das tun darf, wenn er oder sie es will. Was ist da Ihre Defi­ni­tion?

      „Nur weil ihnen etwas nicht schmeckt, gehen sie davon aus, dass es allen nicht schmeckt.“
      Wer sagt, dass mir Fleisch nicht schme­cken würde? Wenn es das wäre, dann würden wir hier nicht dis­ku­tie­ren.

      „Viel­leicht blen­den sie auch noch aus, dass das Fleisch angeb­lich über­haupt nicht schme­cke? - Stich­wort: Umami. Der Mensch hat einen extra Geschmacks­sinn für Fleisch!“

      Nein, diese Geschmacks­rich­tung ist genauso in z.B. Mut­ter­milch, Toma­ten und Pilzen vor­han­den. Und wurde vor allem mit Hilfe von Natri­um­glut­amat in Fer­tig­pro­duk­ten ver­wen­det, bis dieses in Verruf geriet. Heute wird dann meist auf natür­li­ches in Form von Hefe zurück­ge­grif­fen, ist aber eigent­lich nichts ande­res.

      „Ach komm, der war jetzt nun aber wirk­lich platt. Zumal es keine psy­chi­sche und phy­si­sche Abhän­gig­keit gibt, weil im Fleisch schlicht­weg kein Stoff drin ist, der das belegt. Anders als bei Scho­ko­lade. Oder Chips.“

      Ich hol das mal nach oben, weil das gerade the­ma­tisch passt. „Umami ver­stärkt bestimmte Geschmacks­rich­tun­gen in ihrer Inten­si­tät, ist jedoch auch in der Lage, mög­li­che Geschmacks­feh­ler von Lebens­mit­teln zu über­la­gern und zu kor­ri­gie­ren.“ (Wiki­pe­dia) Wenn man zu häufig davon isst, werden des­we­gen Lebens­mit­tel ohne diesen Geschmack als weni­ger schmack­haft emp­fun­den, was dann eine Form von Abhän­gig­keit erzeugt (wie bei Chips). Außer­dem kann ich mir sonst nicht erklä­ren, warum Men­schen so stark nach Aus­re­den suchen, um nicht vom Fleisch lassen zu müssen, trotz der ein­deu­tig nega­ti­ven Folgen für Tiere. Alles ihren Genuss über das Leben ande­rer füh­len­der Lebe­we­sen stel­lende Ego­is­ten?

      „[…] und das Gebiss ist auch klar auf Alles aus­ge­legt. Vor­dere Schnei­de­zähne, dane­ben Reiß­zähne und erst die hin­te­ren Backen­zähne sind für pflanz­li­che Nah­rung zum zer­mah­len dieser.“
      Goril­las haben ein ähn­li­ches Gebiss und essen trotz­dem kein Fleisch. Außer Sie zählen Insek­ten dazu. Aber egal, ich glaube auch nicht die Theo­rie des reinen pflan­zen­es­sen­den Men­schen, falls es Sie beru­higt. Das Gebiss ist den­noch kein Argu­ment.

      „Ich respek­tiere jeden, dem Fleisch nicht schmeckt, gene­rell tie­ri­sche Pro­dukte ablehnt oder glaubt er müsse Fru­ta­rier oder eine andere Form seiner Ernäh­rung sein oder finden, der es nicht ist, warum auch immer. Und ich finde es auch eine gute Sache.“
      Man kann leicht etwas respek­tie­ren, was keinen Ein­fluss auf das eigene Moral­emp­fin­den hat. Ihre Aus­sage emp­finde ich so, wie wenn ein Kan­ni­bale Ihnen sagen würde, er würde gerne Men­schen­fleisch essen, es aber respek­tie­ren, wenn sie lieber Tier­fleisch mögen. Wenn Sie sich in die Situa­tion rein­füh­len, wie würden Sie das emp­fin­den? Unab­hän­gig davon, ob Sie meinen, dass man das ver­glei­chen kann oder nicht, ist das die sub­jek­tiv glei­che Situa­tion, worin sich viele Vega­ner sehen. (für eine höhere Emo­tio­na­li­tät kann man „Men­schen­fleisch” auch durch „Kin­der­fleisch” erset­zen; je nach­dem wie abge­stumpft man ist)

      „Ein­zelne Fleisch­sor­ten zu meiden, aktiv etwas zutun damit sich etwas besser - wie beim Fisch etc. - finde ich doch super.“
      Es ist ein Anfang.

      „Für mich als sehr sozial ein­ge­stell­ter Mensch ist das Heu­che­lei.“
      Dann enga­gie­ren Sie sich doch für ein bes­se­res Wirt­schafts­sys­tem. Ich hätte auch lieber dieses: 

      „Das wäre in etwa so, als wür­dest du ein Auto fahren, aber nicht wirk­lich wissen wohin oder warum du fährst. Oder ein Buch lesen, das du aber gar nicht ver­stehst und du auch keine Lust zu hast.“
      Ihre Bei­spiele kann ich in dem Zusam­men­hang nicht wirk­lich nach­voll­zie­hen. Ist mir zu abs­trakt. Jeden­falls sind nicht mal alle Erwach­se­nen über die Aus­wir­kun­gen ihres Han­delns voll­um­fäng­lich bewusst. Wie viele wissen, dass sie Fische kaufen, welche vor Afrika gefan­gen werden, wo sie der dor­ti­gen armen Bevöl­ke­rung fehlen? Wie viele wissen, dass sie, wenn sie Dusch­gels kaufen, darauf achten soll­ten, dass kein Mikro­plas­tik ent­hal­ten ist, da dieses nicht her­aus­ge­fil­tert wird und im Ozean von Kleinst­le­be­we­sen gefres­sen wird, welche daran ster­ben, was sich fol­gen­schwer auf die Nah­rungs­kette aus­wirkt? Wenn ja, wieso tun sie das? Alles igno­rante Ego­is­ten?

      „[…] Und da ein Kind stetig wächst, wach­sen auch stetig die Ein­drü­cke und Erfah­run­gen. Doch noch viel, viel mehr als im spä­te­ren Erwach­se­nen­al­ter. Der Geschmack einer Banane kann sich stetig ver­än­dern.[…]“
      Haben Sie schon einmal gedacht „Das ist so lecker, ich wünschte ich hätte das schon als Kind geges­sen“? Ich nicht. Tat­säch­lich habe ich schon mal gedacht: „Ich wünschte ich hätte vegane Eltern (wie Herrn Böhme) gehabt, dann hätte ich weni­ger tote Tiere auf meinem Gewis­sen“. Am Ende kann man als Eltern auch nicht alles rich­tig machen bzw. in die Zukunft sehen, was das Kind mal wollen wird.

      „Warum schreibst du mir das?“
      Weil ich die Ein­fach­heit der Tat­sa­chen dar­stel­len wollte. Hat aber schein­bar nicht geklappt.

      „[…]Sind alle sehr tier­lieb. Aber letzt­lich sind es auch Tiere zum Essen. Ich kann das ver­ste­hen.“
      Ich kann nicht ver­ste­hen, dass man tötet, was man lieb hat. Oder dass man Men­schen, welche Tiere töten, als „tier­lieb“ bezeich­net. Außer­dem frage ich mich, was mit den 18 ande­ren Hähnen pas­siert ist, immer­hin beträgt das Geschlech­ter­ver­hält­nis bei Hüh­nern bei dem Schlupf in etwa fifty-fifty.

      „Sie nimmt das auf, wie es ein Kind in dem Alter eben auf­nimmt. Recht naiv, simpel und in Gut und Böse.“
      So simpel ist es auch. Dafür muss ich nicht irgend­wel­che rhe­to­ri­schen Tricks anwen­den. Nur Erwach­sene suchen irgend­wel­che meist kom­pli­zier­ten Gründe, um es doch als gut daste­hen zu lassen. Es ist sogar so ein­fach, dass der Junge hier von selbst drauf kommt: https://www.youtube.co/watch?v=apBQjnK1dbk
      Wie alt mag er wohl sein?

      „Bitte? Wir leben nicht in der Natur? Alles ist Natur! Wo lebst du bit­te­schön?“
      Was Sie m.M.n. zu viel schrei­ben (nicht böse gemeint :) ), schreibe ich wohl zu wenig. Also erst­mal wohne ich in einem von Men­schen gebau­ten Haus, dann gehe ich zur Arbeit in ein von Men­schen gebau­tes Haus. In der Natur bin ich nur in der Frei­zeit, wenn ich nicht gerade vor einem von Men­schen geschaf­fe­nen Com­pu­ter sitze. In der Natur *leben* würde für mich bedeu­ten, dass ich mit ihr haupt­säch­lich inter­agiere, z.B. meine Nah­rung dort von wild wach­sen­den Pflan­zen beschaffe. Meine Nah­rung kommt aber von Fel­dern in *Kultur*landschaften. Wäre es ver­ständ­li­cher gewe­sen, wenn ich geschrie­ben hätte „Wir leben nicht in der Natur, wie Tiere es tun.“? 

      „der Mensch gehört zur Natur, wie die Natur zum Men­schen.“
      Sehe ich nicht so, denn wir haben uns aus dem natür­li­chen Nah­rungs­kreis­lauf aus­ge­klinkt. Was brin­gen wir noch groß in die Natur ein? Haupt­säch­lich sehe ich da Zer­stö­rung in viel­fäl­ti­ger Form. Wir könn­ten posi­ti­ves ein­brin­gen, tun es aber kaum.

