Gewissensfreiheit an Berliner Schulen

Ein Beitrag von:

[Dieser Artikel ist ursprünglich auf danielboehme.com erschienen. Damit fing alles an. Darum ist auch alles in der Ich-Form...]

Die Kurzfassung:

Meine Tochter ernährt sich aus ethischen Gründen vegan. Seit einem Wechsel des Essen-Anbieters wird ihr in der Schule die Lieferung eines veganen Essens vehement verweigert. Bezahlen muss ich für das Essen allerdings trotzdem!

Warum das so ist, habe ich nach 2 Monaten und etlichen Telefonaten, Briefen und Emails (bei denen niemand 'dafür zuständig' war, mir der eine oder andere wirklich abartige Vorschlag unterbreitet wurde, aber niemand mir weiterhelfen konnte oder wollte) endlich herausgefunden.

Die Ausgrenzung veganer Kinder ist von höchster Stelle ausdrücklich gewünscht!

Ich suche vegane Schulkinder (bzw. deren Eltern) aus Berlin, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam eine Lösung zu finden.

Verteiler:

Aufgrund der großen Nachfrage habe ich einen Email-Verteiler eingerichtet. Tragt euch ein, um zu diesem Thema auf dem Laufenden gehalten zu werden.

 

Eines Vorweg:

Dies ist KEINE Diskussion über Veganismus.

Ob eine vegane Ernährung für Kinder gesund ist, darüber wird zur Zeit heftig debattiert, ist aber hier an dieser Stelle irrelevant. Denn vegane Kinder essen nun mal einfach keine Tierprodukte, auch dann nicht, wenn man ihnen sagt, es sei ungesund (wofür es noch dazu keine Belege gibt) oder man es ihnen gar anordnet.

Es geht hier allein um die Frage, ob Kinder das Recht auf eine freie Gewissensentscheidung nach Art. 4 GG haben, oder ob der Staat (oder irgend eine Behörde), oder die Eltern einem Kind diese verbieten, oder es deswegen ausgrenzen dürfen.

Art. 4 GG Abs. 1

Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

Status quo:

Meine Tochter ernährt sich aus ethischen Gründen vegan. Sie ist nachweislich kerngesund, hat keine Mangelerscheinungen, ist überdurchschnittlich intelligent, durchschnittlich körperlich fit und selten ernsthaft krank.
Im Zusammenhang mit der aktuellen Problematik der Verpflegung in der Schule von mir vor die Wahl gestellt, hat sie sich bewusst und eindeutig dafür entschieden, vegan zu sein und zu bleiben. Ich habe ihr mehrfach angeboten, das 'normale' Essen für sie zu bestellen, was auch für sie viel einfacher wäre - habe sogar (testweise) behauptet, ich würde das jetzt einfach für sie entscheiden. Sie lehnt dies aber strikt ab, und legt auch ihre Gründe ausführlich dar - diese sind nahezu ausschließlich ethischer Natur. Meine Tochter kann es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren, Tierprodukte zu konsumieren.

Laut Art. 4 GG ist die Freiheit dieser Gewissensentscheidung unverletzlich.

Dein (Schul-) Kind ist auch vegan?
Bitte melde dich bei mir zwecks Erfahrungsaustausch!

Was bisher geschah:

Seit ihrer Einschulung bekam meine Tochter veganes Mittag-Essen in der Schule als 'Diät-Menü', also eine Sonderlieferung. Das hatte ich damals mit dem Essenlieferant direkt ausgehandelt. Ich hatte natürlich angeboten, Mehrkosten zu tragen, doch davon hat der Caterer abgesehen. Ich brauchte dafür KEIN ATTEST vom Arzt!

Seit Februar gab es eine Reform der Schulverpflegung in Berlin und damit einen neuen Caterer für unsere Schule. Dieser weigert sich von Anfang an, veganes Essen zu liefern ohne medizinische Indikation, also ein Attest vom Arzt über eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Auch mehrmaliges nettes Nachfragen und mein Angebot, etwaige Mehrkosten zu tragen, hat nicht zu einer Umstimmung geführt. Mit Attest ist veganes Essen selbstverständlich kein Problem, dazu ist der Caterer ja laut Vertrag verpflichtet. Die Entscheidung ist also reine Willkür. Oder? Vom Caterer kommt nicht mehr als ein bloßes 'veganes Essen ist nicht möglich'. Ohne Begründung.

Lösung in Sicht

Nun bin ich kein Mensch, der die Konfrontation sucht, sondern bevorzuge intelligente, friedliche Win-Win-Lösungen. Ich habe mir also gedacht, vielleicht finde ich einfach einen anderen Caterer, der meiner Tochter veganes Essen liefern kann. Gesagt, getan. Der Caterer heißt Löwenzahn.

Das war einfach. Aber so eine einfache Lösung schon am Anfang der Geschichte? Macht die Sache sicherlich nicht spannend. Wir brauchen ein

Erstes kleines Hindernis

Ich habe mich natürlich gefragt, wovon ich die €3,25 plus Transport täglich bezahle, die ein Schul-Essen in Berlin kostet. Als erstes bin ich auf die naheliegende Idee gekommen, meinen 'Verpflegungsanteil' in Höhe von €37 monatlich nicht mehr an das Bezirksamt zu bezahlen. Also rufe ich in der Hortkostenstelle an.

Dort erfahre ich, dass die Verpflegung ja Teil des Hortvertrags ist und ich dafür bezahlen muss, ob das Kind mit isst oder nicht. Wie bitte? Ja, richtig verstanden.
(Hätte man mir hier an dieser Stelle den Verpflegungsanteil einfach rausgerechnet, wäre die Geschichte hier schon zu ende gegewesen. Ich hätte ohne Widerrede den erheblichen Mehraufwand getragen, der mir dadurch entstanden wäre, das Essen direkt bei einem anderen Caterer zu bestellen! Dieser Zug ist aber nun abgefahren, liebes Schulamt!)
Man sieht sofort ein, dass es Unrecht ist, doch ändern kann man daran angeblich nichts. Ich solle mir doch einen Anwalt nehmen!
Man bringt mich auch zum ersten mal auf die Idee, mal zu fragen, was daran eigentlich das Problem ist, meinem Kind das Essen zu liefern. 'Die sollen sich nicht so haben! Schließlich ging das bisher doch auch!?' Ja, stimmt eigentlich. Aber WEN soll ich denn danach fragen??

Niemand ist zuständig

Ich stelle noch schnell einen Antrag, die Verpflegungskosten im Rahmen einer Einzelfallentscheidung aus meinem Hortkosten-Bescheid rausrechnen zu lassen. Bearbeiten kann man diesen Antrag jedoch nicht. Man braucht dazu verständlicherweise einen Nachweis, eine Stellungnahme des Schulamts, dass das Essen für dieses Kind tatsächlich nicht geliefert werden kann. Hmm. Das ist ein Problem, denn es KANN ja geliefert werden! Es will nur nicht. Und bis dahin noch ohne jegliche Begründung...

Man verweist mich also ans Schulamt. Dort spreche ich mit verschiedenen Leuten. Auch erst mal alle sehr nett, man fragt nach, versucht 'was rauszufinden', ich werde zurückgerufen... doch bei den Vorschlägen, die ich dort zu hören bekomme, bleibt mir dann die Spucke weg.

Fälschen sie bitte ein ärztliches Attest!

Man empfiehlt mir, doch den Arzt zu fragen, ob er mir einfach so ein Attest über eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (die gar nicht vorliegt) ausstellt. Das wäre doch am einfachsten. Wie bitte?! Richtig gehört. Am einfachsten wäre es, den unwilligen Caterer mit einem gefälschten Attest quasi zur Lieferung zu zwingen. Ich kann nicht glauben, was ich da höre.
Wieso hängt die Verpflegung meiner Tochter an einem Zettel mit falschen Informationen?

Schließlich wird mir gesagt, 'laut der Ausschreibung und den Verträgen' ist der Caterer nicht verpflichtet, veganes Essen zu liefern. Ich könne das nicht vom Caterer verlangen. (Es ist natürlich ein Fehler, das einfach zu glauben und nicht selber nachzulesen. Doch dazu später mehr...)
Man findet außerdem auch, 'da könne ja jeder kommen'. Vegan ist 'zu speziell'. Man kann nicht auf alles Rücksicht nehmen. Nun - der alte Caterer konnte es offensichtlich. Und ich würde dafür bezahlen. Also warum genau KANN man keine Rücksicht nehmen?? Es ist ja nicht so, dass ich das selbsverständlich erwarte, ich weiß wie speziell vegan ist - aber ich würde dafür BEZAHLEN! Ich bin Kunde!

Ich frage mich, warum ein Unternehmen einem zahlungswilligen Kunden einen Auftrag verweigert. Dafür gibt es noch immer keine Antwort.

Wurzel des Übels

So bin ich nach mehreren Nachfragen schließlich bei der Person gelandet, die laut Schulamt angeblich für die Ausschreibungen verantwortlich war: Hr. Medrow vom 'Landesprogramm für die gute gesunde Schule Berlin' der Berliner Senatsverwaltung.

Dieser sagt mir klipp und klar, eine vegane Ernährung sei aus 'fachlichen' Gründen für Kinder nicht zu empfehlen, und deswegen 'bewusst nicht' Bestandteil der Schul-Verpflegungsreform. Und ja, bezahlen müsse ich natürlich trotzdem, weil ja mein Kind während der Hortzeiten etwas essen muss, und zwar das, was die Senatsverwaltung 'empfiehlt'.

Der Vorschlag von Herrn Medrow, doch den Hortvertrag zu kündigen (!), wenn ich damit ein Problem hätte, widerspricht leider völlig meinem Verständnis von moderner Familienpolitik.

Aber eigentlich sei ja nicht er, sondern das Schulamt für die Ausschreibung verantwortlich. Er hätte ja nur die Muster-Ausschreibung entwickelt, und ob die Schulämter diese übernähmen, sei ihnen freigestellt.

Erster Lichtblick

Die Fr. Guhl, die beim Schulamt dann schließlich doch dafür zuständig ist, zeigt sich dann zunächst auch sehr nett und hilfsbereit. Ihr wäre es am liebsten, wenn der Anbieter sich nicht so querstellen würde, sie wird da noch mal nachfragen, weil auch sie keinen Grund dafür erkennt, mir nicht einfach das Essen zu liefern. Man sagt ihr dann, dass dieses Thema in einer 'Caterer-Runde' beraten werden wird, in spätestens einer Woche würde sie mir bescheidgeben, schreibt sie.

Die 1. Mahnung

Nach einem Monat kommt dann statt der Antwort vom Schulamt die 1. Mahnung von der Hortkostenstelle. Meine Tochter hat noch immer kein Essen in der Schule. Bisher noch immer ohne Angabe von Gründen.

Zum Glück erwirke ich schnell einen Mahnstopp. Geklärt ist das Problem damit nicht. Das heißt, es kann sein, dass ich irgendwann für viele Monate rückwirkend den Verpflegungsanteil von €37 pro Monat nachzahlen muss! Unabhängig davon, ob mein Kind überhaupt was zu Essen bekommen hat!

Dieser Zustand ist natürlich völlig inakzeptabel. Für meine Tochter ist die Situation unerträglich. Sie wird ohne erkennbaren Grund vom Schulessen ausgegrenzt! Es passiert einfach nichts. Ich habe das Gefühl, nicht ernstgenommen zu werden.

Das ist nicht gut. Gar nicht gut.

Mir reicht's!!

Ich beschließe, meine Rolle zu wechseln von Bittsteller zu Forderer, von besorgter Vater zu Vertragspartner.

Wie sind die Fakten?

Als erstes checke ich die Fakten. Und schon mein erster Check ist ein Volltreffer! Ich lese die Ausschreibung, laut der angeblich die Caterer nicht verpflichtet sind, veganes Essen zu liefern. Im Wortlaut heißt es dort:

Der Auftragnehmer hat ethische und religiöse Aspekte, insbesondere bei der Verwendung von Fleisch, angemessen zu berücksichtigen.
Der Auftragnehmer hat Essensteilnehmern mit Allergien, bzw. krankheitsbedingten Einschränkungen nach Attesteinreichung die Teilnahme am Essen durch Bereitstellung eines Diätessens zu ermöglichen.

Quelle: Muster-Ausschreibung

Daraus lese ich (und alle anderen, die lesen können) 2 konkrete Tatsachen:

  1. Ethische Aspekte sind angemessen zu berücksichtigen. Zwar insbesondere, aber keineswegs exklusiv bei der Verwendung von Fleisch.
  2. Der Caterer muss bei Bedarf dazu in der Lage sein, jedes erdenkliche Diätessen, also auch vegane Kost, zuzubereiten.

Der Caterer muss also logistisch dazu in der Lage sein, veganes Essen zu liefern und muss 'angemessen' auf die 'ethischen Aspekte' meiner Tochter Rücksicht nehmen. WO IST DAS PROBLEM??

Es gibt nur einen einzigen Punkt, der hier Auslegungssache ist:

Was ist angemessen?

Da ich bereit bin, sämtliche Mehrkosten zu tragen, können finanzielle Aspekte definitiv nicht herangezogen werden, die Angemessenheit hier zu bestreiten. Andere Hinderungsgründe sind mir bis dahin noch immer nicht genannt worden!

Ich schreibe also an Fr. Guhl vom Schulamt. Ich bitte um Stellungnahme, setze aber diesmal eine Frist, was der Bitte zweifellos und von mir beabsichtigt einen fordernden Charakter gibt. Außerdem setze ich eine angemessene Frist ab der spätestens die Verpflegung meiner Tochter vertragsgemäß zu gewährleisten ist. Und ich behalte mir vor, für den Zeitraum der Nichterfüllung Schadenersatz vom Schulamt zu fordern.

Die Antwort kommt prompt. Ich hätte ja erwartet, dass man aus der 'Angemessenheit' irgendwie ein Argument strickt. Aber weeeiiit gefehlt:

Veganismus ist kein ethischer Aspekt

Ja, richtig gelesen. Im Wortlaut antwortet mir Fr. Guhl vom Schulamt: 'ich muss Ihnen leider mitteilen, dass eine veganische Ernährung nicht zu den ethischen und religiösen Aspekten gehört'.

Nun das mag möglicherweise nicht die Intention hinter der Formulierung in der Ausschreibung gewesen sein, die Formulierung schließt hier aber ganz klar NICHT einzelne Aspekte aus. Es gibt auch keine Liste mit zulässigen Aspekten, auf die sich diese Formulierung beschränkt. Also ist vegane Ernährung laut Ausschreibung zu berücksichtigen. Das habe ich ihr dann geantwortet.

Jetzt kommt's raus!

Wieder kam eine prompte Antwort, aber von einer Seite, von der ich das nicht mehr erwartet hätte: der Vertriebsleiter des Caterers ruft mich an. Es war ein langes Gespräch, der Mann ist sehr nett. Er hat mir dann erklärt, was tatsächlich hinter der ganzen Weigerung steckt.

Der Grund, warum viele Caterer zögern veganes Essen für Kinder zu liefern ist ganz einfach: die Senatsverwaltung, in der Caterer-Runde durch Hr. Medrow vertreten, mit dem wir schon telefoniert haben, und der ja eigentlich überhaupt nicht dafür verantwortlich ist.
Hr. Medrow spricht sich gegen eine vegane Ernährung von Kindern aus und folgt damit der Empfehlung der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Unser Caterer sagt nun, er hätte tatsächlich 'Angst, veganes Essen zu liefern und damit gegen die Empfehlungen zu handeln'. Wie viel Druck die Senatsverwaltung, die nach eigenen Angaben nicht dafür verantwortlich ist, auf die Caterer ausübt, ist mir nicht bekannt.

Update 10. April 14:

Ich habe Emails von Eltern weitergeleitet bekommen, die belegen, dass einige Essen-Anbieter tatsächlich bei Herrn Medrow nachfragen, ob sie veganes Essen liefern müssen / dürfen, wenn Eltern bei ihnen anfragen.

Herr Medrow glaubt auch nicht, dass es noch weitere vegane Kinder in Berlin gibt. Dazu habe ich eine kleine Aktion vorbereitet...

Die Idee ist gut

Die Idee hinter der Reform des Schulessens ist natürlich eigentlich löblich. Man möchte die Schulkinder dazu anregen, zumindest in der Schule gesund zu essen. Weniger Zucker, viel Gemüse, Vollkorn, Bio, alles ausgewogen... Eigentlich ein guter Ansatz. Viele Kinder kennen gesunde Ernährung nicht von zu Hause. Ernährung ist häufig eine wichtige Ursache moderner Erkrankungen, von denen schon Kinder übermäßig häufig betroffen sind. Und richtige Ernährung kann sogar die Kur sein für eben diese. Auf jeden fall ist die Ernährung grundliegend wichtig für die Konzentration und das Lernen in der Schule!

Nun hat diese Idee aber in Bezug auf vegane Ernährung einen eigentlich nicht übersehbaren Haken...

Die Sache hat einen Haken

Ich gehe jetzt absichtlich nicht näher darauf ein, ob die offizielle Einschätzung der DGE fachlich richtig ist, vegane Ernährung bei Kindern 'vorsichtshalber' nicht zu empfehlen. Das ist hier erst einmal irrelevant, wie ich gleich ausführen werde.
(Nur soviel: Die DGE vertritt derzeit im Vergleich zu den weltweit führenden Fachverbänden eine Außenseiterposition. Und im persönlichen Gespräch widerspricht sogar DGE-Pressesprecherin Antje Gahl der offiziellen Version und sagt, 'dass es möglich sei, ein Kind gesund vegan zu ernähren'. )

Die Senatsverwaltung geht jetzt also (hoffentlich) davon aus, 'wenn wir kein veganes Essen anbieten, dann essen die armen veganen Kinder halt das gesunde vegetarische Essen'. Realitätsferner geht es natürlich kaum.

In der realen Welt essen vegane Kinder natürlich NICHT automatisch das vegetarische Essen, sondern nur trockene Kartoffeln oder Salat.
Du kannst Zuckerjunkies dazu bringen, Obst zu essen (leicht) oder Vollkornnudeln (schon deutlich schwerer und nur unter Protest). Aber vegane Kinder kannst du nicht einfach zwingen, gegen ihr Gewissen Tierprodukte zu konsumieren, indem du einfach nichts Veganes anbietest:

Sie werden es nicht essen!

Oder sich nur durch großen Druck dazu zwingen lassen, um dann später unter massiven Gewissenskonflikten zu leiden.

(Das möchte ich beweisen! Darum suche ich Eltern veganer Kinder, die mir berichten, was ihre Kinder in der Schule essen. >> Kontakt)

Die Vorgabe der Senatsverwaltung, Berliner Schulkindern gesundes Essen zu gewährleisten, wird also für vegane Kinder faktisch - aber hoffentlich unabsichtlich! - ins GEGENTEIL verkehrt.

Zu deren Gunsten unterstelle ich den Vertretern der Senatsverwaltung dieses mangelnde Verständnis für die Thematik einfach mal. Denn hinter deren Haltung könnte auch die Absicht stecken, veganen Kindern ein Leben nach ihrem Gewissen von offizieller Seite her schwerzumachen - mit dem Ziel der Abkehr vom Veganismus, oder auch zur 'Abschreckung' für andere Kinder!

Das wäre eindeutig eine Verletzung von Art. 4 GG Abs. 1.

Was sagt mein Kind?

Als ich meiner Tochter gesagt habe, dass 'die sich weigern ihr veganes Essen zu kochen', hatte sie die spontane Idee 'denen' einen Brief zu schreiben. Das ist er:

'Bitte veganes Essen!'
'Bitte veganes Essen!'

Schön, dass sie es auch erst mal mit Bitten versucht. Sie weiß noch nicht, dass das bei diesen Menschen keinerlei Wirkung zeigt...


 

Was ich erreichen möchte:

Die Frist, bis zu der ich mich damit zufrieden gegeben hätte, wenn man meinem Kind halt jetzt doch ihr veganes Essen liefert, IST ABGELAUFEN.
Nun werde ich alles dafür tun, zumindest erst mal in Berlin eine einheitliche Lösung für ALLE Schulkinder zu finden. Im Zweifelsfall möchte ich gegen Schulamt, bzw. Senatsverwaltung klagen.

Eine kurzfristige Lösung wäre, einen anderen Anbieter mit der Lieferung veganen Essens zu beauftragen. Auf Kosten des Schulamts.

Mittelfristig möchte ich aber erreichen, dass ein veganes Menü (statt des bisher vegerarischen Menüs) Einzug hält in die Speisepläne. Denn veganes Essen ist auch für andere Kinder nicht giftig, und ich bin sicher, dass einige Kinder oder Eltern zumindest an manchen Tagen dieses Menü wählen werden.

Allein in der Schule meiner Tochter weiß ich bereits von 4 veganen Kindern. Und ich habe noch nicht einmal angefangen, mich aktiv umzuhören!

 

Ihr könnt eure Erfahrungen unten kommentieren, oder mich direkt kontaktieren.

UPDATE:

Weil einige Leute tatsächlich nicht glauben, dass Kinder in dem Alter schon eine eigene Meinung (zu dem Thema) haben können:

Update 2:

Liebe Freunde! 
Ich möchte euch jetzt mal unbedingt danken für die vielen motivierenden Kommentare! Ich erhalte auch sehr sehr viele Emails von anderen Eltern, deren Kinder das gleiche Problem haben. Es ist viel größer als ich erwartet hätte! Gemeinsam können wir etwas bewegen! 
Das viele Teilen und Weitersagen bringt also was. Macht bitte weiter so!

VIELEN DANK!! :)

PS: Bisher habe ich noch keinen einzigen Kommentar gelöscht. Es geht weitgehend sachlich zu, was mich wirlich überrascht.

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Kommentare und Meinungen

    • Rasslerreplied:

      Wir leben auf einem sehr naturnahen bauernhof ohne massentierhaltung. Unsere tochter ist 7. Wir schlachten ein zwei mal pro monat eines unserer hühner. Sie hilft freiwillig beim schlachten und will auch von dem fleisch essen. Was man vorlebt, das nimmt das kind auf. Ich hab überhaupt nix gegen veganer aber ich glaube sehr dass es DEINE wertvorstellung ist die dein kind verinnerlicht hat. Wäre deine tochter bei uns und unsere tochter bei dir aufewachsen, so würde jetzt wohl deine hühner essen und unsere veganes essen erbitten.

    • Der Denkfehler besteht in der Annahme, dass Kinder von Natur aus weder das eine noch das andere tun würden. Für Menschen ist es aber nicht natürlich, Tiere zu essen. Es gibt sehr viele Belege dafür, es fängt schon damit an, dass Menschen Tiere nicht auf natürliche Weise - mit ihren bloßen Zähnen und roh - verspeisen, sondern Werkzeuge benötigen und das Fleisch garen müssen.
      Als ich meinem 7 Monate alten Kind neulich zum ersten Mal einen Apfel gegeben habe, hat es ganz von alleine daran geknabbert. Bei seinem ersten Kontakt zu einem Meerschweinchen hat das Kind aber nicht reingebissen oder versucht es zu jagen, wie natürliche Fleischfresser ( = Jäger) das tun. Nun ist ein Baby in dem Alter noch weit davon entfernt, MEINE 'Wertvorstellung' verinnerlicht zu haben. Es ist also davon auszugehen, dass Kinder von Natur aus keine Tiere essen möchten. [...]

    • Rasslerreplied:

      @ #578
      Deine Antwort hat überhaupt keinen bezug zu meinem text. Ob es für menschen natürlich ist tiere zu essen war in keiner hinsicht inhalt meines posts und darüber will ich mit dir auch nicht diskutieren. Jeder soll sich so ernähren dürfen wie er es für gut befindet. Ich wollte nur zum ausdruck bringen das die lebensweise und das weltbild der eltern sehr grossen einfluss auf die kinder hat.

    • Der Bezug liegt doch aber klar auf der Hand, auch wenn du ihn nicht sehen möchtest. Du hast behauptet, 'dass es DEINE wertvorstellung ist die dein kind verinnerlicht hat'. Damit implizierst du, dass das Kind OHNE meine Wertvorstellung Tiere essen würde. Das ist jedoch nicht richtig. Kein Kind würde von sich aus auf die Idee kommen, in ein Tier zu beißen, zu jagen, etc. Es ist sehr wohl relevant, ob es natürlich ist, denn du behauptest, dass beide Kinder jeweils nur unserer 'Wertvorstellung' folgen. Kinder essen aber nicht von sich aus Fleisch, auch dann nicht, wenn sie noch viel zu klein sind, meine 'Wertvorstellung' zu 'verinnerlichen' oder überhaupt nur im Ansatz zu verstehen. Ich muss also nichts dafür tun, damit mein Kind vegan ist, du allerdings musst dem Kind das Töten vorleben. Das ist der Unterschied und deshalb ist es relevant.

    • Ritter Kunibertreplied:

      "Für Menschen ist es aber nicht natürlich, Tiere zu essen."

      Doch, dass ist es eindeutig, auch wenn unser Autor sich der Realität hier verschließt. Oder ist er weltweit anerkannter Anthroposoph oder Biologe? Das ist genau dieselbe Behauptung, Homosexualität sei nicht natürlich. Es ist alles natürlich, was die Evolution hervor gebracht und existiert. Der Homo Sapiens hat schon damals fleißig gejagt und als er sesshaft wurde, hat er die uns heute bekannten Nutztiere hervor gebracht und gezüchtet. Sind deswegen Hunde, Katzen oder Kaninchen auch nicht natürlich, weil sie der Mensch gezüchtet? Der Mensch hätte ohne Fleisch nie in gewissen Regionen überleben können. Und das kann man heute noch bei vielen Nomadenvölkern bewundern. Selbstverständlich spielt dort auch die pflanzliche Ernährung eine Rolle. Aber als Energielieferant war Fleisch lange sehr wichtig für die Entwicklung des Menschen. Das ist anerkannte Wissenschaft. Heute können wir industriell alles herstellen und dazu zählen leider auch die viel gepriesenen veganen Ernährungsmittel, die häufig mehr Chemie enthalten, als so mancher Pendant auf der herkömmlichen Ernährungsbasis. Frisch ist natürlich bei Allem das Beste. [...]

      "es fängt schon damit an, dass Menschen Tiere nicht auf natürliche Weise - mit ihren bloßen Zähnen und roh - verspeisen, sondern Werkzeuge benötigen und das Fleisch garen müssen."

      Die Schimpansen, Gorilla und weitere Menschenaffenarten verwenden ebenso Werkzeuge. Selbst Krähenvögel verwenden Werkzeuge. Alles nicht natürlich? Die Argumentation werter Admin verfängt da nicht. Die gerade die Nutzung von Werkzeugen ist evolutionär im hohen Maße wichtig, weil sie zwischen Hohen und nicht Hohen Arten unterscheidet.

      Und Sushi mitsamt Thunfisch, Lachs isst man roh, auch den bekannten Hering isst man roh. Man kann Fisch und Fleisch roh essen. Das Rinderfilet braten wir kaum oder Medium an, die Briten mögen es fast blutig. Der Mensch verdaut Fleisch in der Regel mit am Längsten, der Aufwand ist groß. Dennoch kann der Mensch auch rohes Fleisch dank seiner Enzyme gut verdauen. Nun kommt der Geschmack hinzu, die Röstaromen. Gegartes Fleisch schmeckt oftmals einfach besser. Nicht unnatürlich, genauso wie es nicht unnatürlich ist, dass der Mensch das Feuer machen erfunden und sich eingekleidet hat. Wir laufen ja nicht mehr nackt herum, nur weil es angeblich so unnatürlich sei.

      "Mal einen Apfel gegeben habe, hat es ganz von alleine daran geknabbert. Bei seinem ersten Kontakt zu einem Meerschweinchen hat das Kind aber nicht reingebissen"

      Der Vergleich hinkt. Der Apfel ist ein Obstgewächs und kein Säugetier. Ihr Kind hätte das Meerschweinchen gegrillt am Spieß, wie in Peru und den Andenstaaten eine Delikatesse, zum Vergleich haben sollen. Nun steht Ihr Kind aber nicht für alle vergangenen, derzeitigen und zukünftigen Kinder. Machen Sie doch mal eine wissenschaftlich begleitete Versuchsreihe mit 100 Kindern. Dann wäre eine erste Basis vorhanden.

      "Damit implizierst du, dass das Kind OHNE meine Wertvorstellung Tiere essen würde. "

      Warum auch nicht? Die Bezugsperson ist entwicklungspsychologisch am Wichtigsten. Das können die leiblichen Eltern sein, die Pflegeeltern oder die Verwandtschaft sein.

      "Kein Kind würde von sich aus auf die Idee kommen, in ein Tier zu beißen, zu jagen"

      Woher wollen Sie das wissen? Wie viele Kinder jagten Frösche und andere Insekten? Auch ich habe Heuschrecken gefangen, sie dann wieder befreit. Jagen gehört weiterhin zu unserem Urinstinkt. Nur eben durch Sozialisierung, etc. weit zurück gedrängt. Wie viele machen gerade wieder einen Waffenschein? Wie viele haben einen Jagdschein? Wer ging früher nicht gerne angeln?

    • Rasslerreplied:

      Deine Argumentation ist etwas eigenartig. Es kommt auch kein Kind von sich aus auf die Idee, sich Hosen anzuziehen oder sich die Haare zu kämmen, wenn man es ihm nicht vorlebt. Ein Kind wird zu einem grossen Teil geformt und geprägt vom Umfeld, in dem es aufwächst. Bei uns wird nun halt hin und wieder etwas Fleisch gegessen. Bei dir nicht. Das passt auch so und kann so bleiben. Nun aber zu behaupten, solche Verhaltensweisen kämen vom Kind selbst ist schon etwas gar weit hergeholt. Das hat es sich abgeguckt, wie so vieles anderes auch, das es seit der Geburt erlernt hat. Kein Kind kommt mit einer veganen oder sonstigen Lebenseinstellung auf die Welt

    • Nun aber zu behaupten, solche Verhaltensweisen kämen vom Kind selbst ist schon etwas gar weit hergeholt. Das hat es sich abgeguckt, wie so vieles anderes auch, das es seit der Geburt erlernt hat.

      Genau das ist doch der Punkt: wie soll sich ein Kind etwas 'abgeguckt' haben, das ihm NICHT vorgelebt wird? Das Beispiel mit den Hosen ist gut. Es gilt für alles, das wir dem Kind vormachen. Aber zu behaupten, das Kind vermeidet alles, das wir ihm nicht vormachen allein dadurch, dass wir es ihm nicht vormachen, ist in dem Zusammenhang eine Verdrehung der Kausalitäten. Es ist einfach ein unzulässiger Umkehrschluss. Kinder lernen durch nachahmen, was wir ihnen vormachen. Das heißt im Umkehrschluss NICHT, dass sie alles, was sie nicht tun, unserem Nicht-tun nachahmen. [...]

      Mein Kind isst auch kein Holz. Ich habe dem Kind nicht vorgelebt, Holz zu essen. Ich habe dem Kind aber auch nicht vorgelebt, KEIN Holz zu essen. Das war einfach nie Thema. Tatsächlich ist es so, dass mein Kind jederzeit Holz essen kann, wenn es danach verlangt. Tut es aber nicht, weil es von sich aus nicht darauf kommt. Das heißt aber nicht, dass das Kind nur MEINE 'Lebenseinstellung' adaptiert hat.

      Deine Argumentation ist etwas eigenartig.

      Einen Kommentar mit einer Provokation zu beginnen, macht die nachfolgenden Erwiderungen nicht wahrer.

    • Ritter Kunibertreplied:

      "Mein Kind isst auch kein Holz. Ich habe dem Kind nicht vorgelebt, Holz zu essen. Ich habe dem Kind aber auch nicht vorgelebt, KEIN Holz zu essen. Das war einfach nie Thema. Tatsächlich ist es so, dass mein Kind jederzeit Holz essen kann, wenn es danach verlangt. Tut es aber nicht, weil es von sich aus nicht darauf kommt. Das heißt aber nicht, dass das Kind nur MEINE 'Lebenseinstellung' adaptiert hat."

      Das Kind hat in der oralen Phase bereits gelernt, was essbar ist und was nicht. Außerdem ist dies bereits genetisch vorgegeben. Holz ist schlichtweg viel zu hart und hat keinen entsprechenden Geschmack, womöglich sehr bitter, wenn wir von Zimt ausgehen, das ja die Rinde vom Zimtbaum ist. [...]

      Jedes Säugetier ist genetisch darauf programmiert, zu überleben. Der Homo Sapiens ist allerdings eine der wenigen Säugetierarten, wo der Nachwuchs lange Zeit völlig unselbstständig und auf die Eltern angewiesen ist. Hier sieht man schon, wie wichtig die Sozialisation bei der Art Homo Sapiens ist. Das Kind schaut sich als Bezugspunkt sehr viel von diesem ab, von Anfang an bewusst und unbewusst. Es imitiert Mimiken oder Gestiken.

      Also zum Anfang und des Zitiertem: Das Kind ist bereits längst darauf gekommen, Holz nicht zu essen, weil es längst erkannt hat, dass Holz nicht essbar. Ansonsten steckte es alles in den Mund, was es in die Finger bekam, um es so zu ergründen.

      Das sind alles grundlegende Dinge der Verhaltensforschung und kennt auch jede gut ausgebildete Erzieherin, denn das ist Teil der Ausbildung. Die Entwicklungsschritte eines Menschen.

  1. In allen Ehren, aber in dem Alter wußte ich ehrlich gesagt gar nicht was "ethisch" ist, ich hab gegessen, was meine Eltern mir gekocht haben. Wenn ist das ja eher "Dein" Kampf um "ethisches" Essen. Nun will Dir da jetzt auch nicht reinreden. Mußt selbst wissen.

    • Svenjareplied:

      Mein Bruder (inzwischen 20) hat damals auch schon mit 6 entschieden sich vegetarisch zu ernähren (aus ethischen Gründen (er hatte dazu was im Tv) gesehen). Weder meine Mutter noch jemand aus der Familie war bis dato Vegetarier. Er ist es bis heute ohne Ausnahme geblieben. Gerade im jungen Alter können Kinder sehr empathisch sein. Meine Mutter hat damals dann entschieden solange wie er es möchte mit ihm Vegetarier zu sein, sie ist es seit dem auch bis heute, ich bin inzwischen vegan. Aber alles fing an mit meinem damals 6 Jahre alten Bruder der das Wort ethisch zwar noch nicht kannte, aber das schließt ethisches Handeln doch nicht aus. :) Liebe Grüße

  2. Toll, mutig, richtig!! Ich drücke alle Daumen!!!

  3. Ich würde aber das auch so deutlich machen, daß das "Dein" persönlicher Kampf ums Essen ist. Ich dachte erst, Deine Tochter wäre 15 oder so. Ich habe zB ungarische Wurzeln, in Ungarn habe ich ohne Wimpernzucken Hühnerfüsse gegessen, weil es die Familie machte, in Deutschland bei meinen deutschen Großeltern, bayrisch deftig, bei den veganen Urlaubseltern vegan, weil die es taten und es gut fanden. Nur mal als Anmerkung.

  4. Wenn ein Kind in dem Alter nicht weiß, was 'ethisch' ist, warum muss man in Kinderbüchern die Wahrheit über Bauernhöfe so krass verleugnen und schönmalen?
    Ich hab ihr keine Schlachthof-Bilder gezeigt oder so kranke Sachen. Aber ich habe ihr gesagt, dass aus Eiern Küken wachsen und Milch die Muttermilch für Kälbchen ist.
    Der Rest ist IHRE Entscheidung. Und für diese Entscheidung kämpfe ich, ja.

    • Barbara Benzreplied:

      Ich zeige meinen kindern diese bilder und videos soweit sie hinsehen möchten und begründe die enstehung der bilder allein mit dem verhalten der vegetarier und fleischesser. Es ist verantwortungslos und verlogen, kinder aktiv zu fleischessern u vegetariern zu erziehen, ohne ihnen die wahrheit zu erzählen und zu zeigen. Ich sehe regelmäßig in staunende kulleraugen, wenn ich befreundeten kindern ihre fragen zu unserer veganen ernährung ehrlich beantworte.

  5. Die veganen Urlaubseltern kamen in Deutschland auch mit solchen Bildchen (waren die 80er Jahre), in Ungarn war es ein Familienfest, wenn das Schwein geschlachtet wurde, da kam das gesamte Dorf zusammen (in der Regel auch alle verwandt miteinander) und Du als Kind bist dabei. In dem Alter ist das eine Frage der Rollenvorbilder, nicht der eigenen Entscheidung. Klar wird Deine Tochter das nachmachen, was Papa vormacht. Sie liebt Dich ja.

  6. Ab welchem Alter hat ein Kind dann die Fähigkeit zu einer eigenen Entscheidung?

  7. In der Antike wurde einem Kind die Wahl zwischen einer Münze und einem Apfel gelassen um zu sehen, wie seine Entscheidungskraft ausfällt. Nun leben wir heutzutage in fortschrittlicheren Zeiten (zumindest reden wir uns das ein), aber es ist nicht zu verleugnen, daß Kinder in dem Alter doch noch sehr klein sind und die Willensbildung von den Eltern beeinflusst ist. Sonst könnte sie ja schon von daheim ausziehen und ein eigenes Leben führen.

  8. Weiter so! Ich habs geteilt und hoffe, du bekommst genügend Feedback und Infos um weiterkämpfen zu können!

    Alles Gute für Dich und die kleine Hannah!

  9. Wie auch immer: Ich bin nicht gegen veganes Essen. Ist lecker. Aber Du solltest doch offen dazu stehen, daß es doch vorrangig DEIN WILLE ist, daß sich das Kind so ernähren soll und nicht seines. Das kommt nämlich so rüber, als ob Du Dich hinter einer Sechsjährigen versteckst und sie vorschiebst um Deinen Willen rechtzufertigen und DAS fände ich nun gar nicht in Ordnung.

  10. Das Beispiel mit der Münze gefällt mir sehr! :)
    Wenn das Kind vollständig über Funktion und Wert der Münze aufgeklärt ist und dies auch auf Nachfrage frei erläutern kann, können wir dann davon ausgeheh, dass die Entscheidung eine eigene ist?

  11. Wenn das Kind in neutraler Umgebung wäre, ohne Beeinflussung von Bezugspersonen die es liebt und von deren Liebe es abhängig ist, ja. Ansonsten nein.

  12. Ahh, ich verstehe, was du meinst! Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, wie ich das angehe... und ich letztlich so entschieden, obwohl einiges dagegen sprach. Allerdings spricht auch einiges dafür. So zum Beispiel gibt es Kinder, die eindeutig GEGEN den Willen ihrer Eltern vegan werden. Meine Tochter macht auch viele Dinge gegen meinen ausdrücklichen Willen. Ich unterstütze das. Darum gehe ich davon aus, dass sie weiterhin vegan bleiben würde, wenn ich es aufgeben würde.

  13. Meine Tochter würde die Münze wählen, weil sie Äpfel nicht so mag und sie weiß, dass sie sich etwas anderes dafür kaufen kann. Unabhängig davon, was ich lieber hätte. Sie macht das ständig und ich finde das gut.

  14. Der Apfel ist ein Synonym für etwas süsses Essbares. Zu Deinem Beitrag eins drüber: Der Zeitraum der Kindheit ist doch recht weitgespannt und es ist ein Unterschied, ob ein 13jähriges Kind plötzlich vegan essen möchte oder ein 6jähriges.

    • Ich bin mir sicher, dass seine Tochter alleine beschlossen hat was sie isst und was nicht und ich finde es super, dass sie wenigstens Zuhause Rückhalt bekommt. Vielleicht hat sie nicht gesagt, dass es ethische Gründe sind, aber er erkennt ihre Gründe als solche an und wenn ein Kind beschreibt warum es keine Tierprodukte essen will, dann merkt man ob es um Gewissensfragen geht.

      (Ich persönlich habe mich geweigert Fleisch zu essen als ich 4 Jahre alt war. Ebenfalls aus moralischen Erwägungen. Meine Eltern fielen aus allen Wolken. Der Schritt zum Veganismus ist nicht weit, es kommt hauptsächlich darauf an wie gut man informiert ist und manchmal bin ich sauer, dass meine Mutter mir dabei Steine in den Weg gelegt hat. Das ging in die Richtung von: aber Fisch kannst du essen, das ist kein Fleisch über die Verharmlosung der Massentierhaltung was Milchkühe und Legehennen betrifft bis hin zu diversen Kommentaren um meine Entscheidung umzustoßen. Im Sinne von: wenn du vegan leben willst, kannst du nie wieder Kuchen essen... Bin mir bis heute nicht sicher ob sie selbst schlecht informiert war oder ob sie mich bewusst angelogen hat. Ich schweife vom Thema ab) [...]

      Auch wenn du dich nicht erinnern kannst dich dafür interessiert zu haben, ist das kein Zeichen, dass es für andere Kinder kein Thema sein kann. Eindeutig ist doch, dass seine Tochter das vegetarische Essen nicht isst, wenn man es ihr anbietet. Sie hat Gründe dafür. Sie hat viel darüber nachgedacht. Sie ist eine Veganerin.
      Mir hat als Kind mal jemand Fleisch untergejubelt - Effekt war, dass mir schlecht wurde und ich (nachdem ich wegen des komischen Geschmacks nachfragte und mein Verdacht bestätigt wurde) heulend und würgend über der nächsten Kloschüssel hing - mindestens eine halbe Stunde. Schlecht war mir mehrere Stunden.

  15. Ok. Wo genau liegt der Unterschied?

  16. Das muß ich Dir jetzt doch nicht erklären oder? ^^ Ein 13jähriges Kind ist prinzipiell schon in der Lage, ohne Erwachsene zu überleben, ein 6jähriges nicht.

  17. Das wollte ich ja nur hören.
    Also hat erst ein selbstständiges Kind ein Recht auf die Anerkennung einer eigenen Meinung, weil diese sonst durch ein Abhängigleitsverhältnis beeinflusst sein könnte? Was ist mit Kindern, die dazu ermutigt werden, gegen die Meinung der Bezugspersonen zu widersprechen, indem ihre Abhängigkeit nicht als Druckmittel benutzt wird, sondern die Hilfestellung bedingungslos gewährt wird? Quasi das Gegenteil von 'solange deine Füße unter meinem Tisch'...

  18. In der Schule meiner Tochter ist ein 10jähriges Kind gerade vegan geworden als einzige in der Familie. Ist das eine eigene Entscheidung??

  19. Eine "neutrale" Umgebung gibt es nicht. In *jeder* Umgebung wird *jeder* Mensch stets sofort auf irgendetwas und irgendjemand seine Affekte projizieren, es mit besonderen Gefühlen belegen, es besonders schützen, bewahren, ehren wollen, sehr oft auch unabhängig davon, von wem es selbst - aus "erwachsener" Sicht - "abhängig" ist.
    "Neutral", "objektiv" usw. sind Dinge, die es in menschlichen Beziehungen und Zusammenhängen nicht gibt.
    Allerdings gibt es z.B. "Wissenschaft", die in nachvollziehbaren, begründbaren, geprüften, falsifizierbaren, stichhaltigen Zusammenhängen - was dann "objektiv" genannt wird - Sachverhalte untersucht und Schlüsse daraus zieht.
    Aus "wissenschaftlicher" Sicht gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass der Mensch Fleischfresser oder Allesfresser sein soll. [...]

    Er hat weder das Immunsystem noch das Verdauungssystem noch das Gebiß oder Mordwerkzeuge wie Krallen usw. dazu, die es ihm ermöglichten, rohes Fleisch zu erbeuten und zu verspeisen.
    Er ist unabweisbar von der "Natur" nicht als Fleisch- oder Allesfresser designiert.
    Daher kann es keine Rechtfertigung dafür geben, dass der Mensch andere fühlende Lebewesen ohne jegliche NOT "hält", "züchtet", foltert, quält, schlachtet, verspeist.

    Es ist daher vollkommen unerfindlich, weshalb "Erwachsene", die diese logische Schlußfolgerung gezogen haben, dies auch noch "begründen" müssen wenn sie folgerichtig Kindern diese widersinnige, unlogische bis verbrecherische Verhaltensweisen erst gar nicht zueignen möchten, weshalb sie sich sagen lassen sollen, sie "beeinflußten" Kinder, während die KRASSE "MEHRHEIT" der sich unlogisch, nicht nachvollziehbar, verbrecherisch verhaltenden "Erwachsenen" ihr Verhalten NICHT begründen müssen, sondern es als selbstverständlich auffassen, dass unnötiges Leid, unnötiger und durch nichts zu rechtfertigender Mord die Welt beherrschen ?

    Kinder sollen also in einer Weise beeinflußt werden, dass sie diese Verbrechen, diesen Schwachsinn, diese Unlogik als selbstverständlich annehmen - und wenn nicht, besteht der "Verdacht", dass ihre Eltern sie "beeinflußt" haben.
    DAS also sind die "Sorgen" von "Erwachsenen" - und deshalb verwundert es nicht, wenn auch alle künftigen Kinder als "Erwachsene" wieder so werden, dass die so genannte "demokratische" Mehrheit dem Schwachsinn und Verbrechertum folgt, und alles andere als "Beeinflussung" und "nicht eigene Entscheidung" im "Verdacht" steht.
    "Aber nicht, dass Du mich falsch verstehst, ich finde veganes Essen lecker".
    MEINE GÜTE, hast Du wirklich nur solches geschmäcklerische GeQUATSCHe aufzubieten, "Julica"-"Dem-Kind-seine-Entscheidung-Selbst-Überlasserin" ?

  20. Das ist jetzt alles sehr theoretisch. ;) Meine Faustregel ist sehr pragmatisch: Wenn das Kind selbstständig in der Lage ist, in den Supermarkt zu gehen, sich die Sachen rauszusuchen und selbst das Essen das es mag zuzubereiten, auch wenn die Eltern meckern, dann ist ihre Entscheidungsfindung klar definiert. Bei allem anderen bleibe ich doch skeptisch.

    • Meine Nichte ist gerade etwas über ein Jahr alt, sie kann zwar noch nicht richtig reden, trotzdem kann sie zeigen was ihr schmeckt und was nicht.
      Viele Leute hatten ein Problem damit meinen Eltern zu glauben, dass ich eigenständig die Entscheidung getroffen habe auf tierische Produkte zu verzichten. Ich war oft in der Situation das es hieß: Bei uns isst du das was gekocht ist oder nichts - erschütternderweise habe ich dann lieber nichts gegessen, sogar wenn ich dort übernachten sollte, also nicht darauf zählen konnte später was zu Essen zu kriegen. In seltenen Fällen kam das ein zweites Mal vor. Aber nachgegeben habe ich nicht.

  21. Meine Faustregel ist da sehr pragmatisch: Wenn das Kind selbständig in der Lage ist, bei "Kriegsspielen" allen in die Fresse zu schlagen, Ränke zu schmieden, alle hinter sich zu versammeln und alle zu verkloppen, die ihm nicht "folgen", ist es "seine Entscheidung", "auch wenn die Eltern meckern".
    Dann ist die Entscheidungsfindung der Kinder klar definiert.
    Bei allem anderen bleibe ich doch skeptisch.

  22. Naja wir sollten schon beim Thema bleiben. ;)

  23. Du bist einfach ein dummes Plappertantchen, Du hast es nicht so mit dem Denken. Das ist Dir "zu theoretisch". Ich kann nur hoffen, dass Du möglichst wenig Kinder mit Deiner Dummheit beeinflußt. Schönen Tag noch.

    • Karinreplied:

      Danke ,AMA D'ORO
      für diesen Schlagabtausch.
      Ich frage mich wer,wenn nicht wir die Eltern, müssen doch unsere Kinder anleiten,wenn sie gesund aufwa
      chsen sollen.
      Zumal sich heute Jeder kundig machen kann.Was ja früher so nicht möglich war.Wer es wissen will,weiß das
      tierische Produkte krank machen.Deshalb gilt für mich
      auch: "Eltern legen den Grundstock für kranke Kinder!"
      Ich weiß aus Erfahrung wovon ich rede.Leider sind viele
      Menschen so ignorant,dass sie glauben für alles gibt es Pillen und Ersatzteile. Aufklärung null,was von Pharma,
      Nahrungsmittelindustrie u. Politik auch nicht gewollt ist.
      Das Volk möglichst dumm halten,damit die "Geschäfte
      gut florieren.

  24. Auch mit ein Grund, warum wir unseren Jungen(neben diverser anderer Gründe) auf eine freie Schule haben wechseln lassen. Dort ist Löwenzahn der Caterer und es werden so gut wie sämtliche Belange und Essenswünsche berücksichtigt.
    Es ist leider so, dass die Nahrungsmittel Lobby zu stark Druck auf die Politik macht. Dabei ist es heute nachweislich so, dass die gesündeste Ernährung nun mal die vegane und ökologisch erzeugte ist, darüber soll an dieser Stelle aber nicht diskutiert werden. Letztlich muss jeder die freie Wahl haben. Aber die Eltern werden leider immer mehr entmündigt um immer gleichgeschalteteres Personal heranzuziehen. Leider!

    Dein Engagement finde ich allerdings super und ich verbreite es auch weiter!

  25. Es gibt einige Punkte, die hier Erwähnung verdienen. Erstens ist der Aufhänger, dass Hannah hier ihre ethische Entscheidung vertritt, die niemand hinterfragen darf. Ich bezweifle das - ethische Einschätzungen verlangen von jedem Menschen ein gewisses Maß an Reife. Man "weiß" nicht einfach, was richtig und falsch ist; die meisten Menschen glauben bis an ihr Lebensende das, was andere ihnen erzählt haben.

    Ich bezweifle, dass Hannah diese Entscheidung einfach für sich getroffen hat, und diese Entscheidung mit der Gewissensfreiheit eines erwachsenen Menschen gleichzusetzen ist. Ich finde es bezeichnend, dass Hannah nicht weiß, wie man "Bitte" schreibt, nicht weiß wie man "Essen" schreibt, aber "vegan" fehlerfrei buchstabieren kann. Dass sie das alles ohne zutun selbst erarbeitet hat, und jetzt hier ihre gereiften Einsichten präsentiert, halte ich für fraglich. [...]

    Zudem finde ich es nicht "irrelevant", ob es möglich ist, Kinder vegan gesund zu ernähren. Der nächste kommt, und fordert, dass sein Kind mit Sonnenlicht ernährt wird - Ihrer Argumentation könnte er sich vollständig anschließen, und das legt schon nahe, dass das nicht alles gewesen sein kann. Im Gegenteil: Wenn Sie fordern, dass Kinder das Recht haben, sich unter Aufsicht von Erwachsenen (das sind auch Sie!) ungesund zu ernähren, bloß weil sie es wollen, ist das - wie ich finde - eine bedenkliche Meinung.

    Vielmehr ist es doch so, dass Kinder vor allem eins sind - nämlich Kinder. Sie haben Erziehungsberechtigte, und das hat seinen Grund. Eltern sind nicht nur darin gefragt, alles zu unterstützen, was ihre Kinder tun, und zu sagen "mein Kind will es nun mal so, und das Grundgesetz sagt, ich muss das respektieren". Unsinn. Andere Kinder wollen kein Gemüse essen. Soll das auch ihre ethische Entscheidung sein? Behandeln Sie nicht Ihre kleine Tochter, als wäre sie erwachsen. Sie kann nicht alles alleine entscheiden, weil sie noch nicht weiß, wie die Welt funktioniert. Nicht mal ansatzweise. Schieben Sie ihr nicht Ihre Standpunkte unter.