      „Nein, aber sie erle­gen die Tiere auch ein­fach mal nur so zum Spaß um mit ihnen zu spie­len und ihren Jagd­in­stinkt zu trai­nie­ren.“
      Also in meiner langen Geschichte als Tierdoku-Seher habe ich kein Wild­tier gese­hen, dass sein Beu­te­tier aus „Spaß“ getö­tet und dann unge­fres­sen liegen gelas­sen hätte. Das kann es sich auch eigent­lich nicht leis­ten, dann lebt es näm­lich nicht sehr lange. Raub­tiere müssen mit ihren Kräf­ten haus­hal­ten können. Und den Jagd­in­stinkt trai­nie­ren ist etwas für (vor allem junge) Raub­tiere not­wen­di­ges, im Gegen­satz zum Fleisch­essen beim Men­schen.

      „Und indem Sinne erzeu­gen wir die Tiere auch nicht, das machen noch die Tiere selbst. Da dürf­ten wir einer Mei­nung sein - zum Glück machen sie das noch eigen­stän­dig“
      Nein, sind wir leider nicht wirk­lich. Die meis­ten Rinder und Schweine werden heut­zu­tage künst­lich besamt. Und selbst wenn das männ­li­che Tier mal selbst ran darf, hat der Mensch vorher den Part­ner aus­ge­sucht.

      „Der Mensch ist eben das intel­li­gen­teste und hochentwickelt’ste Lebe­we­sen der Erde. Aber domes­ti­ziert hat er die Tiere schon seit tau­sen­den von Jahren […]“
      Hof­fent­lich ist das kein „das machen wir schon so lange, da kann es doch nicht falsch sein“-Argument, oder? Ich weiß jeden­falls jetzt nicht genau, ob Sie mir damit etwas Bestimm­tes sagen woll­ten.

      „Weil ich das Gefühl habe, Vega­ner haben immer die Ant­wor­ten auf die Erlö­sung.“
      Nun ja, Vega­ner fangen durch ihr Vegan-werden, im Gegen­satz zu Otto-Normalverbraucher, häufig damit an, die gege­be­nen Umstände zu hin­ter­fra­gen und vor allem, was denn wirk­lich not­wen­dig ist in unse­rer Über­fluss­ge­sell­schaft.

      „Ich trinke kaum Kaffee und wenn dann nur aus der geschenk­ten Senseo, von der ich aller­dings noch etli­che Pads habe. Wobei es bei Aldi glaube ich Fairtrade-Pads gibt.“
      Da lauert schon das nächste Pro­blem: Durch das Pad-System ent­steht unver­hält­nis­mä­ßig viel Müll.

      „Meinst du? ;) Eigent­lich stelle ich nur ein­fa­che Fragen.“
      Arbei­ten Sie jetzt alle Aus­sa­gen, die Sie irgend­wann mal von ande­ren (Vega­nern?) gele­sen haben, an mir ab? Ich weiß ja nicht, ob die Kom­men­tar­spalte hier­für geeig­net ist. Die Seite wird immer länger… Außer­dem dauern dann auch meine Ant­wor­ten länger. :/ Eigent­lich habe ich kaum noch Zeit.

      „Nun ja - hier gab es ja schon so einige Bei­träge. Wobei das Inter­net da schon viel zu bieten hat. Es ist manch­mal mein Ein­druck. Aber schön, wenn du das so selbst hin­ter­fragst. Damit kann ich gut leben.“
      Ich kann eigent­lich auch nur für mich spre­chen, was ich bei dem Thema leider ver­ges­sen habe. War ein Fehler von mir. 

      „Wie du sicher schon bemerkt hast, war das auch eher sar­kas­tisch gemeint.“
      Finde ich schade, dass Sie auch bei Men­schen­rechts­the­men auf Sar­kas­mus zurück­grei­fen.

      „Ver­stand bewahre - ohne Scho­ko­lade, ich würde meine Eltern heute wohl nicht mehr über den Weg laufen wollen. […]“
      Ich glaube, da war was falsch rüber­ge­kom­men, da ich unge­nau for­mu­liert habe. War halt schon spät. Süßig­kei­ten wollte ich jeden­falls nicht nicht geben (dop­pelte Ver­nei­nung, weil ich mit „nicht geben“ nicht gleich „Verbot“ meine).

      „„Kinder wollen auch mal vegan essen”“
      Ich würde sagen: Vegane Kinder wollen vegan essen.

  69. Deine Kinder tun mir leid! In einem solch repres­si­ven, dik­ta­to­ri­schen Umfeld auf­zu­wach­sen. Warum erlaubst Du Deinen Kin­dern nicht ihre eigene Mei­nung?

  70. „Bete Vega­nes Esen”..
    Deine Toch­ter ist sicher „über­durch­schnitt­lich intel­li­gent”. Diesen Kram bringt jedes Vor­schul­kind zu Tage, aber der Papa ist ja Zoo stolz auf sein Vegi-Kid, lol ..

    • Stolz auf seine Kinder zu sein, ist ja zunächst ein mal nix fal­sches. Deinen Eltern ist das ja leider nicht pas­siert, darum kannst du natür­lich bedau­er­li­cher­weise nicht mit­re­den, aber ich kann dir ver­si­chern, es trägt dazu bei, dass Kinder eben gerade dazu befä­higt werden, eine eigene Mei­nung zu ent­wi­ckeln.

    • Daniel Schneiderreplied:

      Bei vielen hier, auch bei dem Kom­men­tar hier, hat man das Gefühl, dass viele Angst davor haben, ihre Kinder könn­ten durch diese Initia­tive hier selbst vegan werden und sie selbst mora­lisch in den Schat­ten stel­len.

    • Fotobatteriereplied:

      Also Ich habe mir mal die Mühe gemacht und mir sämt­li­che Kom­men­tare durch­ge­le­sen. Ich für mich kann ihren Ein­druck dabei nicht bestä­ti­gen. Es gibt nur sehr wenig Kritik hier. Ins­ge­samt haben wir Es hier auch nicht mit beson­ders vielen Bei­trä­gen zutun, wobei für einen Blog okay. Aber von den weit mehr als 100 Bei­trä­gen ? waren nach meinen Schät­zun­gen nicht mehr als 10 kri­tisch. Dabei einige anschei­nend bereits ent­fernt

    • Fotobatteriereplied:

      Gut jetzt sind wir bei über 300… Hehe.

  71. Schon frus­trie­rend, wenn man sich über­legt, welche Men­ta­li­tät hinter eini­gen der Kom­men­tare hier steht. Zeigt auch, wie wich­tig es ist, Eltern dar­über auf­zu­klä­ren, was sie ihren Kin­dern mit ihrem Kon­sum­ver­hal­ten eigent­lich vor­le­ben. Viele sind sich dar­über tat­säch­lich nicht im Klaren, anders sind bestimmte Ansich­ten ja auch gar nicht zu erklä­ren.
    Wie kann man seinen Kin­dern ein authen­ti­sches Vor­bild sein, wenn man ihnen ein Kon­sum­ver­hal­ten vor­lebt, das mit den eige­nen Werten im Grunde über­haupt nicht ver­ein­bar ist? (Und wer der Mei­nung ist, dass sein Han­deln mit seinen Werten in Ein­klang steht, Tiere aber als Lebensmittel(produzenten) ansieht und ein ent­spre­chen­des Kon­sum­ver­hal­ten an den Tag legt, stellt sich selbst ein Armuts­zeug­nis aus und sollte sich mal näher mit dem Kar­nis­mus beschäf­ti­gen.) Hier geht es darum, wel­chen Stel­len­wert man als Eltern(teil) Aspek­ten wie Gesund­heit, Umwelt- und Kli­ma­schutz, sozia­ler Gerech­tig­keit, Ethik und Moral, aber auch Erzie­hung zu kri­ti­schem, logi­schem Denken und Empa­thie ein­räumt. Wer sich wirk­lich mal mit dieser The­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen möchte, den laden wir herz­lich ein, sich mal auf unse­rer Web­site umzu­se­hen: […]

    http://www.meatthetruthforyourkids.com

    @ Daniel: Super Sache, dran­blei­ben! Unter­stüt­zer gibt es genug :=)

    • Fotobatteriereplied:

      Haben eigent­lich kin­der­lose Men­schen auch noch ein Recht auf eine Mei­nung und warum ver­mu­ten Sie hinter jedem Kom­men­tar der nicht ihrer Mei­nung ent­spricht gleich ein Eltern­paar ent­spre­chen­der „Men­ta­li­tät”? Übri­gens emp­finde Mei­nungs­dik­tat ebenso schlimm Wie der Raub­bau und die Zer­stö­rung unse­rer Erde und Natur. 

      Ich frage mich oft über was der Wandel erreicht werden soll. Über die Ver­nunft oder die Moral,in diesem Sinne das Diktat? Als Ich ihre Worte las kam Ich ins grü­beln und mir fiel mal wieder auf, Wie oft sich doch vieles leider gleicht. Der Grund für die Über­zeu­gung wird da zur Neben­säch­lich­keit. Letzt­lich sind wir bei allen revo­lu­tio­nä­ren Ideen die wir schon hatten, aber am Men­schen selbst schei­tern. Kom­mu­nis­ten Wird Es trotz­dem weiter geben. Ver­ste­hen sie? […]

      Warum ver­za­gen, warum sich die Freude nehmen? Warum nicht ein­fach so leben Wie Sie Es für rich­tig halten ohne ande­ren einen Vor­wurf machen? Weil Sie glau­ben Sie errei­chen damit am wenigs­ten? Nein das Gegen­teil ist der Fall. Und Es zudem der mensch­lichste, der huma­nis­tischste und demo­kra­tischste. ;)

    • Bin nicht sicher, ob ich diesen teils eher kryp­ti­schen Kom­men­tar rich­tig dechif­friere, aber lesen Sie doch ein­fach mal unsere Web­site durch, da dürf­ten keine Fragen offen­blei­ben: http://www.meatthetruthforyourkids.com

  72. „Was sagst du dazu?”
    Ich habe gerade einige Kom­men­tare hier gele­sen. Es ver­wun­dert mich nicht, was viele hier schrei­ben. Vieles davon ist ego­is­tisch, abwer­tend, zum Teil sogar men­schen­ver­ach­tend, was darauf schlie­ßen lässt, dass viele frus­triert sind, oder ein­fach nur geis­tig und emo­tio­nal noch nicht reif. 