    Das alles lässt unbenommen, ob vegane Ernährung gut oder schlecht ist. Ich bin aber mit Ihrer Argumentation nicht einverstanden. Und wenn es Sie interessiert, auch wenn der Vergleich hinkt: Der Sozialstaat lebt auch davon, dass ich aus den Steuern nicht herausrechne, dass ich keine Bürgersteige benutze, dass ich kein Arbeitslosengeld beziehe, dass ich keine Erasmus-Zuwendungen bekommen habe, meine Studiengebühren selbst bezahlt habe und nicht ins Theater gehe. Es ist durchaus denkbar, dass das Catering nicht einfach herausgerechnet werden kann; genauer gesagt - nicht alle Anteile einfach für diejenigen herausgerechnet werden können, die sie nicht benutzen. Der nächste geht nicht im Hort zur Toilette sondern nur zuhause, sitzt lieber im Dunklen statt mit so viel Licht, mag Betreuerin Sarah eh nicht und würde liebend gerne auf ihre Anwesenheit verzichten, hasst Basteln und braucht demzufolge kein Bastelmaterial, ... manchmal ist das Leben eben kein Handyvertrag, in den sich jeder reinbucht, was er braucht.

    Und, der zentrale Punkt - wenn meine Tochter "vegan" schreiben könnte, aber nicht "essen", würde ich das nicht zum Anlass nehmen, zu folgern, dass ihr Tierschutz wichtiger ist als Ernährung, und das zur Maxime meines Handelns erklären. Ob Sie es glauben oder nicht, Sie können als Erwachsener das Weltbild Ihrer Tochter mitgestalten, Sie sind einem Kind und seinem Weltbild nicht wehrlos ausgeliefert. Und Sie sind nicht verpflichtet, sich als Erwachsener in dieses Weltbild hineinzusteigern. Im Gegenteil.

    • Nun, da auf nahezu jeder Verpackung veganer Nahrungsmittel heutzutage das Wort 'vegan' draufsteht, aber eher selten bis gar nicht das wort 'essen', dürfte Ihre Argumentationskette bereits hinreichend entkräftet sein. Dazu kommt, dass Hannah mich beim Schreiben des Briefes gefragt hat, wie man vegan schreibt. Man kann natürlich ohne dieses Hintergrundwissen zu erfragen, alles erdenkliche in den Brief reininterpretieren, das der eigenen Argumentation helfen soll.

      Hannahs Standpunkt ist übrigens sehr einfach. Dazu muss man nicht wissen, wie die Welt funktioniert. Sie möchte Tiere nicht essen, weil sie sie mag. Und ich denke, die wenigsten Kinder würden sich darüber freuen, wenn sie erführen, dass da ein geliebtes Tier vor ihnen auf dem Teller liegt.

  26. Abgesehen davon, ob das Kind das allein entscheiden kann in dem Alter oder nicht... ist es eben auch das Vorleben der Familie und die Entscheidung der Eltern was das Kind isst und was nicht. Und das entscheiden die Eltern und niemand anderes.
    Mein Sohn ist 10, ich habe ihn vom Essen abgemeldet im Hort. Er nimmt jeden Tag von zu Hause alles mit. Bald steht der Schulwechsel an, soweit ich weiß gibt es dort in der Mensa höchstens ein vegetarisches Gericht... vegan bestimmt nicht. Wir kommen allerdings nicht aus Berlin... Ich drücke die Daumen, dass deine Tochter bald vegan essen darf (was selbstverständlich sein sollte).

  27. bis Ama D'oro sich einmischte war ich interessiert am mitlesen und positiv überrascht über die freundliche umgangsweise, trotz unterschiedlicher ansichten. auf einmal platzt die militante front (so fühlt es sich an) "ins zimmer" und "ruft zu den waffen".
    ganz ohne urteil gesprochen, auch ohne darüber zu werten, wie deine tochter sich ernahrt, hinterlässt deine schilderung auch bei mir den eindruck, als würdest du deiner kleinen ein wenig zuviel "freien willen" zutrauen. ich sehe es selbst täglich in welchem ausmaß kinder nachahmen. kinder erfahren durch spiel, vorbilder und nachahmen ihre welt in ganz vielen aspekten. unterschätze einfach mal deine rolle in ihrer entscheidungsfindung bitte nicht ! mehr will ich dazu gar nicht sagen.
    lg

    • Maikereplied:

      Na ja, du hast ja offensichtlich doch noch weitergelesen... ;-) Ama D'oro sagt ja inhaltlich nichts anderes als die Wahrheit, aber natürlich bringt es gar nichts, die Leute persönlich anzugehen. Es ist aber auch kaum auszuhalten, wenn Leute so tun, als hätte die Entscheidung darüber, was sie essen keine Konsequenzen. Es ist ja überhaupt nicht zu begründen, warum ein (ungesunder) Gaumenkitzel über dem Überlebenswillen eines anderen Lebewesens stehen sollte. Das IST einfach völlig absurd, es ist nichts normal daran und es ist kaum auszuhalten, dass wegen dieser Uneinsichtigkeit und Borniertheit tagtäglich weiter gequält und gemordet wird und die Leute das [...]

      komplett ausblenden. Da kann man schon mal emotional entgleisen, bzw. ist es auch angemessen, ein bisschen durchzudrehen... angesichts dieses Wahnsinns, den Milliarden Menschen durch ihr Konsumverhalten aufrechterhalten. In ihrer Empathiefähigkeit ernst genommene und aufgeklärte Kinder werden im Supermarkt wahrscheinlich später keine Tierqualprodukte kaufen. Zu warten, bis die Kinder jugendlich und damit "kaputtsozialisiert" sind, im dem Sinne, dass sie erfolgreich infiltiert wurden (ja, diese Tiere hier kann man essen, das ist ganz normal, das tun doch alle, das ist auch gesund *lüg* *blend aus* *verdreh die wahrheit*) führt dazu, dass das mörderische System aufrecht erhalten wird.
    • Maikereplied:

      PS: Und übrigens: MILITANT sind die Leute, die Tiere und Tierprodukte essen und denen es fürchterlich egal ist, wieviel Angst, Schrecken, Pein und Tod sie damit anrichten. Veganismus ist das Gegenteil von militant: es ist das konsequente Leben einer Friedensbotschaft.
      Nachdenken hilft!

    • Fotobatteriereplied:

      Schade, dass User wie du bestimmen möchten und für sich deklarieren wollen, was normal ist und was nicht.

      Ich möchte dabei noch kurz zum inhaltlichen Widerspruch ihrer Aussage eingehe und zurück fragen, wie etwas keinen Sinn ergeben kann, ungesund, absurd sein soll, Wenn ein Großteil der Menschheit sich entsprechend in Vergangenheit und Gegenwart entgegen ihrer Vorwürfe verhalten hat?

    • Kurze Antwort: Umweltverschmutzung, Krieg, Terrorismus, Ausbeutung, Kinderarmut... die Liste wäre lang - und absurd und ungesund.

    • Fotobatteriereplied:

      Sind sie das wirklich oder weil Sie der persönlichen Meinung sind? Und auf was fußt diese?

      Ich halte Tauben und Kakerlaken ja auch für ungesund und absurd. Aber Es gibt so vieles im Dasein und Leben.

  28. Ist doch egal ob das Kind vegan isst, weil die Eltern das tun.
    Fakt ist: Das Kind möchte vegan essen, dann lasst es auch gefälligst das tun. Vegan essen schadet niemandem.
    Ich selbst bin "Vegetarier" und finde das Mädchen toll.
    Davon mal gaaanz ab, dass man mit 6 schon in der Lage ist, sich ein Bild von der Welt zu machen.
    Ich bin jetzt 22, und hatte vor Jahren eine beste Freundin.. das muss wohl zwischen 6 und 8 Jahren gewesen sein.
    Diese ernährte sich aus ethischen Gründen vegan!
    Dazu sage ich: Der Rest der Familie aß Fleisch.
    Also mit 6 hat man schon ein gewisses Verständnis..

  29. Kinder sind nicht (immer) doof.

    Mit ca. 7 oder 8 Jahren schaute sich meine Mum den Film "Giganten" mit James Dean an. In diesem Film kam der Truthahn Pedro vor. Im Film wurde Pedro von kleinen Kids liebevoll grossgezogen und zu Thanksgiving lag Pedro dann auf dem Tisch. Die Kids im Film - die sehr klein waren - machten gemäss Drehbuch die "Connection" und plärrten los. Ich auch...

    Der Sonntagsbraten wollte mir ab dem Zeitpunkt nicht mehr richtig schmecken, Salami und Schinken fand ich nicht mehr sonderlich toll, ein paar weitere Happenings mit Tieren passierten.... Mit 10 Jahren wurde ich Vegetarierin - in den frühen 80er Jahren war das eine Revolution. Seit nunmehr 30 Jahren und einer bewussten Entscheidung, die ich mit 10 getroffen habe, lebe ich vegetarisch, respektive vegan (Und glaubt mir, Unterstützung bekam ich damals nicht. Viel eher wurde ich als Kind und Teenie noch blöde angemacht und selbst Erwachsene haben vor Diffamierungen nicht halt gemacht. Und trotz der vielen bösen Worte konnte ich kein Fleisch mehr essen - ich sah immer das Tier, nicht das Fleisch....). [...]

    Ich bin sehr wohl der Meinung, dass ein Kind schon sehr, sehr früh seine Meinung kund tun kann. Sie können es nicht als Ethik definieren, weil sie das Wort nicht kennen, aber sie können sagen, dass sie Tieren keinen Schaden zufügen wollen.

    Und noch so eine Anregung, die in mir brennt: Wenn ein 3Jähriger sagt, dass es Salami mag, stört sich keine Seele daran und niemand wirft den Eltern vor, sie würden ihr Kind beeinflussen. Will ein Kind mit 6 Jahren aber keine Produkte aus tierischen Erzeugnissen konsumieren, ist das "der Kampf der Eltern die das so wollen"... Ich finde das ein bitzeli schizophren!

    Und Papi von der Kleinen, gib Guzzi!!! Ich drücke für dein Vorhaben fest die Daumen!!!

    Greezli aus der Schweiz
    :-)

    • Ganz richtig! Aber da werden halt willkürlich Dinge / Meinungen zugestanden oder aberkannt.
      Dir alles Liebe

  30. Zu diesem Thema finde ich das Video vom kleinen Luiz Antonio passend, der sich weigert, seine Octopus Gnocchi zu essen. Und der ist noch nicht einmal 6 Jahre alt!

    http://youtu.be/pOv0i0EdXkc

    Danke für dein Engagement, Daniel!

  31. Wow, das ist echt heftig. Ich hoffe sehr für deine Tochter, dass sich da bald was ändert.

    Zu der Diskussion hier fällt mir echt nix ein. Da schleppen andere Eltern ihre Kinder mehrmals wöchentlich zu McDämlich, kaufen nur Fertigprodukte und die Kinder wisse teilweise nicht einmal was eine Banane ist (alles in der Kita erlebt) geschweigedenn wo die Sachen überhaupt herkommen. "Milch kommt von den Kühen, ja wie jetzt?" usw. Es ist absolut löblich und meiner Meinung nach (als Mutter von zwei kleinen Kindern) notwendig seinen Kindern sowas zu erklären. Und wenn sie sich dann gegen gewisse Lebensmittel entscheiden, ist das eben so. Auch 6-Jährige haben ein Recht auf ethisch begründete Entscheidungen, gerade in Bezug auf das, was sie täglich zu sich nehmen. [...]

    Die Aktion, gesundes Essen in die Schulen zu bringen ist natürlich erstmal löblich, wie du ja auch sagst. Aber wenn man dann einem veganen Kind sein Essen verbieten will weil es ja angeblich ungesund ist, sollte man doch auch bitte sämtliche Fastfood-Fillialen schließen und Fertiggerichte verbieten. Aber so ist das doch einfach nur Willkür und absolut unfair für das Kind!

    Also, ich drücke euch ganz feste die Daumen und werde die Sache auf jeden Fall teilen! Liebe Grüße :)

    PS; Meine Kinder sind noch sehr klein, ich kann also noch nichts persönliches zum Schulthema beitragen.

  32. Hast du dich schon an die Politik gewendet?
    Als passender Ansprechpartner würde mir zum Beispiel Simon Kowalewski von der Piratenpartei Berlin einfallen. Er ist selbst Veganer und u.a. in dem Ausschuss Gesundheit und Soziales. Ich denke das würde ganz gut passen.

  33. Entscheidungsfreiheit hin oder her, es geht hier doch darum, dass das Kind eine Entscheidung getroffen hat und diese laut Art 4 GG in Berlin im Hort nicht zugestanden wird. Obwohl, das sagt der Senat ja nicht, sehr geschickt von denen.

    Die Frage ist doch vielmehr, darf ein Kind Art 4 GG in Anspruch nehmen oder nicht?
    Die Gründe für die Entscheidung des Kindes spielen zunächst (und auch später) keine Rolle, denn als Erwachsener kann ich uneingeschränkt Art 4 GG in Anspruch nehmen, egal wie "frei" meine Entscheidung ist. Da fragt ja mich keiner nach, ob meine Freunde mich beeinflussen, die Medien oder mein Hohepriester des "Flying Spaghetti Monster". [...]

    Ich meine mich erinnern zu können, dass es eine ähnliche Debatte mal gab, die zu besonderen Kinderschutzgesetzen führen sollte, dann wurde aber Kindern zugestanden, dass sie Menschen im Sinne des Grundgesetzes sind. Also keine extra Kinderschutzgesetze. Dementsprechend gilt Art 4 GG auch für Deine Tochter, naja, zumindest nach meiner Meinung.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg!

    • Ja, es gab die Diskussion im Zusammenhang mit 'Recht auf körpeliche Unversehrtheit' vs 'Religionsfreiheit der Eltern'. (Beschneidungs-Debatte...)

  34. Lass dich nicht von einigen blöden Kommentaren hier verunsichern. Ich finde es super, was du da machst und wie du für eure Überzeugung kämpfst.
    Du verlangst nichts unmögliches und würdest auch angemessen dafür bezahlen. Das man eure Bitte trotzdem so abschmettert, eigentlich auf Kosten deiner Tochter, ist meiner Meinung nach das Allerletzte!
    Ich wünsche dir viel Erfolg für die Zukunft!

  35. bin gerade via facebook über deinen artikel gestoßen. schön, dass du das thematisierst. ich rate dir, dich an das VEBU-projekt "GV-nachhaltig" zu wenden, das seit jahren die kantinen und mensen zahlreicher gastronimischer einrichtungen, schulen und unis in sachen veganer ernährung schult. sowohl inhaltlich als auch fachlich. dadurch konnte ein riesiges netzwerk mit den wichtigsten caterern aufgebaut werden. das projekt konnte und kann wirklich sehr viel erreichen! ich drücke die daumen.

  36. AUch wenn Du es als irrelevant bezeichest: dass hinter der DGE Vertreter der "Fleisch"- und Milchindustrie stecken und daher die DGE anders als die ADA Veganismus zu diffamieren versucht ist m.E. schon hier und da erwähnenswert.
    Siehe http://veganekinder.de/adavegan und http://veganismus.de/vegan/faq-rechtfertigungsversuche.html#dge

    • Das stimmt. Danke für die Links!
      Allerdings würde das nichts ändern, selbst wenn dem nicht so wäre. Vegane Kinder würden nicht einfach unveganes Essen essen, bloß weil es gesünder ist.

  37. Ein Kind mit 6 Jahren kann sich noch nicht selbst entscheiden, ob es vegan essen möchte oder nicht? Was für ein Schwachsinn! Klar, Daniel hat es ihr vorgelebt, erklärt & vielleicht wäre sie ohne seinen Einfluss nicht darauf gekommen darüber nachzudenken.
    Aber:
    Die Gesellschaft akzeptiert das Essen von Fleisch. Wenn Eltern ihren Kindern das vorleben (ohne sie aufzuklären was für Hintergründe das Essen auf dem Teller hat bezüglich den Qualen der Tiere etc) ist das ganz normal & niemand schwert sich drum. Das gleiche gilt für Milchprodukte, Eier etc.
    Wo ist da der Sinn? [...]

    Ich persönlich bin seit ich 16 bin Vegetariern gewesen & seit Sommer letzten Jahres vegan. Und ich wäre rückblickend SO froh darüber gewesen, hätte mich meine Familie in dem Alter aufgeklärt. Oder überhaupt aufgeklärt. Musste ich alles erst selber rausfinden. Weil es ja "normal" ist. Als Grundschüler verstehst du zwar, dass das auf deinem Teller "Schweineschnitzel" oder "Putengeschnetzeltes" etc ist - aber du kannst den Zusammenhang zwischen Essen und Tier noch nicht begreifen. Eben weil's dir niemand erklärt & es einfach auf deinem Tisch landet.
    Bestes Beispiel; meine Cousine. Inzwischen 9 Jahre alt. Hat sehr viele Haustiere, vom Hund bis zum Kaninchen, alles dabei. Sehr tierlieb. Letztes Jahr wollte eine Freundin eine Stechmücke töten. Meine Cousine hat dies aber verhindert & die Mücke dann ganz behutsam und vorsichtig nach draußen gebracht - mit den Worten "Ich bin doch keine Mörderin!" --- Fleisch essen tut sie trotzdem. Ihr Vater ist Angler, mit dem tötet sie Fische & nimmt diese aus. Weil es ihr so vorgelebt wurde. Obwohl es eigentlich gegen ihre eigene Vorstellung entspricht - nämlich Leid zu vermeiden.
    Ich finde, daran sieht man am besten, dass Kinder eigentlich (sogut wie) alle tierlieb sind & verstehen, dass Leid vermieden werden muss. Aber ihre omnivoren Eltern leben es ihnen vor, erklären ihnen nicht, dass das auf dem Teller auch Tierleid ist & die Kinder denken noch nicht so weit.
    Aber klärt einer seine Tochter auf & diese entscheidet nach freien Stücken, dass sie das nicht möchte, ist das natürlich totaler Unfug und unmöglich.
    Ich bin davon überzeugt, dass jedes Kind so reagieren würde und die wenigsten trotzdem trotzig ihren Hähnchenschenkeln, Schinkenbrötchen & Schnitzeln hinterher heulen würden.
    Aber die Gesellschaft hat andere Vorstellungen.
    Und diese -NUR diese- werden als richtig anerkannt.

    Und der größte Witz überhaupt ist ja, dass eine vegane Lebensweise NICHT als ethische Entscheidung angesehen wird! WAS ist sonst bedeutet dann bitte ethisch, wenn nicht vegan?!
    Muslimischen Kindern werden auch keine Schweineschnitzel vorgesetzt. Weil es gegen den Glauben verstößt. Wieso werden dann vegane Kinder vor vegetarische Speisen Speisen gesetzt? Obwohl es gegen ihren persönlichen 'Glauben' verstößt.
    Muss vegan jetzt erst zur Religion werden, damit man dafür Verständnis hat?

    Wofür gibt es diese Grundrechte denn sonst?
    Das macht mich so wütend und traurig...

    Ich hoffe, dass deine kleine & alle anderen veganen Kinder endlich ernst genommen werden. Ganz schnell.
    Viel Glück! :)

    P.S. --- wieso startest du denn nicht einfach eine Online-Petition? Bin sicher, dass da nicht nur Veganer mit Kindern unterschreiben würden :)

    • Juergenreplied:

      Absolut zutreffend! Sehr guter Gedanke mit den Grundrechten und Religion.
      Vielleicht wird da ein Unterschied gemacht, weil: vegane Lebensweise ist Aufklärung, Wissen, Information und Erkenntnis, bezüglich des Designs des Menschen und unserer Wurzeln.
      Religion konstruiert immer einen Glauben. Mit Information, Wissen und Aufklärung steht sie stets im Widerspruch.

    • Nein, Veganismus braucht und soll keine Religion werden. Veganismus ist eine ethische Entscheidung, die man als Atheist, Christ oder Buddhist etc, in gleicher Weise treffen kann oder treffen können sollte.

      Aber anders als die Ernährungsgewohnheiten von Muslimen, Juden oder Hindus, die bestimmte Tiere nicht essen, oder von Allergerikern, die bestimmte Lebensmittel vermeiden müssen, setzen Veganer durch ihre Ernährungsgewohnheiten ethische Maßstäbe - und die meisten "Normalesser" fühlen sich dadurch kritisiert und in Frage gestellt.

      Und darum kommen sie nicht umhin, uns - anders als Muslime, Juden, Hindus oder Nahrungsmittelallergiker - zu bekämpfen und mundtot zu machen, um ihr eigenes Gewissen zum Schweigen zu bringen. Das müssen sie bei religiös bedingten Ernährungsweisen nicht, warum sie die kritiklos stehenlassen können, während ethisch bedingter Veganismus, der von allen Religionen und Nichtreligionen gleichermassen praktiziert werden kann, von Omnivoren einfach kritisiert werden muss, weil die einzig andere Konsequenz die wäre, auch vegan zu werden. [...]

  38. Merkt ihr eigentlich nicht wie ihr euch wiederholt? Ja klar ist der Vater Vorbildfunktion und ja Sie liebt ihn auch aber das ist doch(hoffentlich) überall so warum muss man sich da rechtfertigen? Und ja es ist halt per Gesetz so geregelt aber nicht immer sind Gesetze aktuell /richtig... Frauen waren früher den Männern nicht gleichgestellt und vegetarische Menüs gibt's bestimmt auch nicht schon immer zur Auswahl!

  39. Entscheidend ist in diesem Fall, was die Erziehungsberechtigten für ihr Kind entscheiden. Die Eltern treffen die (ethische) Entscheidung für ihr Kind. Und die sollte auch durchgesetzt werden.

    Ich würde mein Kind allerdings AUCH aus gesundheitlichen Gründen vegan ernähren. Die Fakten sind ganz klar: http://www.provegan.info/de/infothek/detailseite-infothek/die-unserioesen-machenschaften-der-deutschen-gesellschaft-fuer-ernaehrung-dge-nachgewiesen-am/
    Wer sein Kind mit Tierprodukten ernährt, schädigt es.

    • Dem muss ich leider widersprechen. Die Eltern haben zwar das Recht (laut GG), 'ihr' Kind nach ihren eigenen ethischen Maßstäben zu erziehen, können aber logischerweise nicht die Entscheidung für das Kind treffen.
      Eine Entscheidung gegen die des Kindes KANN überhaupt nicht 'durchgesetzt' werden. Man könnte höchstens das Kind mit Gewalt zwingen, etwas bestimmtes zu essen, aber niemals könnte man einfach 'durchsetzen', was das Kind selbst für ethisch korrekt zu halten hat.

  40. Daniel, ich drück euch die Daumen.

    Ich bin der Meinung, würdeman jedes Kind frühzeitig aufklären, wo Fleisch her kommt und was dafür alles gemacht wird, kein Kind würde mehr Fleisch essen. Kinder besitzen nähmlich noch etwas, was vielen Erwachsenen fehlt... Empathie!

  41. Toll, toll, toll und weiter so!!! Ich drücke dir fest die Daumen. Wenn es auf Basis von Kommunikation, Toleranz und Akzeptanz sowie einem fairen Austausch von Gedanken nicht funktioniert, dann eben so,

    Ich schicke ganz viel Stirn, Mut und eine Stimme!

  42. Ein Kind ist sehr wohl in der Lage, mit 6 schön ethische Entscheidung zu treffen. Ich selber bim mit 6 Vegetarier geworden- ohne irgendein Vegetarier oder Veganer in meinem kompletten Umkreis. Mittlerweile bin ich glücklicher Veganer.
    Ich glaube, dass gerade Kinder ganz genau wissen, das es falsch ist, Lebewesen zu schaden.

    • Stimme dir voll zu. Mir ging es ähnlich.
      Kinder haben in dem Alter sehr eindeutige Wertevorstellungen und sind kompromissloser als die meisten Erwachsenen.

  43. Danke für die ausführliche Schilderung und für Deinen Einsatz!
    In Deutschland ist leider das Verbraucherschutzministerium gleichzeitig für Landwirtschaft zuständig und orientiert sich eher an Umsätzen und Profiten als an Gesundheit. Das Gleiche gilt leider auch für die DGE, die weit davon entfernt ist frei von Lobbyeinflüssen der Bauernverbände zu arbeiten.
    Viel Erfolg für Dich und Deine Tochter! Ihr seid toll!

  44. Ich bin Erzieherin und habe langjährige Erfahrung mit Kindern von 3-10 Jahren. Kinder mit einem guten Selbstbewusstsein sind sehr wohl in der Lage in ethischen Fragen eine Position zu vertreten. Das gilt sicher nicht für alle Kinder. Die meisten machen einfach das was ihre Eltern ihnen vorleben. Aber ich treffe immer wieder Kinder die ihre Ideale und Prinzipien haben und auch durchsetzen. Solche Menschen sind wichtig für unsere Gesellschaft und ihnen den Freiraum zu geben den sie für ihre gesunde Entwicklung brauchen ist eine gute Entscheidung. Vielen Dank Daniel, daß du deine Tochter so gut unterstützt.

  45. @ Daniel & Tochter:
    Meinen Respekt vor Eurer standhaften, ethischen, veganen Haltung! Ich hoffe, dass das Schulamt in einem Verwaltungsgerichtsstreit die klare Ansage vom Richter bekommen würde, dass Veganismus sehr wohl eine vom Staat zu respektierende ethische Haltung (übrigens eine sehr friedliche) ist, er also für vegane Ernährung in Kantinen sorgen muss. Oder sollte ihn sein eigener Speziesismus an dieser Erkenntnis hindern?
    Habe seit einiger Zeit aufgehört, in die Firmenkantine zu gehen. Die allfällige wie bräsige Bereitschaft dort, für ein wenig Gaumenfreude Tiere auszubeuten und unsäglich leiden zu lassen, ist trotz des dortigen sporadischen veganen Gerichtes für mich nicht mehr zu ertragen. Peace! Toitoitoi!

  46. Auch von mir ein großes Lob für Deinen Einsatz und deine Hartnäckigkeit (welche größere Motivation könnte es auch geben, als sich für die Rechte seines Kindes einzusetzen)! Ich bin immer wieder fassungslos, was sich für Abgründe auftun, wenn man nur mal näher hinschaut. Und ich frage mich, wie konnte es nur so weit kommen, dass die Mehrheit der Normalbürger Entscheidungen unterstützt, die durch und durch falsch sind und warum ist es so schwer diese zu ändern. Ich befasse mich nun seit erst rund 1 Jahr mit dem veganen Lebensstil (für mich ist es die Antwort auf all meine Fragen, insbesondere [...]

    auf die, die ich über die Jahre tief in mein Unterbewusstsein verdrängt habe). Du hast meinen tiefsten Respekt dafür, dass Du nicht aufgibst und Du Dich nicht einfach abspeisen lässt. Ich kann mir denken, dass für den Kampf um euer Recht viel Zeit, Energie und Geduld draufgeht, die Du anderweitig auch gut gebrauchen könntest (andererseits was gibt es Wichtigeres als das elementare Recht der freien Entscheidung). Ich finde es super, dass Du an die Öffentlichkeit gehst und uns an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt! Nur am Rande: mir steht ein Kampf in eine ähnliche Richtung bevor. Meine Kleine kommt nächsten Monat in den KiGa. In unserem Aufnahmegespräch rollte die Leiterin bereits mit den Augen, als ich nach einem veganen Menü fragte. Sie meinte die Kinder bekämen 1x die Woche Fleisch (hier könnte man dann eine vegetarische Variante wählen) und in Bezug auf Ernährung hätte es wohl immer mal wieder Probleme mit den Eltern gegeben. Ein paar Tage später traf ich sie im Supermarkt an der Kasse und fragte sie "wie geht's?". Sie meinte "nicht so gut". Der Elternbeirat habe die Ernährungsgrundlinien des KiGas gekippt. Die Kinder sollen jetzt jeden Tag Fleisch bekommen. Ich war und bin eigentlich auch immer noch sprachlos und sehr gespannt, was mich dort nun erwarten wird, freue mich aber auch schon darauf, bei Sommerfesten o.ä. meine veganen Köstlichkeiten unters Volk zu bringen. :o) Ich baue schwer darauf, dass Du es in den nächsten 3 Jahren schaffst, Bewegung in die Ernährungspolitik zu bringen, dann kommen wir auch nach Berlin (auch wenn es uns hier in Frankfurt eigentlich sehr gut gefällt) - ich habe das Gefühl Ihr seid dem Rest Deutschlands meilenweit voraus! Bitte mach(t) weiter so!
  47. Ich bin es eigentlich so überdrüssig stets auf die halbintelligenten Argumente der Fleischesser einzugehen, welche ihre Intelligenz stets in den Dienst ihrer Gesinnung stellen.
    Eine Gesinnung, welche IMMER auf Speziezismus fusst. Fast alle Veganer haben einen langen Weg des Nachdenkens und meist schmerzvoller Erkenntnisse hinter sich, weil bei veganer Erkenntnis die eigene bisherige Welt aus den Fugen gerät. Bei Fleischfressern geht es immer nur darum, auf Teufel komm raus die eigene heile Welt zu bewahren.
    Was soll diese Diskussion um Mündigkeit und Entscheidungsfindung?
    Es gibt ein paar grundlegende Tatsachen, woraus sich alles andere ergibt. Sehr zu empfehlen der Film dazu: http://www.speciesismthemovie.com [...]

    Nur kurz zu der überflüssigen Diskussion, ob Kinder entscheiden können oder nicht: Zitat Phillip Wollen: "sperre ein Kleinkind in einen Raum mit einem Kaninchen und einen Apfel. Wenn das Kind nach ein paar Stunden das Kaninchen gegessen hat und mit dem Apfel spielt, kaufe ich Dir ein neues Auto!"
    Menschen, die argumentieren, Kinder müssen älter werden, um zu entscheiden, sind auch die Art von Menschen, die sich von Fachleuten sagen lassen müssen, wie man gebärt, Babies stillt, isst und trinkt. Komisch, alle anderen Wesen der Erde wissen das auch ohne diese Fachleute. Und fahren dabei bewährt bestens seit Millionen von Jahren.
    Kinder haben noch den Zugang zu ihrer natürlichen Anlage. Müssen sie ja auch. Oder braucht es einen Facharzt, der dem Säugling erklärt, daß er an der Brust seiner Mutter zu saugen hat? Diese Fachärzte gab es ja schon, die in den 60ern das Stillen als schlecht deklarierten. Übrigens jetzt gerade in China der Fall!! (Nestle)
    Also, wenn es um UReigenste Entscheidungen geht (Essen Trinken Schlafen etc.) wissen Kinder sehr genau, bis sie durch Zivilisationsanreize meist davon abgebracht oder sozialisiert werden und sich dem Gefüge der entsprechenden Umgebung mehr oder weniger anpassen.

    Warum ist das so und das Verhalten der Fleischfresser so schizo?
    Es bedarf keiner komplizierten Erklärung. Der Homo Sapiens ist sowohl psychisch!! als auch physisch ein rein vegan lebendes Wesen. Durch unsere Zivilisation wird dem Menschen diese vegane Natur aberzogen. Mit allen Folgen.
    Zum physischen Aspekt:
    Wenn man Pflanzenessern tierliche Produkte verabreicht, werden sie krank, aber sie werden deshalb, biologisch gesehen, nicht zu Fleischessern. Bei Menschen sind die Folgen die bekannten Zivilisationskrankheiten, bei Tieren nennt man es anders, BSE, EHEC etc.
    Zum psychischen Aspekt: Das Schizophrene Verhalten der Fleischesser (z.B. mit eine Salamibrötchen in der Hand mit Kindern im Steichelzoo die Tiere kuscheln) erklärt sich weitgehend damit, daß die vegane Prägung der Psyche nie ganz gelöscht werden kann. Deshalb müssen Fleischprodukte solange bis zur Unkenntlichkeit, auch geschmacklich, verarbeitet werden, bis unser ureigenes, veganes Empfinden nicht mehr darauf anspricht. Oder anders gesagt: wenn der Mensch tatsächlich psychisch Fleischesser wäre, müsste er auch die emotionalen und psychischen Eigenschaften mitbringen: ihm würde der Anblick überfahrener Tiere am Strassenrand den Mund wässrig machen, beim Geruch von frischem Fleisch und Blut würden sie Appetit bekommen und verrückt danach werden, so wie ein Pflanzenesser bei dem Duft von frischen Obst Appetit bekommt. Sie könnten kaum an sich halten, ein Stück rohes Fleisch zu naschen bevor es gegrillt wird. Sie bekommen Appetit, wenn ein Tier aufgeschnitten wird und das Blut spritzt u.s.w..
    Ich könnte endlos fortfahren.
    Aber wie Robert Schumann schon sagte: "es gibt nichts, was nicht vor Dir auch schon jemand gesagt oder gedacht hat...."
    Wer will kann sich informieren. Die Welt ist voll dieser Information. Man muß nur ehrlich zu sich selbst sein und Zugang zu sich selbst haben. I
    Gern gebe ich bei wirklichem Interesse mehr Gedanken frei und Argumente b.z.w. Informationen an die Hand. Aber ich bin müde, auf die gebetsmühlenartigen Argumente der Fleischfresser einzugehen. (vielleicht bin ich ja auch der Dumme. Zumindest merke ich es dann nicht.:))
    Ja, Eltern haben eine Vorbildfunktion. Meist eine fatale: sie bringen den Kindern meist erfolgreich bei, sich von ihrer veganen Natur zu entfernen und diese zu begraben. Ist ja dann auch alles "NORMAL", weil es alle tun. (grossteil der Kinder übergewichtig, 99% aller Kinder über 10 Jahren haben Ansätze von Arteriosklerose. "www.nutritionfacts.org")
    Vor 70 Jahren war auch hier alles normal und alle taten es.
    Der ganz normale Wahnsinn: 50 Milliarden Tiere jedes Jahr ermordet, etc., etc,...
    So war und ist!! auf der Welt das speziezistische Verhalten in allen möglichen, immer tragischen, Facetten flächendeckend ganz normal.

  48. noch ein Nachtrag: ein Film, in dem die Schizophrenie des Fleischfressers aufbricht und die vegane Seite Oberhand gewinnt und dieses Paradox klar erkannt wird. In fast allen Menschen steckt diese vegane Psyche des Mitfühlens und der Hilfsbereitschaft. Es bedarf seltsamerweise nur der Personalisierung oder Individualisierung und schon wird Hilfsbereitschaft und Identifikation ausgelöst. Wenn Anonymisierung einsetzt, passiert das Gegenteil: Gleichgültigkeit!. So funktionieren Kriege, Vernichtungen etc.etc.
    Maxine's dash for freedom
    http://www.youtube.com/watch?v=4S6imKY5QRY

  49. Ein schöner Traum von einer besseren Welt. Viel Glück auf Eurem Weg. Es wird nicht funktionieren. Hoffentlich habe ich unrecht.
    Ich hatte das gleiche Problem. Wir haben es bereits anders gelöst.
    (ein Veganer in der Welt des Wahnsinns)

  50. Ich kann nur immer wieder drüber staunen, wie viele Leute davon überzeugt sind, dass Kinder keine Meinung haben. Ich habe im Kindergartenalter erfahren, dass Fleisch von Kühen, Schweinen etc. kommt, und wollte deshalb kein Fleisch mehr essen. Ich wollte einfach nicht, dass diese niedlichen Tiere umgebracht werden. Ich kannte niemanden, der sich vegetarisch ernährt, ich habe mir das selbst überlegt (geklappt hat es leider nicht, weil meine Mutter nur Fleischgerichte gekocht hat). Ich denke, dass die meisten Kinder nicht wollen, dass Tiere getötet werden. Nur können sich viele nicht mehr an ihre Zeit als Kindergartenkind erinnern. Bei mir hat es letztlich erst als Erwachsene geklappt, Vegetarierin und später Veganerin zu werden. Aber warum soll man so lange warten, wenn man nette Eltern hat, die einem die Ernährungsweise schon früher ermöglichen?

    • Ich fühle mit dir. Es ist hart, wenn man keine Unterstützung kriegt. Ich weiß wie schwer es für mich war nichts zu essen, wenn es keine Alternative zum Fleischgericht gab und wenn die Eltern nicht hinter einem stehen, hat man kaum Möglichkeiten.

  51. Ich bin zutiefst berührt von deinem Engagement und der Stärke deiner Tochter! Und ich bin zum unzähligsten Mal erschüttert von der Abwehr und dem Widerstand, die dem Veganismus auf allen Ebenen entgegenschlagen. Das ist selbst als Erwachsene häufig kaum auszuhalten - wie stark müssen Kinder sein, um den ständigen Anfeindungen standzuhalten. An dieser Stelle also meine tiefste Wertschätzung auch für dich als solidarischem Vater!
    Veganismus beruht auf der tiefen Überzeugung, dass alle Lebewesen das Recht auf ein gutes, freies und langes Leben haben. Die weltweite Umsetzung des Veganismus würde außerdem zu weniger hungernden Menschen, zu mehr Umwelt- und Klimaschutz führen. [...]

    Veganismus ist also DIE Friedensbotschaft schlechthin!
    Dennoch sind es immer wieder die Menschen, die sich für diese Lebensweise entschieden haben, die sich rechtfertigen müssen, während das permanente Quälen und Morden als "normal" gilt.
    Noch ein Satz zu der Frage, ob Kinder ethische Entscheidungen treffen können: Ethik beruht auf Empathie. Kinder SIND empathisch. Kindern wird die Empathie für bestimmte (je nach Kultur als ess- oder sonstwie für menschliche Zwecke verwertbare) Tiere systematisch ABERZOGEN. Das gelingt in der Regel früher oder später und aus diesen Kindern werden dann Erwachsene, die ihren Kindern (und damit den Tieren) das gleiche antun. Darum braucht es so mutige und engagierte Eltern/Erwachsene, die es mit dem "Gegenwind" aufnehmen, wenn sie für ihre Kinder einstehen.
    Ich wurde mit 8 Jahren Vegetarierin, was 1982 so "exotisch" war, wie heute vegan zu sein. Heute ist für mich Veganismus alternativlos.
    Ich habe keine Kinder und wohne auch nicht in Berlin, aber ich habe deine homepage geteilt.
    Weiterhin alles Gute und viel Erfolg!!!
  52. Aloha, der Vorgang wurde jetzt auch auf Veganes Auge kommentiert. Daniel, mich würde interessieren ob du ggf. finanzielle Unterstützung willst für den Rechtsweg. Man könnte einen Spendenaufruf machen.

    Gruß, Ava

    • Vielen Dank! :)

      Im Moment suche ich noch nach einem geeigneten Anwalt. Es könnte sein, dass ich auf dich zurückkomme wegen dem Spendenaufruf...

  53. Hallo Daniel, mir ist noch etwas eingefallen: die Albert-Schweitzer-Stiftung ist ständig bemüht, das allgemeine vegane Angebot auszubauen und kommuniziert in diesem Zusammenhang mit verschiedenen Unternehmen. Vielleicht haben die auch noch eine Idee. Ansprechpartner ist dafür Robin Rader, auf der homepage findest du bestimmt einen Kontaktlink zur Stiftung.
    Oder hingehen :-) :
    Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt Hauptstadtbüro
    Dircksenstraße 47
    D-10178 Berlin

  54. Hallo Daniel,

    ein großes Lob an Dich, dass Du Dich so für Deine Tochter und ihre Interessen einsetzt.
    es ist doch letztlich egal wie wir das Kind nennen, ob ethisch motiviert oder eben nur als "ich will kein Fleisch und keine anderen tierischen Produkte essen" - Es ist und bleibt der Wille des Kindes und den sollte man respektieren, Und wenn hier von einer Verantwortung für die Gesundheit des Kindes gesprochen wird, auch von offizieller Seite, dann ist es doch wohl die Verantwortung dafür zu sorgen, dass auch bei einer veganen Ernährung es dem Kind an nichts in der Ernährung fehlt. Will sagen, dass diese abwechslungsreich und gesund ist. DAS wäre wahrgenommene Verantwortung (vor allem von offzieller Seite) Die Scheinheiligkeit sieht man ja schon mal daran, dass Du "nur" ein Attest bringen müsstest und alles wäre in Butter. Keine Aufregung für Dich veganes Essen für das Kind und Du hättest nicht mal Sonderkosten… wie krank ist das denn? [...]

    Und ja, ich stimme einem vorherigen Kommentar sehr zu, der da sagte, dass alle Veganer, die erst später zu dieer Ernährung übergegangen sind, sich mehr Gedanken um die Ernährung (in welcher Art auch immer ob gesundheitlichen oder aus ethischen Gründen) gemacht haben als es die Omnivoren tun. Das kann ich sowohl aus meiner eigenen Erfahrung, als auch aus der Erfahrung mit meinen Patienten heraus bestätigen.
    Ich hoffe das die Welle groß genug wird, damit Dein Kind bald ein veganes Mittag bekommen kann - und sich nicht doch irgend wann als Exot fühlen muss…
    Weiter so…. und Danke für Deinen Einsatz.
  55. Liebe Freunde!

    Ich möchte euch jetzt mal unbedingt danken für die vielen motivierenden Kommentare! Ich erhalte auch sehr sehr viele Emails von anderen Eltern, deren Kinder das gleiche Problem haben. Es ist viel größer als ich erwartet hätte!
    Das viele Teilen und Weitersagen bringt also was. Macht bitte weiter so!
    VIELEN DANK!! :)

  56. Wow, ich bin sooo beeindruckt von dir und deiner Tochter! Ich wünschte mein damaliges Umfeld hätte es mir als Kind schon ermöglicht, dieselbe Entscheidung wie deine Tochter zu treffen. Bitte mach weiter so!

    Liebe Grüße und viel Glück.

  57. Hi,
    leider habe ich keine guten Tipps, sondern kann nur das Beste wünschen. Also: viel Erfolg und Verständnis!

  58. Liebe Eltern!

    Dem Herr Medrow, 'Referent für das Mittagessen', also dem Mann, der dafür verantwortlich ist, dass unsere Kinder kein Essen bekommen, sind leider keine weiteren Fälle von veganen Kindern bekannt. Darum ist das Problem für ihn natürlich nicht relevant.

    Wollen wir ihm mal zeigen, wie viele wir WIRKLICH SIND? :D

    Wenn ihr ein veganes Kind habt oder selber ein seid, ruft ihn bitte an oder schreibt ihm eine Email, am besten beides! Sagt ihm, dass ihr veganes Essen haben möchtet!

    Telefon: 030-90227 6514
    E-Mail: [email protected]

    Bitte auch weitersagen! :D

  59. Und, ich muss es wahrscheinlich nicht erwähnen: FREUNDLICH BLEIBEN! ;)

  60. Nützt aber vermutlich nur was, wenn das Kind in Berlin ist, oder? ;)

  61. Der Nutzen besteht hier erst mal nur darin, den Herrn davon in Kenntnis zu setzen, dass es sich hier NICHT um einen EINZELFALL handelt, den man getrost unter den Tisch fallen lassen kann.
    Also auch wenn das Kind nicht in Berlin ist, kann man ihn ja mal fragen, wieso Kinder kein veganes Essen bekommen dürfen...

  62. Na Du machst mir ja Mut. Mein Absenker wird im September schulpflichtig. Und der Fakt, dass ich das Essen bezahlen werden muss, auch wenn es für meinen Sohn quasi nicht essbar ist, fühlt sich gerade mehr als unbequem an. Danke für Deinen Impuls, ich werde mich dementsprechend jetzt doch schon mal an die Schule wenden.

  63. Hi,
    krasse Geschichte. Ich habe Deinen Blogbeitrag zu Anlass genommen, eine parlamentarische Anfrage an den Senat zu schicken. Sobald da (in ca. 3 Wochen) eine Antwort kommt, werde ich sie Dir natürlich mitteilen.

  64. Absurdes Theater der Berliner Behörden, das einem ganz schlecht werden kann. Wenn es bei Kindern aus religiösen Haushalten keine Rolle spielt, woher die Abneigung gegen Schweinefleisch kommt, tut es das bei deiner Tochter ebenfalls nicht. Wenn Diäten aufgrund religiöser Tabus hinreichende ethische Gründe sind, dann es ist Veganismus ebenfalls.

    Auch wenn ich konsequenten Veganismus nicht befürworte (bitte keine Grundsatzdiskussion), ist es eine Frage des demokratischen Anstands andere (ethische) Auffassungen zu tolerieren. Gerade in Berlin, das sich mit Weltoffenheit und Modernität schmückt, sollte das eine Selbstverständlichkeit sein.

    Grüße aus auch der omnivoren Ecke

  65. Schade das du dein Kind für deine Idiologie Missbrauchst. Das widerspricht dem Veganen gedanken. Vielleicht solltest du auch mal die massive kritik z.b. im Tagesspiegel erwähnen, die ist nämlich auch nicht ganz unberechtigt.

    Du stellst hier deine Tochter als Überdurchschnittich intelligent hin (wo ist der beleg?) und behauptest sie tut das aus freien stücken...

    Ich sage: Sie tut das, was ihr vater ihr vorlebt/aufzwingt

    • Akulareplied:

      Danke, dem kann ich nur beipflichten.

      Ich kann den Schritt seiner Tochter sogar verstehen. Dieser ist kindlich höchst naiv. Was Herr Boehme allerdings daraus für Schlüsse zieht, das ist noch weit naiver und bedenklicher. Ich denke, vegane Nahrung hat in einer Grundschule überhaupt nichts verloren. Was kommt als nächstes? Frutarier? Angeblich ja noch gesünder.

      Hat Herr Boehme schon seinem Kind erklärt, wie sehr die Pflanzen leiden, wenn sie gegessen haben? Wie sehr die Umwelt und die Landwirtschaft unter den Monokulturen auf Jahrzehnte leidet und zerstört wird, nur weil Vegan gerade hipp ist? Was Sojaanbau bedeutet und das 98% des Sojas Genverändert ist und importiert wird? Würde er es seiner Tochter erzählen, sie würde glatt zum Frutarier werden. Und dann? Esstörung schon mit 6 Jahren? [...]

      Vegetarismus und normales Essen befürworte ich in Schulen. Das reicht auch. Alles Andere geht zu weit, wie ich finde.

    • Da eine sachliche Kommunikationsweise Ihre intellektuellen Fähigkeiten oder Ihre soziale Kompetenz offenbar bei weitem übersteigt, habe ich die anderen 20, extrem aggressiv-beleidigenden Kommentare von Ihnen gelöscht.

      Auf diesen hier antworte ich, weil er so schön exemplarisch ist für Ihren mangelnden Kenntnisstand.

      1. Pflanzen verfügen nicht über ein Nervensystem und können sich nicht bewegen, und damit einer Schmerzquelle nicht entziehen. Schmerz zu empfinden, aber nicht reagieren zu können, wäre ein evolutionärer Nachteil. Darum kann man mit Sicherheit ausschließen, dass Pflanzen Schmerz empfinden. Insbesondere für Früchte gilt zudem, dass sie als Teil des Fortpflanzungszyklus zum Essen durch Tiere bestimmt sind.
      2. 95% des Sojas wird an Tiere verfüttert. Damit ist dieses Argument zwar teilweise richtig, spricht aber viel mehr noch gegen den Konsum von Tierprodukten.

    • Daniel Schneiderreplied:

      Wie kann Mitgefühl gegenüber Tiere zu weit gehen. Wie kann Mitgefühl gegenüber fühlenden Lebewesen bei Kindern zu früh anfangen?

      Was heisst denn hier normales Essen? Ist Fleisch aus Massentierhaltung (und das ist in JEDER Schulkantine so - sicher kein Bio) das normale Essen?

      Sie befürworten normales Essen. Das heisst dann im Schluss, dass sie Essen aus Massentierhaltung mit jede Menge Antibiotika befürworten oder hab ich da jetzt ein Fehler in der Logik?

    • 1. Bitte schlagen Sie das Wort 'Idiologie' nach, bevor Sie es benutzen, Herr Doctor.

      2. Ich lebe meiner Tochter vieles vor. Sie macht aber nur die Dinge nach, die sie möchte. Das unterstütze ich ausdrücklich und bestärke sie darin. Warum sollte sie sich durch bloßes Vorleben ausgerechnet den Veganismus 'aufzwingen' lassen, der ja mit so viel Verzicht und Ausgrenzung zusammenhängt, während sie in vielen anderen Bereichen völlig konträr zu dem handelt, was ich ihr vorlebe?

    • Danireplied:

      Meine Kinder sind 5 und 3 1/2 Jahre alt. Beide wissen sehr wohl, dass für ein Stück Fleisch ein Lebewesen sterben muss. Allein aus diesem Grund wollen sie es nicht essen. Ich habe meinen Kindern immer ehrlich geantwortet. Ihnen an der "Fleischtheke" erklärt, was dort liegt... Sie sind sehr interessierte, einfühlsame kleine Menschen und sie wollen nicht, dass Tiere für sie gequält und getötet werden.
      Und sie genießen das vegane Leben und sehen es eher als "ziemlich cool" an ...

    • Jonasreplied:

      Ich selbst habe als Kind mit 6,5 Jahren entschieden kein Fleisch mehr zu essen, als ich mit einer Demonstration gegen Tierausbeutung konfrontiert wurde. Meine Eltern haben damals und essen noch heute Fleisch. Eine eigene Entscheidung zu dem Thema ist möglich.

  66. Zu guter Letzt mein Hauptbeitrag.

    Sie Herr Boehme behaupten, ihr Kind sei überaus intelligent. Ich behaupte, das stimmt nicht. Denn wer nicht probiert, sich ausprobiert und von vornherein Dinge ausschließt, der kann nicht viel lernen. Insbesondere das Essen bedient gleich mehrere menschliche Sinne. Das Schmecken, das Riechen als Hauptsinn beim essen, das Fühlen und sogar auch das Hören. Auch das Tasten ist wichtig.

    Der Beschluss, all darauf zu verzichten, ist kein intelligenter Schritt eines Kindes. Es ist eher ein Mechanismus der Angst und weniger der Offenheit. Sicherlich aber auch eine soziale positive Eigenschaft - keinem Lebewesen etwas zu Leide tun zu wollen. [...]

    Ich hoffe es bleibt bei einer Phase des Kindes - eine Phase des beschränkten Ausprobieren über den Verzicht vieler leckerer Dinge und bewusster Sinneseindrücke.

    Um so älter ihre Tochter wird, um so bewusster werden ihre Entscheidungen für sie selbst. Sie reift. Verfestigen sich hier jedoch gewisse Neigungen, kann es "problematisch" werden. Deshalb, entscheidet sich jemand in guter Reife - mit vielleicht 20 Jahren zum Veganismus - dann ist das weitaus begründeter und erfahrener - als mit 6 Jahren. Man sollte jedoch zumindest alles ein bis zweimal probiert und gekostet haben, um dann zu entscheiden, ob man es für sich ablehnt oder nicht. Denn was man nicht kennt, kann man auch nicht bewerten.

    • 'Denn was man nicht kennt, kann man auch nicht bewerten.'

      Haha... Warum versuchen Sie dann, die Intelligenz meiner Tochter zu bewerten??
      Ihrem Beitrag kann ich nur entnehmen, dass Ihnen die Bedeutung des Wortes 'Intelligenz' ganz und gar nicht bekannt ist. Intelligenz basiert - per Definition - eben gerade NICHT auf Probieren.