    Es ist fest­zu­hal­ten, dass viele die mit der „Ideologie-Keule” kommen, nicht wissen, dass sie selbst ihrem Kind bzw. ihrer Mit­welt vor­le­ben, dass es mora­lisch ok ist Tiere für nie­dere Bedürf­nisse zu töten. Was der Ver­fas­ser dieser Seite seinem Kind vor­lebt ist eine Ideo­lo­gie des Mit­ge­fühls und Acht­sam­keit gegen­über dem Leben. Das ist auch der Grund warum seine Toch­ter später voller Mit­ge­fühl, Achtam­keit und Respekt sein wird. Und das ist schon­mal groß­ar­tig, denn die Welt braucht viel mehr sol­cher Men­schen und weni­ger Men­schen, die hier mit bösen Worten um sich schmei­ßen. […]

    Kurz gesagt, viele Leute, die hier so teil­weise extrem dumme Kom­men­tare schrei­ben tun mir sehr leid. Auch die Kinder der Leute tun mir leid, da sie wahr­schein­lich nie lernen was Mit­ge­fühl bedeu­tet.

    Ich wün­sche Daniel Boehme viel Erfolg bei seinem Pro­jekt und werde es selbst­ver­ständ­lich unter­stüt­zen.

  73. Wie albern, dass manche glau­ben, man könne Kinder in einer „neu­tra­len” Umge­bung auf­wach­sen lassen, damit sie sich dann voll­kom­men unbe­ein­flusst ent­schei­den können, ob sie vegan sein wollen oder omni­vor, reli­giös oder athe­is­tisch. Das Kaspar-Hauser-Experiment ist schon­mal geschei­tert, oder wer will das seinen Kin­dern zumu­ten?!

    Wer seinen Kin­dern vor­lebt, dass es in Ord­nung ist, andere Lebe­we­sen zu töten und zu essen, Krieg zu führen, zu lügen und zu betrü­gen, dessen Kinder werden das erst­mal normal finden und nach­ah­men. Inter­es­san­ter­weise sind Kinder, die es normal finden, Tiere zu töten und zu essen, auch oft bei­spiels­weise für die Todes­strafe bei Men­schen. […]

    Dass viele Men­schen es als normal anse­hen, dass Tiere in der Mas­sen­tier­hal­tung gequält und getö­tet werden, macht es nicht besser, noch ist diese Hal­tung „neu­tral” oder gar „ideo­lo­gie­frei”. Sie ist Aus­druck von Gefühl­lo­sig­keit, Rück­sichts­lo­sig­keit und Ego­is­mus - nichts, das ich meinen Kin­dern vor­le­ben will.

    Meine Kinder würde es trau­rig machen, wenn ich eine Spinne tötete. Sie tragen Schne­cken vom Weg, damit sie nicht zer­tre­ten werden. Und sie setzen sich für andere Mit­schü­ler ein, wenn jemand gemein oder unge­recht behan­delt wird.
    Meiner Mei­nung nach gehö­ren alle drei Ver­hal­tens­wei­sen zusam­men. Keine Gewalt, son­dern Gerech­tig­keit für alle Lebe­we­sen!

    • Akulareplied:

      Ich finde es inter­es­sant, dass du deine Mei­nung und deine begrenzte Wahr­neh­mungs­welt - Wie sie jeder von uns und den Lebe­we­sen hat - über alles zu stel­len ver­suchst.

      Eine neu­trale Umge­bung gibt es natür­lich nicht, aber jeder von uns kann seine soziale, hei­mat­li­che und natür­li­che Umge­bung beein­flus­sen - ja im Prin­zip macht er das schon auto­ma­tisch. Dein. Ansatz, weil etwas angeb­lich nicht funk­tio­niert, es über­haupt nicht erst zu ver­su­chen ist dich ziem­lich destruk­tiv.

      Du sprichst von Mas­sen­tier­hal­tung, schließt jedoch die gute alte Tier­hal­tung, gar die Öko­lo­gi­sche aus. Wieder dieses Schwarz und Weiß. Typisch - leider. 

      Und du tötest keine Tiere…allein wenn du durch die Natur wan­delst tust du das in Massen, Klein­st­in­sek­ten und Lebe­we­sen. Du zer­störst Lebens­raum. Die Erde steht eben nicht still. Alles ist in Bewe­gung. Tod und Leben. Leben und Tod. Beides gehört 1:1 zusam­men. Und das soll­ten auch Kinder mög­lichst früh erfah­ren und damit pie­tät­voll und mensch­lich umge­hen lernen. Ich bin grad in Por­tu­gal und glaubst du ernst­haft Ich las die Mos­qui­tos am Leben die das Dengue Fieber über­tra­gen können und mir die Nacht und Nerven rauben? Oder setze die dicke schwarze Spinne daheim raus, nur damit Sie wieder rein krab­belt, weil sie da nicht über­le­ben kann? Nun, wer mit dicken Spin­nen, hier mit 50cm Kaker­la­ken oder Mos­qui­tos leben will, der kann das tun. Ich lass mich dazu von ande­ren nicht zwin­gen. Ein Hoch auf Demo­kra­tie und Huma­nis­mus. […]

    • @Akula: Ver­su­che doch mal bitte die Essenz der Kom­men­tare zu erfas­sen, bevor du darauf ant­wor­test - statt nach Feh­lern in der For­mu­lie­rung zu suchen. Bei­spiel: Was Julia offen­sicht­lich meint, ist natür­lich nicht aus­schließ­lich die Mas­sen­tier­hal­tung, son­dern ‚dass Tiere [in der Mas­sen­tier­hal­tung] gequält und getö­tet’ werden, und das gilt natür­lich für JEDE Form von ‚Tier­hal­tung’. Das war doch Kern der Aus­sage.
      Und bitte unter­schwel­lig belei­di­gende Äuße­run­gen ein­fach lassen.

    • Maikereplied:

      „Eine neu­trale Umge­bung gibt es natür­lich nicht, aber jeder von uns kann seine soziale, hei­mat­li­che und natür­li­che Umge­bung beein­flus­sen”
      Und genau darum geht es doch! Du kannst dich deiner Umge­bung gegen­über gleich­gül­tig ver­hal­ten, rein ego­is­ti­sche Ent­schei­dun­gen tref­fen oder aber ver­su­chen, deine Ent­schei­dun­gen so über­legt und umfas­send wie mög­lich zu tref­fen. Men­schen, die sich für Vegan­sein ent­schei­den, haben sich viele Gedan­ken gemacht und ihre Ent­schei­dungs­grund­lage ist u.a. Empa­thie. Was fin­dest du daran ver­kehrt?! Ich ver­stehe das gar nicht. Außer dem kindlich-trotzigen „Ich-lass-mir-doch-nichts-vorschreiben (ich bringe um, wen ich will)” gibt es doch gar keinen Grund dage­gen. Und - mal ehr­lich - das ist ja auch kein Grund. Es gibt keinen ein­zi­gen guten Grund, Fleisch und Tier­pro­dukte zu kon­su­mie­ren oder ander­wei­tig leicht­fer­tig den Tod ande­rer Lebe­we­sen in Kauf zu nehmen. Das ist doch ganz klar! Das ein­zige, was Leute vor­brin­gen können ist: […]

      1. das schmeckt
      2. das war doch schon immer so
      3. das ist doch gesund
      Gewohn­heit, Bequem­lich­keit, Unwis­sen­heit - aus diesen Grün­den ver­än­dern Leute ihr Kon­sum­ver­hal­ten nicht und blen­den aus, wel­chen Scha­den für Andere sie damit ver­u­sa­chen.

      Und es geht doch auch nicht darum, dass man immer alles abso­lut unter Kon­trolle hat: natür­lich bekomme ich es nicht immer mit, wenn ich z.B. einem Kleinst­tier Scha­den zufüge - aber ich kann mich sehr darum bemü­hen, dass mir das weit­ge­hend nicht pas­siert. Es geht also darum, sich bewusst gegen das Töten zu ent­schei­den und das in alle Lebens­si­tua­tio­nen nach bestem Wissen ein­flie­ßen zu lassen. 

      „Du zer­störst Lebens­raum. Die Erde steht eben nicht still. Alles ist in Bewe­gung. Tod und Leben. Leben und Tod. Beides gehört 1:1 zusam­men.”
      Und du ent­schei­dest dich offen­sicht­lich leicht­fer­tig und ohne guten Grund für den Tod (ande­rer Lebe­we­sen). Es geht darum, dass man eine WAHL hat, ver­stehst du? Du kannst die Mos­ki­tos tot­klat­schen oder du kannst dir ein Mos­ki­to­netz anschaf­fen (nur mal so als Bei­spiel).

      Und es gibt keine „gute alte Tier­hal­tung”, Mär­chen­stunde war ges­tern. Wo Tiere für mensch­li­che Zwecke gehal­ten werden, werden sie aus­ge­beu­tet, gewinn­brin­gend „genutzt” - unter diesem Diktat stehen auch Öko­bäue­rin­nen und -bauern. Bitte infor­miere dich doch erst­mal gründ­li­cher!

      Und ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber deine Hal­tung hat leider gar nichts mit Huma­nis­mus zu tun, son­dern eher mit Hedo­nis­mus und einer unre­flek­tier­ten Angst vor Bevor­mun­dung.

    • juliareplied:

      Wie schön, dass mir hier jemand schreibt, der offen­bar im Gegen­satz zu mir keine „begrenzte Wahr­neh­mungs­welt” hat. Will­kom­men in diesem Thread, lieber Gott aka „Akula” oder so.