      'Man sollte jedoch zumindest alles ein bis zweimal probiert und gekostet haben, um dann zu entscheiden, ob man es für sich ablehnt oder nicht.'

      Wenn Sie das wirklich glauben, dann probieren Sie doch bitte zuerst Hundemilch oder Affenhoden. DANN reden wir weiter.

    • Alexreplied:

      Ich hoffe, Sie bieten Ihren Kindern keine Drogen zum probieren an.

    • Akulareplied:

      Tja Alex, hätteste dich mal mit Lebensmitteln auseinander gesetzt, so wüsstest du, dass in vielen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst Drogen drin sind. Sie gehören je nach Wirkstoff also zum Leben mit dazu.

      Irgendwann werden auch meine Kinder mal Drogen probieren. Mit Kaffee z.B. Ich kläre Sie auf, berichte über meine Erfahrungen und überlasse Es ihnen selbst. Natürlich. Dass wohl kaum mit Acht in der Grundschule passiert dürfte klar sein.Wie Sie darauf kommen, Ich nehme eine aktive Rolle ein, weiß wohl nur ihre Vorurteilsregion da Oben.

    • Alexreplied:

      "Tja Alex, hätteste dich mal mit Lebensmitteln auseinander gesetzt, so wüsstest du, dass in vielen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst Drogen drin sind. Sie gehören je nach Wirkstoff also zum Leben mit dazu."

      Sie wissen ganz genau, welche Art von Drogen ich meine, weshalb da diese Besserwisserei? Fühlen Sie sich jetzt besser? Um es nochmal deutlich zu machen: illegale Drogen wie Kokain, Heroin, LSD etc.

      "Wie Sie darauf kommen, Ich nehme eine aktive Rolle ein, weiß wohl nur ihre Vorurteilsregion da Oben."

      Da Sie Ihren Kindern wohl auch aktiv Fleisch anbieten und Sie meinen, dass man alles ein- bis zweimal ausprobieren sollte, sehe ich nichts, was dagegen spräche. Und auch im Alter von 18 Jahren oder was auch immer Sie für geeignet halten, würde ich das meinen Kindern nicht geben.

    • Akulareplied:

      "weshalb da diese Besserwisserei?"

      Weil ich deine Unterstellung einfach nur urkomisch finde und derart am Leben vorbei.

      "Fühlen Sie sich jetzt besser?"

      Naja etwas...

      "Um es nochmal deutlich zu machen: illegale Drogen wie Kokain, Heroin, LSD etc."

      Ich weiß.

      "Da Sie Ihren Kindern wohl auch aktiv Fleisch anbieten und Sie meinen, dass man alles ein- bis zweimal ausprobieren sollte, sehe ich nichts, was dagegen spräche."

      Gibt Es das nicht oder haben schlichtweg darüber zu wenig nachgedacht? Also wenn Ich mein Leben betrachte und ihren Vorwurf und Satz, dann stelle Ich schon fest, dass Sie obiges nicht genügend getan haben. Im übrigen geht Sie mein Leben auch nichts an. Man kann seine Kinder stets miteinbeziehen, auch ohne Sie zu zwingen. Seien Sie doch mal kreativ. Bieten Sie zwei Gerichte an oder in Kombination, eins vegetarisch das andere mit Fleisch. Variieren sie. Mal so mal so. Das kann schon beim Einkauf anfangen. [...]

      "Und auch im Alter von 18 Jahren oder was auch immer Sie für geeignet halten, würde ich das meinen Kindern nicht geben."

      Müssen sie ja auch nicht. Dann essen diese das eben womöglich woanders - Wie bei den Drogen. Sie machen nichts weiter als denselben platten Pfad zu gehen Wie ihn viele gehen. Erreichen tun Sie damit nicht viel, ausser sich selbst zu schmeicheln was für ein toller Ernährungsanhänger Sie sind. Mein Vater ist auch Vegetarier, aber eher pragmatischer Natur, weil er seitdem gewisse körperliche Beschwerden nicht mehr hat. Meine Mutter hingegen isst seitdem fast kaum noch Fleisch. Aber mein Vater erhebt keine Verbote, auch nicht wenn Ich zu Besuch komme. Da ist er kreativ. Und da auch Ich selten Fleisch esse, alles kein Problem.

    • Alexreplied:

      "Weil ich deine Unterstellung einfach nur urkomisch finde und derart am Leben vorbei."

      Schön, dass ich Sie unterhalten konnte, aber das Leben ist vielseitiger, als Sie scheinbar annehmen.

      "Gibt Es das nicht oder haben schlichtweg darüber zu wenig nachgedacht? Also wenn Ich mein Leben betrachte und ihren Vorwurf und Satz, dann stelle Ich schon fest, dass Sie obiges nicht genügend getan haben."

      Wie sollte ich auf etwas anderes kommen? Ich kenne Ihr Leben nicht und weiß nur die zwei genannten Tatsachen von Ihnen.

      "Man kann seine Kinder stets miteinbeziehen, auch ohne Sie zu zwingen. Seien Sie doch mal kreativ. Bieten Sie zwei Gerichte an oder in Kombination, eins vegetarisch das andere mit Fleisch. Variieren sie. Mal so mal so. Das kann schon beim Einkauf anfangen." [...]

      Wer redet hier von "Zwang"? Die Tochter von Herrn Boehme hat sich selbst aktiv gegen fleischhaltige und auch gegen vegetarische Nahrung entschieden, weil sie aufgeklärt ist und Mitgefühl besitzt. Wieso sollte man seinen Kindern unbedingt etwas vorsetzen, was anderen schadet? Sollte man nicht lieber die Werte vorleben, die man für richtig hält? Apropos, ich hoffe auch, dass Sie Ihre Kinder darüber aufklären, dass konventioneller Kaffee mit Kinderarbeit verbunden ist und nur Fairtradekaffee kaufen (hatte ich beim letzten Mal vergessen zu schreiben). Empfehlenswert dazu: http://www.dailymotion.com/video/xtm2jq_kinderschinder-der-preis-fur-eine-tasse-kaffee_news

      "Müssen sie ja auch nicht. Dann essen diese das eben womöglich woanders - Wie bei den Drogen. Sie machen nichts weiter als denselben platten Pfad zu gehen Wie ihn viele gehen. Erreichen tun Sie damit nicht viel, ausser sich selbst zu schmeicheln was für ein toller Ernährungsanhänger Sie sind."

      Und alle, die ihren Kindern keine Drogen vorsetzen, erreichen auch nichts und schmeicheln sich damit, was für tolle Drogenverweigerer sie sind?

    • Akulareplied:

      "Schön, dass ich Sie unterhalten konnte, aber das Leben ist vielseitiger, als Sie scheinbar annehmen."

      Schön, dass sie das endlich einsehen. Würden sie sich doch mal selbst an der Vielseitigkeit des Lebens orientieren.

      "Wie sollte ich auf etwas anderes kommen? Ich kenne Ihr Leben nicht und weiß nur die zwei genannten Tatsachen von Ihnen."

      Indem sie nicht ihre Vorurteile sprechen lassen. Tatsachen haben ich hier keine lesen sehen. Denn die weiß ich wohl am besten. Es sei denn, wir und sie kennen mich. Ist das der Fall?

      "Wer redet hier von "Zwang"?"

      Na sie! Indem sie implizieren, ich setze Kindern nur ein Gericht vor. Wenn sie Hunger haben, werden diese ja wohl kaum eine Wahl haben, als das zu essen, was auf den Tisch kommt. [...]

      "Die Tochter von Herrn Boehme hat sich selbst aktiv gegen fleischhaltige und auch gegen vegetarische Nahrung entschieden, weil sie aufgeklärt ist und Mitgefühl besitzt."

      Sie hat sich dementsprechend ihres Alters von sechs Jahren (!) dazu entschieden. Sechs Jahre. Ein Alter, wo die meisten Kinder noch nicht ein mal das 1x1 oder das ABC beherrschen. Das sich ein Kind überhaupt vollumfänglich über sein Handeln bewusst ist, kann kaum mit diesem Alter festgestellt werden. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren in Form von wissenschaftlichen Belegen eines Jahrhundertkindes in Sachen IQ und EQ.

      Wenn sie behaupten, ein Kind von 6 Jahren sei voll aufgeklärt und besitze volles Mitgefühl, ja was sei denn ein Mensch von 18 Jahren? Ein Super-Wesen? Die Endstufe des Allwissenden? Hier wird mit Floskeln argumentiert, dass es nur so scheppert. Klingt wunderbar, liebreizend und herzzereißend. Ob das der Realität entspricht, das muss erst noch bewiesen werden. Und das eben nicht einseitig durch den Vater selbst.

      "Wieso sollte man seinen Kindern unbedingt etwas vorsetzen, was anderen schadet?"

      Diese Behauptung ist durch nichts belegt. Ja sie ist gegenüber Anhängern ökologischer und nachhaltiger Viehwirtschaft geradezu infam. Schaden gehört zum Lebenszyklus dazu. Wie z.B. (!) der natürliche Waldbrand, das Reißen des Rehs durch einen Wolf, das lebendige Verschlucken eines Säugetiers durch eine Boa. Oder das Erlegen einer Robbe durch den Eisbär. Der Mensch darin hat sich nur vervielfacht. Vieles zerstört, Kreisläufe zerbrochen und durchbrochen durch seine Gier, Population und Masse. Was ist ihre konkrete Alternative? Auf Fleich verzichten? Und wohin mit all dem Vieh, das domestiziert wurde und in der Massenindustrie dahin vegetiert und die Umwelt verpestet? Wollen sie es des Lebens Willen erhalten lassen oder doch umbringen? Natürlich sterben lassen?
      Und was passiert mit den Menschen, die doch Fleisch essen wollen - also der Mehrheit? Haben sie sich eigentlich schon jemals weiter als über den Tellerrand mit Grundrechten und dem deutschen Grundgesetz auseinander gesetzt? Utopie ist schön, aber eine schwierige Angelegenheit.

      "Sollte man nicht lieber die Werte vorleben, die man für richtig hält?"

      Also ich tue das, weswegen ich als Beispiel mit ihnen diskutiere. Und ich habe hierzu eine andere Ansicht als sie.

      "Apropos, ich hoffe auch, dass Sie Ihre Kinder darüber aufklären, dass konventioneller Kaffee mit Kinderarbeit verbunden ist"

      Ich hoffe, in ihrem Haushalt und ihr sämtliches Haus ist alles Fair-Trade - und das sie auch das monatliche Grundeinkommen dafür aufbringen können?! Immerhin nicht einfach wenn sie ein Einkommen auf Sozialhilfeniveau erhalten, wenig verdienen oder die Lebenshaltungskosten generell sehr hoch sind.

      "Und alle, die ihren Kindern keine Drogen vorsetzen, erreichen auch nichts und schmeicheln sich damit, was für tolle Drogenverweigerer sie sind?"

      Drogen scheinen ihr Lieblingsthema zu sein? ;)

    • Alexreplied:

      "Schön, dass sie das endlich einsehen. Würden sie sich doch mal selbst an der Vielseitigkeit des Lebens orientieren."

      Nicht an den negativen Dingen dessen.

      "Indem sie nicht ihre Vorurteile sprechen lassen. Tatsachen haben ich hier keine lesen sehen. Denn die weiß ich wohl am besten. Es sei denn, wir und sie kennen mich. Ist das der Fall?"

      Die genannten Tatsachen:
      -Sie wollen, dass jeder alles ein- bis zweimal ausprobiert
      -Sie sind für Fleischverzehr und nehmen eine aktive Rolle ein bei der Vergabe desselben an Ihre Kinder (da Sie das von anderen fordern, kann ich annehmen, dass das so ist). [...]

      Die Nicht-Vergabe von Drogen durch Sie wäre nur mit dem Vorurteil, dass Sie strikter Drogenverweigerer sind, annehmbar und da ich Sie bzw. Ihr Leben, wie gesagt, nicht kenne, kann ich mir da nicht sicher sein.

      "Na sie! Indem sie implizieren, ich setze Kindern nur ein Gericht vor. Wenn sie Hunger haben, werden diese ja wohl kaum eine Wahl haben, als das zu essen, was auf den Tisch kommt."

      Jetzt zeigen Sie scheinbar Vorurteile, denn womit habe ich das impliziert? Habe ich geschrieben, dass Sie Ihren Kindern NUR Fleisch vorsetzen oder sowas? Das kann ich nicht sehen.

      "Wenn sie behaupten, ein Kind von 6 Jahren sei voll aufgeklärt und besitze volles Mitgefühl,[...]"

      Habe ich "voll(es)" geschrieben? Mal eben nachsehen...ähm...nö. Ich meinte aufgeklärt darüber, dass unveganes Essen Tieren schadet und eigentlich sollte das reichen. Warum sollte man da schon vollumfänglich über sein Handeln bewusst sein? Die Logik ist doch ziemlich einfach:
      Fleisch essen = totes Tier
      Milch trinken = totes (männliches) Kalb + früher Tod für Milchkuh, weil: kostet sonst zu viel
      Eier essen = totes Hähnchen + früher Tod für Legehuhn, weil: kostet sonst zu viel
      Das kann man bestimmt schon 6jährigen erklären, so dass sie es verstehen. Müssen Kinder denn auch erst alle komplexen ethischen Philosophien erlernen, um zu verstehen, dass Schwerbehinderte zu euthanasieren, selbst wenn sie es nicht mitbekämen, böse ist?

      "Diese Behauptung ist durch nichts belegt."

      Siehe oben.

      "Schaden gehört zum Lebenszyklus dazu. Wie z.B. (!) der natürliche Waldbrand, das Reißen des Rehs durch einen Wolf, das lebendige Verschlucken eines Säugetiers durch eine Boa."

      Wir leben nicht in der Natur. Wölfe, Boas u.a. Raubtiere erzeugen ihre Beute nicht extra um sie zu töten. Mensch produziert damit zusätzliches unnötiges Leid bzw. zusätzlich unnötiges Sterben.
      Weiterführend: http://www.keiner-fliege.de/es-ist-unmoeglich-zu-leben-ohne-anderen-zu-schaden-warum-also-erst-versuchen/
      Da stehen auch noch viel mehr Antworten auf mögliche Fragen von Ihnen, falls es Sie interessiert.

      "Und wohin mit all dem Vieh, das domestiziert wurde und in der Massenindustrie dahin vegetiert und die Umwelt verpestet? Wollen sie es des Lebens Willen erhalten lassen oder doch umbringen? Natürlich sterben lassen?"

      Falls der unglaublich unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, dass ein plötzliches kollektives Verstehen der Sinnlosigkeit, Mitleidlosigkeit etc. des ganzen einsetzt und alle kein Fleisch mehr essen wollen, dann ist in dieser unglaublichen Welt bestimmt auch soviel Nettigkeit vorhanden, allen Tieren ein Gnadenbrot zu geben. Wieso muss man als Veganer immer Antworten für solche unrealistischen Szenarien finden?

      "Und was passiert mit den Menschen, die doch Fleisch essen wollen - also der Mehrheit? Haben sie sich eigentlich schon jemals weiter als über den Tellerrand mit Grundrechten und dem deutschen Grundgesetz auseinander gesetzt? Utopie ist schön, aber eine schwierige Angelegenheit."

      Sie interpretieren ziemlich viel in das rein, was ich schreibe. Wer sagt, dass wir Veganern allen anderen das Fleischessen verbieten wollen? Wir wollen, dass ihr selbst versteht und dann damit selber aufhört. Aber irgendwie scheint Fleisch extrem süchtig zu machen - wie Drogen (~Lieblingsthema~) halt.

      "Also ich tue das, weswegen ich als Beispiel mit ihnen diskutiere. Und ich habe hierzu eine andere Ansicht als sie."

      Ich formuliere die Frage anders:
      Ist es Ihnen wichtiger, Ihren Kindern Ihre Werte mitzugeben oder dass sie möglichst ALLES(!) ausprobieren?

      "Ich hoffe, in ihrem Haushalt und ihr sämtliches Haus ist alles Fair-Trade"

      Schön wärs, aber es werden einem ziemlich viele Steine in den Weg gelegt, wenn man das ökologisch, menschenrechtlich und tierrechtlich beste Erzeugnis finden will. Ist besonders schwierig, wenn man etwas schnell braucht. Ist bei Kaffee aber zum Glück nicht der Fall.

      "und das sie auch das monatliche Grundeinkommen dafür aufbringen können?! Immerhin nicht einfach wenn sie ein Einkommen auf Sozialhilfeniveau erhalten, wenig verdienen oder die Lebenshaltungskosten generell sehr hoch sind."

      Trifft etwas davon bei Ihnen zu? Ich bekomme nicht viel Geld für meine Arbeit, dafür verzichte ich auf so manchen Luxus. Mein Handy z.B. ist 9 Jahre alt. Ich habe auch noch nie einen eigenen Computer gekauft (alles Altlasten anderer, die das Neueste wollten).

      "Drogen scheinen ihr Lieblingsthema zu sein? ;)"

      Sie können in der Frage "Drogen" auch durch etwas anderes ersetzen, was negativ behaftet ist und man seinen Kindern gar nicht geben sollte (Süßigkeiten fallen m.M.n. deshalb weg). Wüsste dennoch gern Ihre Antwort darauf.

    • Akulareplied:

      "Nicht an den negativen Dingen dessen."

      Gerade auch das gehört zum Leben - zumal man aus negativen Dingen und Erfahrungen am meisten lernt. Wo wir sicherlich auch wieder beim Thema der perversen Auswüchse von industrialisierter und kommerzialisierter Nahrungsproduktion haben. Natürlich kannst du dir heraus greifen, was für dich genehm ist. Aber sorry, das hat nichts mit der Lebensrealität zutun.

      "Indem sie nicht ihre Vorurteile sprechen lassen. Tatsachen haben ich hier keine lesen sehen. Denn die weiß ich wohl am besten. Es sei denn, wir und sie kennen mich. Ist das der Fall?"

      "Sie wollen, dass jeder alles ein- bis zweimal ausprobiert" [...]

      Ich will schon gar nicht. Das "wollen" ist schlichtweg falsch. Es impliziert, dass ich jemanden aktiv drängen würde. Mir geht es um Pädagogik und um das Aufzeigen von mehreren Wegen, anstatt des einen - wie z.B. eines Verbotes. Ich bin ein sehr toleranter Mensch und schreibe auch niemanden vor, wie er zu leben hat. Du willst mir dies aber anscheinend unterstellen, so fern ich das heraus lese. Nur weil ich Dinge hinterfrage gebe ich nicht meine aktive Haltung im Alltag auf. Ich weiß da sehr wohl zu unterscheiden.

      "Sie sind für Fleischverzehr und nehmen eine aktive Rolle ein bei der Vergabe desselben an Ihre Kinder (da Sie das von anderen fordern, kann ich annehmen, dass das so ist)."

      Weißt was dein Problem in diesem Falle ist? Du versuchst einen biologisch-natürlichen Prozess zu ideologisieren. Du wechselst die Ebenen, du vertauscht sie gerade. Und das tun Religiöse auch.
      Sie stellen das Ideologische über dem Natürlichen, obwohl das Natürliche über dem Ideologischen steht, denn das eine ist der IST-Zustand und das Andere ist ein KANN-Zustand. Die Natur ist wie sie ist. Sie ist da. Leibhaftig. Du kannst sie mit allen Sinne erleben. Nachvollziehen. Und das Andere? Das sind nur Worte, Ideen, Überzeugungen, vielleicht Lehren, Glauben und teilweise fließt das eine in das andere über. Aber eben nur das eine in das Andere und nicht das Andere in das Eine.

      Nein, ich bin nicht für den Fleischverzehr. Das würde implizieren, ich wäre generell dafür und für alle. Mir schmeckt in geringen Maßen Fleisch und ich genieße hin und wieder diverse Sorten davon - so wie ich auch diverse andere Nahrungsmittel hin und wieder genieße und esse. Erkennen sie den semantischen (!) Unterschied? Nur weil ihnen etwas nicht schmeckt, gehen sie davon aus, dass es allen nicht schmeckt. Vielleicht blenden sie auch noch aus, dass das Fleisch angeblich überhaupt nicht schmecke? - Stichwort: Umami. Der Mensch hat einen extra Geschmackssinn für Fleisch! Es gibt ja unter den überzeugten noch immer welche, die ernsthaft behaupten, der Mensch sei rein pflanzlich ausgerichtet. Was weiterhin totaler ... ist. Denn dann würde der Mensch nicht weltweit seit zehntausenden Jahren mehrheitlich Fleisch essen und wäre bereits ausgestorben in der Eiszeit, verarbeiten können, er hätte nicht die Geschmacksnerven für Fleischiges (Katzen fehlt z.B. der Sinn für Süß) und das Gebiss ist auch klar auf Alles ausgelegt. Vordere Schneidezähne, daneben Reißzähne und erst die hinteren Backenzähne sind für pflanzliche Nahrung zum zermahlen dieser.

      Das ergebe natürlich keinen Sinn, weil wenn es keinen Geschmack gebe, würde der Mensch nicht in den Massen Tiere konsumieren. Ich respektiere jeden, dem Fleisch nicht schmeckt, generell tierische Produkte ablehnt oder glaubt er müsse Frutarier oder eine andere Form seiner Ernährung sein oder finden, der es nicht ist, warum auch immer. Und ich finde es auch eine gute Sache. Ich finde es aber nicht mehr gut, wenn sich ein Mensch für sein Konsumverhalten einer kompletten riesigen Nahrungsgruppe rechtfertigen muss und ein Missionierungseifer entsteht - ganz egal für welche Seite. Einzelne Fleischsorten zu meiden, aktiv etwas zutun damit sich etwas besser - wie beim Fisch etc. - finde ich doch super.

      Weißt du, meine These ist, dass du die menschlichen Sinne viel zu wenig wahr nimmst - haha - wahr nehmen. Gerade ein kleines Kind hat noch so unglaublich viele Sinne, Nerven - die es im zunehmenden Alter immer mehr verliert, sei es die Geschmacksnerven oder die Haarzellen in der Gehörschnecke. Essen ist für den Mensch nicht nur Essen, ist ein einziges Fest für alle Sinne. Und isst man mal besonders bewusst und nimmt sich Zeit, so weiß man das erst wieder viel mehr zu schätzen.

      Hier in der Diskussion geht es ja nicht nur um Vegetarismus, sondern Veganismus. Dafür muss quasi nicht mal ein Tier sterben. Aber der Vorwurf an die Vegetarier ist dann wieder da, sie unterstützen weiteres Leid aufgrund der Abgabe tierische Produkte für Milchprodukte und so weiter. Kann das eine sechsjährige wirklich alles vollumfänglich wissen und überblicken? Und verstehen? Ich denke nein. Ihr Gehirn ist anatomisch schlichtweg noch gar nicht in der Lage dazu. Aber gerne lasse ich mich, wie gesagt, wissenschaftlich belegt vom Gegenteil überzeugen. Herr Boehme hat ja schließlich die Behauptung aufgestellt und wer behauptet, der muss auch belegen. Sollte er studiert haben, weiß er ja wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert.

      Da ich ehrlich bin, dürfte das Unterfangen praktisch nicht möglich sein. Deswegen empfehle ich solche Behauptungen auch gar nicht erst aufzustellen. Er wird das, falls er vor Gericht geht, noch selbst feststellen. Insbesondere wie teuer entsprechende Gutachten werden, die er bezahlen und vorlegen werden wird müssen, um entsprechend nachweisen zu können, was er sich denn einklagen will. Das nur für eine Instanz. Dieser Blog hier ist das Eine, unser Rechtssystem das Andere. Insbesondere als Veganer zu fordern das Fleischessen zu verbieten, womit diese hoffnungslos in der Minderheit sind. Zu erst haben wir da die Vegetarier und selbst die sind noch immer deutlich in der Minderheit. Mehrheiten bekommt man nicht dadurch, indem man vor geht, wie hier etliche vorgehen und sich als etwas Besseres und Höheres darstellen. Es wird bestimmt noch sehr lange dauern - gehe ich davon aus wie lange es jetzt allein Vegetarismus und Veganismus überhaupt schon gibt als Bewegung z.B. seit den 69er - bis der Prozentanteil des Vegetarismus weiter angewachsen ist. Und doch schon heute sind die Bio-Märkte durchsetzt genau von dem, was auch die normalen Märkte ausmacht. Insbesondere die tollen hippen Biomärkte zahlen Löhne fern von jeglicher sozialen Ader und der Kostendruck sowie die Arbeitsbelastung für die MA ist teilweise enorm. Da wird auch nur ausgebeutet. Sei es LPG oder all die anderen. Wie es bei Veganz ist, weiß ich nicht.

      Für mich als sehr sozial eingestellter Mensch ist das Heuchelei.

      "habe ich geschrieben, dass Sie Ihren Kindern NUR Fleisch vorsetzen oder sowas? Das kann ich nicht sehen."

      Nun ja, deine Rhetorik ist schon zwiespältig für mich. Aber ich finde wir drehen uns hier im Kreis.

      "Habe ich "voll(es)" geschrieben?"

      Nein das haben sie nicht. Mein Fehler.

      "Warum sollte man da schon vollumfänglich über sein Handeln bewusst sein?"

      Das wäre in etwa so, als würdest du ein Auto fahren, aber nicht wirklich wissen wohin oder warum du fährst. Oder ein Buch lesen, das du aber gar nicht verstehst und du auch keine Lust zu hast. Aber um konkret auf dein "Warum" zu antworten - obwohl ich diese Frage längst beantwortet habe: Weil das Leben mit seinen Sinnen noch so viele Facetten zu bieten hat - wozu selbstverständlich das Essen gehört. Eben weil das Essen sämtlicher Sinne bedarf und wenn man sich darauf konzentriert ein wahres Highlight sein kann. Und da ein Kind stetig wächst, wachsen auch stetig die Eindrücke und Erfahrungen. Doch noch viel, viel mehr als im späteren Erwachsenenalter. Der Geschmack einer Banane kann sich stetig verändern. Es gibt so viele Beispiele für Lebensmittel. Allein bei Käse. Es gibt so viel leckeren Käse und tausende von Sorten und Arten. Oder Wurst. Hier sind wir ja dann auch schon wieder bei regelrechtem Handwerk und altem Handwerk. In anderen Ländern sehr geschätzt. Kinder wachsen, sie entwickeln sich, sie verändern sich, sie probieren sich aus. Veganismus mit sechs Jahren kann für ein Kind erst ein mal Stillstand bedeuten, wenn es die freigewordenen "Ressourcen" nicht nutzt. Erst ein mal. Aber wer weiß, ob das so bleibt. Wer hatte nicht in seiner Kindheit die wildesten Ideen und Phasen. Aber nicht alles muss man als Elternteil mitmachen und sich selbst aufopfern. Das Kind muss auch lernen, selbst für etwas zu kämpfen. Und auch die Erfahrung machen, dass es gewisse Grenzen gibt oder das es abwarten sollte, um die Grenzen neu anzugehen und zu überspringen.

      Realistisch betrachtet wird das Problem sowieso erst in ein paar Jahren geklärt sein. Da muss Herr Boehme wissen, ob er den Willen, den Mut, die Zeit und das Geld hat, sich dafür aufzuopfern - zumal er all das für wichtigere Dinge nutzen könnte. Für den Tierschutz, für globalere und weitreichendere Ideen als für eine Sache, auf die er quasi erst mal nur direkt gestoßen ist, weil er selbst betroffen.

      "Eier essen = totes Hähnchen + früher Tod für Legehuhn, weil: kostet sonst zu viel"

      Warum schreibst du mir das? Nun gut, zwecks des Zusammenhangs im nächsten Zitats, aber dennoch bleibt die Frage irgendwie schwirrend in meinem Kopf. Weil ich das nicht wüsste? Den Hühnern vom Hof eines Freundes gehts übrigens gut. Sind auch tolle Eier. Sind auch nur 20 Hühner und glaube zwei Hähne. Neben ein paar Enten. Irgendwann werden sie geschlachtet. Wie die Karnickel. Sind alle sehr tierlieb. Aber letztlich sind es auch Tiere zum Essen. Ich kann das verstehen.

      "Das kann man bestimmt schon 6jährigen erklären, so dass sie es verstehen."

      Klar kann man das, aber du kannst ja nicht in das Gehirn schauen - du weißt letztlich nichts darüber, was sie davon wie verstanden hat. Wie ich schon schrieb. Sie nimmt das auf, wie es ein Kind in dem Alter eben aufnimmt. Recht naiv, simpel und in Gut und Böse. Das tut jedes Kind in dem Alter. Mit der Simplifizierung können sie übrigens Kindern alles als schlecht oder gut verkaufen, sie müssen es nur rhetorisch gut verpacken - ein Kind durchblickt das nicht - nicht unbedingt, gleich und sofort. Kinder sind manipulativ, auch wenn ich das jetzt in diesem Fall nicht so darstellen möchte. Aber heraus stellen, wie Kinder ticken und das sie eben doch nicht das sind, zu was sie von ihnen gemacht werden. Es sind verletzliche Wesen und stehen ja nicht umsonst unter besonderem Schutz der Gemeinschaft. Erst mit ihrer Volljährigkeit haben sie die Reife erlangt, vollumfänglich über sich selbst bestimmen zu dürfen.

      "Müssen Kinder denn auch erst alle komplexen ethischen Philosophien erlernen, um zu verstehen, dass Schwerbehinderte zu euthanasieren, selbst wenn sie es nicht mitbekämen, böse ist?"

      Ich schreibe davon, Kinder pädagogisch offen, objektiv, aufgeklärt und positiv die Dinge der Welt näher zu bringen - selbstverständlich auf ihrem individuellem Niveau. Dennoch gibt es Themen, die können Kindern in einem gewissen Alter nicht verstehen. Wie auch - sie entwickeln sich noch. Das kann man dem Kind ja so kommunizieren oder es kurz vereinfacht versuchen darzustellen und zu meinen, dass die Erklärung in späteren Jahren folgt, sollte es noch Interesse zeigen. Wichtig sind auch immer die vielen Seiten einer Medaille.

      "Wir leben nicht in der Natur."

      Bitte? Wir leben nicht in der Natur? Alles ist Natur! Wo lebst du bitteschön? In der atomaren Wüste ohne Leben? Selbst da würde es Kakerlaken und Mikroorganismen geben. Selbst hier in Berlin laufen die Wildschweine, Füche, Waschbären durch die Parks, viele, viele Vogelarten leben hier, Bienen, Insekten... der Mensch gehört zur Natur, wie die Natur zum Menschen. Ohne Natur könnte der Mensch überhaupt nicht leben. Also du hast mit diesem Satz schon eine merkwürdige
      Auffassung, wie ich finde.

      "Wölfe, Boas u.a. Raubtiere erzeugen ihre Beute nicht extra um sie zu töten. Mensch produziert damit zusätzliches unnötiges Leid bzw. zusätzlich unnötiges Sterben."

      Nein, aber sie erlegen die Tiere auch einfach mal nur so zum Spaß um mit ihnen zu spielen und ihren Jagdinstinkt zu trainieren. Und indem Sinne erzeugen wir die Tiere auch nicht, das machen noch die Tiere selbst. Da dürften wir einer Meinung sein - zum Glück machen sie das noch eigenständig
      .
      Der Mensch ist eben das intelligenteste und hochentwickelt'ste Lebewesen der Erde. Aber domestiziert hat er die Tiere schon seit tausenden von Jahren - Man geht von gut 10000 Jahren aus mit Auerochse, Wildschwein und Wolf. Neu ist das ja nicht. Ich weiß ja - der Mensch als Spezies wird sich oder sein Planet eventuell zugrunde richten und er lernt es nur schwer, sich aus seinem Strudel zu befreien.

      "Wieso muss man als Veganer immer Antworten für solche unrealistischen Szenarien finden?"

      Weil ich das Gefühl habe, Veganer haben immer die Antworten auf die Erlösung. Aber das heißt nichts, weil mein Kreis nun wahrlich nicht repräsentativ ist und sein kann.

      "Sie interpretieren ziemlich viel in das rein, was ich schreibe."

      Meinst du? ;) Eigentlich stelle ich nur einfache Fragen.

      "Wer sagt, dass wir Veganern allen anderen das Fleischessen verbieten wollen?"

      Nun ja - hier gab es ja schon so einige Beiträge. Wobei das Internet da schon viel zu bieten hat. Es ist manchmal mein Eindruck. Aber schön, wenn du das so selbst hinterfragst. Damit kann ich gut leben.

      "Aber irgendwie scheint Fleisch extrem süchtig zu machen - wie Drogen (~Lieblingsthema~) halt."

      Ach komm, der war jetzt nun aber wirklich platt. Zumal es keine psychische und physische Abhängigkeit gibt, weil im Fleisch schlichtweg kein Stoff drin ist, der das belegt. Anders als bei Schokolade. Oder Chips.

      Ich lese übrigens auch gerne Bücher oder schreibe auch gerne mit ihnen. Oder habe Hobbys. Also wenn wir nun anfangen, alles zu versüchtigen, was Menschen gerne tun, ihnen Freunde und Spaß bereitet, dann wird es quer. Und es geht zu Lasten derer, die wirklich ein Suchtproblem haben.

      "Ist es Ihnen wichtiger, Ihren Kindern Ihre Werte mitzugeben oder dass sie möglichst ALLES(!) ausprobieren?"

      Alles auszuprobieren wäre auch zu testen mit dem Auto gegen den Baum zu fahren, von einem Hochhaus zu springen oder eine Bank zu überfallen. Da ich dich bitten würde, im realistischen Maßstab zu bleiben und darauf das "alles" zu beziehen, würde ich diese Frage mit "Beidem" beantworten. Verbote wären bei mir jedenfalls das letzte Mittel der Wahl. Am wichtigsten ist der Dialog.

      "Ist bei Kaffee aber zum Glück nicht der Fall."

      Wie du sicher schon bemerkt hast, war das auch eher sarkastisch gemeint. Ich trinke kaum Kaffee und wenn dann nur aus der geschenkten Senseo, von der ich allerdings noch etliche Pads habe. Wobei es bei Aldi glaube ich Fairtrade-Pads gibt.

      "Sie können in der Frage "Drogen" auch durch etwas anderes ersetzen, was negativ behaftet ist und man seinen Kindern gar nicht geben sollte (Süßigkeiten fallen m.M.n. deshalb weg). Wüsste dennoch gern Ihre Antwort darauf."

      Verstand bewahre - ohne Schokolade, ich würde meine Eltern heute wohl nicht mehr über den Weg laufen wollen. Ich persönlich halte von Verboten dieser Art überhaupt nichts, besonders weil sie nur dazu animieren, interessanter und gebrochen zu werden. Was natürlich nicht automatisch zu treffen muss, aber schon lange als Mittel bekannt, das für die Erziehung als ineffektiv erkannt wurde. Selbstverständlich gilt die Unterscheidung zwischen Grenzen, Grenzüberschreitung und Verboten in der Pädagogik. Ein Anhänger des Laissez-faire Prinzips bin ich nun wahrlich nicht. Es geht ja hier im Endeffekt auch nicht um die beste Erziehung für mein oder das Kind, sondern um "Kinder wollen auch mal vegan essen". Ich habe das mal umformuliert. Denn "vegane Kinder wollen essen" klingt mir zu überdreht und so als würden hier Kinder verhungern unter Aufsicht des Staates.

      Beim Wort Drogen kommen wir ja dann eben doch wieder auf unseren Anfang zurück. Das Amüsante dabei, Anfangs wies ich darauf hin, dass Drogen auch ganz allgemeine Nahrungsmittel sein können. Du hingegen beschränktest das extra auf die entsprechenden "richtigen" Drogen. Nun sind wir dahin angelangt, dass du meinst schon allgemeine Nahrungsmittel nicht an Kinder zu geben aufgrund ihrer Inhaltsstoffe.

      "Als Droge werden im deutschen Sprachgebrauch stark wirksame psychotrope Substanzen und Zubereitungen aus solchen bezeichnet. Allgemein weisen Drogen eine bewusstseins- und wahrnehmungsverändernde Wirkung auf. Traditionell als Genussmittel verwendete oder als Medikament eingestufte Drogen werden in der öffentlichen Wahrnehmung oft nicht als solche betrachtet, obwohl in geeigneter Dosierung und Einnahmeform ebenfalls Rausch- oder erheblich veränderte Bewusstseinszustände auftreten können.

      [...] Einige Drogen werden in Teilen der Welt traditionell als Genussmittel genutzt. Hierzu zählen unter anderem Koffein (Kaffee, Tee), Alkohol (Bier, Wein, Schnaps), Nikotin (Tabak), Cannabis (Marihuana, Haschisch), Betel sowie Kath." Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Droge 25.05.2014

    • Alexreplied:

      „Ich will schon gar nicht. Das "wollen" ist schlichtweg falsch. Es impliziert, dass ich jemanden aktiv drängen würde.“

      Mir implizierte das:
      „Man sollte jedoch zumindest alles ein bis zweimal probiert und gekostet haben, um dann zu entscheiden, ob man es für sich ablehnt oder nicht.“
      dass Sie das wollen. Was Sie interpretieren ist m.M.n. falsch, denn wenn man einen Willen hat, muss man ihn nicht auch unbedingt jemanden aufdrängen. So will ich, dass kein Mensch Fleisch isst, dennoch zwinge ich niemanden, der meint das unbedingt tun zu müssen, dazu, sondern versuche es auf andere Weise anderen näher zubringen. [...]

      „Weißt was dein Problem in diesem Falle ist? Du versuchst einen biologisch-natürlichen Prozess zu ideologisieren. […]“
      Mir scheint es so, als wollten Sie die Natur idealisieren. Aber da wir uns scheinbar gegensätzlich nicht richtig verstehen, frage ich lieber noch mal nach. Ist es das oder was meinen Sie genau? Bitte in kurzen, genauen und einfachen Worten, so dass man es auch nach 10 Jahren veganer Ernährung noch verstehen kann (Witz von der Heute-Show geklaut).

      „Nein, ich bin nicht für den Fleischverzehr. Das würde implizieren, ich wäre generell dafür und für alle.“
      Meiner Meinung nach bedeutet „für Fleischverzehr sein“, dass man zustimmt, dass jeder Mensch das tun darf, wenn er oder sie es will. Was ist da Ihre Definition?

      „Nur weil ihnen etwas nicht schmeckt, gehen sie davon aus, dass es allen nicht schmeckt.“
      Wer sagt, dass mir Fleisch nicht schmecken würde? Wenn es das wäre, dann würden wir hier nicht diskutieren.

      „Vielleicht blenden sie auch noch aus, dass das Fleisch angeblich überhaupt nicht schmecke? - Stichwort: Umami. Der Mensch hat einen extra Geschmackssinn für Fleisch!“

      Nein, diese Geschmacksrichtung ist genauso in z.B. Muttermilch, Tomaten und Pilzen vorhanden. Und wurde vor allem mit Hilfe von Natriumglutamat in Fertigprodukten verwendet, bis dieses in Verruf geriet. Heute wird dann meist auf natürliches in Form von Hefe zurückgegriffen, ist aber eigentlich nichts anderes.

      „Ach komm, der war jetzt nun aber wirklich platt. Zumal es keine psychische und physische Abhängigkeit gibt, weil im Fleisch schlichtweg kein Stoff drin ist, der das belegt. Anders als bei Schokolade. Oder Chips.“

      Ich hol das mal nach oben, weil das gerade thematisch passt. „Umami verstärkt bestimmte Geschmacksrichtungen in ihrer Intensität, ist jedoch auch in der Lage, mögliche Geschmacksfehler von Lebensmitteln zu überlagern und zu korrigieren.“ (Wikipedia) Wenn man zu häufig davon isst, werden deswegen Lebensmittel ohne diesen Geschmack als weniger schmackhaft empfunden, was dann eine Form von Abhängigkeit erzeugt (wie bei Chips). Außerdem kann ich mir sonst nicht erklären, warum Menschen so stark nach Ausreden suchen, um nicht vom Fleisch lassen zu müssen, trotz der eindeutig negativen Folgen für Tiere. Alles ihren Genuss über das Leben anderer fühlender Lebewesen stellende Egoisten?

      „[…] und das Gebiss ist auch klar auf Alles ausgelegt. Vordere Schneidezähne, daneben Reißzähne und erst die hinteren Backenzähne sind für pflanzliche Nahrung zum zermahlen dieser.“
      Gorillas haben ein ähnliches Gebiss und essen trotzdem kein Fleisch. Außer Sie zählen Insekten dazu. Aber egal, ich glaube auch nicht die Theorie des reinen pflanzenessenden Menschen, falls es Sie beruhigt. Das Gebiss ist dennoch kein Argument.

      „Ich respektiere jeden, dem Fleisch nicht schmeckt, generell tierische Produkte ablehnt oder glaubt er müsse Frutarier oder eine andere Form seiner Ernährung sein oder finden, der es nicht ist, warum auch immer. Und ich finde es auch eine gute Sache.“
      Man kann leicht etwas respektieren, was keinen Einfluss auf das eigene Moralempfinden hat. Ihre Aussage empfinde ich so, wie wenn ein Kannibale Ihnen sagen würde, er würde gerne Menschenfleisch essen, es aber respektieren, wenn sie lieber Tierfleisch mögen. Wenn Sie sich in die Situation reinfühlen, wie würden Sie das empfinden? Unabhängig davon, ob Sie meinen, dass man das vergleichen kann oder nicht, ist das die subjektiv gleiche Situation, worin sich viele Veganer sehen. (für eine höhere Emotionalität kann man "Menschenfleisch" auch durch "Kinderfleisch" ersetzen; je nachdem wie abgestumpft man ist)

      „Einzelne Fleischsorten zu meiden, aktiv etwas zutun damit sich etwas besser - wie beim Fisch etc. - finde ich doch super.“
      Es ist ein Anfang.

      „Für mich als sehr sozial eingestellter Mensch ist das Heuchelei.“
      Dann engagieren Sie sich doch für ein besseres Wirtschaftssystem. Ich hätte auch lieber dieses:

      „Das wäre in etwa so, als würdest du ein Auto fahren, aber nicht wirklich wissen wohin oder warum du fährst. Oder ein Buch lesen, das du aber gar nicht verstehst und du auch keine Lust zu hast.“
      Ihre Beispiele kann ich in dem Zusammenhang nicht wirklich nachvollziehen. Ist mir zu abstrakt. Jedenfalls sind nicht mal alle Erwachsenen über die Auswirkungen ihres Handelns vollumfänglich bewusst. Wie viele wissen, dass sie Fische kaufen, welche vor Afrika gefangen werden, wo sie der dortigen armen Bevölkerung fehlen? Wie viele wissen, dass sie, wenn sie Duschgels kaufen, darauf achten sollten, dass kein Mikroplastik enthalten ist, da dieses nicht herausgefiltert wird und im Ozean von Kleinstlebewesen gefressen wird, welche daran sterben, was sich folgenschwer auf die Nahrungskette auswirkt? Wenn ja, wieso tun sie das? Alles ignorante Egoisten?

      „[…] Und da ein Kind stetig wächst, wachsen auch stetig die Eindrücke und Erfahrungen. Doch noch viel, viel mehr als im späteren Erwachsenenalter. Der Geschmack einer Banane kann sich stetig verändern.[…]“
      Haben Sie schon einmal gedacht „Das ist so lecker, ich wünschte ich hätte das schon als Kind gegessen“? Ich nicht. Tatsächlich habe ich schon mal gedacht: „Ich wünschte ich hätte vegane Eltern (wie Herrn Böhme) gehabt, dann hätte ich weniger tote Tiere auf meinem Gewissen“. Am Ende kann man als Eltern auch nicht alles richtig machen bzw. in die Zukunft sehen, was das Kind mal wollen wird.

      „Warum schreibst du mir das?“
      Weil ich die Einfachheit der Tatsachen darstellen wollte. Hat aber scheinbar nicht geklappt.

      „[…]Sind alle sehr tierlieb. Aber letztlich sind es auch Tiere zum Essen. Ich kann das verstehen.“
      Ich kann nicht verstehen, dass man tötet, was man lieb hat. Oder dass man Menschen, welche Tiere töten, als „tierlieb“ bezeichnet. Außerdem frage ich mich, was mit den 18 anderen Hähnen passiert ist, immerhin beträgt das Geschlechterverhältnis bei Hühnern bei dem Schlupf in etwa fifty-fifty.

      „Sie nimmt das auf, wie es ein Kind in dem Alter eben aufnimmt. Recht naiv, simpel und in Gut und Böse.“
      So simpel ist es auch. Dafür muss ich nicht irgendwelche rhetorischen Tricks anwenden. Nur Erwachsene suchen irgendwelche meist komplizierten Gründe, um es doch als gut dastehen zu lassen. Es ist sogar so einfach, dass der Junge hier von selbst drauf kommt: https://www.youtube.co/watch?v=apBQjnK1dbk
      Wie alt mag er wohl sein?

      „Bitte? Wir leben nicht in der Natur? Alles ist Natur! Wo lebst du bitteschön?“
      Was Sie m.M.n. zu viel schreiben (nicht böse gemeint :) ), schreibe ich wohl zu wenig. Also erstmal wohne ich in einem von Menschen gebauten Haus, dann gehe ich zur Arbeit in ein von Menschen gebautes Haus. In der Natur bin ich nur in der Freizeit, wenn ich nicht gerade vor einem von Menschen geschaffenen Computer sitze. In der Natur *leben* würde für mich bedeuten, dass ich mit ihr hauptsächlich interagiere, z.B. meine Nahrung dort von wild wachsenden Pflanzen beschaffe. Meine Nahrung kommt aber von Feldern in *Kultur*landschaften. Wäre es verständlicher gewesen, wenn ich geschrieben hätte „Wir leben nicht in der Natur, wie Tiere es tun.“?

      „der Mensch gehört zur Natur, wie die Natur zum Menschen.“
      Sehe ich nicht so, denn wir haben uns aus dem natürlichen Nahrungskreislauf ausgeklinkt. Was bringen wir noch groß in die Natur ein? Hauptsächlich sehe ich da Zerstörung in vielfältiger Form. Wir könnten positives einbringen, tun es aber kaum.

      „Nein, aber sie erlegen die Tiere auch einfach mal nur so zum Spaß um mit ihnen zu spielen und ihren Jagdinstinkt zu trainieren.“
      Also in meiner langen Geschichte als Tierdoku-Seher habe ich kein Wildtier gesehen, dass sein Beutetier aus „Spaß“ getötet und dann ungefressen liegen gelassen hätte. Das kann es sich auch eigentlich nicht leisten, dann lebt es nämlich nicht sehr lange. Raubtiere müssen mit ihren Kräften haushalten können. Und den Jagdinstinkt trainieren ist etwas für (vor allem junge) Raubtiere notwendiges, im Gegensatz zum Fleischessen beim Menschen.

      „Und indem Sinne erzeugen wir die Tiere auch nicht, das machen noch die Tiere selbst. Da dürften wir einer Meinung sein - zum Glück machen sie das noch eigenständig“
      Nein, sind wir leider nicht wirklich. Die meisten Rinder und Schweine werden heutzutage künstlich besamt. Und selbst wenn das männliche Tier mal selbst ran darf, hat der Mensch vorher den Partner ausgesucht.

      „Der Mensch ist eben das intelligenteste und hochentwickelt'ste Lebewesen der Erde. Aber domestiziert hat er die Tiere schon seit tausenden von Jahren […]“
      Hoffentlich ist das kein „das machen wir schon so lange, da kann es doch nicht falsch sein“-Argument, oder? Ich weiß jedenfalls jetzt nicht genau, ob Sie mir damit etwas Bestimmtes sagen wollten.

      „Weil ich das Gefühl habe, Veganer haben immer die Antworten auf die Erlösung.“
      Nun ja, Veganer fangen durch ihr Vegan-werden, im Gegensatz zu Otto-Normalverbraucher, häufig damit an, die gegebenen Umstände zu hinterfragen und vor allem, was denn wirklich notwendig ist in unserer Überflussgesellschaft.

      „Ich trinke kaum Kaffee und wenn dann nur aus der geschenkten Senseo, von der ich allerdings noch etliche Pads habe. Wobei es bei Aldi glaube ich Fairtrade-Pads gibt.“
      Da lauert schon das nächste Problem: Durch das Pad-System entsteht unverhältnismäßig viel Müll.

      „Meinst du? ;) Eigentlich stelle ich nur einfache Fragen.“
      Arbeiten Sie jetzt alle Aussagen, die Sie irgendwann mal von anderen (Veganern?) gelesen haben, an mir ab? Ich weiß ja nicht, ob die Kommentarspalte hierfür geeignet ist. Die Seite wird immer länger… Außerdem dauern dann auch meine Antworten länger. :/ Eigentlich habe ich kaum noch Zeit.

      „Nun ja - hier gab es ja schon so einige Beiträge. Wobei das Internet da schon viel zu bieten hat. Es ist manchmal mein Eindruck. Aber schön, wenn du das so selbst hinterfragst. Damit kann ich gut leben.“
      Ich kann eigentlich auch nur für mich sprechen, was ich bei dem Thema leider vergessen habe. War ein Fehler von mir.

      „Wie du sicher schon bemerkt hast, war das auch eher sarkastisch gemeint.“
      Finde ich schade, dass Sie auch bei Menschenrechtsthemen auf Sarkasmus zurückgreifen.

      „Verstand bewahre - ohne Schokolade, ich würde meine Eltern heute wohl nicht mehr über den Weg laufen wollen. […]“
      Ich glaube, da war was falsch rübergekommen, da ich ungenau formuliert habe. War halt schon spät. Süßigkeiten wollte ich jedenfalls nicht nicht geben (doppelte Verneinung, weil ich mit „nicht geben“ nicht gleich „Verbot“ meine).

      „"Kinder wollen auch mal vegan essen"“
      Ich würde sagen: Vegane Kinder wollen vegan essen.

  67. Deine Kinder tun mir leid! In einem solch repressiven, diktatorischen Umfeld aufzuwachsen. Warum erlaubst Du Deinen Kindern nicht ihre eigene Meinung?

  68. "Bete Veganes Esen"..
    Deine Tochter ist sicher "überdurchschnittlich intelligent". Diesen Kram bringt jedes Vorschulkind zu Tage, aber der Papa ist ja Zoo stolz auf sein Vegi-Kid, lol ..

    • Stolz auf seine Kinder zu sein, ist ja zunächst ein mal nix falsches. Deinen Eltern ist das ja leider nicht passiert, darum kannst du natürlich bedauerlicherweise nicht mitreden, aber ich kann dir versichern, es trägt dazu bei, dass Kinder eben gerade dazu befähigt werden, eine eigene Meinung zu entwickeln.

    • Daniel Schneiderreplied:

      Bei vielen hier, auch bei dem Kommentar hier, hat man das Gefühl, dass viele Angst davor haben, ihre Kinder könnten durch diese Initiative hier selbst vegan werden und sie selbst moralisch in den Schatten stellen.

    • Fotobatteriereplied:

      Also Ich habe mir mal die Mühe gemacht und mir sämtliche Kommentare durchgelesen. Ich für mich kann ihren Eindruck dabei nicht bestätigen. Es gibt nur sehr wenig Kritik hier. Insgesamt haben wir Es hier auch nicht mit besonders vielen Beiträgen zutun, wobei für einen Blog okay. Aber von den weit mehr als 100 Beiträgen ? waren nach meinen Schätzungen nicht mehr als 10 kritisch. Dabei einige anscheinend bereits entfernt

    • Fotobatteriereplied:

      Gut jetzt sind wir bei über 300... Hehe.