      „Die gute alte Tier­hal­tung”, ja und „Dein Fleisch” vom „Metz­ger um die Ecke”. Selten so gelacht, so oft hab ich den Witz schon gehört. Da werden die Tiere tot­ge­strei­chelt, oder was?!

      Glaubs oder lass es blei­ben: aber wie die meis­ten Vega­ne­rIn­nen hab ich von Tier­hal­tung wesent­lich mehr Ahnung als die Leute, die ahnungs­los deren „Pro­dukte” kon­su­mie­ren. Ich kenne Bio­be­triebe auf der Alm und Mini­be­triebe mit 19 Kühen, wo jede einen Namen hat. Auch da werden die Kälber den Müt­tern jedes Jahr aufs Neue sofort nach der Geburt weg­ge­nom­men, Bul­len­käl­ber werden als Babies geschlach­tet, die Kuh­käl­ber werden wieder bald Milch­kühe. Und jede ist nach ein paar Jahren aus­ge­laugt und fertig. Darf nie ihr Kalb stil­len, nie ein nor­ma­les Sozi­al­le­ben haben, wie sie das in einer Herde hätte. Alles nur damit wir Kuh­milch trin­ken, statt gesun­der Pflan­zen­milch?! Nein danke. […]

      Ach ja, wir Vega­ner töten Tiere … Noch so’n Uralt­gag. Immer­hin lasse ich, anders als Du, nicht im Auf­trag töten. Wegen mir leidet kein Käfig­huhn, kein Mast­kalb, kein Zucht­lachs. Wegen uns wird weni­ger Wald gero­det und ster­ben weni­ger Kinder an Hunger. Und ja, wir tragen Spin­nen nach drau­ßen, wenn sie uns in der Woh­nung begeg­nen - und zwar zart. Denn sie tun uns nichts und haben das­selbe Recht zu leben wie wir. Dengue-Fieber haben wir in Berlin bekannt­lich eher selten. Aber wegen Leuten wie Dir und der von Eurem Konsum ver­ur­sach­ten Kli­ma­er­wär­mung kommt sowas wie Dengue-Fieber über­haupt nach Europa. Früher gab’s das in Por­tu­gal näm­lich nicht.

      Du erschlägst also die Fliege aus reiner Selbst­ver­tei­di­gung (nicht dass das gegen Dengue-Fieber hilft, aber bitte, wenn’s DIch beru­higt) - aber womit bitte hat Dich das Mast­kalb bedroht, der Stock­fisch oder das Hüh­ner­schnit­zel? Haben sie DIch in Ver­su­chung geführt, sie zu essen, Du Armer, und sind darum selbst daran schuld, dass Du sie jetzt ver­nich­ten musst?

      Dann danke ich Dir dafür, dass Du Dich so mutig für uns auf­op­ferst. Dich all den Schin­ken und Stock­fi­schen und Eier­spei­sen todes­ver­ach­tend ent­ge­gen­wirfst und all das krank­ge­machte Fleisch todes­mu­tig in Dich hin­ein­stopfst, das, wie Du nur zu gut weißt, Dich krank machen wird, Deine Arte­rien ver­kal­ken läßt und Dein Chos­te­rin und Deinen Blut­druck in die Höhe treibt, das Deine Urteils­kraft bein­träch­tigt, jeg­li­che Fähig­kei­ten zu logi­schem Denken und fried­li­cher Kom­mu­ni­ka­tion hin­weg­nimmt und Deinen Ver­stand derart bene­belt, dass Du solche hin­ver­brann­ten Posts schreibst. Denn so heiß kann es ja in Por­tu­gal um die Jah­res­zeit noch nicht sein …

      Huma­nis­mus? Was ist das in Deinen Augen? Das Recht ohne Rück­sicht auf andere tun und lassen zu können was Du willst? Bitte, wenn das Deinem Men­schen­bild ent­spricht, dann ist das natür­lich Huma­ni­us­mus. Für mich ist Huma­nis­mus vor allem etwas, das mit Bil­dung zu tun hat. Davon kann ich in Deinem Post nicht viel erken­nen.

      Und Demo­kra­tie? Demo­kra­tie sollte eigent­lich bedeu­ten, dass die Rechte aller Berück­sich­ti­gung finden. Jean Zieg­ler, der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nah­rung, sagt: Jedes Kind, das heute ver­hun­gert, wurde ermor­det - durch unse­ren Fleisch­kon­sum. Ich will daran nicht schul­dig sein, ich ver­schone Tiere und Men­schen, gerade WEIL ich mein eige­nes Recht nicht als höher ein­schätze als das eines Kindes in Afrika oder Asien, das nicht wegen mir hun­gern soll. Wenn Du das anders siehst - es ist _Dein_ Gewis­sen, und für das bist Du und nur Du ver­ant­wort­lich. Für das ver­hun­gernde Kind in Afrika damit leider auch. Wenn Du das Demo­kra­tie nennst, bitte. Aber mit der Schuld daran musst Du selber leben.

      Mit mit­lei­di­gen Grüßen, Julia

    • Akulareplied:

      @Maike

      „Men­schen, die sich für Vegan­sein ent­schei­den, haben sich viele Gedan­ken gemacht und ihre Ent­schei­dungs­grund­lage ist u.a. Empa­thie.”

      Das ist eine ober­fläch­li­che Behaup­tung ohne irgend­wel­chen Bezug zur Rea­li­tät oder gar zur einem Nach­weis - ja einer wis­sen­schaft­li­chen Fals­zi­fi­zie­rung. Ja sie impli­ziert sogar die Aus­sage, dass Vega­ner die bes­se­ren Men­schen seien - wahr­schein­lich noch die … ich gebrau­che das Wort lieber nicht. Hören sie sich eigent­lich noch selbst schrei­ben? Sie können und kennen nicht alle Men­schen - weder die, die Fleisch essen, die Vega­ner sind, noch die, die Fru­ta­rier sind oder die Vege­ta­rier sind. 

      Und Empa­thie? Da ich in Berlin wohne, kenne ich gut sehr viele Vega­ner, Vege­ta­rier aller Rich­tun­gen. Und ich kann ihnen ver­si­chern, allein ich habe mehr Empa­thie zu bieten, als ein Groß­teil meines Bekann­ten­krei­ses. Und die brauch ich auch in meinem Job im sozia­len Bereich. Also erzäh­len sie mir bitte nicht irgend ein Theo­rie­kram. Am schlimms­ten sind übri­gens genau die, die gerade zur neuen „Reli­gion” gefun­den haben und plötz­lich der Mei­nung sind, nun alle bekeh­ren zu müssen. Sie erin­nern mich auch in etwa daran. Ins­be­son­dere wenn ich mein Schluss­fa­zit zu ihrem Bei­trag ziehen werde. Ein großer Teil der Men­schen, die empa­thisch sind - denn zu denen zieht es mich am meis­ten - sind keine Vega­ner. Das auf mich selbst bezo­gen. Nun bin ich kein Maß­stab. Ich kenne aber etli­che Kol­le­gen, quer durch die Sozi­al­bran­che. Es ist bunt gemischt. Und zum Glück tole­rant. Anders als es mir hier ent­ge­gen schlägt. […]

      Grund­sätz­lich will ich ihr Zitat nicht negie­ren. Es ist rich­tig, sich um seine Ernäh­rung Gedan­ken zu machen. Aber viel­leicht soll­ten sich Vega­ner auch erst mal darum Gedan­ken machen, wie sie all die Bomben an Zucker und Zusatz­stof­fen aus ihren wun­de­ren angeb­lich so vita­len Lebens­mit­teln bekom­men und dass das Pro­blem von Mono­kul­tu­ren und Palm­öl­plan­ta­gen weit gra­vie­ren­der und rea­lis­tisch zu bekämp­fen ist, als von Men­schen ankla­gend - ja fast schon fana­tisch - zu ver­lan­gen, sie sollen den Fleisch­kon­sum ein­stel­len.

      Ich habe hier näm­lich das Gefühl, dass der Vega­nis­mus als Weis­heits letz­ter Schluss ver­kauft wird. Ist er aber nicht. Ins­be­son­dere nicht, wenn man nicht auch über andere Pro­bleme schreibt und spricht, die natür­lich auch im Zusam­men­hang stehen.

      Und ich möchte auch hin­zu­fü­gen, dass die Ver­leug­nung des Vega­nis­mus als Mode­trend bitte auch noch hier hin gehört. Und ein Mode­trend hat nun gar nichts mit Empa­thie zutun. Es ist genau das Gegen­teil von dem. Zumal Empa­thie nicht jeder Mensch besitzt, denn nicht jeder Mensch ist gleich und jeder Mensch besitzt die selben Stär­ken und Schwä­chen. Und wer wünscht sich das auch?!

      „Es gibt keinen ein­zi­gen guten Grund, Fleisch und Tier­pro­dukte zu kon­su­mie­ren”

      Natür­lich gibts genug Gründe. Für die Inuit alle­mal. Auch für andere Polar­völ­ker oder für Völker, deren Ange­bot an Fleisch­nah­rung größer ist als an pflanz­li­cher Nah­rung. Aber ich hab das Gefühl, ich dis­ku­tiere hier mit ver­wöhn­ten Deut­schen, die die Welt nur noch aus ihren Wohn­zim­mern kennen und sich den Luxus Vega­nis­mus erlau­ben können.
      Warst du jemals in einem armen Land? Ihr argu­men­tiert mit Län­dern wie Indien, wo es Vega­nis­mus aus reli­giö­sen Grün­den schon lange gibt… Seid ihr reli­giös? Bist du es? Mit deiner Fami­lie seit Jahr­hun­der­ten und Jahr­zehn­ten? Dort ansäs­sig?

      Und der beste Grund Tier­pro­dukte zu kon­su­mie­ren ist der Sim­pelste über­haupt: Es schmeckt und riecht wun­der­bar. Und auch du igno­rierst beharr­lich den mensch­li­chen Geschmacks­sinn. Einen der wich­tigs­ten Sinne des Men­schen! Das muss ich mir mal vor­stel­len. Da glaubt eine Userin, sie kann ihre Sinne bewusst abstel­len. Und will­kom­men im Eso­te­rik­be­reich.

      ” leicht­fer­tig den Tod ande­rer Lebe­we­sen in Kauf zu nehmen.”

      Eben und so wie du die 3 Punkte auf­zählst, bleibt es am Ende bei dir nur bei einem Punkt - der Tod. Wie bar­ba­risch. Wir soll­ten alle Tiere umbrin­gen, die töten. Raub­kat­zen, Greif­vö­gel und wie sie nicht alle heißen. Ach stimmt, der Mensch steht außer­halb dessen. Hmm. Eine Sack­gasse, die er sich selbst gebaut. Ja was ist der Ausweg? 

      „natür­lich bekomme ich es nicht immer mit, wenn ich z.B. einem Kleinst­tier Scha­den zufüge - aber ich kann mich sehr darum bemü­hen, dass mir das weit­ge­hend nicht pas­siert.”

      Das mache ich nicht? Gibt es nur Schwarz oder Weiß?

      „Du kannst die Mos­ki­tos tot­klat­schen oder du kannst dir ein Mos­ki­to­netz anschaf­fen”

      Ers­tens, gilt die aktive Bekämp­fung auch dir und deinem Kind - anschei­nend hast du dich noch nie in deinem Leben mit gewis­sen hef­ti­gen Krank­hei­ten aus­ein­an­der gesetzt… z.B. mit dem Dengue-Fieber.
      Zwei­tens, fliegt die ägyp­ti­sche Tiger-Mücke auch am Tage herum, wie auch wei­tere Arten, die Krank­heits­er­re­ger ver­brei­ten und wo es keine Imp­fun­gen dage­gen gibt. Und in Zukunft wirst du dich mit der Tiger-Mücke aus­ein­an­der setzen müssen, denn sie dringt immer weiter nach Mittel- und Nord­eu­ropa vor.

      „Und es gibt keine „gute alte Tier­hal­tung”, Mär­chen­stunde war ges­tern. Wo Tiere für mensch­li­che Zwecke gehal­ten werden, werden sie aus­ge­beu­tet, gewinn­brin­gend „genutzt” - unter diesem Diktat stehen auch Öko­bäue­rin­nen und -bauern. Bitte infor­miere dich doch erst­mal gründ­li­cher!”

      Dass das Wort „gut” rela­tiv war, sollte selbst dir auf­ge­fal­len sein. Warst du eigent­lich jemals auf einem Bau­ern­hof? Ich habe da meine Zwei­fel. „Aus­ge­beu­tet” - moralisch-ideologische Flos­keln. Phra­sen. Die Kühe wurden dafür gezüch­tet. Ja infor­miere dich mal. Die Arten müss­ten aus­ge­rot­tet werden, um sie deinem Zwecke zuzu­füh­ren. Natür­lich werden sie gewinn­brin­gend genutzt. Oder von was lebst du? Von Blumen und Luft? Hast du dich über­haupt schon mal mit der Mensch­heits­ge­schichte aus­ein­an­der gesetzt? Oder sind das nur Gefühle in mir, die mir sagen, dass das nicht der Fall ist? Seit jeher werden Tier­pro­dukte genutzt, wei­ter­ver­ar­bei­tet und ver­kauft. Damals in Natu­ra­lien und Gegen­wer­ten. Später in Form von Geld als neues Tausch­mit­tel. Der Mensch musste über­le­ben, er wollte sich ent­wi­ckeln. Es zu Wohl­stand brin­gen. Das war die Bestim­mung. Und ab einem gewis­sen Punkt ent­glitt das Ganze. 

      Warum schreibst du nicht wissenschaftlich-wertvolle Arbei­ten dar­über? In der Tat ein span­nen­des Thema.

      Wie ich bereits schrieb. Ich habe über­haupts nichts dage­gen, wenn immer mehr Leute weni­ger Fleisch essen, bewusst Fleisch essen, gar kein Fleisch essen. Und am besten sich sowieso sehr bewusst mit dem aus­ein­an­der setzen, was sie essen. Aber solche Sätze wie:

      „Und du ent­schei­dest dich offen­sicht­lich leicht­fer­tig und ohne guten Grund für den Tod (ande­rer Lebe­we­sen).”

      Gehen gar nicht und sind ein abso­lut radi­ka­ler Ansatz, den ich par­tout ablehne, weil er einen Zwang impli­ziert, der nicht auf dem Grund unse­rer Ver­fas­sung steht sowieso keine Zukunft hat und im Grunde an der Wirk­lich­keit und Zukunft vorbei geht. Denn es ist naiv anzu­neh­men, Fleisch essen zu ver­bie­ten - ins­be­son­dere mit sol­chen Aus­sa­gen. Das ist auch der Grund, wieso die Lobby der Vega­ner bisher so klein blieb. Ein wenig Selbst­kri­tik werte Maike steht dir in diesem Punkt gut. Und wenn dann, ent­scheide ich mich höchs­tens leicht­fer­tig für meinen eige­nen Tod. Denn den habe ich selbst in der Hand.

    • Akulareplied:

      @Julia

      „lieber Gott aka „Akula””

      Aha - wer also nicht für mich, der ist gegen mich. Also ich habe mit ande­ren Mei­nun­gen kein Pro­blem. Aber wenn du meinst mich hier als Got­tes­gleich beti­teln zu müssen, tu dir keinen Zwang an. Ich igno­riere es künf­tig.

      „Glaubs oder lass es blei­ben: aber wie die meis­ten Vega­ne­rIn­nen hab ich von Tier­hal­tung wesent­lich mehr Ahnung als die Leute, die ahnungs­los deren „Pro­dukte” kon­su­mie­ren.”

      Natür­lich, weil du ja auch die 7 Mil­li­ar­den Men­schen auf Erden kennst. Das sind hier schon Aus­sa­gen, die weit an Sach­lich­keit ver­mis­sen lassen. Außer Behaup­tun­gen nichts gewe­sen. Und das ist übri­gens genau das, was ich kri­ti­siere. […]

      „Auch da werden die Kälber den Müt­tern jedes Jahr aufs Neue sofort nach der Geburt weg­ge­nom­men,”

      Du hast also alle Betriebe die es gibt gese­hen? Inter­es­sant.

      „Bul­len­käl­ber werden als Babies geschlach­tet”

      All­ge­mein unter Kalb ver­kauft.

      „die Kuh­käl­ber werden wieder bald Milch­kühe.”

      Das Rind ist eines der ältes­ten domes­ti­zier­ten Haus­tiere des Men­schen. Natür­lich werden sie wieder Milch­kühe. Aus Milch kann man unheim­lich viel her­stel­len.

      „Und jede ist nach ein paar Jahren aus­ge­laugt und fertig.”

      Das ist keine neue Erkennt­nis für mich und ich habe auch nie bestrit­ten oder gar ver­tei­digt, dass sich das nicht ändern soll.

      „Darf nie ihr Kalb stil­len, nie ein nor­ma­les Sozi­al­le­ben haben, wie sie das in einer Herde hätte.”

      Also ich habe schon genug Kühe und Kälber gese­hen, wo die Stil­lung auf offe­nem Feld statt­fin­det und auch ein Sozi­al­le­ben. Also ent­we­der hast du hier einen ein­sei­ti­gen Blick mit den Jahren ent­wi­ckelt oder wirk­lich keine Ahnung. Hier um Berlin gibt es sogar frei gra­sende Yaks. Deutsch­land ist groß.

      „Alles nur damit wir Kuh­milch trin­ken, statt gesun­der Pflan­zen­milch?! Nein danke.”

      Kuh­milch ist auch gesund. Beson­ders die Fette darin. Und was soll bitte Pflan­zen­milch sein? Es gibt Mil­li­ar­den von Pflan­zen. Der Genveränderte-Soja-Quatsch? Zumal mir per­sön­lich Soja über­haupt nicht schmeckt. Aber das muss jeder für sich ent­schei­den. Ich lasse mir jeden­falls von dir nichts auf­zwin­gen.
      Die Viel­falt ist doch schön! Mei­net­we­gen können doch ruhig die Anteile an Soja-, Man­del­milch und wei­te­ren Milch­sor­ten stei­gen. Wieso auch nicht. Ne Man­del­milch trink ich gerne mal, dann reicht es mir jedoch. Ansons­ten aber am liebs­ten Kuh­milch - aller­dings die Lac­to­se­freie. Schon alles heut im stink­nor­ma­len Super­markt.

      „Ach ja, wir Vega­ner töten Tiere … Noch so’n Uralt­gag.”

      Nein, es wird „Euch” nur der Spie­gel vor gehal­ten. Um „euer” End­ziel zu errei­chen, müss­tet ihr aller­dings töten. In Massen. Die Popu­la­tio­nen würden sonst explo­die­ren. Und genug Fläche wäre auch nicht da. Aber daheim in der schö­nen heilen Welt, da wo man keinen Hunger leiden muss, klingt das immer alles so wun­der­präch­tig.

      „Immer­hin lasse ich, anders als Du, nicht im Auf­trag töten.”

      Nein da irrst du dich. Ich habe noch nie jeman­den beauf­tragt ein Tier zu töten. Ansons­ten lege mir den Beweis vor oder schweige.

      „Wegen mir leidet kein Käfig­huhn, kein Mast­kalb, kein Zucht­lachs.”

      Wie willst du bewei­sen? Weil du es nicht kon­su­mierst? Herz­lich naiv.