  69. Schon frustrierend, wenn man sich überlegt, welche Mentalität hinter einigen der Kommentare hier steht. Zeigt auch, wie wichtig es ist, Eltern darüber aufzuklären, was sie ihren Kindern mit ihrem Konsumverhalten eigentlich vorleben. Viele sind sich darüber tatsächlich nicht im Klaren, anders sind bestimmte Ansichten ja auch gar nicht zu erklären.
    Wie kann man seinen Kindern ein authentisches Vorbild sein, wenn man ihnen ein Konsumverhalten vorlebt, das mit den eigenen Werten im Grunde überhaupt nicht vereinbar ist? (Und wer der Meinung ist, dass sein Handeln mit seinen Werten in Einklang steht, Tiere aber als Lebensmittel(produzenten) ansieht und ein entsprechendes Konsumverhalten an den Tag legt, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus und sollte sich mal näher mit dem Karnismus beschäftigen.) Hier geht es darum, welchen Stellenwert man als Eltern(teil) Aspekten wie Gesundheit, Umwelt- und Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit, Ethik und Moral, aber auch Erziehung zu kritischem, logischem Denken und Empathie einräumt. Wer sich wirklich mal mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte, den laden wir herzlich ein, sich mal auf unserer Website umzusehen: [...]

    http://www.meatthetruthforyourkids.com

    @ Daniel: Super Sache, dranbleiben! Unterstützer gibt es genug :=)

    • Fotobatteriereplied:

      Haben eigentlich kinderlose Menschen auch noch ein Recht auf eine Meinung und warum vermuten Sie hinter jedem Kommentar der nicht ihrer Meinung entspricht gleich ein Elternpaar entsprechender "Mentalität"? Übrigens empfinde Meinungsdiktat ebenso schlimm Wie der Raubbau und die Zerstörung unserer Erde und Natur.

      Ich frage mich oft über was der Wandel erreicht werden soll. Über die Vernunft oder die Moral,in diesem Sinne das Diktat? Als Ich ihre Worte las kam Ich ins grübeln und mir fiel mal wieder auf, Wie oft sich doch vieles leider gleicht. Der Grund für die Überzeugung wird da zur Nebensächlichkeit. Letztlich sind wir bei allen revolutionären Ideen die wir schon hatten, aber am Menschen selbst scheitern. Kommunisten Wird Es trotzdem weiter geben. Verstehen sie? [...]

      Warum verzagen, warum sich die Freude nehmen? Warum nicht einfach so leben Wie Sie Es für richtig halten ohne anderen einen Vorwurf machen? Weil Sie glauben Sie erreichen damit am wenigsten? Nein das Gegenteil ist der Fall. Und Es zudem der menschlichste, der humanistischste und demokratischste. ;)

    • Bin nicht sicher, ob ich diesen teils eher kryptischen Kommentar richtig dechiffriere, aber lesen Sie doch einfach mal unsere Website durch, da dürften keine Fragen offenbleiben: http://www.meatthetruthforyourkids.com

  70. "Was sagst du dazu?"
    Ich habe gerade einige Kommentare hier gelesen. Es verwundert mich nicht, was viele hier schreiben. Vieles davon ist egoistisch, abwertend, zum Teil sogar menschenverachtend, was darauf schließen lässt, dass viele frustriert sind, oder einfach nur geistig und emotional noch nicht reif.

    Es ist festzuhalten, dass viele die mit der "Ideologie-Keule" kommen, nicht wissen, dass sie selbst ihrem Kind bzw. ihrer Mitwelt vorleben, dass es moralisch ok ist Tiere für niedere Bedürfnisse zu töten. Was der Verfasser dieser Seite seinem Kind vorlebt ist eine Ideologie des Mitgefühls und Achtsamkeit gegenüber dem Leben. Das ist auch der Grund warum seine Tochter später voller Mitgefühl, Achtamkeit und Respekt sein wird. Und das ist schonmal großartig, denn die Welt braucht viel mehr solcher Menschen und weniger Menschen, die hier mit bösen Worten um sich schmeißen. [...]

    Kurz gesagt, viele Leute, die hier so teilweise extrem dumme Kommentare schreiben tun mir sehr leid. Auch die Kinder der Leute tun mir leid, da sie wahrscheinlich nie lernen was Mitgefühl bedeutet.

    Ich wünsche Daniel Boehme viel Erfolg bei seinem Projekt und werde es selbstverständlich unterstützen.

  71. Wie albern, dass manche glauben, man könne Kinder in einer "neutralen" Umgebung aufwachsen lassen, damit sie sich dann vollkommen unbeeinflusst entscheiden können, ob sie vegan sein wollen oder omnivor, religiös oder atheistisch. Das Kaspar-Hauser-Experiment ist schonmal gescheitert, oder wer will das seinen Kindern zumuten?!

    Wer seinen Kindern vorlebt, dass es in Ordnung ist, andere Lebewesen zu töten und zu essen, Krieg zu führen, zu lügen und zu betrügen, dessen Kinder werden das erstmal normal finden und nachahmen. Interessanterweise sind Kinder, die es normal finden, Tiere zu töten und zu essen, auch oft beispielsweise für die Todesstrafe bei Menschen. [...]

    Dass viele Menschen es als normal ansehen, dass Tiere in der Massentierhaltung gequält und getötet werden, macht es nicht besser, noch ist diese Haltung "neutral" oder gar "ideologiefrei". Sie ist Ausdruck von Gefühllosigkeit, Rücksichtslosigkeit und Egoismus - nichts, das ich meinen Kindern vorleben will.

    Meine Kinder würde es traurig machen, wenn ich eine Spinne tötete. Sie tragen Schnecken vom Weg, damit sie nicht zertreten werden. Und sie setzen sich für andere Mitschüler ein, wenn jemand gemein oder ungerecht behandelt wird.
    Meiner Meinung nach gehören alle drei Verhaltensweisen zusammen. Keine Gewalt, sondern Gerechtigkeit für alle Lebewesen!

    • Akulareplied:

      Ich finde es interessant, dass du deine Meinung und deine begrenzte Wahrnehmungswelt - Wie sie jeder von uns und den Lebewesen hat - über alles zu stellen versuchst.

      Eine neutrale Umgebung gibt es natürlich nicht, aber jeder von uns kann seine soziale, heimatliche und natürliche Umgebung beeinflussen - ja im Prinzip macht er das schon automatisch. Dein. Ansatz, weil etwas angeblich nicht funktioniert, es überhaupt nicht erst zu versuchen ist dich ziemlich destruktiv.

      Du sprichst von Massentierhaltung, schließt jedoch die gute alte Tierhaltung, gar die Ökologische aus. Wieder dieses Schwarz und Weiß. Typisch - leider.

      Und du tötest keine Tiere...allein wenn du durch die Natur wandelst tust du das in Massen, Kleinstinsekten und Lebewesen. Du zerstörst Lebensraum. Die Erde steht eben nicht still. Alles ist in Bewegung. Tod und Leben. Leben und Tod. Beides gehört 1:1 zusammen. Und das sollten auch Kinder möglichst früh erfahren und damit pietätvoll und menschlich umgehen lernen. Ich bin grad in Portugal und glaubst du ernsthaft Ich las die Mosquitos am Leben die das Dengue Fieber übertragen können und mir die Nacht und Nerven rauben? Oder setze die dicke schwarze Spinne daheim raus, nur damit Sie wieder rein krabbelt, weil sie da nicht überleben kann? Nun, wer mit dicken Spinnen, hier mit 50cm Kakerlaken oder Mosquitos leben will, der kann das tun. Ich lass mich dazu von anderen nicht zwingen. Ein Hoch auf Demokratie und Humanismus. [...]

    • @Akula: Versuche doch mal bitte die Essenz der Kommentare zu erfassen, bevor du darauf antwortest - statt nach Fehlern in der Formulierung zu suchen. Beispiel: Was Julia offensichtlich meint, ist natürlich nicht ausschließlich die Massentierhaltung, sondern 'dass Tiere [in der Massentierhaltung] gequält und getötet' werden, und das gilt natürlich für JEDE Form von 'Tierhaltung'. Das war doch Kern der Aussage.
      Und bitte unterschwellig beleidigende Äußerungen einfach lassen.

    • Maikereplied:

      "Eine neutrale Umgebung gibt es natürlich nicht, aber jeder von uns kann seine soziale, heimatliche und natürliche Umgebung beeinflussen"
      Und genau darum geht es doch! Du kannst dich deiner Umgebung gegenüber gleichgültig verhalten, rein egoistische Entscheidungen treffen oder aber versuchen, deine Entscheidungen so überlegt und umfassend wie möglich zu treffen. Menschen, die sich für Vegansein entscheiden, haben sich viele Gedanken gemacht und ihre Entscheidungsgrundlage ist u.a. Empathie. Was findest du daran verkehrt?! Ich verstehe das gar nicht. Außer dem kindlich-trotzigen "Ich-lass-mir-doch-nichts-vorschreiben (ich bringe um, wen ich will)" gibt es doch gar keinen Grund dagegen. Und - mal ehrlich - das ist ja auch kein Grund. Es gibt keinen einzigen guten Grund, Fleisch und Tierprodukte zu konsumieren oder anderweitig leichtfertig den Tod anderer Lebewesen in Kauf zu nehmen. Das ist doch ganz klar! Das einzige, was Leute vorbringen können ist: [...]

      1. das schmeckt
      2. das war doch schon immer so
      3. das ist doch gesund
      Gewohnheit, Bequemlichkeit, Unwissenheit - aus diesen Gründen verändern Leute ihr Konsumverhalten nicht und blenden aus, welchen Schaden für Andere sie damit verusachen.

      Und es geht doch auch nicht darum, dass man immer alles absolut unter Kontrolle hat: natürlich bekomme ich es nicht immer mit, wenn ich z.B. einem Kleinsttier Schaden zufüge - aber ich kann mich sehr darum bemühen, dass mir das weitgehend nicht passiert. Es geht also darum, sich bewusst gegen das Töten zu entscheiden und das in alle Lebenssituationen nach bestem Wissen einfließen zu lassen.

      "Du zerstörst Lebensraum. Die Erde steht eben nicht still. Alles ist in Bewegung. Tod und Leben. Leben und Tod. Beides gehört 1:1 zusammen."
      Und du entscheidest dich offensichtlich leichtfertig und ohne guten Grund für den Tod (anderer Lebewesen). Es geht darum, dass man eine WAHL hat, verstehst du? Du kannst die Moskitos totklatschen oder du kannst dir ein Moskitonetz anschaffen (nur mal so als Beispiel).

      Und es gibt keine "gute alte Tierhaltung", Märchenstunde war gestern. Wo Tiere für menschliche Zwecke gehalten werden, werden sie ausgebeutet, gewinnbringend "genutzt" - unter diesem Diktat stehen auch Ökobäuerinnen und -bauern. Bitte informiere dich doch erstmal gründlicher!

      Und ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber deine Haltung hat leider gar nichts mit Humanismus zu tun, sondern eher mit Hedonismus und einer unreflektierten Angst vor Bevormundung.

    • juliareplied:

      Wie schön, dass mir hier jemand schreibt, der offenbar im Gegensatz zu mir keine "begrenzte Wahrnehmungswelt" hat. Willkommen in diesem Thread, lieber Gott aka "Akula" oder so.

      "Die gute alte Tierhaltung", ja und "Dein Fleisch" vom "Metzger um die Ecke". Selten so gelacht, so oft hab ich den Witz schon gehört. Da werden die Tiere totgestreichelt, oder was?!

      Glaubs oder lass es bleiben: aber wie die meisten VeganerInnen hab ich von Tierhaltung wesentlich mehr Ahnung als die Leute, die ahnungslos deren "Produkte" konsumieren. Ich kenne Biobetriebe auf der Alm und Minibetriebe mit 19 Kühen, wo jede einen Namen hat. Auch da werden die Kälber den Müttern jedes Jahr aufs Neue sofort nach der Geburt weggenommen, Bullenkälber werden als Babies geschlachtet, die Kuhkälber werden wieder bald Milchkühe. Und jede ist nach ein paar Jahren ausgelaugt und fertig. Darf nie ihr Kalb stillen, nie ein normales Sozialleben haben, wie sie das in einer Herde hätte. Alles nur damit wir Kuhmilch trinken, statt gesunder Pflanzenmilch?! Nein danke. [...]

      Ach ja, wir Veganer töten Tiere ... Noch so'n Uraltgag. Immerhin lasse ich, anders als Du, nicht im Auftrag töten. Wegen mir leidet kein Käfighuhn, kein Mastkalb, kein Zuchtlachs. Wegen uns wird weniger Wald gerodet und sterben weniger Kinder an Hunger. Und ja, wir tragen Spinnen nach draußen, wenn sie uns in der Wohnung begegnen - und zwar zart. Denn sie tun uns nichts und haben dasselbe Recht zu leben wie wir. Dengue-Fieber haben wir in Berlin bekanntlich eher selten. Aber wegen Leuten wie Dir und der von Eurem Konsum verursachten Klimaerwärmung kommt sowas wie Dengue-Fieber überhaupt nach Europa. Früher gab's das in Portugal nämlich nicht.

      Du erschlägst also die Fliege aus reiner Selbstverteidigung (nicht dass das gegen Dengue-Fieber hilft, aber bitte, wenn's DIch beruhigt) - aber womit bitte hat Dich das Mastkalb bedroht, der Stockfisch oder das Hühnerschnitzel? Haben sie DIch in Versuchung geführt, sie zu essen, Du Armer, und sind darum selbst daran schuld, dass Du sie jetzt vernichten musst?

      Dann danke ich Dir dafür, dass Du Dich so mutig für uns aufopferst. Dich all den Schinken und Stockfischen und Eierspeisen todesverachtend entgegenwirfst und all das krankgemachte Fleisch todesmutig in Dich hineinstopfst, das, wie Du nur zu gut weißt, Dich krank machen wird, Deine Arterien verkalken läßt und Dein Chosterin und Deinen Blutdruck in die Höhe treibt, das Deine Urteilskraft beinträchtigt, jegliche Fähigkeiten zu logischem Denken und friedlicher Kommunikation hinwegnimmt und Deinen Verstand derart benebelt, dass Du solche hinverbrannten Posts schreibst. Denn so heiß kann es ja in Portugal um die Jahreszeit noch nicht sein ...

      Humanismus? Was ist das in Deinen Augen? Das Recht ohne Rücksicht auf andere tun und lassen zu können was Du willst? Bitte, wenn das Deinem Menschenbild entspricht, dann ist das natürlich Humaniusmus. Für mich ist Humanismus vor allem etwas, das mit Bildung zu tun hat. Davon kann ich in Deinem Post nicht viel erkennen.

      Und Demokratie? Demokratie sollte eigentlich bedeuten, dass die Rechte aller Berücksichtigung finden. Jean Ziegler, der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, sagt: Jedes Kind, das heute verhungert, wurde ermordet - durch unseren Fleischkonsum. Ich will daran nicht schuldig sein, ich verschone Tiere und Menschen, gerade WEIL ich mein eigenes Recht nicht als höher einschätze als das eines Kindes in Afrika oder Asien, das nicht wegen mir hungern soll. Wenn Du das anders siehst - es ist _Dein_ Gewissen, und für das bist Du und nur Du verantwortlich. Für das verhungernde Kind in Afrika damit leider auch. Wenn Du das Demokratie nennst, bitte. Aber mit der Schuld daran musst Du selber leben.

      Mit mitleidigen Grüßen, Julia

    • Akulareplied:

      @Maike

      "Menschen, die sich für Vegansein entscheiden, haben sich viele Gedanken gemacht und ihre Entscheidungsgrundlage ist u.a. Empathie."

      Das ist eine oberflächliche Behauptung ohne irgendwelchen Bezug zur Realität oder gar zur einem Nachweis - ja einer wissenschaftlichen Falszifizierung. Ja sie impliziert sogar die Aussage, dass Veganer die besseren Menschen seien - wahrscheinlich noch die ... ich gebrauche das Wort lieber nicht. Hören sie sich eigentlich noch selbst schreiben? Sie können und kennen nicht alle Menschen - weder die, die Fleisch essen, die Veganer sind, noch die, die Frutarier sind oder die Vegetarier sind.

      Und Empathie? Da ich in Berlin wohne, kenne ich gut sehr viele Veganer, Vegetarier aller Richtungen. Und ich kann ihnen versichern, allein ich habe mehr Empathie zu bieten, als ein Großteil meines Bekanntenkreises. Und die brauch ich auch in meinem Job im sozialen Bereich. Also erzählen sie mir bitte nicht irgend ein Theoriekram. Am schlimmsten sind übrigens genau die, die gerade zur neuen "Religion" gefunden haben und plötzlich der Meinung sind, nun alle bekehren zu müssen. Sie erinnern mich auch in etwa daran. Insbesondere wenn ich mein Schlussfazit zu ihrem Beitrag ziehen werde. Ein großer Teil der Menschen, die empathisch sind - denn zu denen zieht es mich am meisten - sind keine Veganer. Das auf mich selbst bezogen. Nun bin ich kein Maßstab. Ich kenne aber etliche Kollegen, quer durch die Sozialbranche. Es ist bunt gemischt. Und zum Glück tolerant. Anders als es mir hier entgegen schlägt. [...]

      Grundsätzlich will ich ihr Zitat nicht negieren. Es ist richtig, sich um seine Ernährung Gedanken zu machen. Aber vielleicht sollten sich Veganer auch erst mal darum Gedanken machen, wie sie all die Bomben an Zucker und Zusatzstoffen aus ihren wunderen angeblich so vitalen Lebensmitteln bekommen und dass das Problem von Monokulturen und Palmölplantagen weit gravierender und realistisch zu bekämpfen ist, als von Menschen anklagend - ja fast schon fanatisch - zu verlangen, sie sollen den Fleischkonsum einstellen.

      Ich habe hier nämlich das Gefühl, dass der Veganismus als Weisheits letzter Schluss verkauft wird. Ist er aber nicht. Insbesondere nicht, wenn man nicht auch über andere Probleme schreibt und spricht, die natürlich auch im Zusammenhang stehen.

      Und ich möchte auch hinzufügen, dass die Verleugnung des Veganismus als Modetrend bitte auch noch hier hin gehört. Und ein Modetrend hat nun gar nichts mit Empathie zutun. Es ist genau das Gegenteil von dem. Zumal Empathie nicht jeder Mensch besitzt, denn nicht jeder Mensch ist gleich und jeder Mensch besitzt die selben Stärken und Schwächen. Und wer wünscht sich das auch?!

      "Es gibt keinen einzigen guten Grund, Fleisch und Tierprodukte zu konsumieren"

      Natürlich gibts genug Gründe. Für die Inuit allemal. Auch für andere Polarvölker oder für Völker, deren Angebot an Fleischnahrung größer ist als an pflanzlicher Nahrung. Aber ich hab das Gefühl, ich diskutiere hier mit verwöhnten Deutschen, die die Welt nur noch aus ihren Wohnzimmern kennen und sich den Luxus Veganismus erlauben können.
      Warst du jemals in einem armen Land? Ihr argumentiert mit Ländern wie Indien, wo es Veganismus aus religiösen Gründen schon lange gibt... Seid ihr religiös? Bist du es? Mit deiner Familie seit Jahrhunderten und Jahrzehnten? Dort ansässig?

      Und der beste Grund Tierprodukte zu konsumieren ist der Simpelste überhaupt: Es schmeckt und riecht wunderbar. Und auch du ignorierst beharrlich den menschlichen Geschmackssinn. Einen der wichtigsten Sinne des Menschen! Das muss ich mir mal vorstellen. Da glaubt eine Userin, sie kann ihre Sinne bewusst abstellen. Und willkommen im Esoterikbereich.

      " leichtfertig den Tod anderer Lebewesen in Kauf zu nehmen."

      Eben und so wie du die 3 Punkte aufzählst, bleibt es am Ende bei dir nur bei einem Punkt - der Tod. Wie barbarisch. Wir sollten alle Tiere umbringen, die töten. Raubkatzen, Greifvögel und wie sie nicht alle heißen. Ach stimmt, der Mensch steht außerhalb dessen. Hmm. Eine Sackgasse, die er sich selbst gebaut. Ja was ist der Ausweg?

      "natürlich bekomme ich es nicht immer mit, wenn ich z.B. einem Kleinsttier Schaden zufüge - aber ich kann mich sehr darum bemühen, dass mir das weitgehend nicht passiert."

      Das mache ich nicht? Gibt es nur Schwarz oder Weiß?

      "Du kannst die Moskitos totklatschen oder du kannst dir ein Moskitonetz anschaffen"

      Erstens, gilt die aktive Bekämpfung auch dir und deinem Kind - anscheinend hast du dich noch nie in deinem Leben mit gewissen heftigen Krankheiten auseinander gesetzt... z.B. mit dem Dengue-Fieber.
      Zweitens, fliegt die ägyptische Tiger-Mücke auch am Tage herum, wie auch weitere Arten, die Krankheitserreger verbreiten und wo es keine Impfungen dagegen gibt. Und in Zukunft wirst du dich mit der Tiger-Mücke auseinander setzen müssen, denn sie dringt immer weiter nach Mittel- und Nordeuropa vor.

      "Und es gibt keine "gute alte Tierhaltung", Märchenstunde war gestern. Wo Tiere für menschliche Zwecke gehalten werden, werden sie ausgebeutet, gewinnbringend "genutzt" - unter diesem Diktat stehen auch Ökobäuerinnen und -bauern. Bitte informiere dich doch erstmal gründlicher!"

      Dass das Wort "gut" relativ war, sollte selbst dir aufgefallen sein. Warst du eigentlich jemals auf einem Bauernhof? Ich habe da meine Zweifel. "Ausgebeutet" - moralisch-ideologische Floskeln. Phrasen. Die Kühe wurden dafür gezüchtet. Ja informiere dich mal. Die Arten müssten ausgerottet werden, um sie deinem Zwecke zuzuführen. Natürlich werden sie gewinnbringend genutzt. Oder von was lebst du? Von Blumen und Luft? Hast du dich überhaupt schon mal mit der Menschheitsgeschichte auseinander gesetzt? Oder sind das nur Gefühle in mir, die mir sagen, dass das nicht der Fall ist? Seit jeher werden Tierprodukte genutzt, weiterverarbeitet und verkauft. Damals in Naturalien und Gegenwerten. Später in Form von Geld als neues Tauschmittel. Der Mensch musste überleben, er wollte sich entwickeln. Es zu Wohlstand bringen. Das war die Bestimmung. Und ab einem gewissen Punkt entglitt das Ganze.

      Warum schreibst du nicht wissenschaftlich-wertvolle Arbeiten darüber? In der Tat ein spannendes Thema.

      Wie ich bereits schrieb. Ich habe überhaupts nichts dagegen, wenn immer mehr Leute weniger Fleisch essen, bewusst Fleisch essen, gar kein Fleisch essen. Und am besten sich sowieso sehr bewusst mit dem auseinander setzen, was sie essen. Aber solche Sätze wie:

      "Und du entscheidest dich offensichtlich leichtfertig und ohne guten Grund für den Tod (anderer Lebewesen)."

      Gehen gar nicht und sind ein absolut radikaler Ansatz, den ich partout ablehne, weil er einen Zwang impliziert, der nicht auf dem Grund unserer Verfassung steht sowieso keine Zukunft hat und im Grunde an der Wirklichkeit und Zukunft vorbei geht. Denn es ist naiv anzunehmen, Fleisch essen zu verbieten - insbesondere mit solchen Aussagen. Das ist auch der Grund, wieso die Lobby der Veganer bisher so klein blieb. Ein wenig Selbstkritik werte Maike steht dir in diesem Punkt gut. Und wenn dann, entscheide ich mich höchstens leichtfertig für meinen eigenen Tod. Denn den habe ich selbst in der Hand.

    • Akulareplied:

      @Julia

      "lieber Gott aka "Akula""

      Aha - wer also nicht für mich, der ist gegen mich. Also ich habe mit anderen Meinungen kein Problem. Aber wenn du meinst mich hier als Gottesgleich betiteln zu müssen, tu dir keinen Zwang an. Ich ignoriere es künftig.

      "Glaubs oder lass es bleiben: aber wie die meisten VeganerInnen hab ich von Tierhaltung wesentlich mehr Ahnung als die Leute, die ahnungslos deren "Produkte" konsumieren."

      Natürlich, weil du ja auch die 7 Milliarden Menschen auf Erden kennst. Das sind hier schon Aussagen, die weit an Sachlichkeit vermissen lassen. Außer Behauptungen nichts gewesen. Und das ist übrigens genau das, was ich kritisiere. [...]

      "Auch da werden die Kälber den Müttern jedes Jahr aufs Neue sofort nach der Geburt weggenommen,"

      Du hast also alle Betriebe die es gibt gesehen? Interessant.

      "Bullenkälber werden als Babies geschlachtet"

      Allgemein unter Kalb verkauft.

      "die Kuhkälber werden wieder bald Milchkühe."

      Das Rind ist eines der ältesten domestizierten Haustiere des Menschen. Natürlich werden sie wieder Milchkühe. Aus Milch kann man unheimlich viel herstellen.

      "Und jede ist nach ein paar Jahren ausgelaugt und fertig."

      Das ist keine neue Erkenntnis für mich und ich habe auch nie bestritten oder gar verteidigt, dass sich das nicht ändern soll.

      "Darf nie ihr Kalb stillen, nie ein normales Sozialleben haben, wie sie das in einer Herde hätte."

      Also ich habe schon genug Kühe und Kälber gesehen, wo die Stillung auf offenem Feld stattfindet und auch ein Sozialleben. Also entweder hast du hier einen einseitigen Blick mit den Jahren entwickelt oder wirklich keine Ahnung. Hier um Berlin gibt es sogar frei grasende Yaks. Deutschland ist groß.