      „Wegen uns wird weni­ger Wald gero­det und ster­ben weni­ger Kinder an Hunger.”

      Also jetzt wird aber wirk­lich aben­teu­er­lich. Bei dem Zitat steig ich aus.

      „Und ja, wir tragen Spin­nen nach drau­ßen, wenn sie uns in der Woh­nung begeg­nen - und zwar zart.”

      Wird dir und der Win­kel­spinne als „Drin­nen­in­sekt” nur nichts brin­gen. Was unter­schei­det dich nun zu den Men­schen die du kri­ti­sierst, wenn du sie am Ende sowieso wieder da hast, wo du sie ein­ge­sam­melt?! Aber auch das schrieb ich bereits. Um das zu wissen, muss man sich eigent­lich nur mal mit den Lebe­we­sen beschäf­ti­gen.

      „Dengue-Fieber haben wir in Berlin bekannt­lich eher selten.”

      Weil die Welt ja auch nur aus Berlin besteht.

      „Aber wegen Leuten wie Dir und der von Eurem Konsum ver­ur­sach­ten Kli­ma­er­wär­mung kommt sowas wie Dengue-Fieber über­haupt nach Europa.”

      Ich gebe es zu. Ich allein bin schuld.

      „Früher gab’s das in Por­tu­gal näm­lich nicht.”

      Früher hatten wir auch noch einen Kaiser und Vega­nis­mus gab es auch noch nicht in der Form wie heute.

  74. @Akula
    Doch, mein Lieber, Vega­ne­rIn­nen haben sich in der Regel wesent­lich mehr Gedan­ken gemacht, als unre­flek­tierte Kar­nis­tIn­nen wie du. Vegan­sein ist eine Hal­tung, die impli­ziert, so wenig Lebe­we­sen wie mög­lich Leid zuzu­fü­gen (Tier UND Mensch) oder indi­rekt zufü­gen zu lassen. Men­schen, die sich dafür ent­schei­den, haben eine gute Ent­schei­dung getrof­fen, die sich auf alle posi­tiv aus­wirkt - je mehr Men­schen das tun (und sei es auf­grund einer „Mode”), desto besser. Desto besser auch für dich und die Kinder, die du hof­fent­lich nicht hast.
    Deine Empa­thie bezieht sich offen­bar nur auf Men­schen, nicht auf Tiere. Viel­leicht erfährst du etwas neues, wenn ich dir nun mit­teile: Vega­ne­rIn­nen achten nicht nur nicht-menschliche, son­dern auch mensch­li­che Tiere - Akula höre und staune. Dich für beson­ders empa­thisch zu halten, weil du im sozia­len Bereich tätig bist, ist abso­lut lächer­lich. Das ist kein Grund für irgend­was. […]

    Du hast auch keine Ahnung von den Kri­te­rien für „Reli­gion”. Reli­gion hat immer etwas mit Glau­ben zu tun. Vegan­sein ist eine Hal­tung, die auf klaren Ana­ly­sen beruht, ist also das Gegen­teil von Reli­gion. Darum ist es auch lustig, wenn du von „bekeh­ren” schreibst. Ich will dir kurz was erklä­ren: auf dieser Welt werden täg­lich für mensch­li­che Zwecke mil­li­ar­den­fach Tiere gequält und getö­tet. Das ist völlig unnö­tig und abso­lut unethisch. DU hast eine Wahl! Du lebst im rei­chen über­ver­sorg­ten Europa, dir stehen aus­rei­chend pflanz­li­che Nah­rungs­mit­tel zur Ver­fü­gung, du hast abso­lut keinen Grund dafür, andere für deinen Hedo­nis­mus und deine Genuss­sucht leiden zu lassen. Es ist so zynisch, wenn Leute wie du mit den Inuit kommen, um ihr eige­nes Ver­hal­ten zu recht­fer­ti­gen. Es ist sogar abar­tig. Und darum auch so zum Lachen, dass du uns vor­wirfst, was du selbst tust: du lebst im Luxus und hast die Wahl, aber anstatt dein Ver­hal­ten zu ändern, schwa­dro­nierst über Men­schen, die in ärme­ren Teilen der Welt leben und Fleisch kon­su­mie­ren. Du wür­dest ärme­ren Men­schen helfen, wenn du kein Fleisch isst. Du wür­dest dadurch ver­hin­dern helfen, dass Kinder ver­hun­gern.
    Ich habe noch nie mein Vegan­sein mit indi­schen Tra­di­tio­nen begrün­det, ich weiß nicht, wo du diese absurde Behaup­tung her­hast. Und wieder wirfst du eine gut begründ­bare Hal­tung mit Glau­bens­sys­te­men durch­ein­an­der - wer hat denn da nicht auf­ge­passt?? Aber weil du es so mit Reli­gion hast: Kannst du denn das Glau­bens­sys­tem, die Ideo­lo­gie benen­nen, auf dem/der deine „Argu­men­ta­tion” (es ist viel­mehr eine Abwehr) beruht? Nein? Es ist jeden­falls nicht Huma­nis­mus. Hat auch nichts mit Demo­kra­tie zu tun, viel­mehr mit Kapi­ta­lis­mus, Hege­mo­nie, Herr­schafts­den­ken. Es ist Kar­nis­mus.
    Es ist zum Tot­la­chen, dass du glaubst, Gerü­che und Geschmä­cker seien etwas ange­bo­re­nes in dem Sinne, dass sie bei allen Men­schen gleich und unver­än­der­bar seien. Das ist bio­lo­gis­ti­sche Kack­scheiße und schlicht­weg falsch. Du hast GELERNT, was angeb­lich lecker riecht. Und ich muss dich leider ent­täu­schen: mich ekelt der Geruch von Fleisch. Das sind für mich Lei­chen­teile und ich würde sofort kotzen, wenn ich es rie­chen geschweige denn essen müsste. Kar­nis­tIn­nen begrün­den ihr mar­tia­li­sches Ver­hal­ten immer mit: 1. Geschmack, 2. Tra­di­tion, 3. Gewohn­heit. Das ist nichts neues. Lies doch mal: „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anzie­hen” von Mela­nie Joy. Damit du end­lich mal eine fun­dierte Grund­lage zum Thema bekommst.
    Und was redest du von Sack­gasse?? Wer sagt denn, dass nicht­mensch­li­che Tiere vegan werden sollen? Mensch­li­che soll­ten es tun - DU soll­test es tun. Du hast Kennt­nis von der vor­herr­schen­den Situa­tion (täg­li­ches mil­li­ar­den­fa­ches Leid, das du mit ver­ur­sachst - und zwar bei Tieren UND Men­schen), aber du ver­än­derst dein Ver­hal­ten nicht. Ego­is­tisch, bor­niert, stur, unwis­send. DAS erklär doch mal den hun­gern­den Kin­dern!
    Das Gerede von „schon immer wurden Tiere aus­ge­beu­tet” habe ich bereits als eine wesent­li­che Form der kar­nis­ti­schen Abwehr erwähnt: Gewohnheit/Tradition. Das ist doch kein Grund! Warum hältst du dir keinen Skla­ven? Warum ver­brennst du keine Hexen? Es gibt etwas, von dem du viel­leicht schon mal ent­fernt hast läuten hören: ENTWICKLUNG ist das Zau­ber­wort. Und damit meine ich nicht immer aus­ge­klü­gel­tere Formen der Tier­ver­nich­tung, son­dern den Ver­zicht auf Tier­aus­beu­tung (natür­lich auch Men­schen­aus­beu­tung - da du offen­bar gerne, wie wie­derum auch viele Kar­nis­tIn­nen, glau­ben willst, Vega­ne­rIn­nen würden sich nicht um Men­schen sche­ren) - denn es ist für Men­schen wie dich und mich nicht mehr not­wen­dig.
    Zum Thema Bau­ern­ho­f­idylle hat Julia ja umfas­send infor­miert. Du igno­rierst die ganze Zeit kom­plett, was andere dir zum Thema erklä­ren und bist latent abwer­tend - damit hast du auch deine Erklä­rung dafür, dass die Leute hier von dir, milde aus­ge­drückt, abge­nervt sind.
    Es ist echt süß, wenn so ein hedo­nis­ti­scher Ego-Typ mir man­gelnde Selbst­kri­tik vor­wirft. Oder meine Bil­dung anzwei­felt. Das ist sogar zum Piepen!! :-)
    Du bist null infor­miert über den Zusam­men­hang von Ernäh­rung, Kli­ma­wan­del und Welt­hun­ger und schwa­felst hier einen ab. Du gerierst dich wie­der­keh­rend als erkenn­tis­re­sis­tent und unin­for­miert. Den­noch hoffe ich für dich, dass auch du dich noch ver­än­dern kannst.
    Und ich werde dir nicht mehr ant­wor­ten, bis du dich besser infor­miert hast.
    • ‚Akula’s Ant­wort habe ich gelöscht. Klei­nes Bei­spiel:

      „DU hast eine Wahl! Du lebst im rei­chen über­ver­sorg­ten Europa, dir stehen aus­rei­chend pflanz­li­che Nah­rungs­mit­tel zur Ver­fü­gung, du hast abso­lut keinen Grund dafür, andere für deinen Hedo­nis­mus und deine Genuss­sucht leiden zu lassen.”

      Siehst du und genau dieser Absatz lässt mich an deinem Intel­lekt so zwei­feln. Hast du dich mal mit Epikur beschäf­tigt?

      Ja. It takes a genius to know a genius. Und weiter: 

      Ich habe keinen Grund? Doch den habe ich. Wie Mil­li­ar­den andere Men­schen auch. Und ich muss mich vor dir auch nicht recht­fer­ti­gen.

      Das müssen wir auch nicht. Punkt. Die ‚Dis­kus­sion’ hat damit ihren Sinn ver­lo­ren. Weiter unsach­li­che Kom­men­tare werden sofort gelöscht. […]

      Dabei führen wir doch eine nette Dis­kus­sion. Über der ich übri­gens per­sön­lich stehe. Mir macht sie Spaß, sonst wäre ich nicht mehr hier.

      TROLLE BITTE NICHT FÜTTERN!

    • Akulareplied:

      @Maike

      „Vega­ne­rIn­nen haben sich in der Regel wesent­lich mehr Gedan­ken gemacht, als unre­flek­tierte Kar­nis­tIn­nen wie du.”

      Für mich eine Behaup­tung auf sehr wack­li­gen Beinen, denn dafür müss­test du sämt­li­che Men­schen kennen. Aber das ist unmög­lich. Und unre­flek­tiert bin ich nicht. Kar­nis­ten gibt es nicht - der Begriff exis­tiert nicht in der deut­sche Spra­che und ist von daher nicht aner­kannt. Er beruht auf der Krea­tion einer Auto­rin. Das hat mir viel zu wenig Gehalt. 

      „Vegan­sein ist eine Hal­tung, die impli­ziert, so wenig Lebe­we­sen wie mög­lich Leid zuzu­fü­gen (Tier UND Mensch) oder indi­rekt zufü­gen zu lassen. Men­schen, die sich dafür ent­schei­den, haben eine gute Ent­schei­dung getrof­fen, die sich auf alle posi­tiv aus­wirkt - je mehr Men­schen das tun (und sei es auf­grund einer „Mode”), desto besser.” […]

      Das habe ich ja auch nie in Abrede gestellt. Ich habe mich auch nie dage­gen aus­ge­spro­chen. Ich übe Respekt. Umge­kehrt aller­dings, man­gelt es deut­lich an Respekt und Tole­ranz, wie ich an deinem Bei­trag fest­stel­len muss.

      „Desto besser auch für dich und die Kinder, die du hof­fent­lich nicht hast.”

      Auch das ist schon lange eine Behaup­tung der Szene. Wirk­lich erwie­sen wurde sie jedoch nie. Viel­leicht wird sich das in eini­gen Jahr­zehn­ten ändern. Den Schluss ver­kneif ich mir zu kom­men­tie­ren. Er ist abso­lut bös­ar­tig.

      „Deine Empa­thie bezieht sich offen­bar nur auf Men­schen, nicht auf Tiere. Viel­leicht erfährst du etwas neues, wenn ich dir nun mit­teile: Vega­ne­rIn­nen achten nicht nur nicht-menschliche, son­dern auch mensch­li­che Tiere - Akula höre und staune. Dich für beson­ders empa­thisch zu halten, weil du im sozia­len Bereich tätig bist, ist abso­lut lächer­lich. Das ist kein Grund für irgend­was.”

      Offen­bar glaubst du hier wieder etwas zu wissen. Ich habe zwei tolle Kater aus dem Tier­heim und bin akti­ves Mit­glied im Nabu. Trotz­dem bin ich was ich bin. 

      „Du hast auch keine Ahnung von den Kri­te­rien für „Reli­gion”. Reli­gion hat immer etwas mit Glau­ben zu tun. Vegan­sein ist eine Hal­tung, die auf klaren Ana­ly­sen beruht, ist also das Gegen­teil von Reli­gion.”

      Vega­nis­mus beruht aber nicht auf klaren Ana­ly­sen, weil sie dann schon längst eine aner­kannte welt­weite Wis­sen­schaft und erwie­sen wäre. Und ins­be­son­dere wäre der Vega­nis­mus weit ver­brei­tet. Ist er aber nicht. Der Anteil des Vega­nis­mus auf der Erde ist ein win­zi­ger Pro­zent­an­teil. Außer­dem sollte dir doch wohl klar sein, in welche Rich­tung ich dies meinte. Ich behaup­tete nir­gends, Vega­nis­mus sei eine Reli­gion. Das ergäbe auch keinen Sinn, wie du rich­tig fest­ge­stellt hast. 

      Mit was aber der Vega­nis­mus arbei­tet, das sind durch­aus reli­giöse Ele­mente. Da kann man doch ruhig mal selbst­kri­tisch sein. Ein Ele­ment davon ist das große Heil der Welt. Wie bei der Abschaf­fung aller Waffen, dem Verbot sämt­li­cher Drogen, der Kom­mu­nis­mus, quasi die fast per­fekte Welt. Doch wird die Utopie darin erkannt? Die Radi­ka­li­tät ver­leug­net, die von Nöten ist, um dort­hin zu gelan­gen?

      „auf dieser Welt werden täg­lich für mensch­li­che Zwecke mil­li­ar­den­fach Tiere gequält und getö­tet. Das ist völlig unnö­tig und abso­lut unethisch.”

      Da gebe ich dir in Teilen ja auch recht. Doch zu glau­ben, der Kom­plett­ver­zicht sei mach­bar ist nahezu unrea­lis­tisch. Ins­be­son­dere in Anbe­tracht dessen, wie lange der Mensch schon Fleisch kon­su­miert und das auch gerne.

      „DU hast eine Wahl!”

      Laut deinen Worten ja eigent­lich nicht. ;)

      „Du lebst im rei­chen über­ver­sorg­ten Europa, dir stehen aus­rei­chend pflanz­li­che Nah­rungs­mit­tel zur Ver­fü­gung, du hast abso­lut keinen Grund dafür, andere für deinen Hedo­nis­mus und deine Genuss­sucht leiden zu lassen.”

      Mir ist diese Kost aber zu ein­sei­tig. Und ich folge dem Hedo­nis­mus Epi­kurs, zu dem Nietz­sche meinte „Ein Gärt­chen, Feigen, kleine Käse und dazu drei oder vier gute Freunde, - das war die Üppig­keit Epi­kurs.“

      Eine Genuss­sucht in deinem Sinne gibt es nicht. Ehr­lich erin­nert mich dieser Begriff in deiner Ver­wen­dung wieder an den Glau­ben in der Form der Gei­ße­lung und Lust­wie­der­ste­hung. Genuss und Hedo­nis­mus greift auf deine gesamte Per­sön­lich­keit über und beschränkt sich nicht. So gese­hen genießt jeder gerne. Die Genuss­sucht kann auch durch vega­nes Essen ent­ste­hen. Beson­ders wenn sie voll mit Zucker und Zusatz­stof­fen ist, was ja immer noch über­gan­gen wurde. 

      „Es ist so zynisch, wenn Leute wie du mit den Inuit kommen, um ihr eige­nes Ver­hal­ten zu recht­fer­ti­gen. Es ist sogar abar­tig. Und darum auch so zum Lachen, dass du uns vor­wirfst, was du selbst tust: du lebst im Luxus und hast die Wahl, aber anstatt dein Ver­hal­ten zu ändern, schwa­dro­nierst über Men­schen, die in ärme­ren Teilen der Welt leben und Fleisch kon­su­mie­ren.”

      Ich brachte das Bei­spiel nicht, um mein Ver­hal­ten zu recht­fer­ti­gen, son­dern um auf­zu­zei­gen wie anpas­sungs­fä­hig der Mensch sein, dass er sich auch nur von Fleisch ernäh­ren kann (Man­gel­er­schei­nun­gen treten den­noch auf) und das Men­schen keine reinen Vege­ta­rier, geschweige Vega­ner sind. Nein, ich lebe nicht im Luxus. Manch­mal wäre das schön. Aber regel­mä­ßige Besu­che bei Veganz kann ich mir nicht leis­ten - das steht fest. Aber meine per­sön­li­che Situa­tion spielt hier keine Rolle.

      „Du wür­dest ärme­ren Men­schen helfen, wenn du kein Fleisch isst. Du wür­dest dadurch ver­hin­dern helfen, dass Kinder ver­hun­gern.”

      Es bleibt für mich eine Behaup­tung.

      „Ich habe noch nie mein Vegan­sein mit indi­schen Tra­di­tio­nen begrün­det, ich weiß nicht, wo du diese absurde Behaup­tung her­hast. Und wieder wirfst du eine gut begründ­bare Hal­tung mit Glau­bens­sys­te­men durch­ein­an­der - wer hat denn da nicht auf­ge­passt?? Aber weil du es so mit Reli­gion hast: Kannst du denn das Glau­bens­sys­tem, die Ideo­lo­gie benen­nen, auf dem/der deine „Argu­men­ta­tion” (es ist viel­mehr eine Abwehr) beruht? Nein? Es ist jeden­falls nicht Huma­nis­mus. Hat auch nichts mit Demo­kra­tie zu tun, viel­mehr mit Kapi­ta­lis­mus, Hege­mo­nie, Herr­schafts­den­ken. Es ist Kar­nis­mus.”

      Ich weiß, dass du noch nie dein Vegan­sein mit indi­scher Tra­di­tion begrün­det hast. Das war nur Plau­de­rei aus dem Näh­käst­chen meiner eige­nen Erfah­rung und Umge­bung. Ich hatte das auch so nicht behaup­tet.
      Nun ja - vegane Ernäh­rung dürfte sich in Teilen schon im Hin­du­is­mus, bei Buddha selbst im Bud­dhis­mus und in etli­chen Natur­re­li­gio­nen befun­den haben. Wobei der Fokus aber eher auf dem Vege­ta­ris­mus liegt, der sich auch besser durch­set­zen konnte. Huma­nis­mus ist dabei keine Reli­gion, son­dern eine phi­lo­so­phi­sche Strö­mung mit unter­schied­li­chen Rich­tun­gen.
      Kar­nis­mus ist - wie ich aus­führte - kein aner­kann­ter Begriff. 

      „Es ist zum Tot­la­chen, dass du glaubst, Gerü­che und Geschmä­cker seien etwas ange­bo­re­nes in dem Sinne, dass sie bei allen Men­schen gleich und unver­än­der­bar seien.”