      "Alles nur damit wir Kuhmilch trinken, statt gesunder Pflanzenmilch?! Nein danke."

      Kuhmilch ist auch gesund. Besonders die Fette darin. Und was soll bitte Pflanzenmilch sein? Es gibt Milliarden von Pflanzen. Der Genveränderte-Soja-Quatsch? Zumal mir persönlich Soja überhaupt nicht schmeckt. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich lasse mir jedenfalls von dir nichts aufzwingen.
      Die Vielfalt ist doch schön! Meinetwegen können doch ruhig die Anteile an Soja-, Mandelmilch und weiteren Milchsorten steigen. Wieso auch nicht. Ne Mandelmilch trink ich gerne mal, dann reicht es mir jedoch. Ansonsten aber am liebsten Kuhmilch - allerdings die Lactosefreie. Schon alles heut im stinknormalen Supermarkt.

      "Ach ja, wir Veganer töten Tiere ... Noch so'n Uraltgag."

      Nein, es wird "Euch" nur der Spiegel vor gehalten. Um "euer" Endziel zu erreichen, müsstet ihr allerdings töten. In Massen. Die Populationen würden sonst explodieren. Und genug Fläche wäre auch nicht da. Aber daheim in der schönen heilen Welt, da wo man keinen Hunger leiden muss, klingt das immer alles so wunderprächtig.

      "Immerhin lasse ich, anders als Du, nicht im Auftrag töten."

      Nein da irrst du dich. Ich habe noch nie jemanden beauftragt ein Tier zu töten. Ansonsten lege mir den Beweis vor oder schweige.

      "Wegen mir leidet kein Käfighuhn, kein Mastkalb, kein Zuchtlachs."

      Wie willst du beweisen? Weil du es nicht konsumierst? Herzlich naiv.

      "Wegen uns wird weniger Wald gerodet und sterben weniger Kinder an Hunger."

      Also jetzt wird aber wirklich abenteuerlich. Bei dem Zitat steig ich aus.

      "Und ja, wir tragen Spinnen nach draußen, wenn sie uns in der Wohnung begegnen - und zwar zart."

      Wird dir und der Winkelspinne als "Drinneninsekt" nur nichts bringen. Was unterscheidet dich nun zu den Menschen die du kritisierst, wenn du sie am Ende sowieso wieder da hast, wo du sie eingesammelt?! Aber auch das schrieb ich bereits. Um das zu wissen, muss man sich eigentlich nur mal mit den Lebewesen beschäftigen.

      "Dengue-Fieber haben wir in Berlin bekanntlich eher selten."

      Weil die Welt ja auch nur aus Berlin besteht.

      "Aber wegen Leuten wie Dir und der von Eurem Konsum verursachten Klimaerwärmung kommt sowas wie Dengue-Fieber überhaupt nach Europa."

      Ich gebe es zu. Ich allein bin schuld.

      "Früher gab's das in Portugal nämlich nicht."

      Früher hatten wir auch noch einen Kaiser und Veganismus gab es auch noch nicht in der Form wie heute.

  72. @Akula
    Doch, mein Lieber, VeganerInnen haben sich in der Regel wesentlich mehr Gedanken gemacht, als unreflektierte KarnistInnen wie du. Vegansein ist eine Haltung, die impliziert, so wenig Lebewesen wie möglich Leid zuzufügen (Tier UND Mensch) oder indirekt zufügen zu lassen. Menschen, die sich dafür entscheiden, haben eine gute Entscheidung getroffen, die sich auf alle positiv auswirkt - je mehr Menschen das tun (und sei es aufgrund einer "Mode"), desto besser. Desto besser auch für dich und die Kinder, die du hoffentlich nicht hast.
    Deine Empathie bezieht sich offenbar nur auf Menschen, nicht auf Tiere. Vielleicht erfährst du etwas neues, wenn ich dir nun mitteile: VeganerInnen achten nicht nur nicht-menschliche, sondern auch menschliche Tiere - Akula höre und staune. Dich für besonders empathisch zu halten, weil du im sozialen Bereich tätig bist, ist absolut lächerlich. Das ist kein Grund für irgendwas. [...]

    Du hast auch keine Ahnung von den Kriterien für "Religion". Religion hat immer etwas mit Glauben zu tun. Vegansein ist eine Haltung, die auf klaren Analysen beruht, ist also das Gegenteil von Religion. Darum ist es auch lustig, wenn du von "bekehren" schreibst. Ich will dir kurz was erklären: auf dieser Welt werden täglich für menschliche Zwecke milliardenfach Tiere gequält und getötet. Das ist völlig unnötig und absolut unethisch. DU hast eine Wahl! Du lebst im reichen überversorgten Europa, dir stehen ausreichend pflanzliche Nahrungsmittel zur Verfügung, du hast absolut keinen Grund dafür, andere für deinen Hedonismus und deine Genusssucht leiden zu lassen. Es ist so zynisch, wenn Leute wie du mit den Inuit kommen, um ihr eigenes Verhalten zu rechtfertigen. Es ist sogar abartig. Und darum auch so zum Lachen, dass du uns vorwirfst, was du selbst tust: du lebst im Luxus und hast die Wahl, aber anstatt dein Verhalten zu ändern, schwadronierst über Menschen, die in ärmeren Teilen der Welt leben und Fleisch konsumieren. Du würdest ärmeren Menschen helfen, wenn du kein Fleisch isst. Du würdest dadurch verhindern helfen, dass Kinder verhungern.
    Ich habe noch nie mein Vegansein mit indischen Traditionen begründet, ich weiß nicht, wo du diese absurde Behauptung herhast. Und wieder wirfst du eine gut begründbare Haltung mit Glaubenssystemen durcheinander - wer hat denn da nicht aufgepasst?? Aber weil du es so mit Religion hast: Kannst du denn das Glaubenssystem, die Ideologie benennen, auf dem/der deine "Argumentation" (es ist vielmehr eine Abwehr) beruht? Nein? Es ist jedenfalls nicht Humanismus. Hat auch nichts mit Demokratie zu tun, vielmehr mit Kapitalismus, Hegemonie, Herrschaftsdenken. Es ist Karnismus.
    Es ist zum Totlachen, dass du glaubst, Gerüche und Geschmäcker seien etwas angeborenes in dem Sinne, dass sie bei allen Menschen gleich und unveränderbar seien. Das ist biologistische Kackscheiße und schlichtweg falsch. Du hast GELERNT, was angeblich lecker riecht. Und ich muss dich leider enttäuschen: mich ekelt der Geruch von Fleisch. Das sind für mich Leichenteile und ich würde sofort kotzen, wenn ich es riechen geschweige denn essen müsste. KarnistInnen begründen ihr martialisches Verhalten immer mit: 1. Geschmack, 2. Tradition, 3. Gewohnheit. Das ist nichts neues. Lies doch mal: "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" von Melanie Joy. Damit du endlich mal eine fundierte Grundlage zum Thema bekommst.
    Und was redest du von Sackgasse?? Wer sagt denn, dass nichtmenschliche Tiere vegan werden sollen? Menschliche sollten es tun - DU solltest es tun. Du hast Kenntnis von der vorherrschenden Situation (tägliches milliardenfaches Leid, das du mit verursachst - und zwar bei Tieren UND Menschen), aber du veränderst dein Verhalten nicht. Egoistisch, borniert, stur, unwissend. DAS erklär doch mal den hungernden Kindern!
    Das Gerede von "schon immer wurden Tiere ausgebeutet" habe ich bereits als eine wesentliche Form der karnistischen Abwehr erwähnt: Gewohnheit/Tradition. Das ist doch kein Grund! Warum hältst du dir keinen Sklaven? Warum verbrennst du keine Hexen? Es gibt etwas, von dem du vielleicht schon mal entfernt hast läuten hören: ENTWICKLUNG ist das Zauberwort. Und damit meine ich nicht immer ausgeklügeltere Formen der Tiervernichtung, sondern den Verzicht auf Tierausbeutung (natürlich auch Menschenausbeutung - da du offenbar gerne, wie wiederum auch viele KarnistInnen, glauben willst, VeganerInnen würden sich nicht um Menschen scheren) - denn es ist für Menschen wie dich und mich nicht mehr notwendig.
    Zum Thema Bauernhofidylle hat Julia ja umfassend informiert. Du ignorierst die ganze Zeit komplett, was andere dir zum Thema erklären und bist latent abwertend - damit hast du auch deine Erklärung dafür, dass die Leute hier von dir, milde ausgedrückt, abgenervt sind.
    Es ist echt süß, wenn so ein hedonistischer Ego-Typ mir mangelnde Selbstkritik vorwirft. Oder meine Bildung anzweifelt. Das ist sogar zum Piepen!! :-)
    Du bist null informiert über den Zusammenhang von Ernährung, Klimawandel und Welthunger und schwafelst hier einen ab. Du gerierst dich wiederkehrend als erkenntisresistent und uninformiert. Dennoch hoffe ich für dich, dass auch du dich noch verändern kannst.
    Und ich werde dir nicht mehr antworten, bis du dich besser informiert hast.
    • 'Akula's Antwort habe ich gelöscht. Kleines Beispiel:

      "DU hast eine Wahl! Du lebst im reichen überversorgten Europa, dir stehen ausreichend pflanzliche Nahrungsmittel zur Verfügung, du hast absolut keinen Grund dafür, andere für deinen Hedonismus und deine Genusssucht leiden zu lassen."

      Siehst du und genau dieser Absatz lässt mich an deinem Intellekt so zweifeln. Hast du dich mal mit Epikur beschäftigt?

      Ja. It takes a genius to know a genius. Und weiter:

      Ich habe keinen Grund? Doch den habe ich. Wie Milliarden andere Menschen auch. Und ich muss mich vor dir auch nicht rechtfertigen.

      Das müssen wir auch nicht. Punkt. Die 'Diskussion' hat damit ihren Sinn verloren. Weiter unsachliche Kommentare werden sofort gelöscht. [...]

      Dabei führen wir doch eine nette Diskussion. Über der ich übrigens persönlich stehe. Mir macht sie Spaß, sonst wäre ich nicht mehr hier.

      TROLLE BITTE NICHT FÜTTERN!

    • Akulareplied:

      @Maike

      "VeganerInnen haben sich in der Regel wesentlich mehr Gedanken gemacht, als unreflektierte KarnistInnen wie du."

      Für mich eine Behauptung auf sehr wackligen Beinen, denn dafür müsstest du sämtliche Menschen kennen. Aber das ist unmöglich. Und unreflektiert bin ich nicht. Karnisten gibt es nicht - der Begriff existiert nicht in der deutsche Sprache und ist von daher nicht anerkannt. Er beruht auf der Kreation einer Autorin. Das hat mir viel zu wenig Gehalt.

      "Vegansein ist eine Haltung, die impliziert, so wenig Lebewesen wie möglich Leid zuzufügen (Tier UND Mensch) oder indirekt zufügen zu lassen. Menschen, die sich dafür entscheiden, haben eine gute Entscheidung getroffen, die sich auf alle positiv auswirkt - je mehr Menschen das tun (und sei es aufgrund einer "Mode"), desto besser." [...]

      Das habe ich ja auch nie in Abrede gestellt. Ich habe mich auch nie dagegen ausgesprochen. Ich übe Respekt. Umgekehrt allerdings, mangelt es deutlich an Respekt und Toleranz, wie ich an deinem Beitrag feststellen muss.

      "Desto besser auch für dich und die Kinder, die du hoffentlich nicht hast."

      Auch das ist schon lange eine Behauptung der Szene. Wirklich erwiesen wurde sie jedoch nie. Vielleicht wird sich das in einigen Jahrzehnten ändern. Den Schluss verkneif ich mir zu kommentieren. Er ist absolut bösartig.

      "Deine Empathie bezieht sich offenbar nur auf Menschen, nicht auf Tiere. Vielleicht erfährst du etwas neues, wenn ich dir nun mitteile: VeganerInnen achten nicht nur nicht-menschliche, sondern auch menschliche Tiere - Akula höre und staune. Dich für besonders empathisch zu halten, weil du im sozialen Bereich tätig bist, ist absolut lächerlich. Das ist kein Grund für irgendwas."

      Offenbar glaubst du hier wieder etwas zu wissen. Ich habe zwei tolle Kater aus dem Tierheim und bin aktives Mitglied im Nabu. Trotzdem bin ich was ich bin.

      "Du hast auch keine Ahnung von den Kriterien für "Religion". Religion hat immer etwas mit Glauben zu tun. Vegansein ist eine Haltung, die auf klaren Analysen beruht, ist also das Gegenteil von Religion."

      Veganismus beruht aber nicht auf klaren Analysen, weil sie dann schon längst eine anerkannte weltweite Wissenschaft und erwiesen wäre. Und insbesondere wäre der Veganismus weit verbreitet. Ist er aber nicht. Der Anteil des Veganismus auf der Erde ist ein winziger Prozentanteil. Außerdem sollte dir doch wohl klar sein, in welche Richtung ich dies meinte. Ich behauptete nirgends, Veganismus sei eine Religion. Das ergäbe auch keinen Sinn, wie du richtig festgestellt hast.

      Mit was aber der Veganismus arbeitet, das sind durchaus religiöse Elemente. Da kann man doch ruhig mal selbstkritisch sein. Ein Element davon ist das große Heil der Welt. Wie bei der Abschaffung aller Waffen, dem Verbot sämtlicher Drogen, der Kommunismus, quasi die fast perfekte Welt. Doch wird die Utopie darin erkannt? Die Radikalität verleugnet, die von Nöten ist, um dorthin zu gelangen?

      "auf dieser Welt werden täglich für menschliche Zwecke milliardenfach Tiere gequält und getötet. Das ist völlig unnötig und absolut unethisch."

      Da gebe ich dir in Teilen ja auch recht. Doch zu glauben, der Komplettverzicht sei machbar ist nahezu unrealistisch. Insbesondere in Anbetracht dessen, wie lange der Mensch schon Fleisch konsumiert und das auch gerne.

      "DU hast eine Wahl!"

      Laut deinen Worten ja eigentlich nicht. ;)

      "Du lebst im reichen überversorgten Europa, dir stehen ausreichend pflanzliche Nahrungsmittel zur Verfügung, du hast absolut keinen Grund dafür, andere für deinen Hedonismus und deine Genusssucht leiden zu lassen."

      Mir ist diese Kost aber zu einseitig. Und ich folge dem Hedonismus Epikurs, zu dem Nietzsche meinte „Ein Gärtchen, Feigen, kleine Käse und dazu drei oder vier gute Freunde, - das war die Üppigkeit Epikurs.“

      Eine Genusssucht in deinem Sinne gibt es nicht. Ehrlich erinnert mich dieser Begriff in deiner Verwendung wieder an den Glauben in der Form der Geißelung und Lustwiederstehung. Genuss und Hedonismus greift auf deine gesamte Persönlichkeit über und beschränkt sich nicht. So gesehen genießt jeder gerne. Die Genusssucht kann auch durch veganes Essen entstehen. Besonders wenn sie voll mit Zucker und Zusatzstoffen ist, was ja immer noch übergangen wurde.

      "Es ist so zynisch, wenn Leute wie du mit den Inuit kommen, um ihr eigenes Verhalten zu rechtfertigen. Es ist sogar abartig. Und darum auch so zum Lachen, dass du uns vorwirfst, was du selbst tust: du lebst im Luxus und hast die Wahl, aber anstatt dein Verhalten zu ändern, schwadronierst über Menschen, die in ärmeren Teilen der Welt leben und Fleisch konsumieren."

      Ich brachte das Beispiel nicht, um mein Verhalten zu rechtfertigen, sondern um aufzuzeigen wie anpassungsfähig der Mensch sein, dass er sich auch nur von Fleisch ernähren kann (Mangelerscheinungen treten dennoch auf) und das Menschen keine reinen Vegetarier, geschweige Veganer sind. Nein, ich lebe nicht im Luxus. Manchmal wäre das schön. Aber regelmäßige Besuche bei Veganz kann ich mir nicht leisten - das steht fest. Aber meine persönliche Situation spielt hier keine Rolle.

      "Du würdest ärmeren Menschen helfen, wenn du kein Fleisch isst. Du würdest dadurch verhindern helfen, dass Kinder verhungern."

      Es bleibt für mich eine Behauptung.

      "Ich habe noch nie mein Vegansein mit indischen Traditionen begründet, ich weiß nicht, wo du diese absurde Behauptung herhast. Und wieder wirfst du eine gut begründbare Haltung mit Glaubenssystemen durcheinander - wer hat denn da nicht aufgepasst?? Aber weil du es so mit Religion hast: Kannst du denn das Glaubenssystem, die Ideologie benennen, auf dem/der deine "Argumentation" (es ist vielmehr eine Abwehr) beruht? Nein? Es ist jedenfalls nicht Humanismus. Hat auch nichts mit Demokratie zu tun, vielmehr mit Kapitalismus, Hegemonie, Herrschaftsdenken. Es ist Karnismus."

      Ich weiß, dass du noch nie dein Vegansein mit indischer Tradition begründet hast. Das war nur Plauderei aus dem Nähkästchen meiner eigenen Erfahrung und Umgebung. Ich hatte das auch so nicht behauptet.
      Nun ja - vegane Ernährung dürfte sich in Teilen schon im Hinduismus, bei Buddha selbst im Buddhismus und in etlichen Naturreligionen befunden haben. Wobei der Fokus aber eher auf dem Vegetarismus liegt, der sich auch besser durchsetzen konnte. Humanismus ist dabei keine Religion, sondern eine philosophische Strömung mit unterschiedlichen Richtungen.
      Karnismus ist - wie ich ausführte - kein anerkannter Begriff.

      "Es ist zum Totlachen, dass du glaubst, Gerüche und Geschmäcker seien etwas angeborenes in dem Sinne, dass sie bei allen Menschen gleich und unveränderbar seien."

      Das habe ich so nie behauptet und glauben tue ich das schon gar nicht. Ergibt auch kein Sinn.

      "Du hast GELERNT, was angeblich lecker riecht."

      Dabei ein komplexer individueller Prozess unter Einfluss der Persönlichkeit. Und Veränderungen sind auch hier möglich. Wer ändert schließlich nicht sein Geschmack, Geruch mal alle paar Jahre oder gewöhnt sich an entsprechende Gerüche, Sinne?

      "Und ich muss dich leider enttäuschen: mich ekelt der Geruch von Fleisch."

      In Teilen tut es mich das auch. Wobei das Auge auch sein Anteil hat. Sauerbraten ist ganz widerlich für mich.

      "KarnistInnen begründen ihr martialisches Verhalten immer mit: 1. Geschmack, 2. Tradition, 3. Gewohnheit." Das ist nichts neues.

      Der Geschmack ist auch nachvollziehbar. Die restlichen beiden Punkte kommen für mich persönlich nicht unbedingt in Frage.

      "Lies doch mal: "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" von Melanie Joy. Damit du endlich mal eine fundierte Grundlage zum Thema bekommst."

      Ich notiere es mir.

      "Menschliche sollten es tun - DU solltest es tun."

      Aber die Entscheidung liegt eben bei mir. Und da wird sie auch bleiben. Unabhängig davon ob ich als "Karnist", "Hedonist", "Ego-Typ" oder als Jemand, dem gewünscht wird, hoffentlich keine Kinder zu haben, bezeichnet werde.

      "Warum hältst du dir keinen Sklaven? Warum verbrennst du keine Hexen?"

      Du weißt die Antwort doch selbst. Sie steht allein im deutschen Grundgesetz. Am Tierschutzgesetz hapert es noch. Ich hoffe, dass es in den kommenden Jahren weiter verschärft wird. Aber das wird dennoch nicht zu dem führen, wovon du sprichst.

      "Es gibt etwas, von dem du vielleicht schon mal entfernt hast läuten hören: ENTWICKLUNG ist das Zauberwort. Und damit meine ich nicht immer ausgeklügeltere Formen der Tiervernichtung, sondern den Verzicht auf Tierausbeutung (natürlich auch Menschenausbeutung - da du offenbar gerne, wie wiederum auch viele KarnistInnen, glauben willst, VeganerInnen würden sich nicht um Menschen scheren) - denn es ist für Menschen wie dich und mich nicht mehr notwendig."

      Wie kommst du denn darauf, ich würde annehmen, Veganer würden sich nicht um Menschen scheren?

      Wie würdest du eigentlich hier antworten, wärst Du ich und Du ein Frutarier, der gerade vom Verzicht der pflanzlichen Schädigung spricht?

  73. Es gibt mittlerweile Untersuchungen, die sich mit dem Phänomen der Kinder beschäftigen, die in sehr jungem Alter- teilweise 4/5 Jahre als aus ethischen Gründen den Konsum von Fleisch ablehnen. http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/kinder-die-sich-entscheiden-kein-fleisch-mehr-zu-essen.html Aber es ist auch unerheblich, ob Kinder dies aus eigenen Initiative entscheiden oder dadurch durch die Eltern angeregt werden. Denn typischerweise regen Eltern das Ernährungsverhalten an, was auch vollkommen in Ordnung ist. Genau deshalb essen manche Kinder kein Schweinefleisch, andere kein Fleisch und andere essen eben vegan. Die weltweit größten Fachgesellchaften bestätigen eindeutig, dass Kinder, auch Kleinkinder, gesund vegan ernährt werden können (siehe umfangreiche LInks und Infos hier: Die DGE [...]

    ist mit ihrer Position international isoliert und wird sie früher oder später aufgeben. Unabhängig von all diesen Fakten, ist es nicht nachvollziehbar, dass vegane Kinder in der Schule besser gar nicht essen sollen als dass man ihnen veganes Essen gibt.
  74. Soso .... die Tochter hat sich frei für veganes Essen entschieden.

    Nach wieviel Jahren brainwash wurde die Frage gestellt und wie alt ist Töchterchen?

    Ich finde es immer schlimm. wenn Kinder von Eltern für ihre Weltanschauung mißbraucht werden.

    • Julien Grobeisreplied:

      Wieso behauptest du, dass ein Kind was sich entscheidet vegan zu leben, von den Eltern für ihre Weltanschauung missbraucht wird? Im Gegensatz ist es für dich aber wahrscheinlich normal und hat nichts mit "missbrauchen" zu tun, wenn einem Kind durch die Eltern, durch Werbung, durch Kinderbücher in denen die heile Welt auf dem Bauernhof gezeigt wird, vermittelt wird, dass es vollkommen OK ist (Nutz)Tiere zu "nutzen". Man sollte auch Kinder nicht im dunkeln tappen lassen. Man sollte sachlich aufklären, was mit den Tieren in der Tierprodukteindustrie geschieht. Und dann bin ich auch der Meinung, dass ein sechs jähriges Kind abwägen und sich dafür entscheiden kann vegan zu leben. Ich empfinde es eher als "Brainwash" seinem Kind die heile Welt vorzuspielen. [...]

      Veganismus wird immer (im negativen Sinne) als Weltanschauung bezeichnet, gerade wenn es um Aufklärung des eigenen Nachwuchses geht. Viel schlimmer finde ich es aber zu wissen, was abgeht - die Qual die Millionen von Tieren jeden Tag wiederfährt, die Zerstörung der Umwelt und des Klimas, woran die Tierprodukteindustrie einen großen Anteil hat, das Leid der Menschen in armen Ländern, die unter anderem wegen des Fleischkonsum der "reichen Welt" hungern müssen - und diese Informationen seinem eigenen Kind vor zu enthalten. So etwas nenne ich "Aufdrängen der eigenen Weltanschauung durch Verschweigen der Realität".
      Die meisten Eltern wollen ja das beste für ihr Kind. Und da gehört natürlich auch ganz klar die Gesundheit dazu. Ich behaupte nicht, dass man als Mischköstler nicht gesund aufwachsen kann, aber dass tierliche Produkte gesund sind oder gar benötigt werden ist auch etwas, was du wahrscheinlich wegen des jahrelangen "Brainwashings" glaubst. Vegane Ernährung ist, wenn man es richtig macht - auch für Kinder - eine sehr gesunde Ernährungsform.
    • In diesem Artikel gehe ich ein auf die Widersprüchlichkeit solcher Null-Aussagen: https://vegane-schule.de/infos/tierschutzuntericht/

    • juliareplied:

      Ihr Kind hat sich also frei für das Fleischessen, Milch- und Eikonsum entschieden. Nach wieviel Jahren Brainwashing wurde die Frage gestellt und wie alt ist das Kind? Ich finde es schlimm, wenn Kinder von Eltern für ihre Weltanschauung mißbraucht werden ... und besonders schlimm, wenn dabei vermittelt wird, dass unnötige Gewalt gegen andere, fühlende Lebewesen 'normal' oder 'richtig' sei.

  75. Julia Da Costa José,
    es tut mir leid das so unverblümt sagen zu müssen, aber Du irrst Dich.
    Ich selbst habe mit 3 Jahren realisiert was genau Fleisch ist bzw. woher es kommt und habe mich seitdem geweigert Fleisch, Fisch und Wurst zu essen. Als ich erfahren habe (da muss ich etwa 6 oder 7 gewesen sein) woraus Gelatine besteht, habe ich auch keine Gummibärchen (gab es damals noch nicht vegan) und anderes mit Gelatine mehr gegessen.

    Das alles definitiv aus eigenem Antrieb, ich bin in einem Fleischesser-Haushalt wo auch selbst geschlachtet wurde aufgewachsen und meine Eltern haben jahrelang versucht mich zu zwingen Fleisch zu essen, teilweise mit Gewalt, und unterm Strich erfolglos.

    Ich finde es super, dass es heute mehr und mehr Kinder gibt, die diese Haltung leben dürfen und darin unterstützt werden!

  76. Wie lange wurden wir denn gebrainwashed, bis wir das Töten normal fanden? Milch in die Kindergärten und Schulen, Bilder von glücklichen Tieren, die Scheibe Wurst an der Fleischtheke? War das kein Brainwashing?????

Was sagst DU dazu?

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