      Das habe ich so nie behaup­tet und glau­ben tue ich das schon gar nicht. Ergibt auch kein Sinn. 

      „Du hast GELERNT, was angeb­lich lecker riecht.”

      Dabei ein kom­ple­xer indi­vi­du­el­ler Pro­zess unter Ein­fluss der Per­sön­lich­keit. Und Ver­än­de­run­gen sind auch hier mög­lich. Wer ändert schließ­lich nicht sein Geschmack, Geruch mal alle paar Jahre oder gewöhnt sich an ent­spre­chende Gerü­che, Sinne?

      „Und ich muss dich leider ent­täu­schen: mich ekelt der Geruch von Fleisch.”

      In Teilen tut es mich das auch. Wobei das Auge auch sein Anteil hat. Sauer­bra­ten ist ganz wider­lich für mich.

      „Kar­nis­tIn­nen begrün­den ihr mar­tia­li­sches Ver­hal­ten immer mit: 1. Geschmack, 2. Tra­di­tion, 3. Gewohn­heit.” Das ist nichts neues.

      Der Geschmack ist auch nach­voll­zieh­bar. Die rest­li­chen beiden Punkte kommen für mich per­sön­lich nicht unbe­dingt in Frage. 

      „Lies doch mal: „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anzie­hen” von Mela­nie Joy. Damit du end­lich mal eine fun­dierte Grund­lage zum Thema bekommst.”

      Ich notiere es mir.

      „Mensch­li­che soll­ten es tun - DU soll­test es tun.”

      Aber die Ent­schei­dung liegt eben bei mir. Und da wird sie auch blei­ben. Unab­hän­gig davon ob ich als „Kar­nist”, „Hedo­nist”, „Ego-Typ” oder als Jemand, dem gewünscht wird, hof­fent­lich keine Kinder zu haben, bezeich­net werde.

      „Warum hältst du dir keinen Skla­ven? Warum ver­brennst du keine Hexen?”

      Du weißt die Ant­wort doch selbst. Sie steht allein im deut­schen Grund­ge­setz. Am Tier­schutz­ge­setz hapert es noch. Ich hoffe, dass es in den kom­men­den Jahren weiter ver­schärft wird. Aber das wird den­noch nicht zu dem führen, wovon du sprichst.

      „Es gibt etwas, von dem du viel­leicht schon mal ent­fernt hast läuten hören: ENTWICKLUNG ist das Zau­ber­wort. Und damit meine ich nicht immer aus­ge­klü­gel­tere Formen der Tier­ver­nich­tung, son­dern den Ver­zicht auf Tier­aus­beu­tung (natür­lich auch Men­schen­aus­beu­tung - da du offen­bar gerne, wie wie­derum auch viele Kar­nis­tIn­nen, glau­ben willst, Vega­ne­rIn­nen würden sich nicht um Men­schen sche­ren) - denn es ist für Men­schen wie dich und mich nicht mehr not­wen­dig.”

      Wie kommst du denn darauf, ich würde anneh­men, Vega­ner würden sich nicht um Men­schen sche­ren?

      Wie wür­dest du eigent­lich hier ant­wor­ten, wärst Du ich und Du ein Fru­ta­rier, der gerade vom Ver­zicht der pflanz­li­chen Schä­di­gung spricht?

  75. Es gibt mitt­ler­weile Unter­su­chun­gen, die sich mit dem Phä­no­men der Kinder beschäf­ti­gen, die in sehr jungem Alter- teil­weise 4/5 Jahre als aus ethi­schen Grün­den den Konsum von Fleisch ableh­nen. http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/kinder-die-sich-entscheiden-kein-fleisch-mehr-zu-essen.html Aber es ist auch uner­heb­lich, ob Kinder dies aus eige­nen Initia­tive ent­schei­den oder dadurch durch die Eltern ange­regt werden. Denn typi­scher­weise regen Eltern das Ernäh­rungs­ver­hal­ten an, was auch voll­kom­men in Ord­nung ist. Genau des­halb essen manche Kinder kein Schwei­ne­fleisch, andere kein Fleisch und andere essen eben vegan. Die welt­weit größ­ten Fach­ge­sellchaf­ten bestä­ti­gen ein­deu­tig, dass Kinder, auch Klein­kin­der, gesund vegan ernährt werden können (siehe umfang­rei­che LInks und Infos hier: Die DGE […]

    ist mit ihrer Posi­tion inter­na­tio­nal iso­liert und wird sie früher oder später auf­ge­ben. Unab­hän­gig von all diesen Fakten, ist es nicht nach­voll­zieh­bar, dass vegane Kinder in der Schule besser gar nicht essen sollen als dass man ihnen vega­nes Essen gibt.
  76. Soso .… die Toch­ter hat sich frei für vega­nes Essen ent­schie­den.

    Nach wie­viel Jahren brain­wash wurde die Frage gestellt und wie alt ist Töch­ter­chen?

    Ich finde es immer schlimm. wenn Kinder von Eltern für ihre Welt­an­schau­ung miß­braucht werden.

    • Julien Grobeisreplied:

      Wieso behaup­test du, dass ein Kind was sich ent­schei­det vegan zu leben, von den Eltern für ihre Welt­an­schau­ung miss­braucht wird? Im Gegen­satz ist es für dich aber wahr­schein­lich normal und hat nichts mit „miss­brau­chen” zu tun, wenn einem Kind durch die Eltern, durch Wer­bung, durch Kin­der­bü­cher in denen die heile Welt auf dem Bau­ern­hof gezeigt wird, ver­mit­telt wird, dass es voll­kom­men OK ist (Nutz)Tiere zu „nutzen”. Man sollte auch Kinder nicht im dun­keln tappen lassen. Man sollte sach­lich auf­klä­ren, was mit den Tieren in der Tier­pro­dukt­e­in­dus­trie geschieht. Und dann bin ich auch der Mei­nung, dass ein sechs jäh­ri­ges Kind abwä­gen und sich dafür ent­schei­den kann vegan zu leben. Ich emp­finde es eher als „Brain­wash” seinem Kind die heile Welt vor­zu­spie­len. […]

      Vega­nis­mus wird immer (im nega­ti­ven Sinne) als Welt­an­schau­ung bezeich­net, gerade wenn es um Auf­klä­rung des eige­nen Nach­wuch­ses geht. Viel schlim­mer finde ich es aber zu wissen, was abgeht - die Qual die Mil­lio­nen von Tieren jeden Tag wie­der­fährt, die Zer­stö­rung der Umwelt und des Klimas, woran die Tier­pro­dukt­e­in­dus­trie einen großen Anteil hat, das Leid der Men­schen in armen Län­dern, die unter ande­rem wegen des Fleisch­kon­sum der „rei­chen Welt” hun­gern müssen - und diese Infor­ma­tio­nen seinem eige­nen Kind vor zu ent­hal­ten. So etwas nenne ich „Auf­drän­gen der eige­nen Welt­an­schau­ung durch Ver­schwei­gen der Rea­li­tät”.
      Die meis­ten Eltern wollen ja das beste für ihr Kind. Und da gehört natür­lich auch ganz klar die Gesund­heit dazu. Ich behaupte nicht, dass man als Misch­köst­ler nicht gesund auf­wach­sen kann, aber dass tier­li­che Pro­dukte gesund sind oder gar benö­tigt werden ist auch etwas, was du wahr­schein­lich wegen des jah­re­lan­gen „Brain­wa­shings” glaubst. Vegane Ernäh­rung ist, wenn man es rich­tig macht - auch für Kinder - eine sehr gesunde Ernäh­rungs­form.
    • In diesem Arti­kel gehe ich ein auf die Wider­sprüch­lich­keit sol­cher Null-Aussagen: https://vegane-schule.de/infos/tierschutzuntericht/

    • juliareplied:

      Ihr Kind hat sich also frei für das Fleisch­essen, Milch- und Eikon­sum ent­schie­den. Nach wie­viel Jahren Brain­wa­shing wurde die Frage gestellt und wie alt ist das Kind? Ich finde es schlimm, wenn Kinder von Eltern für ihre Welt­an­schau­ung miß­braucht werden … und beson­ders schlimm, wenn dabei ver­mit­telt wird, dass unnö­tige Gewalt gegen andere, füh­lende Lebe­we­sen ‚normal’ oder ‚rich­tig’ sei.

  77. Julia Da Costa José,
    es tut mir leid das so unver­blümt sagen zu müssen, aber Du irrst Dich.
    Ich selbst habe mit 3 Jahren rea­li­siert was genau Fleisch ist bzw. woher es kommt und habe mich seit­dem gewei­gert Fleisch, Fisch und Wurst zu essen. Als ich erfah­ren habe (da muss ich etwa 6 oder 7 gewe­sen sein) woraus Gela­tine besteht, habe ich auch keine Gum­mi­bär­chen (gab es damals noch nicht vegan) und ande­res mit Gela­tine mehr geges­sen.

    Das alles defi­ni­tiv aus eige­nem Antrieb, ich bin in einem Fleischesser-Haushalt wo auch selbst geschlach­tet wurde auf­ge­wach­sen und meine Eltern haben jah­re­lang ver­sucht mich zu zwin­gen Fleisch zu essen, teil­weise mit Gewalt, und unterm Strich erfolg­los.

    Ich finde es super, dass es heute mehr und mehr Kinder gibt, die diese Hal­tung leben dürfen und darin unter­stützt werden!

  78. Wie lange wurden wir denn gebrain­wa­s­hed, bis wir das Töten normal fanden? Milch in die Kin­der­gär­ten und Schu­len, Bilder von glück­li­chen Tieren, die Scheibe Wurst an der Fleisch­theke? War das kein Brain­wa­shing?????

Was sagst DU dazu?

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